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Fotograf des Jahres 2015: Strukturen

Die Ergebnisse des Leser-Wettbewerbs stehen fest. Auch in diesem Monat haben wir die 10 besten Fotos zu unserem monatlich wechselnden Thema zusammengestellt: diesmal suchten wir Strukturen. Abstrakte Formen lassen sich fast überall entdecken – oder auch selbst erzeugen. Dann kommt es nur noch darauf an, sie geschickt in Szene zu setzen.

Anders als die Illustrationskunst oder die Malerei ist die Fotografie immer auf das Konkrete angewiesen – ohne Motiv keine Fotografie. Auf der Suche nach Strukturen gilt es daher, das Abstrakte in den Motiven zu entdecken und herauszuarbeiten. Die meisten Fotografen in diesem Wettbewerb haben dabei auf Motive aus dem Bereich Architektur zurückgegriffen. Mit ihren Streben und Bögen sind Bauwerke eine fast unerschöpfliche Quelle für Formen, Linien und Flächen, die im zweidimensionalen Foto ganz neue Wirkungen entfalten können. Besonders bemerkenswert erscheint hier Platz 7, bei dem die Personen in die Struktur eingebettet und so ein Teil der Inszenierung werden.

Eine „Ordnung der Dinge“ fand sich auch bei einigen eingereichten Fotos. Hier bilden Gegenstände durch ihre Formation eine Struktur. Unter die ersten zehn Platzierungen hat es aber nur ein Foto (Platz 10) geschafft. Aber auch in der Natur lassen sich interessante Strukturen entdecken, wie unsere Plätze 6 und 8 beweisen. Wobei die Fotografin von Platz 6 kreativ nachgeholfen hat, um die Strukturen von Blatt und Eis herauszuarbeiten. Einen etwas anderen Ansatz wählte der Fotograf von Platz 1: Er erzeugte die Strukturen, um sein Foto zu machen. Sein Motiv hat keinen weiteren Daseinsgrund: Es dient lediglich als Spielmaterial für das Foto und ist ebenso schnell verschwunden, wie es entstanden ist.

Jetzt mitmachen!

Werden Sie Fotograf des Jahres und bewerben sich mit Ihren Bildern zum neuen Thema "Wilflife" unter: www.digitalphoto.de/wettbewerb

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