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Kaufberatung: 7 Top-Kameras für unter 600 Euro

Der Einstieg in die digitale Fotografie ist so günstig wie nie zuvor und wenn es etwas gibt, wodurch sich eine Kamera von einem Smartphone abheben kann, dann ist es die Bildqualität. Wir zeigen Ihnen im Vergleich von Einsteiger-DSLRs und spiegellosen Systemkameras, worauf Sie beim Kamerakauf achten sollten und wie sie viel Geld sparen können. Außerdem stellen wir Ihnen unsere Favoriten für kleines Geld vor! 

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Unsere Empfehlungen finden Sie in der Galerie (s.oben). Alternativ haben wir die Kameras hier in einer Übersicht aufgelistet: 

SeiteKamera
2Canon EOS 250D
3Nikon D3500
4Sony Alpha 6000
5Fujifilm X-A5
6Panasonic Lumix GX9
7Olympus OM-D E-M10 Mark II
8Canon EOS M50

Kameras unter 600 Euro im Vergleich

Ob klassische digitale Spiegelreflexkamera oder kompakte, spiegellose Systemkamera, nie war der Einstieg in die Fotografie mit Wechselobjektiven erschwinglicher als heute. Kosteten beispielsweise DSLRs vor einigen Jahren noch ein kleines Vermögen, sind Einsteigermodelle heute bereits für deutlich unter 500 Euro zu haben. Gründe für den rasanten Preisrückgang finden sich etwa in immer günstiger werdenden Produktionskosten (z. B. Sensor) und einem wachsenden Konkurrenzkampf zwischen den Herstellern.

Vor allem letzterer wirkt sich unmittelbar in „Kampfpreisen“ aus. Dies treibt zwar den Kameraproduzenten kleine Tränen in die Augen, sorgt beim Endkunden jedoch für ein breites Lächeln. Damit Ihnen das Lachen auch nach dem Kauf nicht vergeht, haben wir uns für Sie im Markt der Einsteigermodelle umgesehen und die aktuell sieben attraktivsten Alternativen unter 600 Euro herausgesucht. Mit dabei sind natürlich die Urgesteine Canon und Nikon, aber auch spannende Kameras aus dem Lager der kompakten Systemkameras (kurz CSC) von Fujifilm, Sony, Olympus und Panasonic. Worin sich die Kandidaten unterscheiden, worauf Sie beim Kauf achten sollten und ob sich ein noch tieferer Griff ins Portemonnaie lohnt, erfahren Sie im Artikel.

APS-C oder Micro Four Thirds

Erstes Kriterium für die Kaufentscheidung ist das Herz jeder Kamera: der Sensor. Zur Wahl in der Einsteigerklasse stehen der weitverbreitete CMOS-Sensor im APS-C-Format und der etwas kleinere Micro-Four-Thirds-Live MOS-Chip. Der größte Unterschied zwischen beiden Varianten ist der sogenannte Crop-Faktor. Dieser gibt an, wie sich eine Objektivbrennweite am jeweiligen Sensorformat verhält. Die Angaben auf der Linse beziehen sich nämlich immer auf Vollformatsensoren (36 x 24 mm), was dem analogen Kleinbildformat entspricht. Nutzt man nun ein Objektiv am kleineren APS-C-Sensor (22,5 x 15 mm), muss man die Brennweite mit dem Crop-Faktor 1,5 oder 1,6 (Canon) multiplizieren. So entsteht etwa aus einem 50mm-Objektiv der Look einer 75mm-Brennweite. Der Bildausschnitt fällt folglich kleiner aus und man kommt zugleich näher an das Motiv heran, was nicht zwingend ein Nachteil sein muss. Insbesondere, da APS-C-gerechnete Linsen günstiger sind als Objektive für das professionelle Vollformat. Fotografiert man nun mit der gleichen 50mm-Optik am Micro-Four-Thirds-Chip (MFT), verlängert sich die Brennweite auf 100mm, da der Sensor (17,3 x 13 mm) im Vergleich noch kleiner ist und der Crop-Faktor folglich auf 2 ansteigt. Folgende Grafik verdeutlicht, was gerade beschrieben wurde.

Sensorbedingte Einschränkungen bei der Objektivauswahl gibt es indes fast nicht mehr. Dank der Kooperation von Olympus und Panasonic bei der Weiterentwicklung des MFT-Systems gibt es mittlerweile ein breites Angebot, das sich vom extremen Weitwinkel bis zum flexiblen Supertelezoom erstreckt. Auch die bis vor einiger Zeit noch gängige Ansicht, dass der kleinere Sensor rauschanfälliger ist als die größere APS-C-Variante, ist mittlerweile weitgehend widerlegt. Hier machte sich zuletzt die permanente Weiterentwicklung der MFT-Sensortechnologie mess- und sichtbar bemerkbar, was sich auch bei unseren Tests im DigitalPHOTO-Testlabor in besseren Wertungen niederschlug. Somit ist die Wahl des Sensors in der Einsteigerklasse aktuell mehr eine Frage des persönlichen Geschmacks hinsichtlich der Gehäusegröße als eine qualitative. Visuelle Höhenflüge, zu denen deutlich höherpreisige Kameras in der Lage sind, sollte man von der preiswerten Klasse jedoch nicht unbedingt erwarten. Im direkten Vergleich liefern sie solide Ergebnisse mit guter Schärfe und natürlichen Farben – vorausgesetzt, Sie fotografieren in gemäßigten ISO-Stufen.

Nadelöhr ISO-Empfindlichkeit

Die Einsteigermodelle in unserem Test liefern in den niedrigen ISO-Empfindlichkeitsstufen gute bis sehr gute Resultate. Nimmt das Aufnahmelicht jedoch beispielsweise während der Dämmerung rapide ab, hilft in der Regel nur die Erhöhung der ISO-Stufe, was wiederum zu einem mitunter deutlichen Anstieg des Bildrauschens führt. Als Faustregel gilt: Bis ISO 800 können Sie mit einem guten Gefühl und ohne sichtbare Qualitätseinbußen fotografieren. ISO 1600 geht noch in Ordnung, doch ab ISO 3200 trennt sich in der preiswerten Klasse die Spreu vom Weizen.
Möchte man mit maximaler Qualität fotografieren, empfiehlt es sich, die hohen ISO-Stufen zu meiden und statt dessen lieber bei ISO 100 mit einem lichtstärkeren Objektiv (z. B. f/2,8) oder einem Stativ (hier gelangen Sie zu unseren aktuellen Stativ-Empfehlungen) zur Bildstabilisierung zu arbeiten. So sind rauschfreie und scharfe Bilder garantiert.

Ausstattungsdetails beachten

Ein großer Unterschied, im Vergleich zu höherpreisigen Kameramodellen, zeigt sich beim Blick auf die Ausstattung. Hier sparen die Hersteller einige Features ein, um zum einen den niedrigen Preis zu realisieren, und zum anderen interessante Kaufanreize bei den höher positionierten Kameras zu bieten. So besitzen alle Kameras im Vergleich kein wetterfestes Gehäuse. Zumindest wird bei der Hersteller der Kameras von Fujifilm, Olympus, Sony und Panasonic langlebiges und optisch ansprechendes Metall beim Body verwendet.

7 Tipps für Geldsparer
  1. Verschaffen Sie sich vor dem Kauf einen Überblick darüber, ob für Sie eher eine DSLR oder eine CSC infrage kommt.
     
  2. Achten Sie bei der Suche eher auf die Ausstattungsmerkmale der Kamera, als nur auf die Auflösung des Bildsensors.
     
  3. Suchen Sie nach Einsteigerkameras mit einem Kit-Objektiv. Diese sind im Set sehr günstig und für den Einstieg gut genug.
     
  4. Wenn Sie eine Kamera gefunden haben, sollten Sie prüfen, ob der Hersteller das System weiterhin mit neuen Objektiven pflegt.
     
  5. Nutzen Sie beim Neukauf im Fachhandel die Möglichkeit, die Kamera vorab zu testen. Vergleichen Sie die verschiedenen Bedienkonzepte der Kameras.
     
  6. Der Gebrauchtmarkt, beispielsweise die eBay Kleinanzeigen, kann eine gute Alternative zum Neukauf von Einsteigerequipment im Handel sein.
     
  7. Die Preise von Digitalkameras im Einsteiger- und Amateurbereich fallen sehr schnell. Je nach Kameramodell lohnt es sich, den Kauf um ein paar Wochen aufzuschieben, wenn ein Nachfolger in Sicht ist.

Einsteiger-CSC mit 179 AF-Feldern

Fotografisch wichtig ist die Ausstattung des Autofokus-Moduls. Die sollte möglichst viele Autofokuspunkte bieten, damit Sie beispielsweise auch Motive am Rand des Bildfeldes präziser scharf stellen können. Hier muss man beim Kauf einer Canon EOS 250D die meisten Abstriche in Kauf nehmen. Gerade einmal neun Autofokus-Punkte sind mit von der Partie. Deutlich ausstattungsstärker präsentieren sich hier die Mitbewerber. Allen voran die Sony Alpha 6000, die mit 179 AF-Feldern auftrumpfen kann. Dahinter liegt die Olympus OM-D E-M10 Mark II mit 81 AF-Punkten. Dies ermöglicht ein schnelles und präzises Scharfstellen des Motivs. Neben dem Autofokus und dem Gehäusematerial lohnt sich ein Blick auf die Komfortfeatures, die die Einstiegsmodelle mit sich bringen. So bietet etwa die Canon 250D ein integriertes GPS-Modul und verfügt, genau wie die Nikon D3500 und die Olympus OM-D E-M10 Mark II über ein Klapp- bzw. Schwenkdisplay. Dieses erleichtert die Aufnahme von Bildern aus ungewöhnlichen Perspektiven (z. B. Frosch- oder Über-Kopf-Ansicht).

Optischer vs. elektronischer Sucher

Ebenfalls wichtig: der Sucher. Fotografiert man mit einer CSC, bietet jeder E-Sucher eine 100-Prozent-Bildfeldabdeckung. Jedoch sollte man bei der elektronischen Variante auf eine möglichst hohe Bildpunkteanzahl achten, damit das Bild klar und scharf aufgelöst wiedergegeben wird. Da­rüber hinaus neigt der E-Sucher in der Dämmerung und Dunkelheit zu einem Rauschen und leichten Zeitversatz beim Schwenken. Kurzum: Die Klasse der Einsteiger hat – neben einem niedrigen Preis – auch technisch einiges zu bieten. Es lohnt sich jedoch, nicht in die allergünstigsten Modelle zu investieren, sondern rund 500 Euro auszugeben. So können Sie fotografisch prima loslegen.

Elektronischer oder optischer Sucher?

Während digitale Spiegelreflexkameras einen optischen Sucher mitbringen, fotografieren Sie bei Systemkameras über einen elektronischen Sucher. Der Verzicht auf den optischen Sucher bringt sowohl Vor- als auch Nachteile.

PRO & CONTRA:

+Dauerfokussiert: Der Autofokus funktioniert ohne Klappspiegel kontinuierlich.
+Keine Überraschungen: Das aufgenommene Foto entspricht exakt dem Sucherbild.
+Informativ: Wichtige Bildinformationen lassen sich direkt im Sucher einblenden.
-Visuelle Qualität: Je niedriger aufgelöst der E-Sucher ist, desto detailärmer das Bild. Bei wenig Licht sieht es unnatürlich aus.

PRO & CONTRA:

+Natürlich: Optische Sucher schaffen weniger gefühlte Distanz zur Szenerie.
+Brillant: Klassische Sucherbilder erscheinen in der Regel sehr klar und brillant.
-Blackout: Der hochklappende Spiegel sorgt für regelmäßige Sucher-Blackouts.
-Autofokus-Stopp: Der Autofokus-Betrieb wird durch den hochklappenden Spiegel bei jeder Aufnahme kurzzeitig unterbrochen.

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