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Ratgeber

Kaufberatung: 10 Fotostative ab 70 Euro im Test - Welches Stativ passt zu mir?

Um Kamera und Objektiv auf ausgedehnte Fototouren mitzunehmen empfehlen wir zusätzlich ein stabiles Stativ, denn es hilft nicht nur in vielen Aufnahmesituationen, sondern ist für so manches Motiv sogar unentbehrlich. Wir haben zehn Fotostative ab 70 Euro für Sie getestet und geben drei klare Kaufempfehlungen.

Zehn Stative im Test

Welches Kamera-Stativ ist das beste? 

Das ist eine Frage, die sich jeder Fotograf bereits einmal gestellt hat. Die Antwort darauf ist individuell. Der Wert des Stativs sollte dem der restlichen Ausrüstung angepasst sein: Etwa 30 Prozent des Kameraneupreises sind ein guter Richtwert. Besitzen Sie eine Kamera im Wert von 1.000 Euro, ist ein Stativ im Wert von 300 Euro sinnvoll.

Dieser Test umfasst zehn Stative, die in drei Preisklassen unterteilt sind. Die Modelle von Mantona, Cullmann und Hama sind mit unter 150 Euro sehr günstig. Darauf folgt die Mittelklasse bis 300 Euro von den Herstellern Vanguard, Rollei, Dörr und Leofoto. Die Modelle von Manfrotto, Feisol und Tiltall bilden die Premiumklasse ab 301 Euro. Der Preis bezieht sich stets auf Stativ inkl. (zum Teil optional erhältlichem) Stativkopf. Aufgrund der großen Preisspanne küren wir hier keinen klassischen Testsieger, sondern vergeben Kaufempfehlungen.

Qualitätsktierien für den Stativkauf

Aluminium vs. Carbon

Stative mit einer Carbonverarbeitung sind sehr empfehlenswert. Der Verbundwerkstoff aus Kohlefaser und Kunststoff ist rund dreimal leichter und weniger schwingungsanfällig als sein größter Konkurrent: Aluminium. Leider ist die Herstellung aus Carbon vergleichbar teuer. Das wird auch in unserem Praxistest deutlich. Carbon-Stative sind im Einsteigersegment nur selten zu finden. Dennoch sind Aluminium-Stative keine schlechte Wahl. Auch sie sind leicht, im direkten Vergleich aber schwerer und nicht so stabil. Achten Sie bei Alu-Modellen auf Schaumstoffummantelungen oder Gummierungen, die viele Stative bieten.

Ausstattung im Detail

Was kann Ihr Stativ? Die Ausstattung beginnt bei einem gut verarbeiteten Stativkreuz, das im optimalen Fall über eine integrierte Wasserwaage oder Libelle verfügt. So kann der Dreibeiner im Lot ausgerichtet werden. Ferner sind eine dreh-, umkehr- und schwenkbare Mittelsäule ein hilfreiches Ausstattungsmerkmal. Bei windigen Verhältnissen hilft ein Haken an der Mittelsäulenunterseite, um das Stativ mit einem Gewicht (bspw. mit dem Kamerarucksack) zu stabilisieren. Als Standard bei vielen Stativherstellern gibt es die Möglichkeit, ein Dreibein- auch als Einbeinstativ verwenden zu können. Wer oft in der Natur und auf unwegsamem Gelände unterwegs ist, sollte zudem auf Spikes an den Stativfüßen achten. Diese können dem Stativ beiliegen oder integriert sein.

Friktion am Stativkopf

Gut ausgestattete Kugelköpfe bieten eine Friktionseinstellung, mit der sich der Widerstand des Stativkopfes auf das Gewicht von Kamera und Objektiv anpassen lässt. In unserem Testfeld bieten fünf von neun Stativen mit Kugelkopf eine solche Einstellung. Sogar Modelle im Einsteigerbereich sind damit zu finden, wie das Stativ von Cullmann in diesem Test zeigt. Im höherpreisigen Segment sind Kugelköpfe in der Regel mit Friktion ausgestattet. Mehr rund um das Thema Stativkopf lesen Sie im nächsten Abschnitt.

Kugelkopf oder Drei-Wege-Neiger

Welcher Stativkopf ist der richtige?

Welche Art von Stativkopf bevorzugen Sie? Meist setzen die Stativhersteller auf klassische Kugelköpfe oder Drei-Wege-Neiger. Kugelköpfe sind vergleichbar kompakt und lassen schnellere Wechsel der Kameraausrichtung zu. Hingegen sind für Fotografen, die einen möglichst genauen Bildausschnitt wählen möchten, Drei-Wege-Neiger empfehlenswerter. Mit ihnen ist es möglich, die Kameraausrichtung unabhängig auf drei Achsen einzustellen. Unser Test zeigt allerdings auch, dass Kugelköpfe kompakter sind als Drei-Wege-Neiger. Fotografen, die gerne mit kompakter Ausrüstung reisen, sollten dies beachten. Bei kompakten Reisestativen setzen die Hersteller daher meist auf Kugelköpfe. Stativkits gibt es oft auch mit unterschiedlichen Stativköpfen. Finden Sie für sich heraus, was Ihnen besser gefällt.

Stative bis 150 Euro

Mantona SG-350

Mit einem Neupreis von gerade einmal 70 Euro lockt das Mantona SG-350 Fotoeinsteiger zum Kauf. Auf dem Datenblatt macht das Stativ einen guten Eindruck: Es ist aus Aluminium gefertigt und bietet Stativbeine mit Schaumstoffummantelungen. Die Stativbeine sind um 180 Grad einklappbar und ermöglichen so ein kompaktes Packmaß von 46 Zentimetern. Samt montiertem Stativkopf bringt das Mantona mit 1,9 Kilogramm das meiste Gewicht auf die Waage. Es ist auf bis zu sechs Kilogramm ausgelegt.

Einfaches Dreibeinstativ

Wer zum Mantona greift, wird wie bei jedem anderen Stativ dieses Tests auch, Kompromisse eingehen müssen: So liegen dem Dreibeinstativ weder Spikes noch eine verkürzte Makrosäule bei. Tiefe Kamerapositionen können aber dank der umkehrbaren Mittelsäule erreicht werden. Die Stabilität ist gut und kann dank eines Hakens an der Mittelsäulenunterseite verbessert werden. Der größte Vorteil dieses Stativs bleibt aber der günstige Preis.

Max. Höhe/Packmaß166/46 cm
Mittels. ub*/sb**/Hakenja/nein/ja
Tragkraft/Gewicht6/1,9 kg
Handhabung (30 %)3,5/5
Verarbeitung (15 %)3,5/5
Stabilität (30 %)4/5
Funktionsumfang (25 %)3/5
BEWERTUNG3,5/5

Produkthinweis

Mantona SG-350 Stativ (Höhe 168 cm, Belastbarkeit 8kg, Drehverschluss-Beinverriegelung, Kugelkopf mit Schnellwechselplatte, Premium Tragetasche) schwarz

Cullmann Rondo 480M RB8.5

Die neue Stativreihe Rondo findet mit dem 480M ein ausgewachsenes Modell in seinen Reihen. Mit montiertem Kugelkopf RB8.5 misst das Alustativ voll ausgefahren 183 Zentimeter und ist damit mit Abstand das größte Stativ in diesem Vergleichstest. Allerdings ist es nur auf eine Traglast von vier Kilogramm ausgelegt und so wird auch in unserem Test schnell deutlich, dass es stabilere Stative als das Modell von Cullmann gibt. Zudem ist die Verarbeitung des mit rund 90 Euro günstigen Stativs eher mäßig.

Samt Einbeinstativfunktion

Der Funktionsumfang ist gut: Das Cullmann verfügt über ein schaumstoffummanteltes Stativbein, das sich mit der umkehrbaren Mittelsäule zu einem Einbeinstativ umbauen lässt. Auf Spikes oder eine Makrosäule müssen Sie hier verzichten. Der Kugelkopf mit Friktion ist ein Pluspunkt. Es ist das einzige Stativ im Testfeld, das mit Schnellspannverschlüssen ausgeliefert wird. Ähnlich wie beim Mantona ist der niedrige Preis am überzeugendsten.

Max. Höhe/Packmaß183/49 cm
Mittels. ub*/sb**/Hakenja/nein/ja
Tragkraft/Gewicht4/1,67 kg
Handhabung (30 %)3,5/5
Verarbeitung (15 %)3,5/5
Stabilität (30 %)3,5/5
Funktionsumfang (25 %)3,5/5
BEWERTUNG3,5/5

Produkthinweis

Cullmann Rondo 480M RB8.5 Allround-Dreibeinstativ mit Kugelkopf, Tragkraft 4kg, Packmaß 48cm, Auszugshöhe 185cm

Hama Trekking Duo Carbon 160

Das Trekking Duo Carbon 160 von Hama schlägt mit einem Preis von rund 140 Euro die Brücke zwischen den Einsteigerstativen und den nächstteureren Modellen der Mittelklasse. Es ist mit 1,37 Kilogramm angenehm leicht und misst zusammengefahren lediglich 44 Zentimeter. Die Handhabung ist gut: Die Drehverschlüsse lassen sich im Vergleich zum Modell von Mantona viel besser bedienen. Die Stativbeine aus Carbon bestehen aus vier Segmenten. Spikes für unwegsames Gelände werden nicht mitgeliefert.

Unser Preistipp

Die Stabilität geht für das vergleichbar leichte Stativ in Ordnung. Auch die maximale Arbeitshöhe von 160 Zentimetern bei voll ausgefahrener Mittelsäule überzeugt. Wer bodennahe Perspektiven bevorzugt, kann die Mittelsäule umgekehrt in das Stativkreuz montieren. Eine Makrosäule liegt nicht bei. Dafür gibt es eine Einbeinstativfunktion sowie um 180 Grad einklappbare Stativbeine. Alles in allem eine gute Kaufentscheidung für Fotoeinsteiger.

Max. Höhe/Packmaß160/44 cm
Mittels. ub*/sb**/Hakenja/nein/ja
Tragkraft/Gewicht8/1,37 kg
Handhabung (30 %)4/5
Verarbeitung (15 %)4/5
Stabilität (30 %)4/5
Funktionsumfang (25 %)4/5
BEWERTUNG4/5

Produkthinweis

Hama Stativ Trekking Duo Carbon, 160 - Ball

Stative zwischen 151 und 300 Euro

Rollei Rock Solid Gamma Mark II

Mit einer Traglast von bis zu 20 Kilogramm macht das Rollei Rock Solid Gamma der zweiten Generation seinem Namen alle Ehre. Es bietet so viel Ausstattung wie kaum ein anderes Stativ und kommt inklusive Spikes, einer Einbeinstativfunktion und einer Makrosäule. Der Kugelkopf verfügt über eine Panoramaskala und eine Friktionseinstellung. Dennoch gibt es von uns nicht die volle Punktzahl im Funktionsumfang, da das Rollei wegen der nicht um 180 Grad einklappbaren Beine mit 61 Zentimetern recht groß ist.

Empfehlung der Redaktion

Wen das vergleichbar große Packmaß nicht stört, der erhält mit dem Rock Solid Gamma Mark II ein herausragendes Stativ. Die Verarbeitung ist sehr gut gelungen. Entsprechend gut fällt auch unser Fazit zur Handhabung aus. Alle Einstellelemente inklusive der Drehverschlüsse an den viersegmentigen Stativbeinen lassen sich gut bedienen. Die Auszugsmarkierungen an den untersten Beinsegmenten sind hilfreich. Der Preis von rund 235 Euro ist günstig.

Max. Höhe/Packmaß164/61 cm
Mittels. ub*/sb**/Hakenja/nein/ja
Tragkraft/Gewicht20/1,79 kg
Handhabung (30 %)4,5/5
Verarbeitung (15 %)4,5/5
Stabilität (30 %)4,5/5
Funktionsumfang (25 %)4,5/5
BEWERTUNG4,5/5

Produkthinweis

Rollei Rock Solid Gamma Mark II inkl Kugelkopf T3S Carbon, professionelles Kamera Stativ mit 20kg Tragkraft I Ideal für Reise und Naturfotografie

Vanguard VEO 2 PRO 263 CPV

Nur wenig mehr als das obenstehende Stativ von Rollei verlangt Vanguard für das VEO 2 PRO 263 CPV. Es ist das einzige Stativ in diesem Test, das keinen Kugelkopf bietet. Der multifunktionale Drei-Wege-Neiger kann in Sekundenschnelle zum Zwei-Wege-Neiger umgestaltet werden. Dennoch bringt der recht klobige Kopf auch ein großes Packmaß mit sich: 62 Zentimeter misst das Vanguard zusammengefahren. Mit einem Gewicht von 1,69 Kilogramm ist es eines der schweren Stative.

Durchweg gut

Die gummierten, breiten Gummifüße bieten tollen Halt. Schön, dass der Hersteller Spikes mitliefert. Die Verarbeitung aus Carbon ist ebenfalls gut gelungen. Doch warum ist die Mittelsäule nicht wie bei anderen Stativen dieses Tests auch aus Carbon gefertigt? Wir wissen es nicht. Käufer können von dem Vanguard Veo 2 PRO 263 CPV ein gutes Stativ erwarten, ohne Highlights, wie eine Einbeinstativfunktion. Das günstigere Rollei (siehe oben) ist besser.

Max. Höhe/Packmaß152/62 cm
Mittels. ub*/sb**/Hakenja/nein/ja
Tragkraft/Gewicht6/1,69 kg
Handhabung (30 %)4/5
Verarbeitung (15 %)4/5
Stabilität (30 %)4/5
Funktionsumfang (25 %)4/5
BEWERTUNG4/5

Dörr Racer CR-1700 + CNC-40

Fotozubehörhersteller Dörr stellt mit dem Racer CR-1700 samt Kugelkopf CNC-40 das leichteste Dreibeinstativ dieses Vergleichstests. Das Carbonstativ bringt gerade einmal 1,32 Kilogramm auf die Waage – perfekt für lange Fototouren. Doch auch hier sind Kompromisse nötig: So bietet das Dörr nur zwei Beinanstellwinkel (alle anderen Stative dieses Tests bieten drei) und kommt ohne Einbeinstativfunktion und Spikes aus. Die Stativbeine mit je drei Drehverschlüssen sind weder gummiert noch schaumstoffummantelt.

Kompakt und leicht

Das Packmaß ist ebenso erfreulich wie das geringe Gewicht: 45 Zentimeter misst das Dörr zusammengefahren. Die Feststellschraube des mitgelieferten Kugelkopfes ist etwas gewöhnungsbedürftig, geht mit etwas Ausprobieren aber in Ordnung. Mit einem Neupreis von 249 Euro ist das Dörr im ambitionierten Segment zu finden. Dafür hätten wir uns etwas mehr Funktionsumfang (z. B. mitgelieferte Spikes) sowie eine noch bessere Handhabung gewünscht.

Max. Höhe/Packmaß167/45 cm
Mittels. ub*/sb**/Hakenja/nein/ja
Tragkraft/Gewicht6/1,32 kg
Handhabung (30 %)4/5
Verarbeitung (15 %)4/5
Stabilität (30 %)4/5
Funktionsumfang (25 %)3/5
BEWERTUNG3,5/5

Leofoto LS-254C + LH-30

Das teuerste Modell unserer Mittelklasse stellt Leofoto mit dem LS-254C samt Kugelkopf LH-30. Die Kombi aus Stativ und Stativkopf kostet 299 Euro und bringt 1,35 Kilogramm auf die Waage. Das Carbonstativ zeigt ähnlich reisetaugliche Funktionen wie das Modell von Dörr, bleibt mit einem Packmaß von 51 Zentimetern aber doch größer. Schade, dass die Beine nicht um 180 Grad einklappbar sind. Die maximale Auszugshöhe erreicht das Stativ mit beiliegender Mittelsäule. Dann sind Fotos aus 160 Zentimeter Höhe drin.

Sehr gute Handhabung

In unserem Test punktet das Leofoto vor allem mit sehr gutem Handling und lobenswerter Verarbeitung. Wie man es bei einem Stativ für 299 Euro erwarten kann, lassen sich alle Einstellelemente gut bedienen. Leider ist der Kugelkopf nicht mit einer Friktionseinstellung versehen. Auch auf Schaumstoffummantelungen und eine Einbeinstativfunktion müssen Sie beim Leofoto verzichten. In Summe ist es ein gutes Stativ ohne Besonderheiten.

Max. Höhe/Packmaß160/51 cm
Mittels. ub*/sb**/Hakennein/nein/nein
Tragkraft/Gewicht8/1,35 kg
Handhabung (30 %)4,5/5
Verarbeitung (15 %)4,5/5
Stabilität (30 %)4/5
Funktionsumfang (25 %)3/5
BEWERTUNG4/5

Stative ab 301 Euro

Manfrotto Befree GT XPRO

Manfrotto schickt das Befree GT XPRO Carbon ins Rennen und beansprucht damit gleich ein Alleinstellungsmerkmal für sich: Das Dreibeinstativ ist als einziges dieses Tests mit einer schwenkbaren Mittelsäule ausgestattet. Zudem lässt sich über den Easy-Link-Anschluss am Stativkreuz optional erhältliches Zubehör wie eine LED-Leuchte anbringen. Mit einem Gewicht von 1,82 Kilogramm ist es vergleichsweise schwer – die Traglast von bis zu zehn Kilogramm macht das Gewicht wett. Die Stabilität ist sehr gut.

Premiumqualität aus Italien

Beim Test fiel uns gleich auf, dass das Manfrotto hervorragend verarbeitet ist. Es handelt sich um ein Premiumstativ, das sich der Hersteller mit Produktion in Italien aber auch entsprechend bezahlen lässt: Mit einem Preis von rund 323 Euro ist das Manfrotto ein hoch, aber fair bepreistes Stativ. Wer auf Spikes oder eine Einbeinstativfunktion angewiesen ist, sollte lieber zu einem anderen Stativ greifen. Allerdings reizt die schwenkbare Mittelsäule.

Max. Höhe/Packmaß163/44 cm
Mittels. ub*/sb**/Hakennein/ja/ja
Tragkraft/Gewicht10/1,82 kg
Handhabung (30 %)4,5/5
Verarbeitung (15 %)5/5
Stabilität (30 %)4,5/5
Funktionsumfang (25 %)4/5
BEWERTUNG4,5/5

Produkthinweis

Manfrotto Befree GT XPRO Carbon: Stativ mit Kugelkopf 496, M-Lock-System, 90-Grad-Säule, 200PL-PRO-Platte, für DSLR- oder CSC-Kamera mit langem Objektiv, Makrofotografie, Carbon, MKBFRC4GTXP-BH

Feisol CT-3301 + CB-40D

Das Feisol CT-3301 ordnet sich völlig zu Recht im Premiumsegment dieses Vergleichstests ein. Die Verarbeitungsqualität ist hervorragend. Ebenso glänzt das Carbonstativ mit einer tollen Handhabung. Zusammen mit dem optional erhältlichen Kugelkopf CB-40D kostet es rund 441 Euro. In diesem Kit verfügt das Stativ nicht über eine Mittelsäule, die aber im Herstellershop erhältlich ist. Das Verhältnis von Packmaß und Auszugshöhe ist bei Konkurrenzmodellen besser. Die Beine sind nicht um 180 Grad einklappbar.

Sehr stabiles Carbonstativ

In puncto Stabilität kann dem Modell von Feisol kein anderes Stativ dieses Vergleichs das Wasser reichen. Das Stativ ist mit einer maximalen Traglast von 18 Kilogramm angegeben und die Angabe nehmen wir dem Hersteller nach unserem Test auch ab. Eine Einbeinstativfunktion bietet das Feisol nicht. Spikes für unwegsames Gelände werden nicht mitgeliefert, sind aber optional erhältlich (13,95 Euro). Fazit: starkes Stativ für professionelle Fotografen.

Max. Höhe/Packmaß147/67 cm
Mittels. ub*/sb**/Hakennein/nein/nein
Tragkraft/Gewicht18/1,78 kg
Handhabung (30 %)4,5/5
Verarbeitung (15 %)5/5
Stabilität (30 %)5/5
Funktionsumfang (25 %)3,5/5
BEWERTUNG4,5/5

Produkthinweis

FEISOL CT-3301 Rapid Dreibeinstativ, Carbon

Tiltall TC-254 + BH-20

Wer bereit ist, mehr als 550 Euro für ein Stativ inklusive Stativkopf auszugeben, für den hat Kaiser Fototechnik mit dem Tiltall TC-254 + BH-20 ein passendes Modell. Das 1,58 Kilogramm schwere Carbonstativ ist mit einem Packmaß von 43 Zentimetern angenehm kompakt und voll ausgefahren 156 Zentimeter groß. Die Mittelsäule ist umkehrbar und verfügt über einen Beschwerungshaken. Der Kugelkopf bietet eine Panoramaskala und lässt sich dank Friktionseinstellung beliebig an Ihre Ausrüstung anpassen.

Reichlich Ausstattung

Wenn es eine Sache gibt, an der es dem Tiltall nicht mangelt, dann ist es die Ausstattung. Das Dreibeinstativ lässt sich zu einem Einbeinstativ umbauen und bietet dank in den Gummifüßen integrierten Spikes auch auf unbefestigtem Gelände sicheren Halt. Die Verarbeitung ist herausragend. Ebenso konnte uns das Stativ im Test mit einer sehr guten Stabilität überzeugen. Unser Tipp für jeden Fotografen, wenn da nicht der hohe Preis wäre.

Max. Höhe/Packmaß156/43 cm
Mittels. ub*/sb**/Hakenja/nein/ja
Tragkraft/Gewicht8/1,58 kg
Handhabung (30 %)4,5/5
Verarbeitung (15 %)5/5
Stabilität (30 %)4,5/5
Funktionsumfang (25 %)5/5
BEWERTUNG5/5

Produkthinweis

Kaiser Tiltall TC-254 Professionelles Kamerastativ inkl. Stativtasche

Fazit

Drei Preisklassen und drei klare Empfehlungen. Wieder einmal zeigt sich, dass es bereits ab wenig Geld gute Stative gibt. Je mehr Geld Sie bereit sind zu investieren, desto höher ist die Verarbeitungsqualität, die sie erwarten können.

Das Modell von Hama ist grundsolide und eine gute Wahl für Fotoeinsteiger. Ambitioniertere Fotografen, denen vor allem ein gutes Preis- Leistungs-Verhältnis wichtig ist, sind mit dem Modell von Rollei bestens beraten. Für rund 235 Euro bietet es ein herausragendes Leistungspaket und bleibt nur vier Prozentpunkte hinter unserem Profitipp dieses Vergleichs.

Das Modell von Tiltall ist exzellent verarbeitet, überzeugt mit hoher Stabilität und sehr guter Handhabung. Allerdings ist es mit einem Preis von 558 Euro auch sehr teuer. Ein Alleinstellungsmerkmal beansprucht das in Italien gefertigte Manfrotto Befree GT XPRO Carbon, das nicht nur hervorragend gefertigt ist, sondern auch über eine schwenkbare Mittelsäule verfügt – praktisch!

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