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Der große Objektiv-Guide: Mit der passenden Optik zum gelungenen Foto

Objektive mit Normalbrennweite

Inhaltsverzeichnis

Wer Fotos machen möchte, die möglichst natürlich wirken, sollte auf die sogenannte Normalbrennweite zurückgreifen. Lesen Sie hier, wie die Brennweite zu ihrem Namen gekommen ist und welche Objektive diese abdecken.

Die Normalbrennweite ist die Brennweite, die eingestellt werden muss, damit der Bildwinkel des Fotos unserem Sehempfinden am Nächsten kommt. Ein Foto zeigt in dem Fall also in etwa den Bildausschnitt, den wir von unserer Umgebung auch mit unseren Augen bewusst wahrnehmen. Das Bild wirkt deshalb natürlich und realistisch. Berechnet wird die Normalbrennweite nach einer einfachen Formel. Sie entspricht der Diagonalen des Aufnahmeformats. Bei einem Vollformatsensor, der 36 x 24 mm misst, ist die Normalbrennweite 43mm. Bei einer Kamera mit MFT-Sensor (bei Sony z. B.) liegt sie hingegen bei 21,5 mm. Nicht nur aufgrund des Bildwinkels wirken Fotos, die mit Normalbrennweite aufgenommen wurden, auf uns so natürlich. Bei dieser Brennweite werden die Proportionen der abgebildeten Objekte und deren Entfernungen zueinander nämlich korrekt wiedergegeben und nicht verfälscht. Fotografieren Sie hingegen mit einer Telebrennweite, wird das komplette Motiv verdichtet. Entfernungen zwischen Objekten auf dem Bild werden kleiner dargestellt, als sie eigentlich sind. Den gegenteiligen Effekt erzielt man mit einer Weitwinkelbrennweite. Dann nämlich erscheinen Abstände größer als in der Realität. Das komplette Motiv wirkt weitläufiger. Aus diesen Gründen wird die Normalbrennweite gerne dann eingesetzt, wenn die Umgebung möglichst unverfälscht fotografisch wiedergegeben werden soll.

Was zeichnet Normalobjektive aus?

Festbrennweiten-Objektive, die die Normalbrennweite abdecken, werden umgangssprachlich auch Normalobjektive genannt. Dabei hält man sich nicht exakt an die mathematische Berechnung. Stattdessen werden Festbrennweiten mit 50mm (bei APS-C-Kamera 35mm) als Normalobjektive bezeichnet. Aufgrund ihrer Eigenschaften, einen Bildausschnitt und Proportionen natürlich wiederzugeben, eignen sich die Modelle als „Immer-drauf “-Objektive. Die erfahrenen Profis empfehlen sogar, als Fotoeinsteiger mit einem Normalobjektiv mit einer Festbrennweite anzufangen. So kann man nicht zoomen, sondern man muss für das beste Foto näher ans Motiv herangehen, sich darum bewegen und verschiedene Blickwinkel ausprobieren.

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