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Panasonic-Coup: Vollformat mit der Lumix S1R und S1

Damit haben wohl nur die wenigstens gerechnet: Panasonic wird ab Frühjahr 2019 mit gleich zwei Modellen ins spiegellose Vollformat einsteigen. Die Lumix S1R und S1 sollen im im Frühjahr 2019 das Sortiment erweitern. Sie  verfügen über Vollformat-Sensoren mit 47 (S1R) beziehungsweise 24 Megapixel (S1) sowie eine 4K 60p Videofunktion. Außerdem ist aufgrund der Zusammenarbeit mit Leica und zukünftig auch Sigma, mit einer besonders großen Objektivauswahl zu rechnen.

Wir waren wir zu Gast bei Panasonic in Hamburg. Und dort wurde nicht weniger als ein echter Coup präsentiert: die Lumix S, Panasonics brandneues Kamerasystem mit Vollformatsensor. Ab 2019, voraussichtlich ab März, sollen gleich zwei Modelle mit dem großen Chip auf den Markt kommen: die S1R und die S1. Auf der heutigen Pressekonferenz zur photokina 2018 wurden weitere Informationen bekanntgegeben. Neben der Zusammenarbeit mit Leica, wird auch Sigma zukünftig mit Panasonic kooperieren. Prototypen der beiden neuen Kameras werden ab morgen auf der photokina zu sehen sein.

Lumix S: Vollformat mit Leica L-Anschluss

Das komplett neu entwickelte S-System startet mit der über 47 Megapixel verfügenden S1R und der S1, einem 24-Megapixel-Modell. Als Bajonett setzt Panasonic, ebenfalls überraschend, auf den Leica-L-Anschluss. Damit wird die bisherige Kooperation beider Unternehmen auf ein neues Level gehoben.

Panasonic-Fotografen stehen auf Anhieb acht professionelle Leica L-Objektive zur Verfügung. Zudem will der japanische Elektronikkonzern bis 2020 mehr als zehn hauseigene Objektive für das S-System auf den Markt bringen, darunter eine 1,4/50 mm-Festbrennweite, ein Standardzoom 24-105 mm und ein Telezoom 70-200 mm. Eine entsprechende Roadmap wollen die Japaner auf der photokina 2019 vorstellen. Eine echte Ansage! Nicht unerwähnt bleiben darf, dass Panasonic darüber hinaus die Kooperation mit dem Hersteller Sigma angekündigt hat, wodurch sich die zu erwartende Objektivauswahl noch weiter vergrößern dürfte. Durch die Allianz zwischen Panasonic, Leica und Sigma sollen sich zukünftig sowohl Vollformat- als auch APS-C-Kameras aller Hersteller mit deren Objektiven beliebig kombinieren lassen, ohne dass dabei Qualität oder Funktionalität verloren ginge. Der formatübergreifende Standard sei eine besonders kundenfreundliche Lösung, die den Fotografen neue kreative Möglichkeiten eröffne. 

Technologisch sollen die Lumix-S-Kameras auf Augenhöhe mit den Profimodellen der Mitbewerber sein. Beide Modelle sollen über einen Dual-IS (sensor- und objektivstabilisiert), einen elektronischen High-End-Sucher, einen umfangreichen Wetterschutz, einen doppelten Kartenslot (XQD und SD) sowie ein Topdisplay verfügen, welches sich um drei Achsen schwenken lasse. Das Gehäuse selbst, welches wir als Vorabversion bereits in den Händen hielten, ist rund 30 Prozent größer als Nikons Z 7 und sehr griffig.

Beim Sensor komme der neu entwickelte FF- Chip zum Einsatz, der in Kombi mit dem ebenfalls neuen Prozessor Bestleistungen anstrebt – auch in Sachen Videoqualität. Hier sollen laut Panasonic Aufnahmen mit vollen 4K und 60 Vollbildern pro Sekunde möglich sein! Zudem gehöre auch der Autofokus zu den Besten am Markt.

Durch das Vollformat verspricht sich der auf 100 Jahre Unternehmensgeschichte und zehn Jahre Erfahrung im Bereich spiegelloser Systemkameras zurückblickende Hersteller Panasonic vor allem einen weiteren Sprung bei der Bildqualität. Potenzielle Lumix-S-Fotografen dürfen sich zudem auf den neuen Panasonic-Profiservice freuen, der 2019 kommen soll.

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