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Leserinterview: 10 Fragen an Klaus Reinders

In jeder Ausgabe des DigitalPHOTO-Magazins stellen wir einem Leser zehn Fragen zu einem ihrer Fotos. Diesmal steht uns Klaus Reinders Rede und Antwort. Fotowissen lernt man nicht einfach so im Vorübergehen. Klaus Reinders hat einige Workshops besucht, um sich gezielt zu verbessern. Mittlerweile kann er seine Erfahrungen im eigenen Studio anwenden, wie er uns im Interview erklärte. 

Leserinterview: 10 Fragen an Klaus Reinders

Wie kam es zu diesem Bild?

Das Foto ist während eines „TFP-Shootings“ bei mir im Studio entstanden – das Model investiert seine Zeit und bekommt als Gegenleistung dafür von mir kostenlose Fotos für sein Portfolio. In diesem Fall wollten ich verschiedene Licht-Set-ups ausprobieren.

Woher kannten Sie das Model?

Janna Schipper ist mir bei Facebook aufgefallen und dort hatte ich sie dann auch angeschrieben. Dieses Bild ist bei unserem zweiten Shooting entstanden. Mittlerweile arbeiten wir immer wieder sehr gerne zusammen.

Fotografieren Sie nur Porträts?

Ich fotografiere gerne Menschen. Ein Porträtshooting ist sehr intensiv, man lernt sein Gegenüber schon sehr gut kennen. Mir geht es darum, bei einem Porträt Emotionen festzuhalten oder eine Story zu erzeugen.

Verraten Sie uns das Licht-Set-up?

Klar, verrate ich gerne. Das ist ein einfaches „One-Light-Set-up“. In diesem Fall wurde der Studioblitz frontal hoch über dem Model positioniert. Als Lichtformer diente der Jinbei Standard Tele-Reflektor mit 45° Wabe.

Ist die Vignettierung beim Shooting entstanden oder in der Bearbeitung?

Der Tele-Reflektor mit Wabe bündelt das Licht zu dieser Spotform. 

Brillen und Blitzlicht bereiten oft Schwierigkeiten. Wie war das hier?

Brillen sind in den meisten Fällen nicht das Problem. Einfach den Winkel des Lichtes verändern und schon sieht man keine störenden Reflexionen. Bei Modeshootings nimmt man auch gerne einfach die Gläser raus.

Gab es andere knifflige Situationen rund um dieses Bild?

Durch das harte Licht entstehen natürlich auch sehr harte Schatten. Das sollte man wirklich nur mit Models machen, die wie Janna ein sehr gutes Hautbild haben – oder natürlich auch mit Männern, denn da darf es ja gerne etwas härter und gröber aussehen.

Der Kontrast zwischen Rot und Grün ist sehr gelungen. Wessen Idee war das?

Die Idee zum Outfit kam vom Model. Wir haben im Studio mehrere farbige Wände, somit konnten wir schauen, wozu das Outfit am besten passte. 

Haben Sie sich Ihr Wissen komplett selbst beigebracht oder besuchen Sie auch schon mal Fotoworkshops?

Ich versuche jährlich, ein bis zwei Workshops zu buchen. Je nach Themen und Fotografen, die mich interessieren.

Würden Sie anderen Fotografen raten, Fotoworkshops zu besuchen?

Es ist immer interessant, anderen Fotografen bei der Arbeit über die Schulter zu schauen und die unterschiedlichen Herangehensweisen zu verstehen. Wenn man sich ernsthaft verbessern möchte, ist die Teilnahme an Workshops einer der effektivsten Wege.

 

Klaus Reinders (44) ist gelernter Kaufmann, der seit 2016 nebenberuflich als Fotograf arbeitet. Zusammen mit zwei befreundeten Fotografen betreibt er das „WeReDo“-Studio in Emden und bietet mittlerweile selbst Workshops zu verschiedenen Fotogenres an. www.klausreinders.de

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