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Test

Die 9 besten Kameras unter 2.000 Euro mit hervorragender Bildqualität

Mit hervorragender Bildqualität, erweiterter Ausstattung und einem optimierten Handling locken die Kameras der ambitionierten Mittelklasse. In dieser Übersicht erwarten Sie die besten Systemkameras unter 2000 Euro plus sechs Tipps, worauf Sie beim Kauf auf jeden Fall achten sollten.

Die besten Kameras unter 2.000 Euro: Semiprofis im Vergleich

Wer erst einmal an der Fotografie Gefallen gefunden hat, strebt schnell nach einer besseren Kamera. An anderer Stelle haben wir Ihnen zehn Kameras für unter 1.000 Euro vorgestellt.

In diesem Artikel dreht sich alles um die nächsthöhere Preisklasse: Wir vergleichen die besten Modelle zwischen 1.000 und 1.700 Euro miteinander und zeigen Ihnen im Detail, wo die einzelnen Vor- und Nachteile der Kameras liegen – inklusive detaillierter Laborergebnisse und einer abschließenden Bestenliste.

Mit dabei sind Modelle von Canon, Fujifilm, Nikon, Panasonic, Olympus und Sony – sortiert weiter unten mit aufsteigender Gesamtbewertung. Sie finden also eine große Bandbreite von Micro-Four-Thirds- über APS-C- bis hin zu kompakten Vollformatkameras.

Eines haben alle Kameras dennoch gemein: ein spiegelloses Gehäuse. Hintergründe dazu sowie eine DSLR-Empfehlung für unter 1.700 Euro erfahren Sie im blauen Kasten weiter unten. Außerdem finden Sie dort Objektivkauftipps für aktuelle Kameras der Mittelklasse.

Dreifach geteilstes Testfeld

Beim Vergleich der neun Systemkameras für Fortgeschrittene fällt auf, dass sich die Gesamtergebnisse innerhalb von drei Gruppen zusammenfassen lassen:

Während drei Kameras unter 85 Prozent die hinteren Plätze unter sich ausmachen, liefern sich gleich drei Kameras um 88 Prozent ein enges Rennen im Mittelfeld.

Ebenfalls drei Modelle konnten über 90 Prozent erzielen und das Treppchen der besten Semiprofis besteigen. Schlusslicht in unserer Übersicht ist die Canon EOS RP, die zugleich auch die günstigste der neun vorgestellten Modelle ist.

Die Stärke der spiegellosen EOS besteht ganz klar in der Bildqualität: Der 26,2-MP-CMOS-Sensor liefert sehr gute Bildergebnisse. Im Vergleich mit dem auf Platz 8 platzierten Schwestermodell und einstigem Flaggschiff Canon EOS R fällt die Wertung der Bildqualität bei der EOS RP sogar ein wenig besser aus (90,4 vs. 90,2 Prozent).

In Summe kann sich die deutlich besser ausgestattete EOS R dennoch klar gegen die EOS RP behaupten. Mit 82,8 Prozent erzielt die EOS R in unserem Test ein gutes Ergebnis. Mit aktuell rund 1.699 Euro ist die 30,3-MP-Kamera seit Start des EOS-R-Systems im Herbst 2018 deutlich günstiger geworden.

Allerdings gibt es mittlerweile dank den drei neueren R-Modellen R5, R6 und R7 aus den eigenen Reihen starke Konkurrenz für den EOS-R-Pionier. Knapp vor der EOS R positioniert sich die X-Pro3 von Fujifilm. Die APS-C-Kamera mit X-Trans-Sensor der vierten Generation zieht dank einer noch höheren Bildqualität sowie einer besseren Ausstattung und Geschwindigkeit an der EOS R vorbei.

Wenn Sie sich für eine Systemkamera mit Retro-Charme interessieren, dann ist die X-Pro3 auf jeden Fall einen Blick wert. Sie gehört zwar zu den teuersten Kameras dieser Übersicht, bereitet aber bereits beim ersten Test extrem viel Freude. Verantwortlich für den Spaß am X-System sind unter anderem die grandiosen Filmsimulationen, mit der auch eine weiter vorne platzierte Systemkamera von Fujifilm punkten kann. Doch dazu im späteren Verlauf mehr.

Werfen wir zunächst einen Blick auf Platz 6 unseres Kameravergleichs – und der geht an OM Digital Solutions (ehemals Olympus). Der Gesamteindruck, den die spiegellose Micro-Four-Thirds-Kamera bei uns im Test hinterlässt, ist lobenswert. Die Kamera ist eine gute Wahl für alle, die ambitioniert, aber maximal kompakt fotografieren möchten.

So schneidet die Olympus OM-D E-M1 Mark III bei uns im Test hervorragend ab. Die MFT-Kamera, die sich zwischen der klobigen E-M1X mit Hochformatgriff und der deutlich günstigeren E-M5 Mark III positioniert, bietet eine überragende Ausstattung und Geschwindigkeit. Sie schneidet in unserem Test mit insgesamt 88,4 Prozent bis auf die erste Nachkommastelle genauso gut ab, wie die Nikon Z 5, die auf dem fünften Platz landet.

Die kompakte Z-Kamera bietet Vorteile in einer besseren Bildqualität und mehr Leistung im Bewegtbild. Allerdings ist das Serienbild der Nikon im Vergleich deutlich langsamer. Die OM-D ist im Direktvergleich mehr als dreimal so schnell und nimmt ohne AF/AE-Nachführung sogar bis zu 60 Bilder pro Sekunde auf. So kann die Olympus immerhin über zehn Punkte mehr im Test der Geschwindigkeit erzielen als die günstigere Nikon Z 5.

Nur 0,1 Prozent vor den beiden ambitionierten Mittelklassekameras kann sich Sony mit dem APS-C-Topmodell Alpha 6600 behaupten. Die Kamera leistet sich in keinem unserer vier Bewertungskategorien echte Mängel. Die Bildqualität des stabilisierten 24-MP-Sensors ist herausragend. Dennoch zeigen unsere Top-3-Mittelklasse-Kameras bis 1.700 Euro deutlich bessere Gesamtergebnisse. Hier lesen Sie, wie wir die Alpha 6600 in der gesamten Alpha-6000-Serie einordnen.

Drei individuelle Top-Kameras

Interessant beim Blick auf die besten drei Mittelklassekameras unter 1.700 Euro ist vor allem, dass alle drei Sensorformate vertreten sind. Allein aufgrund der Größe des Sensors lässt sich also nicht darauf schließen, wie gut oder schlecht eine Kamera in Bezug auf die Gesamtleistung abschneidet.

Vielmehr zeigt der Vergleich, dass es für alle Bedürfnisse Spitzenkameras gibt. Mit der Lumix GH5 II finden Sie eine aktualisierte Micro-Four-Thirds-Kamera auf dem dritten Platz. Der Video-Fokus der kompakten Systemkamera spiegelt sich in unserem Testergebnis deutlich wider:

Mit einer Videoqualität von 93,4 Prozent erzielt die GH5 II den mit Abstand besten Wert im gesamten Testfeld. Spielt für Sie die Bildqualität im Einzelfoto eine größere Rolle, dann treffen Sie mit einem der beiden nachfolgenden Modelle die deutlich bessere Wahl – auch wenn sie jeweils teurer sind als die Lumix GH5 II.

Platz 2 in unserem Testfeld geht an die Fujifilm X-T4, die bis zur kürzlich vorgestellten Fujifilm X-H2S das Top-Modell der APS-C-Kameras mit X-Trans-Sensor sowie dem Prozessor der vierten Generation darstellte. Die X-T4 ist im Vergleich zum neuen Schwestermodell satte 1.100 Euro günstiger und bleibt deshalb allein aufgrund des großen Preisunterschieds eine sinnvolle Alternative im X-Portfolio.

Anders als die drittplatzierte Lumix GH5 II ist die X-T4 eine echte Alleskönnerin und spielt ihre Qualitäten sowohl im Foto- als auch im Videobereich aus – mit Erfolg, wie unser Testergebnis der Kamera zeigt. Mit einem Gesamtergebnis von 91,1 Prozent landet sie nur knapp hinter der Siegerin dieses Tests: die um 0,4 Prozent besser abschneidende Panasonic Lumix S5.

Ähnlich wie die X-T4 ist auch die kompakteste Lumix-Vollformatkamera ein wahrer Hybrid und perfekt geeignet, um professionelles Einzel- und Bewegtbild aufzuzeichnen. Schwächen – wenn man denn bei 84 Prozent von solchen sprechen kann – zeigt die Kamera einzig im Vergleich der Geschwindigkeit. Hier ist z. B. die X-T4 deutlich besser.

Die Lumix S5 zeichnet in Serie gerade einmal 6,9 Bilder pro Sekunde auf. Hier bieten andere Modelle deutlich mehr Leistung. Was uns hingegen bei der Lumix S5 besonders gefällt, sind die sensationelle Ausstattung und die angenehme Handhabung. In der Reihe der Vollformatkameras von Panasonic bietet die S5 das beste Verhältnis aus toller Bildqualität/Ausstattung und einem kompakten Gehäuse. Die Kamera ist deutlich kompakter als beispielsweise die Lumix S1.

Ein verdienter erster Platz für die Panasonic Lumix S5 in unserem Vergleich.

9 Kameras im Test

Canon EOS RP

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 90,4 % 
  • Ausstattung & Bedienung (25 %): 70,3 % 
  • Geschwindigkeit (15 %): 81,6 % 
  • Video (10 %): 70,4 % 
  • Gesamtbewertung: GUT, 80 %

Ist die Canon EOS R eine spiegellose EOS 5D Mark IV, so kann die EOS RP als spiegellose 6D Mark II angesehen werden. Größe und Auflösung des Kleinbildsensors sind identisch. Mit einem vergleichsweise aggressiv niedrigen Preis will Canon seine Kunden für das R-System begeistern und zum Kauf der EOS RP bewegen.

Produkthinweis

Canon EOS RP Systemkamera - mit Objektiv RF 24-105mm F4-7.1 IS STM (spiegellos, 26,2 Megapixel, 7,5 cm Clear View LCD II, 4K, DIGIC 8 Bildprozessor, WLAN, Bluetooth, Vollformat-Sensor), schwarz

Egal, ob Sie von einer Spiegelreflex wechseln oder neu ins Segment der CSCs einsteigen möchten: Mit der EOS RP erhalten Sie eine grundsolide Kamera mit großem (leider nicht stabilisiertem) Sensor und starkem Autofokus.

Einschränkungen gibt es vor allem in Sachen Akkulaufzeit. Hier kommt die Spiegellose laut CIPA-Standards nur auf magere 250 Fotos. Mindestens ein Ersatzakku ist also für einen Fotoausflug empfehlenswert. Doch der ist dank eines niedrigen Neupreises von 1.009 Euro drin.

Canon EOS R

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 90,2 % 
  • Ausstattung & Bedienung (25 %): 75,2 % 
  • Geschwindigkeit (15 %): 84,9 % 
  • Video (10 %): 76,5 % 
  • Gesamtbewertung: GUT, 82,8 %

Die (vielleicht zu) hohen Erwartungen kann die Canon EOS R in unserem Test nicht erfüllen. Uns fehlt vor allem ein stabilisierter Sensor, der für mehr Flexibilität beim Fotografieren gesorgt hätte. Für die EOS R sprechen ihr erstklassiges Autofokussystem (5.655 AF-Positionen und bis –6 LW!), ihre Individualisierbarkeit – und ihr Preis.

Produkthinweis

CANON EOS R + RF 24-105mm f/4-7.1 is STM

Denn mit derzeit 1.699 Euro ist sie satte 800 Euro günstiger als noch zum Marktstart vor rund vier Jahren. Die deutlich günstigere Canon EOS RP (siehe oben) ist eine Alternative für alle, die weniger Geld ausgeben möchten.

Alle anderen sind mit einem Modell aus dem im Sommer 2020 vorgestellten Vollformat-Duo EOS R5 und EOS R6 deutlich besser beraten. Die beiden Kameras konnten in unseren Tests deutlich besser abschneiden, allerdings sind sie auch deutlich teurer. Eine Alternative könnte auch die neue, noch ungetestete EOS R7 sein.

Fujifilm X-Pro3

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 91,1 % 
  • Ausstattung & Bedienung (25 %): 75,6 % 
  • Geschwindigkeit (15 %): 85,4 % 
  • Video (10 %): 73,6 % 
  • Gesamtbewertung: GUT, 83 %

Fujifilm hat mit der X-Pro3 eine hervorragende Systemkamera für all jene vorgestellt, die sich für analogen Charme in digitalen Kameras begeistern können. Die Kamera bereitet schlichtweg Freude am Fotografieren. Der starke X-Trans-Sensor, das schnelle und präzise Autofokussystem sowie das flotte Serienbild bereichern die dritte Kamerageneration.

Hingegen spaltet das einzigartige Monitorkonzept die Meinungen: Um den Monitor nutzen zu können, muss dieser zunächst ausgeklappt werden. Eingeklappt steht auf der Außenseite nur ein quadratisches 1,28-Zoll-Display zur Verfügung, das wahlweise die eingestellte Filmsimulation oder die wichtigsten Kameraeinstellungen anzeigt.

Kurzum: Entweder verliebt man sich in das System und legt 1.659 Euro auf den Tisch oder man kann gar nichts damit anfangen.

Olympus OM-D E-M1 Mark III

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 87,7 % 
  • Ausstattung & Bedienung (25 %): 90,4 % 
  • Geschwindigkeit (15 %): 90,3 % 
  • Video (10 %): 81,1 % 
  • Gesamtbewertung: GUT, 88,4 %

Tolle Bildqualität, unüberschaubar große Ausstattung und ein Handling erster Klasse – der Raum für Kritik ist knapp bemessen. Mit einem Neupreis von 1.429 Euro ist die OM-D E-M1 Mark III deutlich günstiger als noch zum Marktstart. Und dennoch besitzt die Kamera viel Ausstattung, die einst dem Topmodell OM-D E-M1X vorbehalten war:

Gleich ist unter anderem der Bildsensor im Format 17,3 × 13 Millimeter mit einer Auflösung von 20,4 Megapixel. Die Lichtempfindlichkeit reicht bis ISO 6400 und kann auf 25.600 erweitert werden. Im Vergleich zum Vorgängermodell hat sich etwas an der internen Bildstabilisierung getan, die nun auf eine Kompensation von bis zu sieben Blendenstufen ausgelegt ist.

Produkthinweis

Olympus OM-D E-M1 Mark III Micro Four Thirds Systemkamera Gehäuse, 20 MP Sensor, 5-Achsen Bildstabilisierung, Leistungsstarker Autofokus, 4K Video, Wi-Fi, Bluetooth, Schwarz

Ebenso bietet die Neuheit – wie das Flaggschiff auch – einen integrierten ND-Filter und hochauflösende Aufnahmen mit 50 Megapixeln – sogar ohne Stativ.

Nikon Z 5

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 90,2 % 
  • Ausstattung & Bedienung (25 %): 90,3 % 
  • Geschwindigkeit (15 %): 80,2 % 
  • Video (10 %): 86,9 % 
  • Gesamtbewertung: GUT, 88,4 %

Mit sehr guter Bildqualität, toller Ausstattung inklusive 5-Achsen-Bildstabilisator und automatischer Augenerkennung vereint die Nikon Z 5 in einem kompakten Gehäuse all das, was Fotografinnen und Fotografen für den Einstieg in die spiegellose Vollformatwelt benötigen – und das zu einem fairen Preis von 1.249 Euro.

Allerdings müssen Sie Abstriche in der Serienbildgeschwindigkeit und im Videomodus hinnehmen. Wir konnten gerade einmal 4,5 Bilder pro Sekunde messen – ein unterdurchschnittlicher Wert. Wen die Kritikpunkte jedoch nicht stören, der trifft mit der Nikon Z 5 eine gute Kaufentscheidung.

Produkthinweis

Nikon Z 5 Spiegellose Vollformat-Kamera (24,3 MP, Hybrid-AF mit 273 Messfeldern und Fokus-Assistent, eingebauter 5-Achsen-Bildstabilisator, 4K UHD Video, doppeltes Speicherkartenfach)

Das Schwestermodell Z 6II ist in Summe deutlich besser, allerdings auch deutlich teurer. An der Kasse des Fotofachhandels wird ein Aufpreis von 800 Euro fällig. Für diese Summe erhalten Sie eine exzellente Nikkor-Z-Festbrennweite.

Sony Alpha 6600

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 93,3 % 
  • Ausstattung & Bedienung (25 %): 84,4 % 
  • Geschwindigkeit (15 %): 86,8 % 
  • Video (10 %): 86,8 % 
  • Gesamtbewertung: GUT, 88,5 %

Ist die Sony Alpha 6600 eine Must-have-Alpha? Sicher nicht! Vielmehr hat Sony an einigen Stellschrauben gedreht, um das Portfolio der APS-C-Kameras für eine spezielle Zielgruppe noch attraktiver zu machen. Im Gehäuse hat Sony einen auf fünf Achsen stabilisierten APS-C-Sensor mit 24,2 Megapixeln integriert.

Die Lichtempfindlichkeit kann zwischen ISO 100 und ISO 32.000 geregelt werden. In unserem Test harmonierte der CMOS-Sensor hervorragend mit dem Bionz-X-Bildprozessor. Gerade Filmer werden die Kombination aus 5-Achsen-Bildstabilisator, 4K-Auflösung und Kopfhörerkonnektivität schätzen.

Produkthinweis

Sony Alpha 6600 | APS-C Spiegellose Kamera ( Schneller 0,02s Autofokus, optische 5-Achsen-Bildstabilisierung im Gehäuse, 4K HLG Videoaufnahmen, neigbares Display für Vlogging), Schwarz

Dafür ist allerdings auch ein hohes Investment nötig: Mit 1.449 Euro ist die Alpha 6600 die mit Abstand teuerste Sony aus der 6000er-Reihe. Für alle, die vorwiegend eine Kamera zum Fotografieren suchen, ist die Alpha 6400 eine sehr gute Alternative.

Panasonic Lumix GH5 II

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 88,4 % 
  • Ausstattung & Bedienung (25 %): 92,0 % 
  • Geschwindigkeit (15 %): 90,0 % 
  • Video (10 %): 93,4 % 
  • Gesamtbewertung: GUT90,4 %

Lohnt sich der Kauf der Lumix GH5 II? Die neue Kamerageneration entspricht einer klassischen Modellpflege. Im Falle der Lumix GH5 II zielt die Modellpflege auf vorwiegend verbesserte Videofunktionen ab.

Doch auch Sensor, Stabilisator und Autofokus hat Panasonic optimiert. Letzterer ist dank Deep-Learning-Algorithmen ähnlich ausgestattet wie der Autofokus der Lumix S5. Für Kreative, die bereits die erste Kamerageneration besitzen, lohnt sich das Update in den seltensten Fällen.

Produkthinweis

Panasonic LUMIX DC-GH5M2ME Systemkamera mit Objektiv 12-60mm/F3.5-5.6 (20MP, 4K, doppelte Stabilisierung, Kälte-/ Staub- & Spritzwasserschutz)

Die Verbesserung der Bildqualität ist minimal und die aktualisierte Ausstattung betrifft ebenfalls nur gezielte Anwenderinnen und Anwender. Doch wer neu in das Hybridkamera-Geschäft einsteigen möchte und an einer GH6 nicht interessiert ist, der darf hier zugreifen. Die Lumix GH5 II gehört zu den besten MFT-CSCs, die der Markt derzeit bietet.

Fujifilm X-T4

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 91,2 % 
  • Ausstattung & Bedienung (25 %): 89,6 % 
  • Geschwindigkeit (15 %): 94,2 % 
  • Video (10 %): 90,9 % 
  • Gesamtbewertung: GUT91,1 %

Die Fujifilm X-T4 begeistert mit einem beeindruckenden Gesamtkonzept: Bildsensor, Autofokussystem sowie die hohe Serienbildgeschwindigkeit machen die spiegellose Systemkamera zum perfekten Alleskönner. Wer sich für das Retrodesign begeistern kann und von den erwähnten Vorteilen der Fujifilm profitiert, ist mit der X-T4 hervorragend beraten.

Vor allem im semiprofessionellen Anwendungsbereich ist ein Vollformatsensor nicht zwingend nötig. Von uns gibt es Lob für den integrierten Bildstabilisator, das verbesserte Akkumanagement sowie das exzellente Handling.

Kritik erhält die Kamera vor allem durch die abgespeckte Ausstattung ohne Akkuladegerät und den nun nur noch optional erhältlichen Aufsteckblitz EF-X8. Mit 1.648 Euro ist die Fujifilm X-T4 nur geringfügig günstiger als die Vollformatkamera Lumix S5.

Panasonic Lumix S5

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 93,6 % 
  • Ausstattung & Bedienung (25 %): 92,4 % 
  • Geschwindigkeit (15 %): 84,0 % 
  • Video (10 %): 90,8 % 
  • Gesamtbewertung: GUT91,5 %

Die Panasonic Lumix S5 ist vor allem wegen ihres üppigen Funktionsumfangs im kompakten Gehäuse eine echte Alternative zur Lumix S1. Die Bildqualität ist hervorragend und die Ausstattung gelungen. Zudem vermittelt das im Vergleich zu den Schwestermodellen kompakte Gehäuse eine erstklassige Handhabung.

Video-Enthusiasten werden ebenfalls mit passendem Funktionsumfang abgeholt. Die Serienbildgeschwindigkeit ist mit 6,9 Bildern pro Sekunde sicher kein Highlight der Kamera. Immerhin ist die Lumix mit einem Dual-SD-Kartenslot ausgestattet.

Produkthinweis

Panasonic LUMIX S DC-S5 Vollformat Kamera (4K, L-Mount Bajonett, 24,2 Megapixel Sensor, V-Log, Staub- und spritzwassergeschützt) mit Extra-Akku DMW-BLK22, schwarz

In Summe trifft Panasonic mit der Lumix S5 den Nagel auf den Kopf und treibt den hart umkämpften Wettbewerb im Vollformat-CSC-Segment weiter an. Mit 1.669 Euro ist die Kamera zudem fair bepreist und somit der verdiente Sieger im Vergleich der ambitionierten Mittelklasse- Kameras bis 1.700 Euro.

6 Merkmale einer Semiprofi-CSC

1. Griffiges Gehäuse

Kameras im Einsteigersegment sind in der Regel kleiner als Modelle der Mittelklasse. Das hat Vorteile im Packmaß. Die Ergonomie ist aber bei Mittelklassekameras deutlich besser. In der Regel besitzen die fortgeschrittenen Modelle einen breiteren Kameragriff. So gelingt eine bessere Handhabung auch mit etwas größeren Händen. Darüber hinaus besitzen ausgewählte Semiprofis ein Schulterdisplay (4.) und einen Wetterschutz (6.).

2. Fortschrittliches 4K-Video 

Fortschrittliche Videofunktionen sind bei Kameraneuheiten nicht mehr wegzudenken. In letzter Zeit haben einige Kamerahersteller auch Einsteigerkameras mit einer 4K-Videofunktion vorgestellt. Die Mittelklassemodelle verfügen allerdings oft über höhere Bildraten (je nach Modell bis 60p und mehr) und weniger bis gar keinen Crop. Damit haben Sie mehr Flexibilität beim Bearbeiten. Außerdem kommen Sie ab der Mittelklasse in den Genuss fortschrittlicher Bildprofile.

3. Integrierter Bildstabilisator 

Während viele Kameras aus dem Einsteigersegment auf eine Linsen- Stabilisierung vertrauen und keinen eigenen Stabilisator besitzen, sind stabilisierte Sensoren bei Mittelklasse-CSCs mittlerweile zum verbreiteten Standard geworden. So ist beispielsweise bei der Nikon Z 50 kein IBIS verbaut, während die fortschrittlichere Vollformat- CSC Nikon Z 5 (siehe linke Seite) einen integrierten Bildstabilisator besitzt – und dadurch Vorteile bei Freihandaufnahmen.

4. Schulterdisplay 

Bei Einsteigerkameras nicht zu finden, aber ein Ausstattungsmerkmal vieler Semiprofi-Kameras: ein Schulterdisplay. Vorrangig bei DSLRs zu finden, aber auch bei einigen spiegellosen Systemkameras, wie beispielsweise der Canon EOS R aus dieser Übersicht. Die Vorteile eines solchen Display spielen sich vor allem dann aus, wenn Sie aus tiefen Perspektiven fotografieren und die Kameraeinstellung beim Blick auf die Kameraoberseite kontrollieren.

5. Doppelter Kartenslot 

Da Einsteigerkameras nicht mit einer dualen Speicherlösung ausgestattet sind, führt für alle, die zwei Karten gleichzeitig nutzen wollen, kein Weg an einer Semiprofi-Kamera vorbei. Die SD-Karte ist nach wie vor weit verbreitet. Diese Karten sind klein und leicht, aber nicht sonderlich stabil. Schneller und stabiler sind CFexpress-Karten, die immer mehr Nutzung bei neuen Kameras finden. Die CFexpress-Karten haben aber einen Nachteil: Sie sind (noch) sehr teuer.

6. Wetterschutz 

Sind Sie oft draußen unterwegs? Auch bei schlechtem Wetter? Dann sind Sie mit einem wettergeschützten Kameragehäuse gut beraten. Nicht alle, aber viele Aufsteigermodelle besitzen einen solchen Schutz, dank robuster Magnesiumlegierung. Achten Sie neben einem Staub- und Spritzwasserschutz auch auf die Temperaturangaben, die die Hersteller für den Betrieb der Kamera angeben. Objektive sollten bestenfalls auch geschützt sein.

Kameraempfehlung für DSLR-Anhänger*innen

Im Bereich der DSLR-Neuheiten ist es sehr ruhig geworden. Dennoch gibt es einen Hersteller, der am Spiegelreflex- System festhält: Ricoh bietet mit der Pentax K-3 Mark III eine Top-DSLR.

Die Nachrichten über Technikneuheiten drehen sich fast ausschließlich um spiegellose Kameratechnik. Entsprechend dominant fällt das Thema in unserem Magazin und so auch in diesem Technikspezial aus.

Doch es gibt mit Ricoh einen Hersteller, der weiterhin das DSLR-Portfolio sowohl auf Seiten der Kamera als auch in Bezug auf das Objektivangebot pflegt. Falls Sie auf der Suche nach einer aktuellen Mittelklasse-DSLR sind, dann sind Sie bei der Pentax K-3 Mark III richtig aufgehoben.

Während nahezu alle anderen Hersteller ihr Engagement im DSLR-Segment eingestellt haben und sich stattdessen auf spiegellose Kamera- und Objektivtechnik konzentrieren, hat sich Ricoh in der Pressekonferenz der Pentax K-3 Mark III klar gegen die Einführung eines CSC-Systems ausgesprochen. Mit der K-3 Mark III stellt der Hersteller eine APS-C-Kamera der Spitzenklasse.

In unserem Test erzielt sie eine Gesamtwertung von 86 Prozent. Mit einem Neupreis von 1.699 Euro entspricht sie außerdem genau der Preisgrenze, die wir für dieses Spezial der ambitionierten Mittelklasse angesetzt haben. Natürlich finden Sie auch bei anderen Herstellern noch einen DSLR-Restbestand, allerdings wird dieser nicht gepflegt.

Objektive für Mittelklasse-Kameras: Das sollten Sie beim Kauf beachten

Um das Maximum aus Ihrer Kamera herauszuholen, sollten Sie auch das verwendete Objektiv im Blick behalten. Hier lesen Sie, was Sie bei der Objektivwahl für Mittelklasse-CSCs wissen müssen.

Hersteller wie Fujifilm und Sony haben es kürzlich wieder vorgemacht: Statt ein komplett neu konzipiertes Objektiv vorzustellen, legen viele Hersteller bestimmte Klassiker neu auf. Dazu zählen sowohl Zoomobjektive als auch beliebte Festbrennweiten. Warum?

Die Ansprüche der Kameras an die Objektive haben sich innerhalb der letzten Jahre vervielfacht. So stellen die immer hochauflösenderen Sensoren wie auch die intelligenter werdenden AF-Systeme die Objektive Foto für Foto auf die Probe. Damit die Objektive nicht für einen Flaschenhals-Effekt in puncto Qualität sorgen, aktualisieren die Hersteller ihr Objektivangebot.

Kurzum: Kontrollieren Sie beim Kauf einer neuen Kamera (insbesondere aus dem Semiprofi- und Profibereich) auch, ob ihr Wunschobjektiv, egal ob aus eigenem, alten Bestand oder als Ergänzungskauf, für Ihre neue Kamera geeignet ist. Dafür ist ein wenig mehr Recherche nötig, als das Bajonett zu prüfen (das sich bei einem Update nicht ändert).

Ein guter Anhaltspunkt ist das Baujahr des Objektivs: Liegt der Marktstart schon zehn oder mehr Jahre zurück, können Sie natürlich nach wie vor damit fotografieren und filmen, aber an einer aktuellen spiegellosen Systemkamera sicher nicht das Maximum an Bildqualität und Ausstattung herausholen.

Ausblick auf die Profi-Modelle 

Auch wenn Sie im Bereich bis 1.700 Euro ohne Zweifel Top-Kameras erhalten, müssen Sie derzeit für eine Kamera mit Bestnote SUPER tiefer in die Tasche greifen. Beim Ausblick jenseits der 1.700-Euro- Grenze bietet die Nikon Z6 II (92,1 Prozent, SUPER) noch das beste Preis/Leistungs-Verhältnis.

Was zeichnet die noch teureren Kameras aus?

Hier finden Sie vorwiegend Profikameras, die mit mehrschichtigen, rückwärtig belichteten Sensoren (meist in Vollformatgröße) ausgestattet sind. Die Hersteller versprechen sich mit dieser Technologie eine bessere Lichtausbeute und eine entsprechend bessere Leistung bei schlechter Umgebungshelligkeit.

Zudem sind Kameras mit sehr hoher Auflösung der Profiklasse vorbehalten. Weiterhin besitzen nahezu alle Profikameras ein vollumfassend abgedichtetes Gehäuse, um auch bei rauem Wetter uneingeschränkt arbeiten zu können. Weiteres Profimerkmal: die erweiterte Konnektivität. Doch wenn Sie auf all diese Merkmale verzichten können, dann sind Sie in der Mittelklasse perfekt aufgehoben.

DigitalPHOTO-Fazit

Das Niveau der spiegellosen Systemkameras bis 1.700 Euro ist hoch. Hier finden Sie Kameras aller Sensorklassen und von nahezu jedem Hersteller. Den Sieg im Vergleichstest kann Panasonic mit der Lumix S5 einfahren, die mit 91,5 Prozent die beste Leistung erzielt, vor der X-T4 von Fujifilm, einer Erste-Klasse-APS-C-Kamera.

Das Treppchen der drei besten dieses Vergleichs komplettiert die Lumix GH5 II auf dem dritten Platz. Vergleichen Sie für einen genauen Überblick die Daten und Werte in der obigen Bestenliste und bestimmen Sie Ihren Favoriten.

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