Test

Fotos retuschieren - Software im Kurztest

Fotos ansprechend zu überarbeiten ist nicht unbedingt nur mit teurer Profisoftware möglich. Je nach Anspruch können auch wenig aufwändigere Programme gute Ergebnisse liefern. Wir stellen drei Produkte vor, mit denen Sie Ihre Fotos überarbeiten können - entweder als eigenes Programm oder erweiterndes Plug-in für Photoshop.

 

Portrait Professional 15

Der schnelle Weg zu schönen Porträtfotos führt natürlich direkt in die Fotobearbeitung. Portrait Professional bietet hier eine Softwarelösung, die nur auf die Korrektur von Gesichtern spezialisiert ist. Der Klassiker zur Porträtretusche bringt in Version 15, die seit September auf dem Markt ist, wortwörtlich einige kosmetische Neuerungen mit. Zudem wirken neue Werkzeuge der Selfie-Knollennase entgegen und spezielle Anpassungen für Kindergesichter versprechen bessere Korrekturen.

Die Bedienung erfolgt hier ausschließlich per Schieberegler – Fortgeschrittene können bei jeder Vorgabe zudem weitere Detailanpassungen vornehmen. Zuvor müssen im zu bearbeitenden Gesicht Mund, Nase, Augen und Gesichtszüge markiert werden. Das klappt nahezu automatisch, zudem hat die aktuelle Version auch spezielle Anpassungen für Kinder integriert. Im Anschluss werden Gesichtsproportionen, Augenabstände, Wangen und mit der Lens-Control auch „Selfie-Unfälle“ korrigert.

Vielseitiges Werkzeug

Bei der Hautbearbeitung gefallen die zahlreichen Optionen. So können beispielsweise nur die Poren geschlossen oder kleine Hautfältchen entfernt werden, ohne die restliche Haut ebenfalls zu glätten. Das ermöglicht flexibles und zielorientiertes Arbeiten. Die Ergebnisse haben im Test voll überzeugt. Die in Version 15 deutlich erweiterte Make-up-Funktion ist hauptsächlich für weibliche Porträts gedacht, aber natürlich sind mehr Wimpern, eine gesündere Gesichtsfarbe, vollere Lippen oder ein wenig Rouge in Maßen auch für männliche Models sinnvoll einsetzbar. Die Effekte hier wirken allesamt erstaunlich natürlich. Auch hier begeistern die einfachen, aber effektiven Werkzeuge. Beispielsweise können Wimpern nicht nur verdichtet und verlängert, sondern auch in Struktur und Verlaufsform angepasst werden.

Insgesamt hat Portrait Professional im Test voll überzeugt. Wer die Software als Plug-in für Photoshop oder mit RAW-Bildern verwenden möchte, muss anstatt zur Standard- zur Studio-Version und damit etwas tiefer in die Tasche greifen. Der Mehrpreis zu Max-Version lohnt hingegen nicht. Hier steht lediglich eine Stapelverarbeitung zur Verfügung.

 

  • Preis: 39,90 (Standard), 139 € (Studio), 279,90 € (Studio Max)
  • Webseite: www.portraitprofessional.com/
  • Typ: Porträtretusche-Software
  • Zielgruppe: Einsteiger/Fortgeschrittene
  • Systemvoraussetzung: Windows ab Vista/Mac OS X

Note: SEHR GUT

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