Fujifilm hat mit der X-T30 III eine neue ultrakompakte Kamera für Einsteiger vorgestellt. Im Inneren ist dabei weitgehend die gleiche Technik wie in der X-M5 verbaut. Dennoch gibt es zwischen den beiden Modellen wichtige Unterschiede. Wir haben den Neuling für Sie unter die Lupe genommen.

Fujifilm X-T30 III im Test: erstaunlich viel Kamera für das Geld!
Pro & Kontra
+ sehr gute Bildqualität
+ hohe Geschwindigkeit
+ durchdachtes Bedienkonzept
- kein Bildstabilisator
Bewertung
- Bildqualität (40 %): 91,2 %
- Ausstattung & Bedienung (35 %): 68,6 %
- Geschwindigkeit (15 %): 93,3 %
- Video (10 %): 92,2 %
- Gesamtbewertung: GUT, 83,7 %
Fujifilm sei Dank! Während sich die anderen großen Hersteller weitgehend aus dem Markt der Einsteiger-Systemkameras unter 1.000 Euro zurückgezogen haben, bringen die Japaner nach wie vor regelmäßig Modelle in diesem Preisbereich auf den Markt.
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft 2025 tauchte die X-T30 III als neuester Spross dieser Kameraklasse in den Regalen der Hersteller auf. Technisch ist der Neuling weitgehend identisch zur X-M5, die bereits ein Jahr zuvor vorgestellt wurde.
So setzt auch die X-T30 III auf einen rückseitig beleuchteten X-Trans CMOS 4 Sensor mit einer Auflösung von 26,1 Megapixeln. Keine Überraschung deshalb, dass die X-T30 III in puncto Bildqualität auf einem vergleichbaren sehr hohem Niveau wie das ältere Modell liegt.
Auch beim Autofokus setzt Fujifilm auf bewährte Technik aus der X-M5. So bringt auch die X-T30 III den schnellen X-Prozessor 5 sowie einen KI-unterstützten Autofokus mit Objekterkennung mit. Im Serienbildmodus kommt die Kamera auf schnelle stolze 30 Bilder pro Sekunde. Bei nachführendem Autofokus liegt der Wert bei immer noch sehr hohen 20 Bildern pro Sekunde.
Kompaktes Gehäuse

Unterschiede zwischen der X-T30 III und der X-M5 zeigen sich bei näherem Hinsehen schon beim Gehäuse. So verzichtete Fujifilm bei der X-M auf einen elektronischen Sucher, während die X-T30 III einen mitbringt.
Dafür allerdings ist beim neuen Modell das Display nicht frei beweglich, sondern lässt sich nur aus- und nach unten klappen. Ein Nachteil, wenn Sie sich zum Beispiel selbst filmen möchten. Insgesamt ist der Body der X-T30 III extrem kompakt und passt problemlos in eine mittelgroße Handfläche.
Die Bedienung erfolgt dabei klassisch über Räder und Knöpfe. Während Sie die Blende manuell über den Objektivring einstellen, wählen Sie die Belichtungszeit per Rad aus. Mit einem weiteren Drehrad wählen Sie zudem die gewünschte Filmsimulation aus.
Das ist eine Fujifilm-typische Besonderheit, die vor allem Retro-Fans und viele Anhänger kreativer Fotografie anspricht. Einziger Nachteil bei solch einem kompakten Gehäuse mit so vielen Schaltern, Rädern und Knöpfen:
In der Praxis kann es schnell mal vorkommen, dass Sie Funktionen der Kamera versehentlich aufrufen. Hier sind Fotografinnen und Fotografen mit filigranen Händen und Fingern in der Praxis eindeutig im Vorteil.

Anders als das Schwestermodell X-M5 bringt die X-T30 III einen elektronischen Sucher mit. Dafür allerdings müssen Sie Abstriche beim Display in Kauf nehmen. Das ist nur nach unten ausklappbar.
DigitalPHOTO-Fazit
Die X-T30 III liefert erstaunlich viel Kamera für das Geld! Dank ihres kompakten Gehäuses dürfte das Einsteigermodell vor allem auf Reisen ein praktischer Begleiter sein. In puncto Schnelligkeit und Bildqualität kann sie mit deutlich teureren Modellen problemlos mithalten.

