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Leserinterview: 10 Fragen an Matthias Müller

In jeder Ausgabe des DigitalPHOTO-Magazins stellen wir einem Leser zehn Fragen zu einem ihrer Fotos. Diesmal steht uns Matthias Müller Rede und Antwort. Kurz vor oder nach einem Gewitter herrscht oft eine ganz magische Lichtstimmung. Matthias Müller hat die Gunst der Stunde genutzt und spontan eine kleine Fototour unternommen, dem Wetter zum Trotz und Nasse Füße inklusive, wie er uns im Interview erklärt. .   

Leserinterview: 10 Fragen an Matthias Müller

Wo ist dieses Bild entstanden?

An der ehemaligen innerdeutschen Grenze zwischen den Orten Wildenheid (Oberfranken) und Mürschnitz (Südthüringen). Mittlerweile wird dieses Gebiet auch „Grünes Band“ genannt. Es ist ein Naturschutzgebiet. 

Waren Sie zufällig vor Ort?

Die Gegend ist mir vertraut, da ich selbst dort wohne. An diesem Tag gab es mehrere Gewitter mit starkem Regen. Zwischendurch zeigte sich aber immer wieder die Sonne. Also packte ich am Abend spontan die Fotoausrüstung zusammen und hatte Glück. 

Weil die Sonne durch die Wolken brach?

Genau! Kaum angekommen zeigte sich die Sonne für kurze Zeit und zauberte eine wunderschöne Lichtstimmung auf das Weizenfeld. 

Hatten Sie ein Stativ dabei?

Ja, ich hatte ein Stativ dabei. Bei diesem Foto handelt sich es um eine HDR-Aufnahme, bestehend aus einer Belichtungsreihe mit drei Aufnahmen. Es wurden Belichtungszeiten von 1/640 bis 1 Sekunde verwendet. Bei der Bearbeitung am PC werden die Bilder so montiert, dass sie exakt übereinanderliegen. Darum ist es wichtig, dass die Kamera einen stabilen Stand hat. 

Warum haben Sie sich für diese tiefe Kameraposition entschieden?

Mir war es wichtig, die Regentropfen im Weizenfeld darzustellen – daher wählte ich die relativ tiefe Perspektive. 

Zählen Landschaftsaufnahmen zu Ihren bevorzugten Fotomotiven?

Ich beschäftige mich zurzeit nur mit Landschaftsfotografie, da es eine Vielzahl an tollen Motiven gibt.

Wurden die Farben nachbearbeitet?

Bei der Bearbeitung in Lightroom senkte ich etwas die gesamte Belichtung der Aufnahme. Anschließend verringerte ich die Lichter und erhöhte die Tiefen. So kommt meiner Meinung nach der Kontrast von dunkel (Wolken) und hell (Sonne und Feld) noch besser zur Geltung.

Wie häufig gehen Sie auf Fototour?

Wenn es die Zeit und die Wetterbedingungen zulassen, gehe ich sicher zweimal in der Woche auf Fototour. 

Welche Kamera und welches Zubehör haben Sie in der Regel dabei?

Meine Spiegelreflexkamera und das lichtstarke Tamron Objektiv 17-50mm F/2.8 habe ich immer dabei. Außerdem ist meist auch mein Manfrotto Stativ mit einem 3-Wege-Neiger im Gepäck. 

Wahrscheinlich haben Sie an diesem Tag nasse Füße bekommen, oder?

Es hat tatsächlich immer wieder sehr ergiebig geregnet, so dass ich zwangsläufig nasse Füße bekam. Aber das war nur das geringste Übel. Da ich zum Aufnahmeort zu Fuß unterwegs war und auf dem Heimweg ein größerer Schauer kam, war ich von Kopf bis Fuß trotz Schirm durchnässt.

 

Matthias Müller (36) wurde in Sonneberg (Südthüringen) geboren, wo er auch heute noch lebt. Als Ausgleich zu seiner Arbeit als kaufmännischer Angestellter fotografiert er seit über acht Jahren – meist Landschaftsmotive. www.augenblickeeingefangen.jimdo.com

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