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Leserinterview: 10 Fragen an András Deli

In jeder Ausgabe des DigitalPHOTO-Magazins stellen wir einem Leser zehn Fragen zu einem ihrer Fotos. Diesmal steht uns András Deli Rede und Antwort. Wer geduldig wartet, wird zumindest meistens belohnt. Fotograf András Deli wollte eine neue Perspektive eines ihm bekannten Motivs ausprobieren. Allerdings war er nicht der einzige Besucher an diesem Tag. Wie sein Treppenfoto entstanden ist, erklärt er hier.   

10 Fragen an András Deli

Wo haben Sie diese wunderschöne Wendeltreppe gefunden?

In meiner Heimatstadt Budapest gibt es einen öffentlichen Park, in dem ein altes Gebäude steht. Darin befindet sich diese Treppe. Das Foto habe ich erst vor wenigen Wochen gemacht.

Haben Sie das Motiv zufällig entdeckt?​

Ja, aber viel früher. Seitdem war ich oft dort und versuchte mehrmals, die kreisförmige Treppe mit dem Eisengeländer einzufangen. Das Ergebnis war jedoch nie allzu sehr beeindruckend.

Diesmal ist Ihnen ein tolles Foto gelungen. Kennen Sie die Person im Bild?

Nein, ganz und gar nicht. Es gibt dort immer viele Menschen im Park und im Gebäude. Ich musste also nur abwarten, bis das Treppenhaus für einen Augenblick leer wurde und lediglich diese Person in die Richtung des Ausganges lief. Als sie ganz in die Nähe der Tür gelangte, begann ich zu fotografieren und machte gleich mehrere Bilder. Zu meinem Glück, denn nur dieses einzige ist gelungen.

Geduld zahlt sich also aus?​

Heute kann ich darüber lachen, aber als ich fotografiert habe, dauerte es dummerweise ganz lange, bis endlich das Treppenhaus leer war. Ich denke aber, dass sich das Warten gelohnt hat.   

Haben Sie sich weit über das Treppengeländer lehnen müssen?

Nein, meine Kamera hat nämlich einen verstellbaren Monitor, so kann ich auch mit ausgestreckten Armen und ganz nach unten fotografieren.

Ein Stativ kam also nicht zum Einsatz?​

Nein, die Aufnahme konnte ich bequem aus der Hand fotografieren.

Wählten Sie verschiedene Standpunkte?​

Ja, wie gesagt, ich war mehrmals da. Bei dieser Aufnahme sah ich, dass ich auch in der geometrischen Mitte des Treppenhauses stehen kann. Das Bild hat sich so wesentlich verändert.

Warum schwarzweiß?​

Die erste Fassung war farbig. Ich wandel allerdings viele meiner Bilder in Schwarzweiß um, um zu testen, welche Rolle die Farben spielen – ob ich sie vermisse oder nicht. Dieses Bild fand ich ganz toll ohne Farben.

Haben Sie noch andere Bearbeitungen nachträglich vorgenommen?

Ich habe es etwas in Lightroom bearbeitet. Dabei wollte ich nur das Schweben der Treppe ein bisschen hervorheben und die Stärke des Lichtes betonen, das durch die halb geöffnete Tür hineinströmt.  

Mögen Sie Architektur-Motive?​

Ich mag Strukturen, Architektur, Muster, schöne Landschaften, interessante Formen in der Natur usw. Doch bin ich weder Architekturfotograf noch eine andere Art von Fotograf. Ich halte mich für einen Amateur, der seine Zeit gerne mit Fotografieren verbringt und die Profis bewundert.

 

András Deli (57) lebt in Budapest, Ungarn. Der gelernte Bauingenieur arbeitet in der Umweltindustrie. Seine Fotoleidenschaft begann vor acht Jahren, als er sich wegen einer Auslandsreise, eine Bridgekamera lieh. Heute ist András Mitglied des Fotoclubs: www.fotoklubkobanya.hu

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