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Test

Die 10 besten Reisestative ab 63 Euro im Test (Carbon und Aluminium)

Die Fotografie hat immer Reisezeit! Also ab in die Natur, um mit Kamera und Objektiv unterwegs tolle Motive einzufangen. Das passende Reisestativ darf für solche Touren natürlich nicht fehlen. Wir haben zehn kompakte Alu- und Carbon-Modelle für Sie getestet, miteinander verglichen und geben Ihnen hier unsere Kauftipps.

Die 10 besten Reisestative 2022 im Test

Unterwegs auf Reisen ist leichtes Gepäck das A und O. Viele spannende Fotomotive sind nämlich erst nach einem längeren Fußmarsch erreichbar. Ein Grund mehr, auf kompakte, leichte, aber stabile Dreibeiner zu setzen. Wir haben uns für diesen Vergleichstest Reisestative von verschiedenen Herstellern angesehen, die sowohl das Packmaß von 45 Zentimetern als auch das Gesamtgewicht von 1,6 Kilogramm nicht überschreiten – perfekt für Fotografinnen und Fotografen, die mit einer spiegellosen Systemkamera oder leichten DSLR-Kamera arbeiten.

Empfehlungen statt Testsieger

Dieser Test umfasst zehn Stative, die in vier Preisklassen unterteilt sind. Die Modelle von Cullman, Hama und Vanguard sind mit bis 200 Euro sehr günstig. Darauf folgt die Mittelklasse bis 300 Euro von Dörr und Manfrotto. Die Modelle von Benro, Tiltall und Rollei bilden die Oberklasse bis 400 Euro. Darüber sind Feisol und Peak Design die Premiumklasse ab 400 Euro.

Im Preis ist der (z. T. optional erhältliche) Stativkopf inkludiert. Aufgrund dieser großen Preisspanne küren wir hier keinen klassischen Testsieger, sondern geben konkrete Empfehlungen. Weiter unten lesen Sie alle Bewertungen im Detail. Darüber hinaus geben wir Ihnen einen Überblick auf die Bauteile eines Stativs und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

Stative bis 200 Euro im Test

Cullmann Rondo 460M RB

Als ersten Kandidaten unseres Vergleichstests haben wir von Cullmann das Rondo 460M RB 8.5 für rund 63 Euro unter die Lupe genommen. Mit montiertem Kugelkopf RB 8.5 misst das Aluminiumstativ voll ausgefahren 159,5 Zentimeter. Cullmann gibt für sein Rondo eine maximale Traglast von vier Kilogramm an.

So eignet es sich nur für kleine DSLRs, CSCs oder Kompaktkameras. Die allgemeine Verarbeitung des sehr günstigen Stativs fällt leider eher mäßig aus. Stativspikes und eine Makrosäule liegen nicht bei.

Samt Einbeinstativfunktion

Der Gesamtfunktionsumfang geht in Ordnung. Einen Pluspunkt ergattert sich das Cullmann, wie fast alle anderen Rondo-Stative auch, mit seinem abnehmbaren Einbeinstativ. Der Kugelkopf RB 8.5 mit Friktion ist ebenso ein lobenswert und zudem solide verarbeitet. Genauso der Beschwerungshaken.

Dank der Einbeinfunktion, dem mitgelieferten Kopf, Haken und der Stativtasche ist das Preis-Leistungs-Verhältnis des 1,5 Kilogramm schweren Reisestativs gut. Eine Kaufempfehlung mit Kompromissen für Sparfüchse.

  • Preis (Handel) – 63 Euro 
  • Höhe/Packmaß – 159,5/43,5 cm
  • Mittelsäule ub*/sb**/Haken – ja/nein/ja
  • Tragkraft/Gewicht – 4/1,5 kg 
  • Handhabung (30 %) – 3,5/5 
  • Verarbeitung (15 %) – 3,5/5 
  • Stabilität (30 %) – 3,5/5 
  • Funktionsumfang (25 %) – 3,5/5 
  • GESAMTBEWERTUNG3,5/5 

Produkthinweis

Cullmann Rondo 460M RB8.5 Allround-Dreibeinstativ mit Kugelkopf, Tragkraft 4kg, Packmaß 43,5cm, Auszugshöhe 159,5cm

Hama TAR Duo 165-Ball

Das Hama TAR Duo 165-Ball Aluminiumstativ bietet viersegmentige Stativbeine mit rutschfesten Gummifüßen. Sie sind um 180 Grad einklappbar, sodass ein Packmaß von 45 Zentimetern entsteht. Mit 1,6 Kilogramm auf der Waage ist es das schwerste Stativ unseres Vergleichs.

Die maximale Tragkraft beträgt laut Hersteller acht Kilogramm, sodass auch üppigere Ausrüstungen montiert werden können. Spikes und eine Makrosäule sind beim TAR Duo nicht verfügbar, dafür ist aber eine Einbeinstativfunktion vorhanden.

Favorit für den Einstieg

Die Stabilität geht für das vergleichbar schwerere Stativ in Ordnung. Mittels Stativhaken können Gewichte für eine bessere Bodenhaftung angebracht werden. Auch die maximale Arbeitshöhe von 160 Zentimetern bei voll ausgefahrener Mittelsäule überzeugt.

Wer bodennahe Aufnahmen bevorzugt, kann die Mittelsäule umgekehrt in das Stativkreuz montieren. Der Kugelkopf ist solide verarbeitet und besitzt eine Friktionseinstellung. Alles in allem ist das Hama eine gute Kaufentscheidung für Fotoeinsteiger*innen.

  • Preis (Handel) – 89 Euro 
  • Höhe/Packmaß – 165/45 cm
  • Mittelsäule ub*/sb**/Haken – ja/nein/ja
  • Tragkraft/Gewicht – 8/1,6 kg 
  • Handhabung (30 %) – 4/5 
  • Verarbeitung (15 %) – 4/5 
  • Stabilität (30 %) – 4/5 
  • Funktionsumfang (25 %) – 4/5 
  • GESAMTBEWERTUNG4/5 

Produkthinweis

Stativ Tar Duo, 165 - Ball

Vanguard VEO3 GO 235CB

Das dritte Stativ unseres Vergleichs kommt von Fotozubehörhersteller Vanguard. Das kompakte Carbonstativ VEO3 GO 235CB ist hochwertig verarbeitet. Die fünfsegmentigen Stativbeine lassen sich problemlos ein- und ausfahren. Die maximale Arbeitshöhe beträgt 136 Zentimeter.

Der Widerstand des Stativkopfs ist vergleichbar hoch eingestellt. Das Stativ ist samt Kopf aber gut verarbeitet. Im Vergleich ist das Hama-Stativ weniger schwergängig zu handhaben. Die vorhandene Panoramaskala vereinfacht das Fotografieren.

Funktionsreich und klein

Neben einem geringen Gewicht von 1,1 Kilogramm ist auch das kleine Packmaß von 33 Zentimetern für Reisefotografen interessant. Die Stabilität für das Reisestativ ist vollkommen in Ordnung, jedoch sollte nichts zu Schweres montiert werden.

Vanguard stattet das VEO3 mit sehr vielen Funktionen aus: abschraubbares Stativbein, Stativhaken, Smartphonehalterung und Bluetooth-Selbstauslöser sowie im Lieferumfang enthaltene Spikes sind dabei. Eine Makrosäule ist ebenfalls dabei. In Summe: 80 von 100 Punkten!

  • Preis (Handel) – 173 Euro 
  • Höhe/Packmaß – 136/33 cm
  • Mittelsäule ub*/sb**/Haken – ja/nein/ja
  • Tragkraft/Gewicht – 4/1,1 kg 
  • Handhabung (30 %) – 4,5/5 
  • Verarbeitung (15 %) – 5/5 
  • Stabilität (30 %) – 3,5/5 
  • Funktionsumfang (25 %) – 5/5 
  • GESAMTBEWERTUNG4,5/5 

Produkthinweis

Vanguard VEO 3GO 235CB - Reisestativ aus Carbon, Silber - schwarz

Stative bis 300 Euro im Test

Dörr Racer CR-1440

Fotozubehörhersteller Dörr stellt mit dem Racer CR-1440 samt CNC-30 Kugelkopf ein leichtes Reisestativ vor. Das Carbonstativ erfordert allerdings ein paar Kompromisse: So bietet das Dörr leider nur zwei Beinanstellwinkel (alle anderen Stative dieses Tests bieten mindestens drei) und kommt ohne Einbeinstativfunktion sowie ohne Spikes aus. Die Stativbeine mit je drei Drehverschlüssen sind weder gummiert noch schaumstoffummantelt. In puncto Funktionsumfang sind Konkurrenzmodelle dieses Tests besser.

Kompakt und leicht

Das Packmaß ist, wie beim Schwestermodell CR-1700, ebenso erfreulich kompakt wie das geringe Gewicht: 37 Zentimeter misst das 1,2 Kilogramm leichte Stativ zusammengeklappt. Die Feststellschraube des beigefügten Kugelkopfes ist etwas ungewohnt, geht mit ein wenig Ausprobieren aber in Ordnung. Mit einem Preis von 229 Euro ist das Dörr im ambitionierten Segment zu finden. Dafür hätten wir uns etwas mehr Funktionsumfang (etwa mitgelieferte Spikes) sowie eine noch bessere Handhabung gewünscht.

  • Preis (Handel) – 229 Euro 
  • Höhe/Packmaß – 139/37 cm
  • Mittelsäule ub*/sb**/Haken – ja/nein/ja
  • Tragkraft/Gewicht – 6/1,2 kg 
  • Handhabung (30 %) – 4/5 
  • Verarbeitung (15 %) – 4/5 
  • Stabilität (30 %) – 4/5 
  • Funktionsumfang (25 %) – 3/5 
  • GESAMTBEWERTUNG3,5/5 

Produkthinweis

Dörr 380375 Foto-und Videostativ Racer CR-1440 Carbon, 4-teilig, Stativgewinde (3/8-1/4 Zoll) (drehbar) Inklusiv Kugelkopf CNC-30 Arca Swiss kompatibel und Stativtasche schwarz

Manfrotto Befree GT Twist Carbon

Premiumhersteller Manfrotto schickt für unseren Vergleich das Befree GT Twist Carbon ins Rennen. Das Reisestativ lässt sich über den Easy-Link-Anschluss am Stativkreuz mit optional erhältlichem Zubehör, wie einer LED-Leuchte, erweitern. Ebenfalls befindet sich dort der Stativhaken. Mit einem Gewicht von 1,55 Kilogramm und einem Packmaß von 43 Zentimetern ist es das zweit schwerste Modell in diesem Test – die Traglast von bis zu zehn Kilogramm macht das Gewicht wett. Die Stabilität des Dreibeiners ist sehr gut.

Premiumqualität aus Italien

Wie gewohnt, aber auch gleichzeitig zu erwarten, ist das Manfrotto toll verarbeitet. Es handelt sich um ein Premiumstativ, das sich der Hersteller mit Produktion in Italien aber auch entsprechend bezahlen lässt: Mit einem Preis von rund 269 Euro ist das Manfrotto ein teures Stativ. Wenn Sie auf Spikes oder eine Einbeinstativfunktion angewiesen sind, sollten Sie lieber zu einem anderen Stativ greifen. Sind aber diese beiden Ausstattungsmerkmale für Sie uninteressant, so ist das Stativ eine sehr gute Kaufentscheidung.

  • Preis (Handel) – 269 Euro 
  • Höhe/Packmaß – 162/43 cm
  • Mittelsäule ub*/sb**/Haken – ja/nein/ja
  • Tragkraft/Gewicht – 10/1,55 kg 
  • Handhabung (30 %) – 4,5/5 
  • Verarbeitung (15 %) – 5/5 
  • Stabilität (30 %) – 4,5/5 
  • Funktionsumfang (25 %) – 3,5/5 
  • GESAMTBEWERTUNG4,5/5

Produkthinweis

Manfrotto Befree Advanced GT Kamerastativ-Kit, Reisestativ mit Fluid-Kopf, fluid und kompakt, Professionelles Carbon Kamerastativ für DSLR-, Spiegellose- und Spiegelreflex-Kameras, Fotozubehör

Benro Bat 15C+VX 20 Kit Carbon

Das Benro Carbon-Stativ aus der neuen Bat-Serie ist ein durchgehend empfehlenswertes Reisestativ. Die Stativbeine sind aus Carbon gefertigt und bestehen aus vier Segmenten, die über hochwertige Drehverschlüsse verstellt werden können. Eines der Stativbeine ist mit einer Schaumstoffummantelung ausgestattet und abnehmbar, sodass es als Einbeinstativ genutzt werden kann. Spikes liegen ebenso dem Lieferumfang bei, die nach Abnahme der Gummifüße angeschraubt werden.

Klassischer Allrounder

Auch die Stabilität kann im Test überzeugen: Das 1,5 Kilogramm schwere Stativ ist mit einem Packmaß von 39 Zentimetern angenehm kompakt und trägt, dank maximaler Tragkraft von 14 Kilogramm, auch größere Profi-CSCs samt klobigem Objektiv. Für zusätzliche Stabilität bei Wind und Wetter kann am Stativhaken ein Gewicht angebracht werden.

Der VX-Kugelkopf mit Panoramafunktion wird mit einer Arca-kompatiblen Kameraplatte geliefert. Für aktuell 300 Euro wechselt das Benro den Besitzer und ist damit ein fair bepreistes Stativ. Starkes Gesamtpaket!

  • Preis (Handel) – 300 Euro 
  • Höhe/Packmaß – 165,5/39 cm
  • Mittelsäule ub*/sb**/Haken – ja/nein/ja
  • Tragkraft/Gewicht – 14/1,5 kg 
  • Handhabung (30 %) – 5/5 
  • Verarbeitung (15 %) – 4,5/5 
  • Stabilität (30 %) – 4,5/5 
  • Funktionsumfang (25 %) – 4,5/5 
  • GESAMTBEWERTUNG4,5/5

Stative bis 400 Euro im Test

Tiltall 2go TC-225 KIT

Das Tiltall 2go TC-225 KIT von Kaiser Fototechnik überzeugt mit einer fabelhaften Handhabung. Die Verarbeitung des Carbonmodells konnte uns im Vergleichstest überzeugen. Die umkehrbare Mittelsäule lässt sich auch beim Tiltall zweifach ausfahren. Maximale Stabilität erreicht es allerdings (wie alle weiteren Reisestative ebenfalls) mit einer möglichst eingefahrenen Mittelsäule. Der Stativkopf Tiltall BH-07 verspricht tolle Ergonomie. Die maximale Traglast beträgt sieben Kilogramm.

Kleinstes Packmaß im Test

Zusammengeklappt misst das Tiltall lediglich 31,5 Zentimeter. Voll ausgefahren erreicht es aber lediglich eine Höhe von 130,5 Zentimetern, alle anderen Stative dieses Vergleichs bieten mehr. Mit 1,2 Kilogramm und dem geringen Packmaß ist es auf jeden Fall für lange Fototouren geeignet. Leider sind keine Metallspikes enthalten.

Die Stativbeine sind mit Schaumstoff ummantelt. Einbeinstativfunktion und Haken sind ebenfalls vorhanden. Fazit: tolles Carbon-Reisestativ zu einem angebrachten Preis mit nur wenigen Abzügen. Das Tiltall ist eine sehr gute Kaufentscheidung.

  • Preis (Handel) – 365 Euro 
  • Höhe/Packmaß – 130,5/31,5 cm
  • Mittelsäule ub*/sb**/Haken – ja/nein/ja
  • Tragkraft/Gewicht – 7/1,2 kg 
  • Handhabung (30 %) – 5/5 
  • Verarbeitung (15 %) – 4,5/5 
  • Stabilität (30 %) – 4/5 
  • Funktionsumfang (25 %) – 4,5/5 
  • GESAMTBEWERTUNG4,5/5

Produkthinweis

Tiltall Carbon-Dreibeinstativ 2go TC-225

Rollei Lion Rock Traveller S Black Edition

Rollei verpackt sein Lion Rock Traveller S Black Edition in eine gut gepolsterte Tragetasche. Der Gesamteindruck des 369 Euro teuren und gerade einmal 1,3 Kilogramm schweren Reisestativs ist durchweg positiv. Auch die Handhabung und das hochwertig verarbeitete Material aus elflagigem Carbon ist löblich. Allerdings fehlt uns eine Einbeinfunktion. Der mitgelieferte Kugelkopf ist dank Friktionseinstellung, Panoramaskala und Wasserwaage gut ausgestattet.

Sehr stabile Sonderedition

Rollei will mit dem Lion Rock Traveler einen hohen Qualitätsstandard erreichen – und das mit Erfolg. Im Testfeld haben wir eine Profi-CSC montiert, ohne größere Einbußen an Stabilität. Die Traglast ist laut Hersteller mit bis zu zehn Kilogramm angegeben. Für zusätzliche Stabilität kann am Stativhaken ein Gewicht angebracht werden.

Die Stativfüße sind mit abziehbaren Gummierungen versehen. Darunter verstecken sich im 90-Grad-Winkel angeordnete Stahlspikes für unbefestigtes Gelände. Fazit: klare Kaufempfehlung – wenn da nicht das deutlich günstigere Benro wäre.

  • Preis (Handel) – 369 Euro 
  • Höhe/Packmaß – 138/40 cm
  • Mittelsäule ub*/sb**/Haken – ja/nein/ja
  • Tragkraft/Gewicht – 10/1,3 kg 
  • Handhabung (30 %) – 4,5/5 
  • Verarbeitung (15 %) – 4,5/5 
  • Stabilität (30 %) – 4,5/5 
  • Funktionsumfang (25 %) – 4,5/5 
  • GESAMTBEWERTUNG4,5/5

Stative ab 400 Euro im Test

Feisol CT-3441SB + CB-30D

Das Feisol CT-3441SB ordnet sich absolut zu Recht im Premiumsegment dieses Vergleichstests ein. Sowohl die Verarbeitungsqualität des Carbonstativs ist blendend als auch die tolle allgemeine Handhabung. Dank zweifach ausfahrbarer Mittelsäule ist das Verhältnis von Packmaß und maximaler Auszugshöhe beachtlich.

Die Stativbeine sind in vier Beinsegmente eingeteilt, die um 180 Grad umklappbar sind. Der beiliegende Stativhaken wird an der Mittelsäule festgeschraubt.

Professionelles Reisestativ 

In Sachen Stabilität kann dem CT-3441SB von Feisol kein anderes Modell dieses Tests das Wasser reichen. Das Modell ist mit einer maximalen Traglast von 20 Kilogramm angegeben und die konnten wir dem Hersteller nach unserem Test auch abnehmen. Die Twist-Lock-Funktion lief einwandfrei und einfach.

Eine Einbeinfunktion hätten wir uns hier noch gewünscht. Spikes für unwegsames Gelände werden nicht mitgeliefert, sind aber optional erhältlich. Fazit: starkes, wenngleich hochpreisiges Reisestativ für ambitionierte Fotografinnen und Fotografen.

  • Preis (Handel) – 546 Euro 
  • Höhe/Packmaß – 183/43 cm
  • Mittelsäule ub*/sb**/Haken – ja/nein/ja
  • Tragkraft/Gewicht – 20/1,5 kg 
  • Handhabung (30 %) – 5/5 
  • Verarbeitung (15 %) – 5/5 
  • Stabilität (30 %) – 5/5 
  • Funktionsumfang (25 %) – 4,5/5 
  • GESAMTBEWERTUNG5/5

Produkthinweis

FEISOL Carbon Reisestativ CT-3441SB Rapid mit Kugelkopf CB

Peak Design Travel Tripod Carbon

Das 1,3 Kilogramm schwere Reisestativ von Peak Design ist eine ausgeklügelte Konstruktion mit hochwertigen Materialien. Statt umschwenkbarer Stativbeine steht hier eine kompakte Bauweise im Fokus, die dem einer Getränkeflasche ähnelt. Der Kugelkopf ist mit der schmalen Mittelsäule fest verbunden und wird zum Transport im Stativkreuz versenkt. Neben integrierten Inbusschlüsseln befindet sich eine universelle Smartphonehalterung innerhalb der umkehrbaren Mittelsäule.

Qualität zum stolzen Preis

Mit einem Preis von 649 Euro ist das Peak Design Travel Tripod Carbon das mit Abstand teuerste Stativ in diesem Vergleich. Die einzelnen Segmente sind perfekt eingestellt – weder zu leicht- noch zu schwergängig. Die Gummifüße lassen sich durch optional erhältliche Stahlspitzen austauschen.

Mit einer Traglast von neun Kilogramm eignet sich das Reisestativ für mittelschwere Kamera-Ausrüstungen. Die Stabilität kann durch den Stativhaken noch erhöht werden. Durch die besondere Bauart muss man hier auf eine Einbeinfunktion verzichten.

  • Preis (Handel) – 649 Euro 
  • Höhe/Packmaß – 125/39,1 cm
  • Mittelsäule ub*/sb**/Haken – ja/nein/ja
  • Tragkraft/Gewicht – 9/1,3 kg 
  • Handhabung (30 %) – 5/5 
  • Verarbeitung (15 %) – 4,5/5 
  • Stabilität (30 %) – 4/5 
  • Funktionsumfang (25 %) – 4,5/5 
  • GESAMTBEWERTUNG4,5/5

Produkthinweis

Peak Design Travel Tripod - Reisestativ (Carbonfaser)

So haben wir getestet

Der Test beginnt mit dem Aufbau des Stativs und dem Prüfen der Handhabung (30 Prozent). Wie lassen sich Beine und Mittelsäule ausfahren? Sind die Feststellelemente sinnvoll positioniert und ergonomisch geformt? Weiter geht es mit der Prüfung der Verarbeitung (15 Prozent). Hierzu werfen wir einen Blick auf die Wertigkeit der Materialien. Wie sauber sind Gewinde und Spannvorrichtungen verarbeitet? Aus welchem Material sind die Stativbeine hergestellt?

Dann folgt ein Stabilitätstest (30 Prozent). Hierfür stellen wir jedes Stativ auf und drücken kräftig auf das Stativkreuz. Der letzte Teil des Tests beschäftigt sich mit dem Funktionsumfang (25 Prozent). Hier vergleichen wir das Verhältnis von Traglast und Gewicht sowie Arbeitshöhe und Packmaß. Ist die Mittelsäule dreh- oder schwenkbar? Außerdem werfen wir einen Blick auf die Beinwinkelanschläge. Gibt es genügend Möglichkeiten, das Stativ bodennah zu platzieren? Wie sieht es mit Spikes in den Stativfüßen aus?

Bezeichnung: *ub: umkehrbare Mittelsäule; **sb: schwenkbare Mittelsäule

Qualitätskriterien für den Stativkauf: Verschlussart, Spikes & Stativkopf

► Beine aus Carbon: Werfen Sie beim Stativkauf stets einen Blick auf das verarbeitete Material. Günstige Stative sind in der Regel aus Aluminium hergestellt. Etwa dreimal leichter und weniger schwingungsanfällig sind Dreibeiner aus Carbon (Verbundwerkstoff aus Kohlefaser und Kunststoff).

Die Leichtigkeit und der entsprechend resultierende höhere Tragekomfort haben allerdings auch ihren Preis. Unser Testfeld umfasst sieben Stative mit Aluminium-Verarbeitung. Dabei zeigt insbesondere das Modell von Kaiser Fototechnik, dass auch Dreibeiner aus Aluminium angenehm leicht zu transportieren sein können.

► Integrierte Spikes: Damit ein Stativ auch noch auf unbefestigtem Untergrund ausreichend Stabilität erreicht, verfügen viele Dreibeiner mittlerweile über Spikes. Die können in der Regel entweder aus den Stativfüßen herausgedreht werden oder die rutschfesten Gummifüße als solche komplett ersetzen.

Auch hier ist Ihr persönliches Interesse gefragt. Sind Sie viel in der Natur unterwegs, sind Spikes eine sinnvolle Investition. Wissen Sie, dass Sie ausschließlich in Städten und auf Straßen fotografieren, sind Spikes nicht zwingend nötig.

► Einbeinstativ inklusive: Was bei gewöhnlichen Stativen durchaus Standard ist, findet auch bei Reisestativen Anklang: die Möglichkeit, aus einem Dreibein- ein Einbeinstativ zu gestalten. Sie sollten allerdings beachten, dass die maximale Arbeitshöhe aufgrund der kompakten Abmessungen des Reisestativs durchaus gering erscheint.

Die Möglichkeit, seine Kamera auf einem Einbein abzustützen, kann dennoch eine große Unterstützung sein. Alternativ kann ein solches Einbeinstativ auf längeren Fototouren auch als Wanderstock verwendet werden.

► Der Stativkopf: Ein nicht zu vernachlässigendes Ausstattungsmerkmal eines Reisestativs stellt der Stativkopf dar. Der klassische Kugelkopf hat sich als bester Kompromiss aus Funktionsumfang sowie Größe und Gewicht bewährt. Der Vorteil dieser Stativkopfart ist zweifelsohne die Schnelligkeit, mit der ein Bildausschnitt geändert werden kann.

Pluspunkte bei einem Kugelkopf sind Dosenlibellen, um die Kamera waagerecht ausrichten zu können. Außerdem ist eine Friktion hilfreich, um den Reibungswiderstand an das eigene Kameraequipment anpassen zu können. Achten Sie außerdem auf die Wechselplatte.

► Winkel der Stativbeine: Um die Arbeitshöhe einer Kamera auf einem Stativ variieren zu können, setzen die meisten Hersteller auf mehrere Beinanstellwinkel. Dabei gilt: Je weiter die Stativbeine auseinanderstehen, desto stabiler steht das Stativ – mit Ausnahme von Stativen, deren untere Auszüge sehr schmal und wenig stabil wirken.

Die hier getesteten Reisestative verfügen größtenteils über drei Beinanstellwinkel. Das gibt Spielraum, um Kamera und Objektiv stabilisierend auf dem Stativ platzieren zu können. Dazu kommt, dass die meisten Stative eine umkehrbare Mittelsäule besitzen, mit der die Kamera kopfüber und sehr bodennah positioniert werden kann. Alternativen dazu bieten teilbare Mittelsäulen.

► Der Haken am Stativ: Wie die umkehrbare oder teilbare Mittelsäule ist auch ein Haken am unteren Mittelsäulenende ein großes Kaufargument für ein Stativ. Das gilt insbesondere für die leichten Reisestative. Mit einem Haken besteht die Möglichkeit, das Eigengewicht des Stativs während des Fotografierens temporär zu vervielfachen und somit für mehr Stabilität zu sorgen.

Als Gewicht eignet sich beispielsweise der Fotorucksack oder ein Beutel, der vor Ort mit Steinen o. Ä. gefüllt wird. Bei viel Wind oder kräftigem Wellengang am Strand macht diese Technik der Beschwerung besonders viel Sinn. So reduziert sich die Gefahr auf Verwacklungen.

Was is besser, Schnellspann- oder Drehverschlüsse?

Bevor Sie sich für ein Stativ entscheiden, sollten Sie auch einen Blick auf den Aufbau des Stativs werfen. Prüfen Sie die Feststellelemente der Stativbeine, werden Sie höchstwahrscheinlich auf Schnellspann- oder Drehverschlüsse treffen. Beide Verschlussarten zum Einstellen der Stativbeinlänge sind berechtigterweise parallel auf dem Markt erhältlich, denn kein Verschluss ist dem jeweils anderen überlegen.

Letztlich ist es viel eher Geschmackssache, ob Sie die Stativbeine durch Aufklappen von Spannelementen oder durch Drehen an Drehverschlüssen öffnen möchten. Um Zeit zu sparen, können Sie bei beiden Verschlussarten in der Regel mehrere Verschlüsse in einer Handbewegung auf-/zuklappen oder auf-/zudrehen.

Sollte ich ein Stativ aus Aluminium oder Carbon kaufen?

Gewöhnlich sind Stative aus hochwertiger Carbonverarbeitung im Direktvergleich mit selbigen Modellen aus Aluminiumverarbeitung teurer. Doch Carbonstative werden auch im Hobby- und Einsteigersegment immer gängiger und erschwinglicher.

Das zeigt auch eine Umfrage auf unserem Instagram-Kanal, bei der jeder zweite Teilnehmer angegeben hat, ein Stativ aus Carbon zu bevorzugen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es ist leichter, schwingungsunanfälliger und im Gegensatz zu Aluminium kälteresistent. Dennoch kann auch Aluminium überzeugen.

DigitalPHOTO-Fazit

Unser Test zeigt: Die Qualität der Reisestative, unabhängig der Preisklasse, wird Jahr für Jahr besser. Je nachdem wie hoch Ihr Budget ist und Sie bereit sind zu investieren, desto höher ist die Verarbeitungsqualität, die Sie erwarten können.

Das Modell von Hama ist solide und eine gute Wahl für Fotoeinsteiger. Mit 97,5 von 100 möglichen Punkten, einem Packmaß von 43 Zentimetern, einer beachtlichen Stativhöhe sowie einer hohen Tragkraft ist das CT-3441SB + CB-30D von Feisol unsere Empfehlung für Profis. Gleich hinter dem Profitipp komplettieren die Reisestative von Peak Design, Rollei, Tiltall, Benro, Manfrotto und Vanguard mit jeweils der Note SEHR GUT den Kreis der besten Reisestative dieses Tests.

Das 300 Euro teure Reisestativ von Benro hat unter all diesen Stativen die Nase leicht vorn.

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