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Die 7 besten Spiegelreflexkameras 2026 im Test: DSLRs, die weiterhin überzeugen

Die besten Spiegelreflexkameras gehören auch 2026 noch nicht zum alten Eisen: DSLRs punkten mit robusten Gehäusen, ausdauernden Akkus und einem riesigen Angebot an kompatiblen Objektiven.

Die 7 besten Spiegelreflexkameras 2026 im Test

Seit über 20 Jahren fotografiere ich mit digitalen Spiegelreflexkameras – und auch wenn spiegellose Systeme derzeit im Fokus stehen, fühle ich mich mit einer gut gebauten DSLR nach wie vor am wohlsten.

Das satte Klicken des Spiegels, das spürbare Gewicht in der Hand und der direkte Blick durch den optischen Sucher – all das vermittelt ein vertrautes, fast beruhigendes Gefühl, das sich durch keine noch so moderne Technik ersetzen lässt. Und das sage ich, obwohl ich im Laufe der Jahre unzählige spiegellose Modelle getestet habe.

Zwar hat sich der Markt klar in Richtung spiegellose Kameras entwickelt, doch DSLRs behaupten sich weiterhin – und das aus gutem Grund. Sie stehen für Langlebigkeit, ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und ein enorm gewachsenes Objektivsystem, das über Jahrzehnte hinweg perfektioniert wurde.

Die Kameras, die ich in diesem Beitrag empfehle, habe ich persönlich getestet – und sie sind Modelle, auf die ich mich im Praxiseinsatz jederzeit verlassen würde.

Lassen Sie sich nicht einreden, dass DSLRs Technik von gestern sind. Viele aktuelle Modelle bringen Features mit, die lange Zeit den spiegellosen Kameras vorbehalten waren – darunter 4K-Video, schneller Phasendetektions-Autofokus direkt auf dem Sensor oder ein Live-View-Modus, der angenehm flott reagiert.

Wer von einem günstigen Handy mit guter Kamera oder einer Kompaktkamera aufsteigen möchte, findet in DSLRs nach wie vor einen äußerst preiswerten Einstieg in die Welt der ernsthaften Fotografie.

Ihr größter Trumpf? Ganz klar: das Objektivangebot. Die Auswahl an kompatiblen DSLR-Objektiven ist enorm – und wird in ihrer Vielfalt bislang selbst im spiegellosen Bereich nur selten erreicht.

Gerade Einsteiger, die sich zum ersten Mal mit dem Thema Objektive auseinandersetzen, profitieren von unserer Übersicht: Im großen Ratgeber zu den besten Kameraobjektiven geben wir eine praktische Orientierungshilfe für den Objektivkauf.

Einige DSLR-Modelle zählen auch heute noch zur absoluten Oberklasse: Die Nikon D850 ist ein echtes Profi-Arbeitstier – extrem robust, mit überragender Bildqualität und ebenso stark bei Foto wie Video.

Wer als ambitionierter Hobbyfotograf unterwegs ist, findet in der Canon EOS 90D eine starke Allround-Kamera mit hoher Auflösung, flotter Serienbildrate und dem klassischen Bediengefühl inklusive optischem Sucher.

Man sollte jedoch realistisch bleiben: Sowohl Canon als auch Nikon haben die Neuentwicklung von DSLRs eingestellt. Neue Modelle sind nicht mehr zu erwarten, und auch die Produktion von DSLR-Objektiven läuft sukzessive aus.

Dritthersteller wie Sigma oder Tamron setzen zunehmend auf spiegellose Bajonette.

Trotzdem: Wer die Stärken einer DSLR zu schätzen weiß – das ausgewogene Handling, die Haptik, den optischen Sucher und das über Jahre gewachsene Zubehörangebot –, für den ist jetzt ein idealer Zeitpunkt, sich noch eines der bewährten Modelle zu sichern.

1. Nikon D850

Pro & Kontra:

+ leistungsstarke Auflösung von 45 MP
+ hochleistungsfunktionen
+ hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis
+ professionelle Verarbeitung bei kompakter Bauweise
- bei sehr hohen ISO-Einstellungen relativ laut
- Vertikalgriff ist optionales Zubehör

Als die Nikon D850 im Jahr 2017 vorgestellt wurde, galt sie zunächst als hochpreisig – heute ist sie deutlich erschwinglicher und bietet nach wie vor eine beeindruckende Auflösung von 45,7 Megapixeln.

Auch im Videobereich kann die D850 punkten und zählt damit zu den besten DSLRs für Filmaufnahmen. Wer jedoch den Fokus stärker auf Video legt, findet mit der Nikon D780 eine günstigere und in dieser Hinsicht modernere Alternative.

Zwar fehlt der D850 das Hybrid-AF-System der D780, was im Live-View-Modus zu vergleichsweise gemächlichen Fokussiergeschwindigkeiten führt. In der Praxis ist das für viele professionelle Fotografen jedoch kaum relevant – denn im klassischen Fotobetrieb spielt die D850 ihre Stärken souverän aus.

Für viele ist sie bis heute die beste DSLR, die je gebaut wurde. Bereits zum Marktstart war sie ein echtes Highlight – und auch heute beeindruckt sie mit ihrer Bildqualität, Verarbeitung und Ausstattung. Nur eben zu einem deutlich attraktiveren Preis.

2. Pentax KF

Pro & Kontra:

+ Hybrid-Autofokus
+ wetterfest
+ integrierte Bildstabilisierung
- maximal 1080p-Video

Für alle, die noch nicht bereit sind, vollständig auf spiegellose Systeme umzusteigen, aber dennoch eine aktuelle DSLR mit modernen Funktionen suchen, bleibt die Pentax KF derzeit die einzige echte Option. Denn: Die meisten Hersteller haben die Neuentwicklung von Spiegelreflexkameras offiziell eingestellt.

Pentax-Fans werden viele Gemeinsamkeiten zwischen der neuen Pentax KF und dem Vorgängermodell Pentax K-70 feststellen. Die Unterschiede sind überschaubar, aber vorhanden – etwa ein hochauflösenderer LCD-Monitor und ein etwas geringeres Gewicht.

Wichtig zu wissen: Bei der KF handelt es sich um eine DSLR der Mittelklasse, nicht um ein Flaggschiffmodell. Wer also High-End-Technik erwartet, wird hier nicht fündig – was sie kann, macht die KF aber ausgesprochen solide.

In unserem Test gefielen uns vor allem der Hybrid-Autofokus, die integrierte 4,5-Stufen-Bildstabilisierung, der eingebaute Blitz (bei Mittelklassekameras keine Selbstverständlichkeit) sowie der bewegliche Bildschirm.

Ein klarer Wermutstropfen: 4K-Video unterstützt die KF nicht. Wer jedoch hauptsächlich Clips für Social Media oder Web nutzt, kommt mit der Full-HD-Aufnahme (1080p) gut zurecht.

Ein echtes Highlight der Pentax KF ist ihre Allwettertauglichkeit: Das Gehäuse ist nicht nur robust und wetterfest, sondern auch für den Einsatz bei extremen Bedingungen geeignet – selbst bei Temperaturen bis zu -10 °C bleibt die Kamera einsatzbereit.

3. Canon EOS 250D

Pro & Kontra:

+ einfache Bedienung
+ schwenkbarer Touchscreen
+ 4K-Video
- Gehäuse könnte für manche zu klein sein

Es gibt zwar einige Canon-DSLRs, die günstiger sind als die Canon EOS 250D – doch bei Ausstattung und Verarbeitung kann ihnen kaum ein Modell das Wasser reichen.

Schon für einen moderaten Aufpreis erhält man ein rundum stimmiges Gesamtpaket: einen dreh- und schwenkbaren Touchscreen, einen 24,3-Megapixel-Sensor sowie Canons bewährte Dual Pixel CMOS AF-Technologie, die für einen schnellen und präzisen Autofokus im Live-View-Modus sorgt – beinahe wie bei einer spiegellosen Kamera.

Gerade für Einsteiger bietet die EOS 250D zudem hilfreiche, geführte Bildschirmfunktionen, die das Erlernen der Kamerabedienung deutlich vereinfachen. Ein weiteres Plus: Die Kamera beherrscht 4K-Videoaufnahmen – ideal für alle, die vielleicht auch in die Welt des Filmens eintauchen möchten. In diesem Punkt ist sie der Nikon D3500 klar überlegen.

Nach dem Test der günstigeren Canon-Einsteigermodelle steht für uns fest: Die Canon EOS 250D ist ihren Preis absolut wert und gehört zu den besten DSLRs für ambitionierte Einsteiger.

4. Canon EOS 5D Mark IV

Pro & Kontra:

+ 30,4 MP sind ein guter Kompromiss
+ professionelle Leistung, handliche Größe
- Touchscreen fest verbaut
- veraltete Technologie
- 4K-Video nur mit Crop

Die Canon EOS 5D Mark IV wurde 2016 vorgestellt und gehört nach wie vor zu den beliebtesten Vollformat-DSLRs im Profi-Segment.

Bereits bei unserem ersten Test zur Markteinführung hat sie einen sehr starken Eindruck hinterlassen. Auch wenn man ihr Alter inzwischen an manchen Stellen merkt – etwa bei der Auflösung und dem Crop-Faktor bei 4K-Videos –, bleibt sie für viele Profis eine zuverlässige und leistungsfähige Kamera.

Mit ihren 30 Megapixeln wirkt sie im Vergleich zur Nikon D850 zwar etwas konservativ aufgestellt, doch für viele fotografische Anwendungen reicht diese Auflösung völlig aus. Zudem bietet die Kamera 4K-Videoaufnahmen, auch wenn das verwendete Motion-JPEG-Format sehr speicherintensiv ist.

Ein großer Pluspunkt ist der von Canon integrierte Dual Pixel CMOS AF, der im Live-View und bei Videoaufnahmen für schnellen, präzisen Autofokus sorgt. Auch in puncto Verarbeitung überzeugt die 5D Mark IV: robust, zuverlässig, wettergeschützt – perfekt für den professionellen Einsatz.

Canon hat sich inzwischen voll auf die Entwicklung seiner spiegellosen EOS R-Serie konzentriert. Es gilt daher als sehr unwahrscheinlich, dass es jemals eine EOS 5D Mark V geben wird.

Wer die klassische DSLR-Bauweise mit modernem Canon-Feeling schätzt, findet in der 5D Mark IV aber nach wie vor eine hervorragende Wahl.

5. Nikon D780

Pro & Kontra:

+ hervorragende Handhabung
+ schneller Live-View-AF
+ 4K-Video
- zwei AF-Systeme, die man beherrschen muss
- manuelles Umschalten des Live-Views
- immer noch recht teuer

Das damals lang erwartete Upgrade der beliebten Nikon D750 hat uns im Test nicht enttäuscht: Die Nikon D780 kombiniert klassische DSLR-Stärken mit moderner Technik – und das sehr gelungen.

Ein Highlight ist der Phasendetektions-Autofokus direkt auf dem Sensor, bekannt aus der spiegellosen Nikon Z6. Damit bietet die D780 im Live-View-Modus eine Autofokus-Performance auf Augenhöhe mit aktuellen Systemkameras – ein klarer Vorteil für Foto- und insbesondere Videografen.

Zwar war Nikon mit dieser Technologie etwas spät dran – Canon setzt bereits seit Jahren auf seinen Dual Pixel CMOS AF –, doch die Umsetzung bei der D780 überzeugt.

Neben dem starken Autofokus bringt die Kamera ein hochauflösendes, neigbares Touchdisplay, 4K-UHD-Video, zwei UHS-II-kompatible SD-Kartenslots und bis zu 12 Bilder pro Sekunde im Live-View-Modus mit.

Das solide Gehäuse, die ergonomische Formgebung und das insgesamt durchdachte Bedienkonzept machen die D780 zu einer DSLR, die sich sofort vertraut anfühlt – und das Zeug zum Klassiker hat.

Im Test punktete sie mit exzellenter Verarbeitungsqualität und zuverlässiger Performance – ideal für alle, die den Look und das Handling einer DSLR schätzen, aber nicht auf moderne Funktionen verzichten wollen.

6. Pentax K-1 Mark II

Pro & Kontra:

+ robuste Konstruktion
+ 5-Achsen-Bildstabilisierung
- geringe Serienbildgeschwindigkeit
- relativ geringe Akkulaufzeit von 670 Aufnahmen

Während sich Hersteller wie Canon und Nikon zunehmend von der DSLR-Technik verabschieden, bleibt Pentax dem Spiegelreflexsystem treu – und setzt dabei auf bewährte Stärken.

Die Pentax K-1 Mark II ist ein gutes Beispiel dafür: eine typische Pentax-Kamera – solide, robust, aber auch technologisch eher konservativ.

Das wetterfeste Gehäuse macht die K-1 Mark II zur idealen Begleiterin für den Outdoor-Einsatz. Herzstück ist die Sensor-Shift-Bildstabilisierung, die direkt im Gehäuse sitzt. Der große Vorteil: Die Bildstabilisierung funktioniert mit jedem angeschlossenen Objektiv – im Gegensatz zu Canon und Nikon, die bei DSLRs auf optisch stabilisierte Objektive setzen müssen.

Pentax nutzt diese Technik clever aus: Der 5-Achsen-Stabilisator unterstützt spezielle Modi wie Anti-Aliasing-Korrektur, Pixel-Shift für erhöhte Detailzeichnung sowie einen Astrotracer-Modus, der bei Langzeitbelichtungen Bewegungen von Himmelskörpern ausgleicht. Gerade für die Astrofotografie ist das ein echtes Highlight.

Herzstück der Kamera ist ein 36-Megapixel-Vollformatsensor, der eine exzellente Bildqualität liefert. Etwas aus der Zeit gefallen wirkt hingegen das 33-Punkt-Autofokussystem, das insbesondere im Live-View-Betrieb recht träge agiert.

7. Canon EOS 6D Mark II

Pro & Kontra:

+ viele Upgrades
+ leicht für eine Vollformat-DSLR
- AF-Punkte sind in der Bildmitte konzentriert

Die Canon EOS 6D Mark II ist zwar nicht mehr die jüngste Kamera, aber nach wie vor eine empfehlenswerte DSLR für alle, die in die Vollformatfotografie einsteigen möchten.

Zwar wirken die technischen Daten heute nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand, doch in der Praxis überzeugt die 6D Mark II mit Vielseitigkeit, solider Verarbeitung und einer angenehm einfachen Bedienung.

Der 26-Megapixel-Sensor liefert gute, wenn auch nicht überragende Ergebnisse, punktet aber mit Canons Dual Pixel CMOS AF, der für einen schnellen und präzisen Autofokus im Live-View-Modus sorgt. Das 45-Punkt-AF-System im Sucher ist ebenfalls leistungsfähig, auch wenn die Fokuspunkte recht zentral angeordnet sind.

Mit 6,5 Bildern pro Sekunde im Serienbildmodus und einem dreh- und schwenkbaren Touchscreen bietet die EOS 6D Mark II auch in Sachen Ausstattung einige Highlights.

Auch wenn sie mittlerweile von den spiegellosen Canon-Modellen in den Hintergrund gedrängt wurde, bleibt sie eine preislich attraktive Alternative zur Nikon D780 – vor allem für alle, die gezielt eine DSLR suchen.

DigitalPHOTO-Fazit

Auch wenn die Ära der Spiegelreflexkameras langsam zu Ende geht, haben DSLRs noch längst nicht ausgedient. Die sieben Modelle in unserem Test zeigen eindrucksvoll, warum viele Fotografen auch 2026 weiterhin auf das klassische DSLR-System setzen: zuverlässige Technik, exzellente Bildqualität und ein riesiges Objektivangebot sind nach wie vor überzeugende Argumente.

Egal ob Einsteiger, ambitionierter Hobbyfotograf oder Profi – für jedes Niveau und jeden Einsatzzweck gibt es nach wie vor passende Modelle. Wer auf bewährte Bedienkonzepte, optische Sucher und robuste Gehäuse nicht verzichten möchte, findet gerade jetzt attraktive Angebote – bevor sie endgültig vom Markt verschwinden.

Unser Tipp: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sich eines der letzten starken DSLR-Modelle zu sichern – solange Auswahl und Verfügbarkeit noch stimmen.

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