Ratgeber

Foto-Basics: das Geheimnis von Makrofotos

In der Makrofotografie geht es darum, Kleines ganz groß zeigen! Um mit Ihren Makrofotos zu bestechen, sollten Sie folgende Tipps beachten.

Für die Makrofotografie empfiehlt es sich, das lichtstärkste Objektiv zu nutzen, das Sie besitzen. Damit können Sie sich sehr kleine Blendenzahlen zunutze machen, die das Hauptmotiv schön vom Hintergrund freistellen. Vor allem Festbrennweiten für den Makrobereich sind hierfür besonders geeignet. Außerdem sollten Sie unbedingt an ein Stativ denken, um Erschütterung beim Auslösen zu vermeiden oder von längeren Verschlusszeiten Gebrauch machen zu können.

Makrofotos: Die Schärfe ist Grundlage

Makroaufnahmen sind besonders anspruchsvoll wenn es um Schärfe geht. Wir raten hier deshalb dazu, Ihren Schärfepunkt im Bild manuell festzulegen. Das kostet Sie etwas Geduld, denn bei den winzigen Motiven ist die Schärfeebene im Nu verschoben. Ärgerlich, wenn man seine Bilder im Nachhinein am Rechner betrachtet und feststellen muss, dass das Ergebnis nicht den Vorstellungen entspricht. Zudem kann die Funktion des Focus Peaking  beim Scharfstellen behilflich sein, da das digitale Kamera-Feature den scharf gestellten Bereich hervorhebt. Behalten Sie dabei immer im Hinterkopf, dass eine unscharfe Aufnahme auch im Nachhinein mit Photoshop nicht mehr scharf gestellt werden kann.

Die Komposition ist entscheidend

Doch Schärfe ist nicht alles. Erst eine wohl überlegte Bildkomposition verleiht einer Makroaufnahme das gewisse Etwas. Sie ist entscheidend, ob die Aufnahme aus der Masse heraussticht. Unser Tipp: Versuchen Sie mit leitenden Linien den Blick des Betrachters zu lenken. Es kann auch hilfreich sein, Ihre Aufnahme in die drei Ebenen Vordergrund, Hauptmotiv und Hintergrund zu unterteilen, da dies für Spannung sorgt. Begeben Sie sich außerdem in verschiedene Perspektiven: von oben herab kann schnell langweilig wirken. Befindet sich die Kamera hingegen “auf Augenhöhe” mit dem Motiv, entstehen oft zauberhafte Resultate. Achten Sie zudem auf eine fotogene Umgebung. Für schöne Makrofotos kann es deshalb sinnvoll sein, eine kleine Gartenschere dabei zu haben, um störendes Unkraut im Kameraausschnitt zu beseitigen.

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