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Leserinterview: 10 Fragen an Timo Zilz

In jeder Ausgabe des DigitalPHOTO-Magazins stellen wir einem Leser zehn Fragen zu einem ihrer Fotos. Diesmal zeigen wir eine Aufnahme von Timo Zilz aus Haiterbach bei Tübingen. Die Lofoten bieten mit ihrem wechselnden Wetter und den spektakulären Lichtverhältnissen tolle Motive. Für den entscheidenden Augenblick braucht es dann noch etwas Glück, wie uns Timo Zilz verraten hat. 

10 Fragen an Timo Zilz

Wo ist dein Foto entstanden?

Das Bild habe ich in Norwegen am Strand von Uttakleiv gemacht. Diese wunderschöne Landschaft, knapp 200 Kilometer vom Polarkreis entfernt, fasziniert vor allem durch die einzigartigen Berge. Es wirkt nahezu so, als hätte jemand die Alpen im Meer versenkt. 

Warst du nur zum Fotografieren dort?

Ich verbrachte meinen Urlaub auf den Lofoten – sieben herrliche Tage. Hauptsächlich war ich dann aber doch mit der Kamera unterwegs. 

Geht die Sonne hier auf oder unter? 

Das Foto entstand zum Sonnenuntergang. Obwohl die Wettervorhersage für den Tag nicht besonders gut war, ging ich trotz widriger Bedingungen raus. Zum Glück riss die Wolkendecke auf, Sekunden, bevor die Sonne im Meer verschwand. 

War das Motiv ein Zufallsfund?

Überhaupt nicht! Meine Bilder plane ich so gut wie möglich. Dabei werden neben Sonnenstand und -richtung auch die Gezeiten sowie die Bewölkung vorab geprüft. Natürlich ist nicht alles vorhersehbar, aber die Parameter grob abzustecken ist mir wichtig. 

Fotografierst du oft auf Reisen? 

Ich fotografiere fast ausschließlich auf Reisen, da ich im Alltag kaum Zeit dafür finde. Aber genau das macht auch das Fotografieren für mich aus: Einfach einmal abschalten und die Natur und die Landschaft genießen.

Wie sieht dein Equipment aus?

Zur Grundausrüstung für solche Fotos gehören für mich ein gutes Stativ, ein Fernauslöser und diverse ND-Verlaufsfilter. Mir ist es wichtig, das Bild bereits in der Kamera zu gestalten. Nachträglich habe ich lediglich Lichter und Tiefen und etwas Schärfe korrigiert.

Kannst du etwas zur Belichtung sagen?

Da die Lichtverhältnisse zunächst mehr als bescheiden waren, habe ich mich erst auf den Bildaufbau konzentriert und dann gehofft, dass die Sonne hinter der dicken Wolkenschicht durchbricht. Um die sehr raue See ruhiger zu gestalten, habe ich eine Belichtungszeit von 10 Sekunden gewählt.

Wie viele Versuche hast du gebraucht?

Ich hatte genau zwei Versuche, danach verschwand die Sonne wieder.

Welche Filter kamen zum Einsatz?

Ein Reverse ND 0.9 Verlaufsfilter von Hitech sowie ein ND-Filter von Haida Optical. Der Reverse-Filter war nötig, um die Sonne am Horizont abzudunkeln und der ND-Filter, um eine lange Belichtungszeit zu realisieren.

Erzählt das Bild deine Reise treffend?

Ja, denn die Wetterverhältnisse im April hatten alles zu bieten: Von nicht enden wollenden Nieselregen bis zu malerischem Sonnenschein war alles dabei. Letztlich wurde ich mit einer tollen Fotoausbeute belohnt.

Zur Person

Timo Zilz (27) aus Haiterbach bei Tübingen arbeitet hauptberuflich als Elektrokonstrukteur im Maschinenbau. Aus einem Hobby für die Landschaftsfotografie ist seit einigen Jahren eine echte Leidenschaft geworden. Seine Bilder zeigt er auf: www.timozilz.de

 

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