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20 Jahre Kreativstudio Pavel Kaplun: Das Kaplun-Mega-Paket

Pavel Kaplun und Miho Birimisa sind in der Fotografen-, Bildbearbeiter-, Workshop- und Fotoreise-Szene vielen ein Begriff. In unser DigitalPHOTO-Ausgabe 01/2019 feiern Sie Ihre Erfolgsgeschichte mit uns: mit dem Kaplun-Mega-Paket auf der CD zum Heft und mit einem tollen neuen Fotowettbewerb.

Pavel Kaplun & Miho Birimisa „Spezial“

"Intensiver wahrnehmen. Anders sehen. Etwas erschaffen, das inspiriert und begeistert.“, so beschreiben Pavel Kaplun und Miho Birimisa ihr fotografisches Handwerk und Streben. Wir haben Pavel zu den Geheimnissen seines Erfolgs, zu seiner neuesten Filter-Waffe „Marmeladisieren als Aktion“ und dem neu mit uns ausgerufenen Wettbewerb „Storytelling“ interviewt.

Das gesamte Interview "Spezial" finden Sie auch in unser DigitalPHOTO-Ausgabe 01/2019

Pavel, letztes Jahr hast du bereits dein 20-jähriges Firmenjubiläum mit Pavel Kaplun Art gefeiert. Erinnerst du dich noch an die Anfänge?

Pavel Kaplun: Das stimmt, diesen Winter sind es sogar schon 21 Jahre. 1997 – da gab es noch keine Smartphones, das Internet steckte noch in den Kinderschuhen und Dinge wie Bildmanipulationen waren magisch, weil kaum einer wusste, wie sie wirklich funktionieren. Natürlich funktionierten sie, aber die Werkzeuge waren rudimentär, und man war als Künstler viel mehr gefordert, damit es echt aussah. Diesen Wow-Effekt, gepaart mit einer Prise unterschwelligem Humor, habe ich von Anfang an in meinen Werken gezeigt, mit denen ich bekannt geworden bin, und beides bis heute beibehalten. Heute arbeite ich allerdings nicht mehr alleine, sondern zusammen mit Miho Birimisa, mit dem mich der Zufall 2013 zusammengebracht hat. Miho hat zu dieser Zeit zwar fotografiert, war aber nicht in der Fotobranche tätig. Ich habe damals für Miho zwei Vorträge gehalten. Darüber hinaus war nichts mehr geplant. Aber direkt im Anschluss ergaben sich neue Projekte, die wir zusammen durchgeführt haben. Irgendwie passte die Chemie und gemeinsam entwickelten wir immer wieder neue Ideen.

Was hat euch damals zusammengebracht?

Inhaltlich ticken Miho und ich sehr ähnlich. Die Kunst steht dabei für uns beide über allem: Kunst war immer der Anlass meiner Composings. Kunst lässt sich aber ungern in Kategorien und Schubladen einsperren. Während sich viele Künstler auf einen Stil, ein Genre oder eine bestimmte Technik spezialisieren, lassen wir unserer Leidenschaft meist freien Lauf. Deshalb findet man bei uns jede Menge Tutorials, Lernvideos und Veranstaltungen zu den unterschiedlichsten fotografischen Themen. Die Reisefotografie sticht hierbei besonders heraus.

Weshalb gerade die Reisefotografie?

Weil Reisefotografie uns erlaubt, anderen zu zeigen, wie wir die Welt sehen. Und damit meinen wir nicht die physikalische Abbildung des Lichts auf dem Sensor. Wir meinen: sehen, hören, fühlen, erinnern, vorstellen. Einen Cocktail an Wahrnehmungen, der die Grundlage für fotografische Erlebnisse auf Workshops oder Fotoreisen darstellt. Wenn wir unterwegs sind, ist es immer ein wenig wie Kindergeburtstag, auf dem in der Phantasie alles möglich ist. Und genau das versuchen wir, Fotobegeisterten zu vermitteln.

Viele eurer Fans und Workshopteilnehmer lieben euch genau dafür. Genauso wie für eure Art, Bilder zu bearbeiten. Wie würdet Ihr euren Stil beschreiben?

Uns ist es wichtig, die Dinge so zu zeigen, wie wir sie empfinden, nicht wie sie die Wasserwaage ausrichtet oder der Sensor abbildet. Wenn wir fotografieren, geht es um den Moment mit all seinen Facetten. Auf der einen Seite sind unsere Bilder daher präzise bis in die Details, auf der anderen Seite transportieren sie immer eine bestimmte Botschaft oder Stimmung. Meist sind sie auch mit einem kleinen Augenzwinkern ausgestattet, denn Humor hat noch keinem geschadet, oder? Oft gewinnt bei uns übrigens die Form gegen die Realität – was nebenbei bemerkt eines der Prinzipien im Kubismus ist. Praktisch bedeutet das: Wir sehen ein Motiv, ignorieren es aber und achten nur auf die Komposition von Farben und Linien. Diese setzen wir im Kopf so zusammen, dass es ästhetisch aussieht.

Ihr entwickelt auch ständig neue Tools, die das Fotografenleben leichter machen. Wie kamt ihr auf die neuesten „Marmeladisierungs-Aktionen“?

Wir bearbeiten Bilder. Jeden Tag. Im Prinzip ohne Ausnahme. Da ist es nur natürlich, dass wir mit der Zeit ein gewisses Strickmuster und Vorlieben bei der Bearbeitung entdecken. Das soll nicht heißen, dass unsere Bilder stumpf einem Schema folgen – im Gegenteil. Jedes Bild bleibt ein Unikat. Ich weiß, viele erfolgreiche Instagrammer sagen, dass man für viele Follower unbedingt eine einheitliche Timeline mit einem einheitlichen Stil haben muss. So einheitlich, dass die Bilder fast beliebig austauschbar sind. Also: Bild laden, auf einen Knopf drücken und fertig. Das ist natürlich nicht unser Anspruch. Aber wir möchten Fotografen den Weg zum Unikat verkürzen. Filter, Presets, Pinsel und Aktionen sind dabei heutzutage unerlässlich. Wer einmal einen Stapel Bilder für einen Kunden im einheitlichen Stil bearbeiten musste, kann das bestätigen.

Unser jüngstes Sternchen im Bereich der Filter sind unsere Marmeladisierungs-Aktionen: „Marmeladisieren“ steht dabei für die stimmungsvolle und intensive Ausgestaltung eines Fotos. Es ist unser Stil, der sich über die letzten Jahre hinweg ausgeprägt hat, und basiert technisch gesehen auf den folgenden Prinzipien: der konsequenten Optimierung von Einzelelementen, gefolgt von der Optimierung des Gesamtbildes, dem intensiven, selektiven Einsatz von Farblooks und Ebenenstilen und der Anwendung von Farbkanalmasken für eine präzisere Korrektur von Bildbestandteilen. Idealerweise fängt die Arbeit am Bild allerdings schon mit der Vorstellungskraft bei der Betätigung des Auslösers an. So erhält man als Fotograf am Ende auf Knopfdruck tatsächlich ein stimmig aufgewertetes Bild. Das Ziel der Aktion besteht dabei nicht darin, sofort das 100-Prozent-Ergebnis zu liefern, sondern die 80-Prozent- Version, die eine Zeitersparnis von fünf bis 20 Minuten pro Bild bedeutet. Zeit, die man danach wieder in eine individuellere Ausgestaltung stecken kann.

Dieser Ausgabe liegt nicht nur das Kaplun-Mega-Paket als CD bei, zu dem zwei dieser Aktionen gehören. Ihr ruft auch mit uns zu einem neuen Fotowettbewerb auf. Wie kamt Ihr auf das Thema „Storytelling“?

Storytelling ist etwas, das wir seit Jahren tun – ohne, dass wir uns dieses trendigen Wortes bewusst waren. Im Prinzip fing es mit den Composings an, die ich in den 90er-Jahren erschaffen habe. Denn eines tun diese bis zum heutigen Tage sehr gut: Geschichten erzählen. Es gibt Bibliotheken voll mit Literatur zu diesem Thema. Aber am Ende des Tages geht es um die Geschichte, die man mit einem Bild erzählt, und um die Geschichte, die ein Bild beim Betrachter im Kopf erzeugt. Storytelling ist nicht nur der Spaß, das Motiv mit all seinen Facetten rüberzubringen – es ist auch ein Mittel zur Differenzierung angesichts Millionen anderer Bilder, die auch nach Aufmerksamkeit schreien. Ein Mittel, aus der Masse herauszustechen und den Betrachter länger als ein paar Sekunden zu fesseln. Diese Gründe waren ausschlaggebend dafür,​ Storytelling zum Motto des Wettbewerbs zu machen. Es passt zu dem, wie wir arbeiten, und es bietet Fotografen eine tolle Möglichkeit, an sich selbst und ihrer Ausdrucksfähigkeit zu arbeiten. Wir motivieren Menschen dazu, fotografisch dauerhaft Spaß zu haben und sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Der Wettbewerb folgt dieser Idee.

Den Wettbewerb mit einer Auflistung aller Preise sowie der der Jurymitglieder finden Sie hier.

Pavel Kaplun (53) Miho Birimisa (50)

Ein Chemiker aus Russland, Sprengstoffexperte, Monteur, Kunststipendiat und Designer bei einer Porzellanmanufaktur Pavel Kapluns Lebenslauf liest sich abwechslungsreich. Seit nunmehr über 20 Jahren ist er jedoch dort gelandet, wo sein Herz schlägt: bei der Fotografie und Bildbearbeitung. Gemeinsam mit seinem Fotopartner Miho Birimisa, und unterstützt durch seine Ehefrau Olga Kaplun, betreibt er in Hannover ein Kreativstudio, arbeitet als Postproducer für diverse Unternehmen und führt Events, Seminare und Workshops für ambitionierte Fotografen im gesamten deutschsprachigen Raum durch. Von Pavel sind unzählige Publikationen und Lernvideos unter seinem eigenen Videolabel erschienen. Seit 2014 bietet er hochwertige Fotoreisen rund um den Globus an, an denen schon über 170 Fotoenthusiasten teilgenommen haben.

www.kaplun.de

www.facebook.com/kaplun.art/

Instagram: @pavel.kaplun.art

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