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Sony Alpha 6000 vs 6300 vs 6500 vs 6400: Kaufberatung

Fünf Jahre sind bereits vergangen, seit die damals neue Alpha 6000 das Erbe der spiegellosen NEX-6 und NEX-7 antrat. Im Vergleich zu Sonys einstigen Topmodellen kostete die kompakte Systemkamera gerade mal die Hälfte. Die Rechnung ging auf und die Kamera entwickelte sich zu einem Verkaufsschlager für Fotoeinsteiger. Doch kann sie den Ansprüchen, die Fotografen 2019 an eine Kamera stellen gerecht werden? Sollte man nicht lieber zur Alpha 6300 oder Alpha 6500 greifen und wie sieht es mit der neuen Alpha 6400 aus? Hier folgt unsere Kaufberatung! 

Sonys Alpha 6000er-Serie - kompakte Systemkameras

Sony Alpha 6000

Pro & Kontra

+ hohe Auflösung bis ISO 3200
+ Flotte Serie: 13 Bilder in der ersten Sekunde
+ Hybrid Autofokus: 179 (Af-Phasendetektion) | 25 Punkte (AF-Kontrastdetektion)
+ Wi-Fi und NFC integriert
+ Klappbares Display
- Das externe Akku-Ladegerät ist nicht im Lieferumfang enthalten

Der APS-C-Exmor-HD-Sensor der Alpha 6000 nimmt ausgezeichnete Fotos auf, wie unser Labortest zeigt. 89 Prozent Bildqualität und 1761 Linienpaare pro Bildhöhe bei ISO 100 sprechen für sich. Aufgelöst werden rund 24 Megapixel, bei einer ISO-Empfindlichkeit von max. ISO 25.600. Verarbeitet werden die Fotos vom flinken BIONZ-Z-Prozessor, der auch dem Hybrid-Autofokus Beine macht. Die Fokusmessung geht sehr zügig vonstatten. Im Weitwinkel messen wir 0,08, im Telebereich 0,13 Sekunden Zeitverzug – schnappschusstauglich wird bei der Alpha 6000 großgeschrieben. Erst recht, wenn man auf insgesamt 179 AF-Punkte zurückgreifen kann. So stellt man äußerst präzise scharf. Gut gefällt uns auch der flinke Serienbildmodus, der 12 Bilder pro Sekunde auf die Speicherkarte schaufelt. Systemkameratypisch zeichnet sich die Alpha 6000 durch ihr kompaktes Gehäuse (Magnesiumlegierung) aus, das leichte 285 Gramm auf die Waage bringt. Trotzdem liegt es durch den soliden Haltegriff und den gelungenen Materialmix fest in der Hand. Ebenfalls CSC-typisch ist das Fotografieren über den elektronischen Sucher oder das Display. Beides bietet die Sony 6000 und beides liefert visuell sehr gute Ergebnisse. Die jeweilige Auflösung ist so hoch, dass sich Motive vor und nach der Aufnahme gut beurteilen lassen. Für Flexibilität sorgt der vertikal schwenkbare Monitor.

-> Zur Sony Alpha 6000

Sony Alpha 6300

Pro & Kontra

+ schnelles und leistungsstarkes Autofokusmodul mit insgesamt 594 Messfeldern
+ 4K-Videomodus
+ hohe Auflösung bis ISO 6400
+ Wi-Fi und NFC integriert
- kein Ladegerät im Lieferumfang
- 3-Zoll-Display ohne Touchfunktionalität

Zunächst fällt auf: Die Alpha 6300 hat zugenommen. Obwohl man ihr die zusätzlichen drei Millimeter in der Tiefe kaum ansieht, springt A6000-verwöhnte Fotografen das zusätzliche Gewicht förmlich an: Der Body hat gegenüber dem Vorgänger um 76 Gramm zugelegt – trotz gleichem Akku. Geschuldet ist das vor allem dem deutlich robusteren Gehäuse: Die Alpha 6300 ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt, was bei der A6000 nicht der Fall war. Die hohe Gewichtszunahme kann damit natürlich nicht erklärt werden, Schuld daran dürfte eher das aktualisierte Innenleben sein: So löst der neue APS-C-Sensor zwar weiterhin mit 24 Megapixeln auf, ist aber ein Sensor der neuesten Generation und bietet dementsprechend hochwertige Bilder und eine Empfindlichkeit bis 51.200 ISO (A6000: 25.600). Dank des kupferbasierten Sensordesigns sind größere Photodioden mit mehr Lichtfläche möglich, was trotz höheren ISO-Zahlen für geringeres Rauschen sorgt. Zudem kann die Kamera 4K-Videomaterial aufzeichnen. Der Clou ist allerdings das runderneuerte Autofokus-System, das mit sage und schreibe 425 Phasendetektions-Messpunkten derzeit alle Mitbewerber abhängt. Daraus folgt unter optimalen Bedingungen eine Fokussierung in 0,05 Sekunden, von denen der Fotograf aber vor allem eines mitbekommt: In der Praxis ist die Alpha 6300 einfach unglaublich schnell und präzise. Diesen Vorteil spielt sie natürlich auch bei der Videoaufzeichnung aus. Der überarbeitete Sucher überzeugt dank 2,3 Millionen Bildpunkten und erlaubt eine ausgesprochen präzise Bildkomposition.

-> Zur Sony Alpha 6300

Sony Alpha 6500

Pro & Kontra

+ tolle Bildqualität und tolles Rauschverhalten 
+ ausgestattet mit einem 5-Achsen-Bildstabilisator und schnellem Prozessor
+ kompaktes, leichtes Kameragehäuse
+ Videoaufzeichnung in bis zu 4K-Auflösung 
- kein Akkuladegerät
-Akkulaufzeit könnte höher ausfallen 
- teuerste Kamera der Sony 6000-Serie

Das Topmodell aus Sonys Kamerareihe spiegelloser APS-C-Kameras wirkt auf den ersten Blick scheinbar nur wie eine leichte Modellpflege. Technisch hat sich allerdings einiges getan. Das muss auch sein, denn neben den Neuerungen fällt vor allem ein hoher Preis auf: Rund 1.750 Euro (inkl. SEL-18135) sind aktuell für die Neuauflage fällig. Im Vergleich zur Alpha 6300 (ca.770 Euro, inkl. SELP1650) ist die Alpha 6500 damit entscheidend teurer. Sony begründet den Aufpreis mit technischen Neuerungen wie einem Bildstabilisator, der den Sensor nun auf fünf Achsen stabilisiert. Außerdem an Bord: eine optimierte Bildverarbeitung und Touch-Funktionalität des rückseitigen, kippbaren 3-Zoll-Monitors. Das Ergebnis: Änderungen mit sichtbarem Unterschied der Testnote im Vergleich zum Vorgängermodell. Über 92 Prozent konnte die spiegellose Sony in unserem Testlabor einfahren und damit erstmals ein SUPER in der Geschichte der noch jungen Kamerareihe. Die Alpha 6500 ist mit rund elf Bildern pro Sekunde in Serie nach wie vor auf Zack, ausgestattet mit einem hervorragenden Autofokussystem und nun intuitiver Steuerung per Touch. Ausgelegt auf maximal 350 Aufnahmen mit einer Akkuladung ist die Sony allerdings sehr energiehungrig.

-> Zur Sony Alpha 6500

Sony Alpha 6400

Pro & Kontra

+ der APS-C-Sensor liefert eine ähnlich tolle Bildqualität wie der der Alpha 6500
+ leichtes und kompaktes Kameragehäuse
+ extrem starker Autofokus mit sehr gut funktionierendem Echtzeit-Tracking
+ kippbarer 3-Zoll-Touch-Monitor
- externes Ladegerät nur optional 
- kein integrierter Bildstabilisator

Nicht, dass das Autofokussystem bei der Alpha 6300 und Alpha 6500 schlecht wäre, doch die neue Sony zeigt, dass es eben immer noch ein bisschen besser geht. Der Hybrid-AF aus 425 Phasen- und 425 Kontrast-AF-Messfeldern deckt einen Großteil des Sensors ab und stellt statische wie auch bewegte Motive innerhalb kürzester Zeit scharf. Bei Porträts hilft die Augenerkennung und -verfolgung: Auf Wunsch stellt die Kamera automatisch auf ein vom Fotografen ausgewähltes Auge scharf. Auch bei kontinuierlicher Fokussierung behält die Sony Alpha 6400 konstant die Schärfe auf einem Auge. Das erleichtert die Aufnahme von Sportlern und Menschen in Bewegung ungemein. Ähnlich rasant wie der Autofokus zeigt sich die Serienbildgeschwindigkeit: In schnellster Einstellung Hi+ nimmt die Alpha 6400 bis zu elf Bilder in RAW und JPEG auf – ausreichend schnell, um selbst High- Speed-Action auf den Sensor zu bannen. Zudem liefert der elektronische Sucher ein gutes Bild auf das Geschehen. Ebenso nützlich für die Bildkontrolle ist der berührungsempfindliche, drei Zoll große TFT-Monitor. Dieser ist nach oben wie unten kippbar. Das Scharnier zwischen Kameragehäuse und Monitor ermöglicht es zudem, den Monitor um 180 Grad oberhalb der Kamera umzuklappen. Das kommt allen Fans von Selbstporträts wie auch Vloggern entgegen. 

-> Zur Sony Alpha 6400

Filmen kann die Alpha 6400 nämlich auch: Im vollgepackten Kameramenü lässt sich eine Videoaufnahme in bis zu 4K-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde einstellen. Damit erfüllt die Alpha 6400 zeitgemäßen Videoaufnahmestandard. Ein seitlicher Anschluss für ein Mikrofon stellt zudem die Basis für eine professionelle Tonaufnahme dar. Schade, dass Sony bei all den professionellen Autofokusfunktionen und der Videoaufnahme in 4K-Auflösung auf einen sensorbasierten Bildstabilisator im Kameragehäuse verzichtet. Dieser bleibt dem teureren Schwestermodell Alpha 6500 vorbehalten. Bildstabilisierung ist bei der Alpha 6400 nur über entsprechend ausgestattete Objektive möglich. Der Kameraakku reicht nach CIPA-Standard bei eingeschaltetem Sucher für bis zu 360 Fotos und wird über einen Micro-USB-Anschluss im Kameragehäuse aufgeladen. Ein externes Aufladegerät ist wie bei den Schwestermodellen der Alpha 6400 nicht im Lieferumfang enthalten und ausschließlich optional erhältlich. Neben einem Micro-HDMI-Anschluss ist die Sony außerdem dank integriertem WLAN und Bluetooth drahtlos konnektiv und auch NFC-fähig.

Sony Alpha 6100

Pro & Kontra

+ Starke Auflösung, tolles Rauschverhalten
+ Hybrid-AF-System samt Echtzeit-Tracking​
+ Kippbarer Touchmonitor mit Selfie-Funktion
+ Elf Bilder pro Sekunde in Vollauflösung
- Kein Kopfhörereingang
- Kein wetterfestes Gehäuse
- Zu hoher Preis: 899 Euro kostet derzeit auch die Alpha 6400 und diese bietet mehr

Warum zur Alpha 6100 greifen, wenn die Alpha 6000 für weniger als die Hälfte zu haben ist? Das sehr gute Testergebnis der Alpha 6100 und das Alter der Alpha 6000 liefert die Antwort auf diese Frage. Allerdings ist die geringfügig besser ausgestattete Alpha 6400 zum gleichen Preis erhältlich und daher für alle Interessenten die bessere Wahl. Fällt der Preis der Alpha 6100 rapide ab, wird sie für Fotografen, die weniger Geld investieren möchten, interessant. Derweil bleibt die viel preiswertere Alpha 6000 übrigens weiterhin erhältlich.

-> Zur Sony Alpha 6100

Fazit - Welche Sony Alpha sollten Sie nun 2019 kaufen?

Auf diese Frage gibt es keine Pauschalantwort. Vielmehr ist es eine individuelle Frage, welche Funktionen von Bedeutung sind. Anwender, die ausschließlich vom Stativ arbeiten, können von der Alpha 6500 mit Bildstabilisator weniger profitieren als Fotografen, die eher freihändig Bilder aufzeichnen. Unser Labortest ergab außerdem, dass die Alpha 6500 in puncto Abbildungsleistung im Vergleich zum Vorgängermodell nahezu gleichwertig abgeschnitten hat. Kommt es also rein auf die Bildqualität an, ohne Blick auf Ausstattung und Handling, ist es sinnvoller, die Mehrkosten einzusparen und zur Alpha 6300 oder Alpha 6000 zu greifen. Die Alpha 6400 füllt die Lücke zwischen der Alpha 6300 und Alpha 6500 sowohl preislich als auch funktional. Wer eine ausstattungsreiche Mittelklasse-CSC für um die 1.000 Euro sucht und sich in einem etwas überladenen Kameramenü zurechtfindet, ist hier bestens aufgehoben. Das Fotografieren mit dem rasanten Autofokussystem macht Freude und fördert zugleich die Kreativität. Der Fotograf muss sich weniger um die Technik kümmern – das übernimmt die Kamera für ihn. Und die Alpha 6400 macht ihre Aufgabe schlichtweg sehr gut. Auch im Vergleich zur brandneuen Alpha 6100 hat die geringfügig besser ausgestattete Alpha 6400 die Nase vorn. Der Vergleich der beiden letzteren Modelle bleibt vor allem im Hinblick auf die Preisentwicklung spannend! 

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