Test

Monitore für Fotografen - So finden Sie den richtigen Bildschirm

Die Suche nach dem optimalen Monitor für die Bildbearbeitung mit Photoshop, Lightroom und Co. gleicht der Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Zahllose Hersteller wie Eizo, Viewsonic oder LG sowie viele Modelle und Bildschirmdiagonalen konkurrieren um die Gunst der Kunden. Wir helfen Ihnen mit konkreten Kaufempfehlung für Fotografen und für jedes Budget dabei, sich im Dschungel der Monitore und Spezifikationen zurechtzufinden.

Unsere Monitor-Favoriten für jedes Budget

Hier sehen Sie unsere Monitor-Empfehlungen in einer kompakten Übersicht. Weiter unten finden Sie einen detaillierten Vergleich der jeweiligen Bildschirme.

Budgetbis 250 Eurobis 500 Euroca. 1.000 Euroab 1.000 Euro

Hersteller

ViewSonic

BenQ

EizoLG
Produktbezeichnung

VG2719-2K

BL2711U

ColorEdge 2730

Ultrafine 5K

Website

www.viewsonic.com

www.benq.comwww.eizo.dewww.lg.com

Auflösung

2560 x 1440 Pixel

3840 x 2160 Pixel

2560 x 1440 Pixel

5120 x 2880 Pixel

Kontrastverhältnis

1000:1

1000:1

1000:11200:1

Helligkeit

300 cd/qm

300 cd/qm

350 cd/qm

500 cd/qm

Preis (UVP/Handel)

264,90€ / 239€*

419€ / 399€*1.099€/ 979€*1.399€ / 1.399€*
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Den richtigen Monitor finden

Es pfeift und piept, mit der Helligkeit scheint etwas nicht zu stimmen, alles wirkt wie durch einen Grauschleier. Auch ist das Display viel zu klein für die Bildbearbeitung, ständig müssen Fenster umhergeschoben werden. Es reicht: Ein neuer Monitor muss her! Doch der Blick ins Internet hilft nur bedingt weiter: Und bringt zahllose Modelle mit einer Fülle an Spezifikationslisten zutage. Dell oder LG? 4K oder WQHD? OLED, IPS und TN, HDMI, DP, und USB-C. Lumen, Candela, Nit, Bits, sRGB und Lookup-Tables – hier durchzublicken, verlangt scheinbar ein Ingenieursdiplom. Doch dem ist nicht so – man muss nur wissen, wonach man sucht. Dann ist es relativ leicht, im scheinbar undurchsichtigen Monitor-Dschungel auf dem rechten Pfad zu bleiben.

Zunächst die Entwarnung: Falls Ihr alter Monitor älter als fünf Jahre ist, haben Sie wirklich gute Chancen, beim Neukauf ein deutlich besseres Modell zu erwischen. Doch der Monitorkauf soll ja kein Glücksspiel sein.

Monitorgröße und Auflösung einschätzen

Zunächst ein Blick auf das, was derzeit „üblich“ ist: Heute haben Bildschirme in der Regel eine Diagonale von 27 Zoll und eine sogenannte Wide-Quad-High-Definition-Auflösung (WQHD) von 2560 x 1440 Pixeln. Das ist ein guter, augenfreundlicher Wert: Die Pixeldichte (siehe Kasten: „Ergonomie: Pixeldichte im Auge behalten“) eines solchen Bildschirms beträgt rund 108 PPI (Punkte pro Zoll), was für die meisten Einsatzzwecke ausreicht. Sogenannte Ultra- HD-Bildschirme (4K oder 5K) vervierfachen die Pixelmenge, wodurch das Bild deutlich schärfer wird. Allerdings ist dann auch eine bessere Grafikkarte für den Betrieb des Bildschirms nötig.

Ausgehend von diesem „Standard“ können Sie weitere Überlegungen anstellen: Benötigen Sie spezielle Funktionen wie USB-Hub, Lautsprecher oder Webcam im Monitor? Soll der Bildschirm höhenverstellbar sein und eine Pivot-Funktion für eine Hochkant-Funktion besitzen? Mit Hilfe dieser Fragen zur Ausstattung können Sie Ihre Recherche nach geeigneten Bildschirmen bereits massiv eingrenzen.

Ergonomie: Pixeldichte im Auge behalten

Die Pixeldichte eines Bildschirms gibt einen Hinweis darauf, wie groß die Darstellung und wie ergonomisch der Monitor ist. Ein Wert von rund 110 PPI ist dabei bei klassischen Bildschirmen ideal, niedrigere Werte bedeuten größere Darstellung, höhere Werte kleinere. Im Internet finden sich einfache Rechner, um die Pixeldichte herauszufinden, etwa die Website www.sven.de/dpi Geben Sie hier die Werte Ihres Bildschirms ein, um die Pixeldichte zu ermitteln.

Achtung: UHD-Bildschirme besitzen vier Pixel für einen, was bedeutet, dass Sie den PPI-Wert der Diagonalen halbieren müssen. So entspricht die Darstellung eines auflösungsstarken 5K-Monitors mit 5120 x 2880 Pixeln der Darstellungsgröße eines WQHDMonitors mit 2560 x 1440 Pixeln, nur ist das Bild deutlich schärfer.

Die richtige Anschlussart für Ihren Monitor

In einem nächsten Schritt sollten Sie überlegen, wie der Monitor am PC oder Mac angeschlossen werden soll. Allerdings ist die Anschlussart bei den Digitalanschlüssen nicht entscheidend, da diese mit preiswerten Adaptern aufeinander umgeschaltet werden können. So lässt sich ein HDMI-Bildschirm per Adapter durchaus am Display-Port oder USB-C-Anschluss betreiben, umgekehrt ist das jedoch nicht immer möglich. Grundsätzlich ist ein Display-Port (oder die kleinere Variante Mini-Display-Port) derzeit das Mittel der Wahl: Alle gängigen Bildschirme haben aber auch standardmäßig HDMI-Ports an Bord. USB-C sowie Thunderbolt 3 sind relativ neu und noch bei wenigen PCs und Monitoren zu finden.

Das sogenannte Daisy-Chaining erlaubt es, mehrere baugleiche Monitore hintereinander zu schalten, so dass sie nur eine Buchse am Rechner belegen. Das ist aber nur wichtig, wenn Sie den Mehr-Bildschirm-Betrieb planen.

Kalibrierung ist Pflicht!

Jeder Monitor sollte kalibriert werden, um optimale Darstellungsergebnisse zu erzielen. Besonders hochwertige Bildschirme – etwa manche Geräte von EIZO – haben dafür ein eingebautes Kalibriergerät. Für alle anderen gibt es externe Kalibrierlösungen. Schon ein einfaches Gerät wie der X-Rite Colormunki Smile oder der Datacolor Spyder 5 für ca. 100 Euro ist für den Privatgebrauch ausreichend. Die teils enormen Preisunterschiede dieser Geräte ergeben sich vor allem aus dem Einsatzbereich und der Qualität der Hard- und Software sowie den zusätzlichen Features (etwa: Druckerkalibrierung). Die Monitorkalibrierung sollte regelmäßig erfolgen, um jederzeit die maximale Bildqualität zu gewährleisten.

Helligkeit, Kontrast und sRGB

Für Fotografen stellt sich als Nächstes natürlich die Frage nach Kontrast, Helligkeit und sRGB-Abdeckung. Fotografen-Monitore sollten den sRGB-Farbraum zu 98 bis 100 Prozent abdecken. Hier kommt auch die Lookup-Table ins Spiel: Die „Bitrate“zehn, zwölf oder sogar 14 Bit – gibt einen Hinweis auf die Anzahl der darstellbaren Farben. Je höher, desto besser. Eine zusätzliche P3-Farbraum-Unterstützung ist vor allem für die Bearbeitung von Videos relevant.

Den passenden Monitor gefunden? Perfekt, dann ab an die Bildbearbeitung! Lesen Sie einen unserer beliebtesten Artikel: "Perfekte Bildbearbeitung: 10 RAW-Konverter im Vergleich"

Die Helligkeit wird von den Herstellern üblicherweise als Candela pro Quadratmeter oder als „Nits“ angegeben. Der Wert ist jedoch derselbe: 350 Nits entsprechen 350 Candela/qm und sind ein Richtwert für die maximale Helligkeit eines Bildschirms. Auch hier gilt: je höher der Wert, desto besser.

Zu guter Letzt noch ein Blick auf das Kontrastverhältnis: Das besagt, wie satt Farben und Kontraste wiedergegeben werden. Ein Wert wie 1000:1 heißt dabei, dass der maximal hellste Punkt 1000-mal heller als der maximal dunkelste Punkt ist. Hochwertige Panels haben höhere Werte, schlechtere Panels müssen mit niedrigeren Kontrastverhältnissen leben. Fotografen sollten zu einem Bildschirm mit möglichst hohem Kontrastverhältnis greifen.

TN, IPS, LED und OLED

Und wo wir gerade bei „Panel“ sind: Das sind die eigentlichen Bildschirme, die in den Monitoren verbaut sind. Diese gibt es in verschiedenen Technologien, die gewisse Vor- und Nachteile bieten: TN-Displays sind relativ kontrastarm, auch verschieben sich die Farben abhängig vom Blickwinkel. Dafür sind sie schnell, energiesparend und preiswert, jedoch nur bedingt für Fotografen geeignet. Sinnvoller sind dagegen IPS-Displays, die auch bei schräger Betrachtung die gleiche Farbdarstellung bieten. Die Abkürzungen LED und OLED sind Bezeichnungen für die Beleuchtungstechnik: LED (Leuchtdiode) steht für eine bewährte Technik, OLED (Organic LED) für die Weiterentwicklung. OLED-Desktop-Monitore sind noch sehr selten zu finden, aber vor allem in Sachen Farbkontrast und Leuchtstärke den LED-Panels meist überlegen.

Brauche ich 4K, 5K oder UHD?

Derzeit stellen sich viele Fotografen die Frage, ob es sinnvoll ist, in einen hochauflösenden Bildschirm zu investieren. Diese gibt es als Ultra-HD (UHD), 4K- und 5K-Ausführungen, was jeweils ein Hinweis auf die Pixelmenge der breiten Seite ist: UHD besitzt viermal so viele Pixel wie Full-HD, also statt 1920 x 1080 Pixel derer 3840 x 2160. Das bedeutet: Rund 4000 Pixel auf der langen Seite, also 4K. Manche Hersteller bezeichnen auch größere Formate – etwa 4096 x 2304 Pixel bei Apples iMac 4K – als „4K”. Der Unterschied ist aber marginal.

5K-Bildschirme stellen eine Auflösung von 5120 x 2880 Pixel dar. Grundsätzlich ist eine möglichst hohe Auflösung sinnvoll und wünschenswert, allerdings dient sie ausschließlich der Bildschärfe. Das ist ein Argument bei der Bildbearbeitung, wird jedoch durch die anderen Faktoren – Ergonomie, Farbraumabdeckung, sonstige Features – relativiert. So ist ein hochauflösender Bildschirm nicht zwangsläufig besser als einer, der eine geringere Pixeldichte bietet. Der limitierende Faktor bei hochauflösenden Bildschirmen ist übrigens neben dem höheren Preis die Rechenleistung der Grafikkarte: Viermal so viele Pixel benötigen auch viermal so viel Rechenleistung – je nach Computer bedeutet das, dass hochauflösende Displays den Rechner langsamer oder deutlich lauter machen. Ältere Rechner und Grafikkarten können sogar oft gar keine UHD-Auflösungen darstellen.

Hohes Budget einplanen

Ein günstiger Monitor zur Bildbearbeitung - der Wunsch vieler Fotografen. Natürlich entscheidet letztlich auch das verfügbare Budget über die Wahl des Monitors. Es gibt zwar schon ab ca. 150 Euro brauchbare Modelle, doch die sind meist sehr funktionsarm und haben selten gute Panels. In der Preisklasse von 350 bis 500 Euro finden sich hingegen bereits zahlreiche gute WQHD-Bildschirme der 27''-Klasse. Exotische Formate, etwa extrem breite Bildschirme, sind meist eine Spur teurer.

Grundsätzlich ist es ratsam, für einen Fotobildschirm etwas tiefer in die Tasche zu greifen: Wer 5K-Auflösung, Funktionen wie einen USBC-Anschluss, Webcam, Höhenverstellung und Pivot-Funktion sucht, wird kaum dreistellig bleiben können. Allerdings kommt es letztlich auch darauf an, was Sie am PC oder Mac alles machen: Wenn Sie privat Fotos bearbeiten, benötigen Sie sicher nicht die Bildschirm-Qualität, die professionelle Fotografen haben müssen. Mit Geräten ab 400 Euro aufwärts dürften Sie aber in aller Regel auf der sicheren Seite sein.

Monitor Test - Kaufempfehlung und Preisvergleich

Monitor für Bildbearbeitung bis 250 Euro - ViewSonic VG2719-2K

Pro & Contra

+ Günstiger Preis
+ Daisy-Chain
+ 10 Bit Farbtiefe
+ 99% sRGB
- Helligkeit mittelmäßig
Kein USB

Es gibt nur wenige Monitore in der 250-Euro-Klasse, die sich für Fotografen und Bildbearbeiter eignen. Einer davon ist der ViewSonic VG2719: Der 27-Zöller mit WQHD-Auflösung besitzt ein blickwinkelunabhängiges IPS-Panel, 10 Bit Farbtiefe (1,07 Milliarden Farben) und eine 99-prozentige sRGB-Abdeckung. Dadurch ist jederzeit eine lebendige Farbwiedergabe bei Grafiken und Fotos gewährleistet. Die maximale Helligkeit von 300 Candela/qm ist ausreichend für dunklere Arbeitsplätze, das typische Kontrastverhältnis liegt mit 1000:1 auf dem Niveau teurerer Mitbewerber. Praktisch ist der ergonomische Standfuß, der eine optimale Höhen- und Neigungseinstellung des Bildschirms erlaubt, wodurch er sich zum Beispiel auch für lange Photoshop-Sitzungen eignet.

Kontaktfreudig und minimalistisch

Kontakt zum Computer nimmt er per HDMI 1.3 oder Displayport 1.2 auf, eine zusätzliche Klinkenbuchse erlaubt das Anschließen externer Lautsprecher. Eigene Lautsprecher besitzt der VG2719 trotz seines schlanken Designs auch. Die nur 2 x 3 Watt dürften allerdings keine musikalischen Höchstleistungen liefern. Der Bildschirm ist insgesamt schlank, auf schickes Design muss der Kunde jedoch aufgrund des Preises verzichten: Alles ist funktional und einfach. Der Rahmen ist mit fast 2,5 Zentimetern Breite leider nicht wirklich für den Einsatz mehrere Monitore geeignet, obwohl der ViewSonic VG2719 Daisy-Chaining – also das Hintereinanderschalten mehrere baugleicher Bildschirme – erlaubt. Schön ist, dass der Monitor ein integriertes Netzteil besitzt: Per Kaltgerätekabel wird er direkt mit dem Stromanschluss verbunden. Das reduziert Kabelsalat auf und unter dem Schreibtisch.

Der solide, preiswerte Bildschirm ist eine gute Wahl für alle Fotografen mit schmalem Budget oder User, die normalerweise mit einem Notebook arbeiten und nur ab und zu einen externen Bildschirm brauchen. Allerdings besitzt er keinerlei USB-Funktionen, kann also nicht als Hub oder gar Docking-Station dienen.

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Monitor für Bildbearbeitung bis 500 Euro - BenQ BL2711U

Pro & Contra

+ 4K-Auflösung
+ 100% sRGB
+ 10 Bit Farbtiefe
+ Preiswert
+ USB-3.0-Hub
- Helligkeit mittelmäßig

Speziell für Designer und Grafikarbeiter hat BenQ den BL2711U entwickelt. Der preiswerte 27-Zöller mit 4K-Auflösung ist auf besondere Farbechtheit getrimmt: Er unterstützt zu 100 Prozent den Rec.-709- und den sRGB-Farbraum und besitzt einen speziellen CAD-Modus für präzise Designaufgaben. Dank 10 Bit werden wie beim ViewSonic eine Milliarde Farben unterstützt. Das in dieser Preisklasse übliche IPS-Panel mit LED-Beleuchtung sorgt für hohe Blickwinkel-Toleranz.

Genial in dieser Preisklasse ist das hochauflösende 4K-Panel mit 3840 x 2160 Bildpunkten: Es bietet eine deutlich höhere Schärfe als handelsübliche WQHD-Displays, auch wenn es mit 300 cd/qm Helligkeit nur im mittleren Feld liegt. Dafür ist der Bildschirm ab Werk professionell kalibriert, um eine optimale Wiedergabe zu gewährleisten. Ein integriertes Kalibriergerät gibt es in dieser Preisklasse natürlich nicht, doch gerade im Mehr-Monitor-Betrieb ist eine solche werksseitige Kalibrierung ausgesprochen angenehm. Allerdings hat auch der BenQ einen recht breiten Rahmen, womit er nicht optimal für diesen Einsatzzweck ist.

Viele Anschlüsse

Der BenQ BL2711U ist auch wunderbar als Dockingstation für Notebooks geeignet: Durch den integrierten USB-3.0-Hub nimmt er Verbindung mit dem Rechner auf, insgesamt 4 USB-Downstream-Anschlüsse (2 seitlich, 2 auf der Rückseite) stehen dann für Tastatur, Maus, Webcam oder andere Peripherie zur Verfügung.

Eine eigene Webcam besitzt der Bildschirm nicht. Dafür sind Lautsprecher verbaut, die allerdings genau wie beim günstigeren ViewSonic nur 2 x 3 Watt Leistung bringen – das reicht bestenfalls für Systemsounds und sehr leise Musik. Es gibt vielfältige Verbindungen zum Rechner: Neben zwei HDMI-Eingängen (HDMI 1.4 und HDMI 2.0) unterstützt der Bildschirm auch den älteren DVI-D-Port und kann auch per Mini-Display-Port an PC und Mac angeschlossen werden. Durch den niedrigen Herstellerpreis ist der BL2711U inzwischen recht günstig zu haben. Fazit: guter 4K-Monitor!

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Monitor für Bildbearbeitung ca. 1.000 Euro - Eizo ColorEdge 2730

Pro & Contra

+ Wide-Gamut
+ Hardware-Kalibrierung
+ Professionelle Farbwiedergabe
+ 16 Bit LUT & USB 3.0-Hub
+ Gute Helligkeit
- Älterer Display-Port-Standard 1.1a

Dass der Preis nicht zwangsläufig über die Auflösung, sondern eher auf die Qualität des Bildschirms hinweist, beweist Hersteller Eizo: Das 27-Zoll-Modell CS2730 der ColorEdge-Reihe ist tatsächlich „nur“ mit einem WQHD-Panel (2560 x 1440 Pixel) ausgerüstet – kostet aber dennoch rund 1.000 Euro! Grund dafür ist das hochwertige Panel im Bildschirm, das für den professionellen Einsatz mit höchster Farbpräzision optimiert ist: Als sogenanntes Wide-Gamut-Display bietet das Eizo-Gerät eine bei günstigeren Modellen kaum erreichbare Farbwiedergabe nach zahlreichen wichtigen Farbraum-Standards: sRGB wird zu 100 % abgedeckt, AdobeRGB zu 99% und auch der für die Videobearbeitung wichtige DCI-P3-Farbraum besitzt eine Abdeckung von immerhin 94 %. Möglich macht das die 16-Bit-Lookup-Table mit sage und schreibe 278 Billionen Farbtönen. Die eigentliche 10-Bit-Farbwiedergabe bietet Milliarden Farben.

Integrierte Hardwarekalibrierung

Entscheidend für den vergleichsweise hohen Preis ist aber nicht nur das Panel, sondern auch die eingebaute Hardwarekalibrierung, mit deren Hilfe sich der Bildschirm immer auf optimale Farbwiedergabe trimmen lässt. Dabei hilft auch die vergleichsweise hohe Helligkeit von 350cd/qm. Zudem legt Eizo grundsätzlich Wert auf gleichmäßige Displayausleuchtung und andere Kleinigkeiten, die bei preiswerteren Modellen fehlen. Auch gibt sich der ColorEdge 2730 sehr anschlussfreudig: Neben HDMI- und DisplayPort wird auch DVI-D unterstützt. Es gibt einen eingebauten USB-3.0-Hub mit zwei Up- und drei Downstream-Anschlüssen. Der dreh- und neigbare Fuß erlaubt die ergonomische Einstellung des Bildschirms, eine Pivot-Funktion gibt es jedoch nicht. Auch eine Daisy-Chain-Funktion ist nicht vorgesehen, der Bildschirm unterstützt nur den älteren Display-Port-Standard 1.1a, der diese Funktion nicht bietet.

Und dennoch: Mit dem Eizo ColorEdge 2730 erhalten Foto-Fans ein solides Gerät in der 1.000-Euro-Klasse, das trotz regulärer WQHD-Auflösung mit enormer Farbbrillanz glänzt.

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Monitor für Bildbearbeitung ab 1.000 Euro - LG Ultrafine 5K

Pro & Contra

+ 5K-Auflösung
+ Hohe Helligkeit und Kontrast
+ sRGB & DCI-P3-Farbraum
+ Dient als USB-C-Hub
+ Eingebaute Webcam
-  Nur Thunderbolt 3

Es gibt sicher viele Bildschirme, die herausragend sind, doch nur wenige, die eine echte 5K-Auflösung und einen eingebauten Thunderbolt 3/USB-Hub bieten. Tatsächlich ist LGs Ultrafine-5K-Display, das derzeit exklusiv von Apple für seine Macs vertrieben wird, das einzige Gerät dieser Art auf dem Markt. Natürlich ist es nicht Mac-exklusiv: Jeder PC und jedes Notebook kann den Monitor ansteuern, sofern es einen Thunderbolt-3-Anschluss besitzt.

Trotzdem lassen sich Apple und LG diese Exklusivität natürlich fürstlich bezahlen: Fast 1.400 Euro kostet der 27-Zoll-Bildschirm mit seinen 5120 x 2880 Pixeln Auflösung. Dafür kann das Gerät Thunderbolt-Notebooks mit bis zu 85 Watt laden – genug für Geräte wie Apples aktuelles Macbook Pro 15'' oder vergleichbare Geräte. Die sind aber auch nötig, denn die hohe Auflösung braucht viel Grafik-Power. Der Vorteil von Thunderbolt 3 ist dabei, dass alle Verbindungen inklusive Ladestrom darüber laufen: Es muss nur noch ein Kabel eingesteckt werden! Allerdings gibt es außer Thunderbolt keine anderen Eingänge, immerhin bietet der Bildschirm aber auch drei USB-C-Ausgänge für Peripherie, wodurch er sich als Hub eignet, aber eben nur mit Thunderbolt 3.

Leistungsstarker Bildschirm 

Festzustellen ist, dass sich der Bildschirm wirklich gut als Allrounder für die Bildbearbeitung und sonstige Aufgaben eignet: So besitzt er mit 500 cd/qm eine außerordentlich hohe Helligkeit und mit 1200:1 auch einen sehr hohen Kontrastumfang. Der UltraFine 5K unterstützt den DCI-P3-Farbraum sowie sRGB zu 99 %, die 10-Bit-Farbdarstellung mit einer Milliarden Farben sorgt für eine sehr gute Farbwiedergabe des IPS-Displays mit LED-Beleuchtung. Außerdem an Bord sind eine Webcam, ein Mikrofon sowie Lautsprecher mit 2 x 5 Watt Leistung. Trotz des hohen Preises fehlt allerdings eine Pivot-Funktion.

Nichtsdestotrotz: Der LG UltraFine 5K gehört derzeit zu den interessantesten Bildschirmen für Anwender, die einen Mac oder PC mit Thunderbolt-3-Port besitzen – allein wegen der Bildqualität und Dockingstation-Funktionen.

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*Recherchiert auf idealo.de, Stand: 11.07.2019

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