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Test

Fotosoftwares - Die 10 besten Bildbearbeitungsprogramme 2021 im Vergleich

Egal, ob Ebenencomposings oder hochpräzise Retusche – hier ist ein vollwertiges Bildbearbeitungsprogramm gefragt. Wir haben zehn Fotosoftwares getestet, die teils seit Jahrzehnten das perfekte Bild versprechen. Überraschend: Das Siegertreppchen teilen sich diesmal zwei Kandidaten.

Fotosoftwares Adobe Photoshop, Skylum Luminar & Co. im Test

Bereits 30 Jahre sind PaintShop Pro und Photoshop auf dem Computer zu Hause. Gimp feierte 25-jähriges Jubiläum und Photoshop Elements wird 20 Jahre jung.

Die damals sensationellen Möglichkeiten sind heute allerhöchstens eine Randnotiz in der Werkzeugleiste wert. Die Weiterentwicklung in Sachen Bildoptimierung schreitet unaufhaltsam voran. Die nächste große Entwicklungsstufe ist nun die künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen.

Was jetzt schon möglich ist, zeigt Photoshop mit seinen neuralen Filtern anhand der dort verorteten Porträtkorrektur. Anstatt nur glatte Haut zu liefern, kann der neurale Filter sogar Gesichtszüge ändern – noch nicht immer perfekt, aber schon erstaunlich realistisch. Berechnet wird das alles online über die Cloud.

Doch auch das brandneue Luminar AI setzt, schon im Namen verankert, auf künstliche Intelligenz. Fotokorrekturen werden auf einfache Schieberegler reduziert, den Rest erledigt die „Maschine“, die Objekte und Motive automatisch erkennt.

Klassische Bildbearbeitung: Welches Programm überzeugt? 

Klar muss man auch sagen, dass für aufwendige Projekte und Composings die weiterentwickelten Werkzeuge eine Unterstützung sind.

Trotzdem sind hier nach wie vor Handwerk und Know-how gefragt, und natürlich die gute Idee selbst. In unserem Vergleichstest von zehn aktuellen Bildbearbeitungsprogrammen bieten hier Photoshop, Pixelmator, Affinity Photo und PaintShop Pro die umfangreichsten Werkzeuge und Möglichkeiten.

Auch Gimp liefert ordentlich Tools, allerdings ist die Bedienung doch teils sehr gewöhnungsbedürftig und es wird viel Fachwissen vorausgesetzt. Geht man nicht ganz in die Tiefe, sind auch Luminar AI oder der Cyberlink PhotoDirector einen Blick wert.

Achtung: Unterschiede im RAW-Editor

Nur Pixelmator, Photoshop, Luminar und der PhotoDirector liefern einen wirklich guten RAW-Editor mit. Bei allen anderen Kandidaten im Test erhält man nur eine Grundausstattung, die technisch teils Jahre hinterher hinkt.

Fazit: Die beste Fotosoftware 2021

Wenig überraschend steht Photoshop CC mit an der Spitze der klassischen Fotobearbeitung – allerdings muss sich der Platzhirsch die Erstplatzierung mit Pixelmator teilen. Die Software – leider nur für Mac erhältlich – bietet nicht nur die schönste Benutzeroberfläche, sondern glänzt mit tollen Werkzeugen, intuitiver Bedienung und einem Top-Preis-Leistungsverhältnis.

Lesetipp

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Adobe Photoshop CC 2021

Adobe | www.adobe.de | Windows/macOS | 12 €/Monat

Pro & Kontra

+ Vielseitigste Bearbeitungsmöglichkeiten

+ RAW-Fotobearbeitung

+ Auswahlwerkzeuge

+ iPad-App

- Keine Fotoverwaltung

- Nur im Abo verfügbar

Gesamtwertung: SUPER, 5/5 Sterne

Hier können Sie Adobe Photoshop 7 Tage lang kostenlos testen

Adobe Photoshop steht seit Jahrzehnten als Synonym für Fotobearbeitung, die Werkzeuge sind ausgereift und der Maßstab, an dem sich Mitbewerber messen müssen.

Dieses Jahr legt die Bildbearbeitung nach und bringt ein fast vollautomatisch arbeitendes Auswahlwerkzeug, neurale Filter und mit Sky Select die Möglichkeit, den Himmel im Foto auszutauschen.

Letzteres hatte man allerdings auch schon bei Syklum Luminar vor mehreren Monaten gesehen. Bei einigen komplexen Funktionen wird das Motiv von Photoshop automatisch im Hintergrund zu Adobe geladen, dort pfeilschnell bearbeitet und zurückgespeichert. Es ist erstaunlich, wie beispielsweise die Portrait-Retusche auf diesem Weg per Schieberegler und wenigen Klicks vor einer kleinen Revolution steht.

Hier wird nicht nur die Haut geglättet, sondern auch Alter und Gesichtsausdruck angepasst. Nicht nur für Profis ist die neue Objektauswahl eine echte Hilfe – selbst komplexe Motive werden einfach per Rechteckauswahl markiert, den Rest erledigt die Software.

Im Test unserer Bildbearbeitungsprogramme konnte diese Funktion voll überzeugen und spart in der Praxis viel Zeit und Mühe. Ebenso praktisch und neu dabei ist die Möglichkeit, automatisch beliebig viele Versionen Ihrer Projekte in der Cloud abzulegen.

Ein Zugriff darauf ist bis zu 30 Tage lang möglich.

Das ist damit ein stark erweitertes Rückgängig-Protokoll, das eben nicht mehr nach Schließen der Datei geleert ist, sondern dauerhaft bestehen bleibt. Klar ist aber auch: Ohne Webzugang und Cloudanbindung geht in Adobe Photoshop eigentlich nichts mehr.

Dafür kann man auf Wunsch auch mit der Photoshop-App am Smartphone oder Tablet nahtlos zusammenarbeiten – diese mobile Version ist allerdings im Funktionsumfang noch nicht mit der Desktop-Version zu vergleichen, der Funktionsumfang ist aktuell noch auf Basis-Werkzeuge beschränkt.

Insgesamt ist und bleibt Adobe Photohop CC 2021 der Standard für die ambitionierte Fotobearbeitung und ist im Abo mit rund 12 Euro pro Monat und in Kombination mit Lightroom keineswegs überteuert. Erfreulich, dass Adobe zudem den Weg weiterverfolgt, mit Tooltipps und Erklärungen auch Photoshop-Neulingen den Weg in die professionelle Bearbeitung zu ebnen.

Hier können Sie Adobe Photoshop 2021 sieben Tage lang kostenlos testen 

Adobe Photoshop Elements 2021

Adobe | www.adobe.de | Windows/macOS | 97 € (UVP)

Pro & Kontra

+ Guter Foto-Organizer

+ Hilfreiche Kreativ-Assistenten

+ Kreativprojekt für Social Media

- Veraltete Benutzeroberfläche

- Back-up und Importfunktion veraltet

- Ressourcenintensive Bildanalyse

Gesamtwertung: GUT, 4/5 Sterne

Adobe Photoshop Elements 2021 direkt beim Hersteller bestellen

Seit Jahren verfolgt Adobe eher unmotiviert die Entwicklung der Hobby-Fotobearbeitung Adobe Photoshop Elements weiter, Neuerungen werden höchstens in Assistenten verpackt und integriert.

Die „echte“ Bildbearbeitung ist daher auch in der aktuellen Version nahezu unverändert – optisch wie funktional: Die Bedienelemente entsprechen nicht mehr den heutigen Standards und Funktionen wie das Foto-Backup oder Import wurden seit gut 8 Jahren gar nicht mehr aktualisiert.

Somit ist beispielsweise der Foto-Import direkt vom iPhone unter Windows zwar machbar, aber extrem unübersichtlich geraten. Auch der vor Jahren höchst innovative Foto-Organizer zur Fotoverwaltung ist in die Jahre gekommen und blockiert unter macOS zur Bildanalyse jede Menge Systemressourcen.

In Sachen Assistenten bleibt sich Elements allerdings treu, und so gibt es auch in Version 2021 davon gleich mehrere neue davon: Die Funktion zum Himmel ersetzen und Optimieren von Landschaftsaufnahmen funktioniert im Test gut, ist aber nur ein müder und Abklatsch des mächtigen Werkzeugs von Photoshop CC.

Gut gemacht hingegen sind die Anleitungen und Schritt-für-Schritt-Erläuterungen, die jeden Assistent und jedes Projekt auch für Einsteiger verständlich machen. Für kreative Spielereien stehen in Adobe Photoshop Elements 2021 neue Vorlagen bereit, die vornehmlich in Richtung Social-Media-Beitrag abzielen.

Insgesamt hinterlässt das ehemals „kleine Photoshop“ im Test unserer Fotobearbeitungsprogramme einen gemischten Eindruck und ist allenfalls für gelegentliche Fotoretusche geeignet.

Dazu kommt der vergleichsweise hohe Kaufpreis von fast 100 Euro – das deutlich leistungsfähigere DuoLightroom und Photoshop“ gibt es zwar nur im Abo, kostet aber aufs Jahr gerechnet nur 45 Euro mehr. Hier bleibt abzuwägen, ob der Griff zum Profipaket nicht lohnender ist, auch wenn man nicht das volle Potential ausschöpft.

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Serif Affinity Photo 1.8.5

Serif | www.serif.com | Windows/macOS | 60 € (UVP)

Pro & Kontra

+ Viele Bearbeitungsfunktionen

+ Tolle Freistellwerkzeuge

+ Einfacher Umstieg von z.B. Photoshop

+ Günstiger Preis

- RAW-Editor nur mit Basis-Funktionen

- Wenig Automatikfunktionen

Gesamtwertung: SEHR GUT, 4,5/5 Sterne

Hier gelangen Sie direkt zur Fotosoftware Affinity Photo

Serif konnte in den letzten Jahren mit Affinity Photo den Markt ordentlich aufmischen. Neben der Positionierung als Photoshop-Ersatz spielt zudem der günstige Preis ohne Abo und fast 1:1 identische Tastenkombinationen sicherlich eine weitere Rolle, dass die Software bei ambitionierten Fotografen äußerst beliebt ist.

Tatsächlich ist die Fotobearbeitung in vielen Bereichen bestens aufgestellt und hat alle Werkzeuge an Bord, um selbst komplexe Fotomontagen oder Detailkorrekturen zu erstellen: Ebenenmasken, Ebenen, Auswahlwerkzeuge und Retuschepinsel lassen kaum Wünsche offen.

Dem RAW-Editor hingegen würden mehr Funktionen und bessere Ergebnisse gut zu Gesicht stehen – hier kommt man schnell an die Grenzen der Möglichkeiten, es gibt einfach zu wenig detaillierte Einstellungsmöglichkeiten.

Umsteiger kommen trotz der Aufteilung in verschiedene Aufgabenbereiche mit Affinity Photo schnell zurecht. Die sogenannten Personas beinhalten passende Werkzeuge für alle anfallenden Aufgaben. Einsteiger haben es hingegen etwas schwer, da im Programm selbst kaum Hilfestellungen oder Assistenten zur Verfügung stehen.

Blickt man auf die vergangenen Jahre zurück, ist Affinity Photo stark gestartet, wirklich Innovationen sucht man aber in den letzten Updates und auch in dieser Version vergebens. Es ist zu wünschen, künftig wieder den Elan der ersten Updates zu spüren.

Für rund 60 Euro Kaufpreis erhält man in jedem Fall eine solide Fotobearbeitung, die auch semiprofessionellem Anspruch genügt.

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Ashampoo Photo Commander 16.2

Ashampoo | www.ashampoo.com | Windows | 50 €

Pro & Kontra

+ Gute Fotoverwaltung

+ Viele Kreativmöglichkeiten

+ Übersichtliche Fotoinformationen

- Detailkorrekturen schwer möglich

- Ohne Ebenenfuntkion

- RAW-Editor nur mit Basis-Funktionen

Gesamtwertung: GUT, 4/5 Sterne

Hier gelangen Sie direkt zum Photo Commander 16 von Ashampoo

Die Fotobearbeitung beginnt beim Ashampoo Photo Commander in der Bilderverwaltung. Diese ist gut gelöst, liefert schnell Vorschaubilder und bietet per Klick sämtliche Detailinformationen der EXIF-Daten, also Werte wie Belichtungszeit, verwendete Kamera und Objektiv und vieles mehr.

Letztlich basiert die Bedienung auf Basis eines Dateibrowsers, Vorschaubilder werden auch mit RAW-Motiven sehr schnell erstellt. Die Optimierung der Fotos setzt auf klassische Korrekturwerkzeuge und ist einem separaten Bereich untergebracht.

Die Farbkorrektur basiert auf einer Mischung aus Schieberegler und Gradationskurve, die trotz fehlender Automatik gute Ergebnisse liefert. Schade, dass das Reparaturwerkzeug bei der Objektentfernung nur unzureichend arbeitet und eine Ebenenfunktion gänzlich fehlt.

Gut hingegen sind die Ausgabeassistenten, um schnell eine Fotocollage oder einen Kalender nach Wunsch zu erstellen. Hier bieten sich viele kreative Möglichkeiten. Für Einsteiger, die schnell und unkompliziert loslegen wollen und vor allem am Ergebnis wie Karte, Einladung oder Collage interessiert sind, ist der Ashampoo Photo Commander 16 empfehlenswert.

Nicht zuletzt durch den Kaufpreis von 50 Euro kann die für Windows erhältliche Fotobearbeitung hier Akzente sezten. Ambitionierte Fotografen stoßen mit dieser Software aber zu schnell ans Limit.

Hier gelangen Sie direkt zum Photo Commander 16 von Ashampoo

Corel PaintShop Pro 2021

Corel | www.paintshoppro.com | Windows | 70 €

Pro & Kontra

+ Hohe Programmgeschwindigkeit

+ Mit Arbeitsbereich Fotografie

+ Viele Bearbeitungswerkzeuge

+ Gute Ebenen- und Maskenfunktion

- Enttäuschender RAW-Editor

- Unübersichtliche Menüstruktur

Gesamtwertung: SEHR GUT, 4,5/5 Sterne

Hier gelangen Sie direkt zur Fotosoftware PaintShop Pro 2021

Über 30 Jahre gibt es schon Corel PaintShop Pro. Die Fotobearbeitung wartete damals mit nahezu sensationellen Funktionen auf und war sogar als sogenannte Shareware verfügbar.

Beim Öffnen einer RAW-Datei mit der aktuellen Version 2021 fühlt man sich technisch direkt in diese Zeiten zurückversetzt. Der RAW-Editor bietet nur Basisfunktionalität und lieferte in unserem Test enttäuschende Ergebnisse mit teils extrem verfälschten Farben.

Immerhin werden aktuelle RAW-Formate problemlos unterstützt und ausgelesen.

Positiv überrascht hingegen der neue, sehr übersichtliche Fotobereich zur Foto-Optimierung mit Extras für Unterwasser und Drohnenmotive. In der etwas versteckten vollständigen Bearbeitung können die Werkzeuge zur Retusche, für Composings und Farbanpassungen überzeugen.

Die Ebenenfunktion ist ausgereift und bietet umfassende Optionen, das Lernstudio bietet für Einsteiger ausführliche Hilfestellung. Teilweise würde man sich in den Menüs aber etwas mehr Struktur wünschen – diese wirken ob der zahlreichen Möglichkeiten schlicht überfrachtet, die Einsortierung der einzelnen Werkzeuge erscheint nicht immer logisch.

Corel PaintShop Pro ist eine gute Wahl für ambitionierte Einsteiger mit durchaus gelungener Funktionalität, wenn man auf RAW-Korrektur verzichten kann. Preislich liegt die Software mit 70 Euro Kaufpreis im Mittelfeld und ist nur für Windows erhältlich.

Für 20 Euro mehr gibt es PaintShop Pro 2021 Ultimate im Paket mit Painter Essentials 7, einem erweiterten Kreativpaket und dem leider mittlerweile völlig veralteten RAW-Editor AfterShot HDR 3.

Hier gelangen Sie direkt zur Fotosoftware PaintShop Pro 2021

CyberLink PhotoDirector 365

CyberLink | www.cyberlink.com | Windows/macOS | 55 €/Jahr oder 99 € einmalig (UVP)

Pro & Kontra

+ Vielseitige RAW-Bearbeitung

+ AI-Foto-Effekte

+ Geführte Korrekturen

+ Gute Fotoverwaltung

- Unlogische Werkzeugsortierung

- Hoher Preis der Kaufversion

Gesamtwertung: SEHR GUT, 4,5/5 Sterne

Hier gelangen Sie direkt zur Fotosoftware PhotoDirector 365 von CyberLink

Warum der Cyberlink PhotoDirector 365 die Werkzeugleiste unbedingt auf die rechte Bildschirmseite legen muss, bleibt wohl ein Rätsel des Herstellers.

Weniger rätselhaft ist die Bedienung, die sich in der Fotobearbeitung an den gängigen Mitbewerbern orientiert. Ungewöhnlich hingegen ist, dass viele klassische Werkzeuge wie das Ausbessern-Tool unter dem Icon „Geführte Tools“ einsortiert ist und in einem separaten Fenster ausgeführt wird.

Hier finden sich auch die passenden Helferlein für glatte Haut oder inhaltssensitives Löschen von Bildelementen. Dank dieser Aufteilung nach Aufgaben werden auch Einsteiger vor keine Rätsel gestellt.

Gut gefällt der vorgeschaltete RAW-Editor mit sehr guter Funktionalität und die ausgefeilte HDR-Funktion für Belichtungsreihen und Einzelbilder. Ebenfalls gelungen sind die AI-Stile, um ein Motiv in individuelle Kunstwerke mit bekannten und beliebten Malstilen zu transformieren – hier kommen kreative „Spielernaturen“ voll auf ihre Kosten. Zur Fotoverwaltung selbst steht ein gut gemachter Dateibrowser zur Verfügung.

Schade, dass die Kaufversion mit rund 100 Euro sich im Spitzenfeld des DigitalPHOTO Bildbearbeitungstests ansiedelt. Günstiger geht es mit der Abo-Variante, für die 55 Euro im Jahr fällig sind.

Hier gelangen Sie direkt zur Fotosoftware PhotoDirector 365 von CyberLink

Gimp 2.1

Gimp Foundation | www.gimp.org | Windows | 25 € (UVP)

Pro & Kontra

+ Kostenlos

+ Vielfältige Werkzeuge

+ Präzise Detailkorrekturen

- Keine Automatikfunktionen

- RAW-Editor nur über RAWTherapee

- Langsame Geschwindigkeit

Gesamtwertung: GUT, 4/5 Sterne

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25 Jahre alt und erst Version 2.1? Tatsächlich wird die kostenlose Fotobearbeitung Gimp akribisch mit Nachkommastellen „versioniert“ und von engagierten Programmierern seit Jahrzehnten für die Betriebssysteme macOS, Windows und Linux parallel entwickelt.

Die Benutzeroberfläche und Bedienelemente kommen vertraut vor und die Basisfunktionen sind schnell erkundet. Wer Gimp aufgrund vielleicht vor Jahren wegen sperrigen Benutzeroberfläche zur Seite gelegt hat, sollte in jedem Fall einen neuen Blick riskieren.

Assistenten oder intelligente Funktionen sucht man allerdings nach wie vor vergebens, Gimp ist wirklich eine klassische Bildbearbeitung, bietet dafür aber unzählige Einstellungsmöglichkeiten und Detailkorrekturen. Ein Einsteiger wird sich daher auf eine ziemliche Lernkurve einstellen müssen, um das Bedienprinzip und die vielen Fachbegriffe zu verstehen.

Ein RAW-Editor ist nicht direkt integriert, hier verlässt man sich auf das ebenfalls kostenlos erhältliche Tool RAW Therapee. Dieses muss separat installiert werden und übernimmt dann die vorausgehende Konvertierung von allen gängigen RAW-Bildern souverän.

Schade, dass die Performance in Gimp beispielsweise mit dem Klonpinsel zu wünschen übrig lässt. Wer auf „Schnickschnack“ verzichten kann und Fotoretusche pur will, ist mit Gimp bestens bedient, und da die Bildbearbeitung gratis verfügbar ist, lohnt es sich, das Werkzeug auszuprobieren.

Einsteiger sollten aber lieber eine andere Software wählen, sonst ist Frust vorprogrammiert. 

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Pixelmator Pro 2.0

Pixelmator | www.pixelmator.com | macOS | 21,99 €

Pro & Kontra

+ Stylische Benutzeroberfläche

+ Viele Auswahlwerkzeuge

+ Top-Preis-Leistungsverhältnis

+ Mit Vektorgrafik-Funktionen

- Nur für Mac verfügbar

- Keine direkte CMYK-Bearbeitung

Gesamtwertung: GUT, 4/5 Sterne

Hier gelangen Sie direkt zu Pixelmator

Recht selbstbewusst bezeichnet sich Pixelmator als die „schönste Bildbearbeitung“. Das können wir im Test nur unterschreiben. Die Benutzeroberfläche ist extrem übersichtlich geraten und einfach schön.

Dazu kommt, dass die umfangreichen Bearbeitungswerkzeuge professionellem Anspruch genügen, aber zugleich sehr intuitiv zu bedienen sind. Egal, ob Retusche oder Ebenenfunktion: Trotz abweichendem Bedienkonzept fühlt man sich auch als Umsteiger von anderer Software sofort wohl.

Das Auswahlwerkzeug folgt einem ebenso ungewohnten wie gleichzeitig praktischem Prinzip und liefert im Test der Fotobearbeitung exzellente Ergebnisse bei minimalem Aufwand. Die RAW-Bearbeitung ist einfach als zusätzliches Werkzeug integriert und bietet fantastische Korrekturmöglichkeiten, alle gängigen RAW-Formate werden unterstützt.

Den Griff in Richtung Grafiksoftware wagt Pixelmator zudem mit den Werkzeugen für Vektorpfade und Formen. Für kleine Grafikprojekte ist man ebenfalls mit der Software gut bedient, ähnliche Funktionalität findet man in unserem Vergleich der Bildbearbeitungsprogramme nur noch in Adobe Photoshop CC 2021.

Schade, dass die Schönheit und hervorragende Funktionalität von Pixelmator Pro 2.0 den Mac-Anwendern vorbehalten bleibt, eine Windows-Version ist nicht verfügbar.

Die Bildbearbeitung ist sowohl für Einsteiger wie Profis bestens geeignet und ist mit einem Preis von etwas über 20 Euro noch dazu die günstigste Software im Test.

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Skylum Luminar AI

Skylum | www.skylum.com | Windows/macOS | 99 € (UVP) 

Pro & Kontra

+ Gute Fotoverwaltung

+ Tolle AI-Funktionen

+ Perfekter Himmel-Austausch

+ Intuitives Bedienkonzept

- Keine Ebenenbearbeitung

- Stolzer Preis

Gesamtwertung: GUT, 4,5/5 Sterne

Hier gelangen Sie direkt zu Luminar AI

Tipp: Mit unserem Luminar AI Rabattcode sparen Sie 10 Euro beim Kauf der Fotosoftware. 

Skylum Luminar AI ist keine neue Version von Luminar 4, sondern wird eigenständig angeboten. Die besten Funktionen aus Luminar AI und Luminar 4 soll Skylums Neuvorstellung Luminar Neo vereinen. Das kreative Bildbearbeitungsprogramm erscheint laut Hersteller noch diesen Winter.

Die Wurzeln sind allerdings unverkennbar und die Schnittmenge der Funktionen ist enorm. Der Fokus dieser Software liegt aber klar auf intelligenter Bildbearbeitung. Die Optimierung und Korrektur erfolgt tatsächlich höchst intuitiv und liefert ohne viel Experimente sehr gute Resultate.

Zwar bietet Luminar AI keine Ebenen, viele Korrekturen sind aber partiell und ohne Aufwand übertragbar. Der Retuschepinsel wie auch das Klon-Werkzeug arbeiten sehr gut. Ein Highlight stellt die Korrektur für Personenfotos dar – hier werden gängige Schönheitsprobleme korrigiert und selbst Körperkonturen angepasst.

Allerdings – allzu starke Veränderungen sind im Ergebnis dann nicht mehr ganz so natürlich.

Mit Himmel AI tauscht man den Himmel per Klick aus – und hier schlägt Skylum Luminar AI die Konkurrenz, respektive Adobe Photoshop, qualitativ um Längen. Man kann dabei nicht nur auf die in der Fotosoftware hinterlegten Himmel zurückgreifen, sondern auch eigene Bilder hochladen.

Die Anpassung hinsichtlich Farbigkeit und Helligkeit an das restliche Motive erfolgt entweder vollautomatisch oder auf Wunsch mit zahlreichen Optionen per Schieberegler.

Lesetipp

Luminar AI Rabatt: 10 Euro sparen mit unserem Rabattcode

Luminar AI ist der erste Bildeditor, der vollständig auf künstlicher Intelligenz beruht – so wird Bildbearbeitung auch ohne großartige... mehr

Eher als Spielerei darf die in diesem Zuge ebenfalls verfügbare Platzierung von Objekten gewertet werden – in einer Bibliothek stehen beispielsweise Zugvögel oder der Mond zur Verfügung, die dann ebenfalls per Klick erstaunlich realistisch in den Horizont integriert werden.

Luminar AI zeigt den Mitbewerbern klar, wo die Reise in Sachen Fotobearbeitung hingeht, auch wenn die Differenzierung zu Syklum Luminar 4 nicht so ganz ersichtlich ist.

Das umfasst auch die Preisgestaltung, mit knapp 100 Euro ist die Software nicht nur an der oberen Grenze im Vergleich, sondern gleichzeitig auch noch 30 Euro teurer als Syklum Luminar 4, das mit fast identischer Funktionalität aufwartet.

Hier gelangen Sie direkt zu Luminar AI

Skylum Luminar 4 (nicht mehr verfügbar)

Skylum | www.skylum.com | Windows/macOS | 67 € (UVP)

Pro & Kontra

+ Bedienkonzept

+ RAW-Korrektur

+ Himmel-Austausch

+ Retusche-Werkzeuge

- Performance bei aufwendigen Arbeiten

- Nicht alle Funktionen von Luminar AI enthalten

Gesamtwertung: SEHR GUT, 4,5/5 Sterne

Luminar 4 war der „große Bruder“ von Luminar AI und bietet in weiten Teilen 1:1 die gleiche Funktionalität. Sprich, viele Korrekturen werden intelligent mit nur einem Schieberegler erledigt. Allerdings kann man mit Luminar 4 mehr ins Detail gehen.

Dafür sorgen unter anderem die ausgefeilte Ebenenbearbeitung und die Möglichkeit, jede Bearbeitung per Maskierung partiell anzuwenden. In der Praxis vermisste man allerdings eine intelligente Maskierung, die zumindest Kontraste erkennt.

Insgesamt war Luminar 4 im Vergleich zu AI das professionellere Tool, allerdings fehlten mehrere praktische Funktionen aus Luminar AI. Insgesamt ist das Bedienkonzept von Luminar sowohl für Einsteiger als auch Profis bestens geeignet – ganz ohne Fachchinesisch, dafür strikt aufgabenorientiert und mit zeitsparenden, hervorragenden Automatikfunktionen.

Tipp: Die besten Funktionen aus Luminar AI und Luminar 4 soll Skylums Neuvorstellung Luminar Neo vereinen. Der kreative Bildeditor erscheint laut Hersteller noch diesen Winter. Bis zum 19. September 2021 profitieren Interessenten von exklusiven Frühbucher-Rabatten. Bestandskunden erhalten die neue Fotosoftware bereits ab 34 Euro. Hier gelangen Sie direkt zum Rabatt.

RAW-Konverter oder Bildbearbeitungsprogramm?

Unsere Testkandidaten sind mehr oder weniger klassische Bildbearbeitungsprogramme. Sprich, man bearbeitet ein Foto und perfektioniert dieses, erstellt aufwendige Composings oder retuschiert bis ins letzte Detail.

Für die Verarbeitung großer Bildmengen sind die Programme in der Regel nicht gedacht. Allerdings haben fast alle Anwendungen einen RAW-Editor integriert, um die Kamerarohdaten zu importieren.

Möchte man zusätzlich die volle Power von RAW nutzen und die gesamten Urlaubsbilder damit schnell korrigieren, muss man einen zusätzlichen RAW-Editor kaufen, wie beispielsweise Lightroom, DxO Photo Lab oder Luminar. Wir zeigen Ihnen zehn aktuelle RAW-Editoren im Vergleich und präsentieren Pro und Kontra der jeweiligen Programme.

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