Sportfotografie lebt nicht nur von Action, sondern auch von guter Gestaltung. Sehen Sie hier, wie die Leser der DigitalPHOTO die Herausforderung gemeistert haben.
Platz 7: Definierte Schatten (Bild: Reinhold Hopf, Küps)
Idee:
Ein klassisch wirkendes Sportlerinnen-Porträt – nur dass in der Klassik diese Art der Sportler-Inszenierung (mit definierten Muskeln und dem Sportgerät) ausschließlich dem männlichen Sportler vorbehalten war.
Gestaltung:
Mit der Langhantel setzt der Fotograf eine horizontale Linie, der Körper bildet die Vertikale. Den so sehr starren Aufbau löst die schräg nach unten laufende Blickrichtung mit einer (imaginären) diagonalen Linie auf.
Technik:
Als Homeshooting bei der Sportlerin zu Hause. Hinten schwarzer Karton. Eine Softbox von oben vorn.
Canon EOS 5D Mark III | Tamron 2,8/24-70 mm | 1/60 s | F/7,1 | ISO 100
In der Sportfotografie entscheidet vor allem der Standort des Fotografen über die Aufnahme: Je näher der Fotograf herankommt, je besser er störende Elemente wie Werbung ausblenden kann und je freier er in der Perspektivwahl ist, desto besser werden die Bilder. Daher findet der wichtigste Teil der fotografischen Arbeit schon vor dem Sportereignis statt: In Absprache mit dem Veranstalter wählt man den idealen Standort aus.
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Mit Ausnahme der inszenierten Fotos der Plätze 4 und 7 (und auch von Bild 8) wurden alle anderen Fotos nur durch sorgfältige Standortwahl möglich. Während Toppositionen beim Boxen (Platz 1) oder auf hochwertigen Autorennen (Platz 3) für Anfänger schwer zu erreichen sind, ist es bei Motocross (Platz 5), Speedway (Platz 10) oder den Wintersportarten deutlich einfacher. Und wer den teilnehmenden Sportlern und dem Veranstalter später gute Fotos schenkt, hat bei den nächsten Sportereignissen gute Karten, wieder eine der Topfotopositionen zu ergattern.