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EOS-Kracher für Profis: Canon EOS R3 für 5.999 Euro final angekündigt

Das Warten hat ein Ende: Canon hat endlich die im April angekündigte EOS R3 final vorgestellt. Mit einem beeindruckenden Funktionsumfang versucht Canon das Feld der Vollprofis jetzt auch ohne Spiegel für sich zu gewinnen. Mit dabei: ein rückwärtig belichteter Vollformatsensor, Eye-Control-AF und 6K-RAW-Videos.

In der Produktpräsentation der neuen EOS R3 stellt Canon klar fest, wer die Zielgruppe der neuen High-end-Systemkamera ist. Der führende Hersteller im Imagingmarkt positioniert die Kamera in der Sport-, Reportage- und Pressefotografie.

Canon hat in der Konzeption der Kamera den Fokus vor allem auf ein reaktionsschnelles System mit vereinfachter Bedienung gelegt. Zu diesem Hochgeschwindigkeitssystem zählt auch der für die EOS R3 entwickelte Sensor. Dabei handelt es sich um einen rückwärtig belichteten, mehrschichtigen 24,1 Megapixel-CMOS-Vollformatsensor, der bis zu 30 Bilder pro Sekunde im RAW-Format erstellt – bei voller Belichtungs- und Autofokusnachführung.

Canon gibt an mit dem optimierten elektronischen Verschluss Rolling-Shutter-Effekte nahezu gänzlich eliminiert zu haben und weitere Schwächen wie Belichtungsprobleme durch flackernde Lichtquellen beseitigt zu haben. Der Bildsensor verfügt über einen integrierten 5-Achsen-Stabilisator, der wie bei der EOS R5 und R6 mit optischen Bildstabilisatoren ausgewählter RF-Objektive kombiniert werden kann. Canon verspricht damit eine Kompensation von bis zu acht Blendenstufen.

Canon EOS R3: Innovatives AF-System

Ein echtes Highlight der Canon EOS R3 ist das Autofokussystem. Mit einer Fokussierungszeit von nur 0,03 Sekunden soll die Neuheit die schnellste EOS-R-Kamera im Portfolio von Canon sein. Der Dual Pixel CMOS AF der zweiten Generation soll eine schnelle und präzise Fokussierung von Auge, Körper und Gesicht sowohl bei Menschen als auch bei Tieren ermöglichen.

Canon gibt an, dass diese Autofokusfunktionen sowohl im Foto- als auch im Videomodus vorhanden sind. Darüber hinaus bietet die Kamera eine automatische Fahrzeugerkennung und -verfolgung. Eine Besonderheit dabei ist die Möglichkeit entweder das Fahrzeug oder den Helm des Fahrers zu priorisieren. Der Autofokus ist bis auf eine Helligkeit von bis zu -7,5 LW ausgelegt und soll damit auch bei extrem wenig licht problemlos funktionieren.

Eine im Vorfeld angekündigte Funktion betrifft den Eye-Control-AF. Dabei handelt es sich um eine intuitive Technik, den AF-Punkt genau dorthin bewegen zu können, wo Sie durch den elektronischen Sucher schauen. Neben dieser Funktion können Sie den Fokuspunkt auch per Smart-Controller oder Multi-Controller verschieben.

Ausstattung nach Maß 

In puncto Ausstattung darf der elektronische Sucher nicht unerwähnt bleiben: mit einer Auflösung von 5,76 Mio. Bildpunkten und einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Bildern pro Sekunde bietet der (unterbrechungsfreie) Sucher bestmögliche Sicht auf das Motiv.

Alternativ zum Sucher steht mit dem dreh- und schwenkbaren Touchmonitor ein weiteres hochauflösendes Display bereit: satte 4,1 Mio. Bildpunkte weist der Monitor auf. Das ist ein entscheidender Unterschied zum starren Monitor der EOS-1D X Mark III. Für kabellose Kommunikation ist die EOS R3 unter anderem mit Bluetooth und 5 GHz-WLAN ausgestattet.

Eine kabelgebundene Übertragung ist dank der integrierten High-Speed-Gigabit-Ethernet-Verbindung möglich – beispielsweise bei Sportveranstaltungen in Stadien. Außerdem ist die EOS R3 mit der Canon Camera Connect App und der Browser Remote Funktion kompatibel. Beim Akku der EOS R3 greift Canon auf den bereits von der EOS-1D X Mark III bekannten LPE19-Akku zurück.

Preis und Verfügbarkeit der Canon EOS R3 

Bis zum Verkaufsstart müssen sich alle Interessierten noch ein wenig gedulden. Nach aktuellem Stand wird die Kamera erst ab November zu einem Neupreis von 5.999 Euro zu haben sein. Ein paar Muster der Kamera präsentiert Canon allerdings auch schon vorab der Öffentlichkeit, so etwa auf dem Messeauftritt von Canon auf der Photopia in Hamburg.

Sobald die Kamera verfügbar ist, werden wir Ihnen diese in einem ausführlichen Test vorstellen. Neben der eigentlichen Performance wird der Vergleich zu den Schwestermodellen EOS R5 und EOS-1D X Mark III spannend sein. Ein weiterer Vergleich bietet sich zu Sony mit der deutlich teureren Alpha 1 – und der bereits angekündigten Z 9 von Nikon. Neben der neuen Kamera hat Canon zeitgleich zwei neue RF-Objektive vorgestellt.

Zwei neue RF-Objektive für EOS R

Canon hat das RF-Portfolio um zwei Objektive erweitert: Künftig können alle EOS-R-Fans auf ein RF 16mm F2.8 STM und ein RF 100-400mm F5.6-8 IS USM zugreifen. Beim RF 16mm F2.8 STM handelt es sich um eine mit nur 165 Gramm Gewicht extrem leichte Weitwinkeloptik. Canon adressiert das Objektiv an Vlogger und Fotografinnen und Fotografen aus den Bereichen Landschaft und Architektur.

Dank der großen Blendenöffnung von f/2,8 soll sich das Objektiv auch hervorragend für Astrofotos eignen. Der STM-Fokusantrieb soll für eine präzise und nahezu geräuschlose Fokussierung sorgen. Mit einem Neupreis von nur 339 Euro (UVP) ist die neue Festbrennweite vergleichsweise günstig und bietet damit auch allen Einsteiger*innen einen kostengünstigen Zugang in die Vollformatfotografie.

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Das RF 100-400mm F5.6-8 IS USM ist mit 729 Euro (UVP) zwar deutlich teurer, für die Klasse der Telezooms aber dennoch erschwinglich. Der Brennweitenbereich spricht alle Fans der Sport- und Wildlifefotografie an. Dank einer kurzen Naheinstellgrenze von 88 Zentimetern lassen sich mit dem Objektiv Motive im Maßstab von 1:2,4 fotografieren. Der Bildstabilisator ist auf eine Kompensation von bis zu 5,5 Blendenstufen ausgelegt.

Beide Objektive sollen noch im Oktober auf den Markt kommen. Wir testen die Neuheiten, sobald möglich.

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