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Vitec im Porträt - Qualität ohne Kompromisse

Vitec Imaging ­Solutions ist mit seinen Marken Manfrotto, Gitzo, Joby, Lowepro und Lastolite der Weltmarktführer im Bereich Foto- und Video-Zubehör – trotz zunehmender Konkurrenz aus Fernost. Wir stellen das Unternehmen vor.

Es gibt nicht mehr viele Hersteller im Foto- und Videobereich, die in Europa produzieren. Vitec tut dies mit Erfolg, denn das Unternehmen ist der weltweit größte Hersteller von Stativsystemen – viermal größer als der nächste Wettbewerber. Wie Vitec sich mit den Kernmarken Manfrotto und Gitzo gegen Low-Cost-Marken durchsetzt, wird bei einem Besuch der Fertigungshallen im italienischen Venetien klarer. Nicht nur Forschungs- und Entwicklungsarbeit werden hier geleistet, sondern die gesamte Produktionskette vom 3D-Modell über die Qualitätstests der Prototypen bis zum finalen Produkt wird hier durchlaufen.

Apropos Tests: Bevor ein Stativ in Serie geht, wird der Prototyp 5000 Mal auf- und abgebaut, 1300 Qualitäts- und Belastbarkeitstests unterzogen und jeweils 1000 Stunden UV-Bestrahlung, Salzsprühtests und extremen Temperaturen ausgesetzt. „Unsere gute Marktperformance ist das Ergebnis einer bedingungslosen Fokussierung auf Qualität und Innovation sowie hocheffizienter Produktionsabläufe und einer hohen Reinvestitionsrate“, so Marco Pezzana, Geschäftsführer der Vitec IS.

State of the Art

Handwerkskunst und Robotisierung gehen bei Vitec Hand in Hand. Stichworte wie „null Fehler“ oder „selbstregulierende Produktion“ spiegeln den Qualitätsanspruch und die Effizienz wider, und trotz des sehr hohen Automatisierungsgrads spielt der Faktor Mensch eine zentrale Rolle. Diverse Schautafeln in den Werkshallen veranschaulichen zudem das Konzept des „Kaizen“: Dieser der japanischen Kultur entlehnte Begriff steht für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess, der bei Vitec gleichermaßen die Rückmeldungen der Maschinen sowie die der über 500 Werksangestellten integriert. In einem solchen System gehen Automatisierung und Handwerkskunst Hand in Hand.

Höchste Standards

In den letzten fünf Jahren hat sich hier sehr viel getan“, erklärt Nicola dal Toso, Senior Vice President Industry & Innovation. Er ist verantwortlich für die Entwicklung und Kontrolle des Workflows. „Wo Produzenten in China Minuten für einen Arbeitsschritt brauchen, schaffen wir das dank Lean Manufacturing und ‚Industrie 4.0‘-Strategie binnen Sekunden. Das macht uns trotz unserer extrem hohen Qualitätsstandards und der in Europa deutlich höheren Lohnkosten wettbewerbsfähig.

Ökologische Zertifizierungen, die einem international anerkannten Umweltmanagement-System folgen, sind ein unverzichtbarer Aspekt der Gesamtausrichtung. Doch letztendlich spielen die Mitarbeiter die entscheidende Rolle, und so etablierte Vitec nicht nur höchste Sicherheitsstandards, sondern auch ein Rotationssystem mit variierenden Arbeitsroutinen, das Ermüdungserscheinungen vorbeugt, sowie ein spezielles Work-Life-Balance-Konzept für die Mitarbeiter – so gelingt die kompromisslose Produktqualität auf lange Sicht.

Werksbesuch

Das Prototyping und die eigentliche Produktion geschieht rund 50 Kilometer weiter nördlich von Casola, dem Hauptquartier von Vitec Imaging Solutions – im Indus­triegebiet des beschaulichen Städtchen Feltre. Wir hatten die Gelegenheit zu einer Vor-Ort-Besichtigung.

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