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Die besten Objektive für die Sony Alpha 6000-Serie

Sony Alpha | Die Sony Alpha 6000-Serie ist nicht nur bei Einsteigern, sondern auch bei Hobby- und Profifotografen sehr beliebt. Dies liegt vor allem an der wunderbaren Bildqualität sowie der kompakten Bauweise der Kamera-Reihe. Aber das volle Potenzial der APS-C-Reihe schöpfen Sie natürlich nur mit der passenden Optik aus. In diesem Artikel stellen wir Ihnen unsere Favoriten vor und zeigen Anhand von Profi-Aufnahmen, wozu der APS-C-Senor fähig ist.

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Welche Objektive können an den Kameras der Alpha 6000-Serie genutzt werden?

Sofern Sie sich für eine Kamera dieser Serie entschieden haben (lesen Sie vor Ihrem Kauf unbedingt unsere Sony Alpha 6000 Kaufberatung) kommen Objektive aus Sonys E-Mount-Repertoire in Frage. Sowohl Sonys Vollformat-Systemkameras als auch die kompakteren Kameras mit APS-C-Senor nutzen dieses Objektivbajonett. Es gibt jedoch eigens für den kleineren APS-C-Sensor konzipierte Sony-Alpha-Objektive. Diese können, trotz identischem Objektivbajonett, nicht an den Vollformat-Systemkameras von Sony benutzen werden.

Umgekehrt können aber alle Optiken, die für die Vollformat-Sensoren ausgelegt sind problemlos an Kameras mit dem kleineren APS-C-Sensor verwendet werden. Für Sie als Besitzer einer Kamera der Sony Alpha 6000-Serie bedeutet das konkret: Sie können jedes der aktuell 51 E-Mount Objektive des japanischen Herstellers nutzen. Ob es sich lohnt, auf eine der Vollformat-Optiken zurückzugreifen muss immer individuell abgewogen werden und ist wie so oft auch eine Frage des Geldbeutels, da die für den APS-C-Sensor konzipierten Objektive in der Regel preiswerter und kompakter sind empfehlen wir sie in den meisten Fällen (eine Ausnahme hat es dennoch in unsere Auswahl geschafft).

Die besten Objektive - Sony Alpha 6000, 6300, 6400 & 6500

Ich besitze selbst eine Sony Alpha 6000 und habe diese mit dem 16-50mm Kit-Objektiv gekauft. Das SELP1650 ist mit einer Blende von F3.5–5.6 nicht besonders lichtstark, dafür besitzt es immerhin Sonys optische SteadyShot-Bildstabilisierung. Sie sparen beim Kauf des reinen Kamerabodys nur rund 100 Euro, demnach würde ich jedem Eisteiger zu genannter Kombination raten. Die Wahl der ersten Wechseloptik fiel mir, wie den meisten, allerdings deutlich schwerer. Letztlich habe ich mich für das Sony SEL-35F18 entschieden. So besitze ich eine extrem kompakte Kombination aus Kamera und Objektiv mit einer Brennweite von ungefähr 50 mm (bezogen auf Kleinbild), für mich das beste Gesamtpaket.

+++Auf das Thema Brennweite (Stichwort "Cropfaktor") gehen wir weiter unten im Artikel noch genauer ein.+++

Das Normalobjektiv leistet mir in den unterschiedlichsten Situationen gute Dienste und eignet sich für Landschafts-, Architektur- und Porträt-Aufnahmen. Doch meine fotografischen Vorlieben müssen nicht Ihren entsprechen, deshalb stellen wir hier unsere sieben E-Mount-Favoriten für die Sony Alpha 6000-Serie vor: 

Normal-Festbrennweiten

Sony SEL-35F18

Pro & Kontra

+ gute Auflösungsleistung bis Blende 11 / Maximum bei Blende 5,6 mit 1318 Linienpaaren (81%) und Randabfall von nur knapp 2%
+ Randabfall ab Blende 3,5 sehr gering
+ kaum Verzeichnung
+ sehr leiser/geräuschlos und schneller AF
+ manueller Fokus lässt sich gut mittels Fokushilfe und breitem Einstellring festlegen
- Vignettierung bei Offenblende / Ok ab Blende 3,5

Warum habe ich mich für das SEL-35F18 entschieden, wenn Sigmas Pendant lichtstärker, schärfer und günstiger ist (mehr dazu weiter unter)? Da die Sony Alpha 6000 keinen integrierten Bildstabilisator besitzt ist es mir wichtig, dass zumindest das Objektiv mit einer optischen SteadyShot-Bildstabilisierung ausgestattet ist. Außerdem ist Sonys native Optik noch kompakter als das Sigma 30mm F1,4 und etwa 100 Gramm leichter. Ein weiterer Pluspunkt ist der im Vergleich noch bessere Autofokus.

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Sigma 30mm F1,4 DC DN Contemporary

Pro & Kontra

+ Extrem kompakt, perfektes Immer-drauf-Objektiv
+ Kaum optische Abbildungsfehler
+ Gute Auflösung, ab Blende f/2,8 super
+ Fairer Preis
- Kein Spritzwasserschutz

Im Vergleich zum SEL-35F18 zahlen Sie rund 100 Euro weniger für Sigmas Festbrennweite. Demnach müsste die native Linse also schärfer sein? Wie weiter oben bereits angekündigt bestätigen die Ergebnisse aus unserem Testlabor diese Annahme nicht, Sigmas Contemporary-Objektiv schlägt die bereits sehr gute Auflösungsleistung des Sony-Objektivs um 8% und löst bei Blende 5,6 mit 89% (1735 Linienpaaren) auf. Der Randabfall beläuft sich dafür bei gleicher Blende auf 6%.

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Weitwinkel-Objektive

Samyang 12mm f/2 NCS CS

Pro & Kontra

+ sehr hohe Aulösung im Bildzentrum
+ tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
+ trotz Ultraweitwinkel kaum Verzeichnung
+ klein und leicht
+ für viele Kameraanschlüsse erhältlich
- wenig Ausstattung (weder ein Autofokus noch ein integrierter Bildstabilisator)
- die Auflösung nimmt zum Rand deutlich ab

Die Auflösung ist bereits ab Offenblende f/2 lobenswert, bei Blende f/8 konnten wir die beste Bildqualität messen. Weiter als f/11 sollte man nicht abblenden, da die Bildqualität dann stark abnimmt. Auffällig ist ein hoher Schärfeverlust zum Bildrand bei Offenblende. Eine Verzeichnung konnten wir kaum messen, allerdings eine Vignettierung, die gerade bei Offenblende mit 1,8 Blendenstufen nicht nur messbar, sondern auch gut sichtbar ist. Dennoch stimmt das Gesamtpaket angesichts des günstigen Preises.

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Sigma 16mm F1.4 DC DN Contemporary

Pro & Kontra

+ kompakt und leicht
+ sehr gute Auflösung, bei Blende f/4 extrem scharf
+ fairer Preis
+ Staub- und spritzwassergeschützt
- Verzeichnung messbar, angesichts der Brennweite aber in Ordnung

Das Weitwinkel-Objektiv weiß vor allem durch seine Schärfe zu überzeugen. Schon ab Offenblende f/1,4 überzeugt das Sigma mit 86% im Bildzentrum. Die kompakte und leichte Bauart sowie der faire Preis von rund 370 Euro machen es zum perfekten Begleiter, Staub- und Spritzwasserschutz runden das Gesamtpaket sinnvoll ab.

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Porträt-Objektive

Sony SEL 85mm F1,8

Pro & Kontra

+ großartige Bildqualität bereits ab Offenblende f/1,8
+ hohe Lichtstärke
+ keine Verzeichnung, kaum Vignettierung
+ tolles Preis-Leistungs-Verhältnis
+ sehr gute Verarbeitung und Haptik
+ Wetterschutz zwar gegeben...
- ... aber nur für „leichten Regen“

Bemerkenswert ist die bereits ab Offenblende f/1,8 vollends lobenswerte Auflösung. Abgeblendet erzielt das Sony nur ein Prozent mehr Auflösung (87 % bei 1199 Lp/Bh). Ab Blende f/16 nimmt die Abbildungsleistung dann zunehmend ab. Die optische Qualität fiel auch in puncto Verzeichnung und Vignettierung positiv auf. Ebenso konnte uns die Haptik des Objektivs begeistern. Die wertige Verarbeitung lässt auf Langlebigkeit hoffen. Unterm Strich macht diese Performance für uns das SEL85F18 zum E-Mount-Must-have.

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Sigma 56mm F1.4 DC DN Contemporary

Pro & Kontra

+ sehr gute Auflösung
+ lichtstark: Offenblende von f/1,4
+ kompakte Abmessungen und mit nur 278 Gramm angenehm leicht
+ faires Preis-Leistungs-Verhältnis
- kein Wetterschutz
- der Autofokus muss über das Kameramenü eingestellt werden, kein Schalter vorhanden

Schon bei Offenblende f/1,4 löst die Optik im Zentrum 87 Prozent der maximal möglichen Auflösung auf. Der Randabfall ist mit neun Prozent überschaubar. Die beste Abbildungsleistung erreicht das Sigma bei Blende f/5,6 und 1770 Linienpaaren pro Bildhöhe an der Sony Alpha 6500. In Verzeichnung und Vignettierung lässt das Sigma 56mm F1.4 DC DN ein paar Punkte liegen. Bei deaktivierter Objektivkorrektur ist eine geringfügige kissenförmige Verzeichnung, wie auch eine Vignettierung, sichtbar. Der Autofokus kann ausschließlich über das Kameramenü ein- und ausgeschaltet werden, da es keinen AF-/MF-Schalter gibt.

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Standardzoom-Objektiv

Sony FE 24-105mm F4 G OSS

Pro & Kontra

+ von Weitwinkel bis Telebereich gelungene Auflösung, Maximum bei Offenblende f/4
+ hervorragende G-Master-Alternative
+ integrierter Bildstabilisator, schneller AF
+ fair bepreist: 1.099 Euro
+ gut erreichbare Fokushaltetaste
+ Staub- und Spritzwasserschutz inklusive...
- ... den Sony allerdings nicht gewährleistet

Wie oben bereits angekündigt empfehlen wir Ihnen auch eine Vollformat-Optik, die in unserem Testlabor besonders überzeugen konnte. Bereits bei Offenblende f/4 liefert das 665 Gramm leichte Standardzoom Höchstleistungen im Auflösungstest. Den Test auf Verzeichnung und Vignettierung meisterte die Optik mit Bravour und ließ auch im standardisierten Testverfahren der Haptik nur wenig Punkte liegen. Eine Alternative für den kleineren Geldbeutel ist das SEL-P18105G Powerzoom-Objektiv.

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Cropfaktor bei der Brennweiten-Auswahl berücksichtigen

Die Abmessungen eines APS-C-Sensors sind deutlich kleiner als die eines Vollformatsensors (s. Grafik oben). Somit verlängert der kleinere Sensor die empfundene Brennweite eines Objektivs um den Faktor 1,5 bzw. 1,6 (nur Canon). Dieser Vergrößerungseffekt im Bild ist als Cropfaktor bekannt. Der FourThirds-Sensor hat ein abweichendes Seitenverhältnis und den Cropfaktor 2,0 (Olympus, Panasonic).

Ein gutes Beispiel ist das Porträt-Objektiv für die Sony Alpha 6000-Serie von Sigma. Durch den Cropfaktor von 1,5 wird aus dem 56mm-Objektiv annähernd ein 85mm-Objektiv (1,5 x 56 = 84). Die Brennweite selbst verändert sich dabei natürlich nicht, vielmehr beschneidet der kleinere Bildsensor das Foto an den Rändern, dadurch vergrößert sich auch die Schärfentiefe. Um eine Brennweite mit 50mm an einer Crop-Kamera zu erzielen, verwenden Sie daher eine Optik um 30mm.

Lesetipp

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