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Test

Nikon Z 6II Test: Bildqualität weiterhin stark

Für die Z 6 und Z 7 hat Nikon viel Lob, aber auch viel Kritik geerntet. Das wohl größte Manko: der fehlende zweite Speicherkartenslot. Diesen bietet die zweite Kamerageneration – und mehr. Wir haben herausgefunden, was die Z 6II alles kann.

Rückblick ins Jahr 2018. August, ein außergewöhnlich heißer Monat in Deutschland und dann dringt tatsächlich die Nachricht durch: Nikon steigt mit gleich zwei Modellen ins spiegellose Vollformatsegment ein. Das Datenblatt der beiden Neuheiten Z 6 und Z 7 sind scheinbar ellenlang.

Doch ein Ausstattungsmerkmal lässt Nikon-Fans und die, die sich dafür ausgeben, kochen: Beide Kameras verfügen über lediglich einen Speicherkartenslot. Auch wir haben den fehlenden Slot für eine Sicherungskopie in unseren Testberichten angemerkt.

Eine ungewöhnliche Entscheidung, verfügen doch vergleichbare DSLR-Schwestermodelle von Nikon über einen zweifachen Kartenslot.

Nun die Wendung: Nach Vorstellungen der Z 50 und der Z 5 als Einsteigerkameras ins Nikon-Z-System stellt der Hersteller zwei Nachfolger vor, die die ohnehin sehr guten Kameras nochmals im Detail verbessern sollen. In diesem Bericht schauen wir uns zunächst einmal die Z 6II und die damit günstigere der beiden Kameras an.

Die Vorteile gegenüber der ersten Kamera sind schnell erklärt, wenn auch zum Teil im Detail versteckt.

Z 6II

(93%)

Eigenschaften
Marke
Nikon
Megapixel
24.5
ISO
100-51.200 (50/204.800)
Bajonett
Nikon Z
Auflösung
6.048 x 4.024 px
Bildstabilisator
Ja
Video
3.840 x 2.160 px, 60p
Display
3,2''-TFT-LCD, 2,1 Mio. Bildpunkte
minimale Verschlusszeit
1/8.000

Bewertung
Handling
(95%)
Ausstattung
(89%)
Bildqualität
(93%)

Die Systemkamera im Detail

  • 1 Programmwahlrad: Unverändert: Das Moduswahlrad entspricht dem der Nikon Z 6. Es sind drei konfigurierbare Einstellungen abspeicherbar.
  • 2 Sucherbuckel: Kein Aufklappblitz, aber ein Blitzschuh: Die Blitzsynchronzeit beträgt bei der Nikon Z6II 1/200 Sekunde.
  • 3 OLED-Display: Die wichtigsten Einstellungen lassen sich alternativ zum rückseitigen Monitor auch über das Schulterdisplay ablesen.
  • 4 Oberes Daumenrad: Nikon hat das obere Daumenrad im Vergleich zur ersten Generation etwas griffiger gestaltet. Der Unterschied ist gering.

  • 1 Sehr guter Sucher: Der Sucher misst 0,5 Zoll und bietet eine Auflösung von 3,69 Mio. Bildpunkten. Er deckt zudem das gesamte Bildfeld ab.
  • 2 Kippbares Touchdisplay: Der TFT-LCD-Touchmonitor ist 3,2 Zoll groß und löst 2,1 Mio. Bildpunkte auf. Er ist nur kippbar, nicht dreh- oder gar schwenkbar.
  • 3 Joystick und Steuerkreuz: Einwandfreie Bedienung: Die Oberfläche auf der Rück- und Oberseite ist gut gelungen. Alle Tasten sind da, wo sie hingehören.

Nikon Z 6 II: Bildqualität weiterhin stark

Bereits die Nikon Z 6 punktete mit sehr guter Bildqualität. Das Nachfolgemodell setzt auf denselben stabilisierten 24,5-Megapixel-Sensor. Die Ergebnisse aus dem Labor und unserem Praxistest sprechen für sich: Bis in hohe Empfindlichkeitsstufen von ISO 6.400 sind die Bilder rauschfrei und überzeugen mit einem konstant hohen Dynamikumfang. Hervorragend!

Hinzu kommen zwei Expeed-Prozessoren, die die Geschwindigkeit des Autofokussystems sowie der Serienbildgeschwindigkeit erhöhen sollen. Unser Test ergab: Dem ist wirklich so. Die Nikon Z6II schneidet besser als ihr Vorgängermodell ab.

Doppelter Speicherkartenslot

Neben einem XQD-Speicherkarteneingang, den die Z 6 bereits bietet, besitzt die aktuelle Nachfolgerin noch einen zusätzlichen SD-Karteneingang. Damit beseitigt Nikon die Kritik für einen fehlenden zweiten Slot.

Der SD-Karteneingang unterstützt modernen UHS-II-Standard. Die Bedienoberfläche, der 3,2 Zoll große Touchmonitor sowie der elektronische Sucher sind mit denen des Vorgängermodells gleich. Das verspricht ein hervorragendes Handling. Für 2.099 Euro ist die Nikon Z 6II fair bepreist. 

Mit 1.270 Euro ist die Z 6 deutlich günstiger erhältlich. Sparfüchse können hier zugreifen. Für alle anderen machen die Vorteile der zweiten Generation Sinn.

DigitalPHOTO-Fazit

Wie zu erwarten revolutioniet die neue Nikon nicht die Fotowelt. Die Z 6II macht vielmehr das, was man von einer klassischen Nachfolgerin einer ersten Kamerageneration erwartet: Sie verbessert die größten Makel der Vorgängerin. Ist das Grund genug für Besitzer der Z 6 umzusteigen?

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Eher nicht. Sollten Neukäufer zur zweiten Generation greifen? Auf jeden Fall. In Summe schließt die Z 6II in unserem Test mit 93 Prozent und Bestnote super ab.

Alternative

Canon EOS R6

(93%)

Eigenschaften
Marke
Canon
Megapixel
20.1
Kategorie
Systemkamera
ISO
100-102.400 (50/204.800)
Bajonett
Canon RF
Auflösung
5.472 x 3.648 px
Bildstabilisator
Ja
Video
3.840 x 2.160 px, 60p
Display
3''-LCD, 1,62 Mio. BP, Touch, beweglich
minimale Verschlusszeit
1/8.000

Bewertung
Handling
(96%)
Ausstattung
(85%)
Bildqualität
(97%)

Canon bietet mit der neuen EOS R6 eine teurere, aber auch bessere Kamera. Die 2.236 Euro teure Vollformatkamera verzichtet auf ein Topdisplay, verfügt dafür aber bspw. über einen dreh- und schwenkbaren Monitor. In unserem Test der R6 kam die Alternative von Canon auf eine Gesamtwertung von 93,7 %.

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