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Test

Nikon Z5 im Test: Vollformatkamera für Einsteiger


Eigenschaften
Marke
Nikon
Megapixel
24.3
ISO
100-51.200 (50/102.400)
Bajonett
Nikon Z
Auflösung
6016 x 4016
Bildstabilisator
5-Achsen
Video
3840 x 2160 / 30p
Display
3,2" / 1.040.000
Belichtung
P/A/S/M
minimale Verschlusszeit
1/8000

Bewertung
Handling
(90%)
Ausstattung
(86%)
Bildqualität
(94%)

Nikon hat sein spiegelloses Z-System um eine Vollformatkamera erweitert: neben der Z 6 und Z 7, die inzwischen auch ein Nachfolgemodell erhalten haben, ist nun die Z 5 neu im Portfolio zu haben. Was die kompakte Kamera mit großem Sensor auf dem Kasten hat, haben wir uns für Sie angeschaut.


Eigenschaften
Marke
Nikon
Megapixel
24.3
ISO
100-51.200 (50/102.400)
Bajonett
Nikon Z
Auflösung
6016 x 4016
Bildstabilisator
5-Achsen
Video
3840 x 2160 / 30p
Display
3,2" / 1.040.000
Belichtung
P/A/S/M
minimale Verschlusszeit
1/8000

Bewertung
Handling
(90%)
Ausstattung
(86%)
Bildqualität
(94%)

Die Idee hinter der Nikon Z 5 ist nicht neu: der Kamerahersteller lockt seine Kundschaft mit einer für Einsteiger optimierten Kamera ins spiegellose Vollformatsegment. Bereits Ende 2013 hat Sony mit der Alpha 7 für 1.199 Euro (UVP) eine vergleichbar günstige Systemkamera mit Kleinbildsensor vorgestellt.

Von Canon gibt es seit Anfang letzten Jahres mit der EOS RP für 1.499 Euro (UVP) ebenfalls eine günstige Vollformat-CSC.

Nun zieht Nikon mit der Z 5 nach. Das Problem dabei: zum Verkaufsstart Ende August war die Systemkamera ausschließlich im Kit mit dem ebenfalls neuen Nikkor Z 24-50mm F4-6.3 erhältlich. Das macht mit Blick auf die kompakten Abmessungen von Kamera und Objektiv zwar Sinn, nicht aber mit Blick auf den Preis, denn für das Kit rief Nikon 1.851 Euro auf.

Das ist für eine Vollformatkamera samt Kit-Objektiv immer noch sehr günstig, wirkt auf dem Papier im Vergleich zur Konkurrenz aber teuer.

Zwei Monate später sieht die Welt schon wieder anders aus: der Fotofachhandel bietet die Kamera auch ohne Objektiv an – für 1.399 Euro.

Damit ist die Z 5 etwa doppelt so teuer wie das APS-C-Schwestermodell Z 50 und 90 Euro günstiger als die Z 6. Im Vergleich zur Z 6 fällt auf, dass die Z 5 ein paar Gemeinsamkeiten bietet, in vielen Aspekten aber unterschiedlich ist –oft abgespeckt, hier und da der Z 6 aber auch überlegen.

Beginnen wir beim Bildsensor: mit 24 Megapixel löst die Z 5 genauso viel auf, wie die Z 6. Allerdings ist die Sensortechnologie eine andere. Während die Z 6 auch rückwärtig belichtet wird, handelt es sich bei der Z 5 hingegen um einen einfach belichteten CMOS-Sensor.

Durch die rückwärtige Belichtung versprechen sich die Kamerahersteller eine bessere Lichtausbeute sowie ein besseres Rauschverhalten. Beim Blick auf die Testlaborergebnisse der Z 5 fällt allerdings auf, dass sich die Neuheit keineswegs hinter dem Schwestermodell verstecken muss.

Mit einer Abbildungsleistung von 94,6 Prozent erreicht die Z 5 ein großartiges Ergebnis. Die Auflösung ist im Bildzentrum bis einschließlich ISO 1.600 bei über 90 Prozent. Ebenso überzeugend ist das Rauschverhalten. Erst ab ISO 12.800 ist vermehrtes Bildrauschen zu erkennen.

Für eine Kamera in dieser Preisklasse leistet die neue Nikon einiges. Hinzu kommt, dass der Kleinbildsensor der Z 5 auf fünf Achsen stabilisiert ist. Das vermeidet hohe ISO-Werte. Der native ISO-Bereich der Z 5 reicht von ISO 100 bis 51.200 und kann auf bis zu ISO 102.400 erweitert werden. 

Hybrid-Autofokus mit 273 Messfeldern

Zur Fokussierung setzt Nikon bei der Z 5 auf den bekannten Hybrid-AF mit 273 Messfeldern, Gesichts- und Augenerkennung für Menschen, Hunde und Katzen.

Sowohl im Praxis- als auch im Labortest überzeugt der Autofokus mit Schnelligkeit und Präzision. Die Nikon Z 5 unterstützt die Gesichtserkennung für Hunde und Katzen übrigens auch im Videomodus.

Apropos Video: Bewegtbild ist in bis zu 4K-Auflösung mit 30p möglich. Allerdings schaltet die Kamera dann in einen 1,7-fachen Crop-Modus. Das bringt Nachteile mit sich, wenn Sie beispielsweise in einem Fotoshooting kurze Videosequenzen einbinden möchten und dafür wegen des Cropfaktors den Kamerastandort ändern müssen.

Zudem bietet die Z 5 im Vergleich zur Z 6 weder eine 10-bit HDMI-Ausgabe noch Zeitlupenaufnahmen. Im Full HD-Modus ist eine Bildrate von maximal 60p drin. Audioanschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer befinden sich auf der linken Gehäuseseite.

Dort ist ebenso ein Mini-HDMI-Eingang sowie ein Zubehöranschluss für beispielsweise einen Kabelfernauslöser integriert. Darüber hinaus ist die Nikon Z 5 natürlich auch via WiFi und Bluetooth drahtlos mit der Snapbridge-App für Smartphones und Tablets kompatibel.

Klassisches Design der Nikon Z-Serie

Rein äußerlich passt sich die Z 5 hervorragend in das Z-Portfolio ein. Im Vergleich zur Z 6 und Z 7 fällt auf, dass die Neuheit ohne Topdisplay auskommt. Die restliche Gehäuseaufteilung ist nahezu identisch. So ist das Gehäuse der Z 5 wetterfest und auf der Rückseite mit den gleichen Tasten, inklusive Joystick, bestückt. Der Kameragriff ist tief genug und liefert sicheren Halt. 

Der Monitor der Nikon Z 5 ist 3,2 Zoll groß und löst mit 1,04 Mio. Bildpunkten zwar nur rund halb so viel auf, wie die teureren Schwestermodelle, bietet aber dennoch eine gute Übersicht. Der Monitor ist außerdem kippbar und per Touch bedienbar. Um 180 Grad nach vorne lässt er sich allerdings nicht klappen.

Wer sich vorrangig selbst fotografiert oder filmt, der ist mit einem Modell der Konkurrenz besser beraten. Der elektronische Sucher bietet mit 3,69 Mio. Bildpunkten eine genauso hohe Auflösung wie der Sucher der Z 6 und bildet damit das Motiv gut sichtbar ab.

Einen Aufklappblitz sucht man im Sucherbuckel vergeblich. Beim Speicherkartensystem der Z 5 geht Nikon neue Wege und setzt erstmalig bei einer Z-Nikon auf ein duales SD-Kartenfach. Beide Slots unterstützen UHS-II-Geschwindigkeit und damit eine rasante Datenübertragung.

In puncto Serienbildgeschwindigkeit bleibt die Z 5 allerdings hinter ihren Möglichkeiten. Nikon gibt eine Geschwindigkeit von maximal 4,5 Bildern pro Sekunde an. Im Testlabor erreichte die Kamera den Herstellerwert. Das können vergleichbare Konkurrenzmodelle besser.

Lobenswert ist der USB-C-Eingang, über den sich der Akku der Z 5 unterwegs aufladen lässt. Alternativ lässt sich die Z 5 auch mit Dauerstrom versorgen. Der Akku ist auf eine Laufzeit von bis zu 470 Fotos ausgelegt. Ein starkes Wert!

DigitalPHOTO-Fazit

Mit sehr guter Bildqualität, toller Ausstattung inklusive 5-Achsen-Bildstabilisator und automatischer Augenerkennung vereint die neue Nikon Z 5 in einem kompakten Gehäuse all das, was Fotografen für den Einstieg in die spiegellose Vollformatwelt benötigen – und das zu einem fairen Preis von 1.399 Euro.

Interessent:innen müssen allerdings Abstriche in der Serienbildgeschwindigkeit und im Videomodus machen. Wen diese beiden Kritikpunkte jedoch nicht stören, der trifft mit der Nikon Z 5 eine gute Kaufentscheidung.

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