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10 Fragen an Detlef Hoffmann

In jeder Ausgabe des DigitalPHOTO-Magazins stellen wir einem Leser zehn Fragen zu einem ihrer Fotos. Diesmal zeigen wir eine Aufnahme von Detlef Hoffmann, bei der sich seine Geduld gelohnt hat. Eigentlich wollte Fotograf Detlef Hoffman schon seine Zelte abbrechen, als er drei Mantelpaviane im Gegenlicht entdeckte und sich so seine Aufnahme des Tages sicherte. 

 

10 Fragen an Detlef Hoffmann

Wo wurde das Foto aufgenommen?

Diese Aufnahme entstand im zoologischen Garten in Berlin.

Haben Sie hier geblitzt?​

Als Lichtquelle nutzte ich die hinter den Tieren untergehende Sonne, so dass ich die Affenhorde im Gegenlicht fotografieren und somit eine grafische Wirkung erzielen konnte.

Was wurde außer der Schwarzweißumwandlung noch alles bearbeitet?

Neben der Umwandlung nahm ich noch eine leichte Ausschnittsvergrößerung und eine Nachschärfung vor. 

Wie wichtig ist Ihnen das richtige Licht?

Dem Licht messe ich in meinen Fotos eine große Bedeutung bei. Nicht umsonst heißt ja Fotografie „mit Licht malen“. Ich versuche, für jedes Bild die bestmögliche Lichtstimmung einzufangen. In der Tierfotografie ist es natürlich nicht immer einfach, eine gute Bildkomposition mit dem vorhandenen Licht in Einklang zu bringen. Tiere sind nun mal keine Models, die man nach Belieben platzieren kann, deshalb sollte Geduld die wichtigste Eigenschaft eines Tierfotografen sein.

Nutzen Sie überhaupt manchmal Blitzlicht?

Eher selten. Vorrangig und am liebsten arbeite ich mit natürlichem Licht.

Waren die Affen ein Zufallsfund?

Ich hielt an diesem Tag schon eine ganze Weile nach Motiven Ausschau und landete schließlich wie schon oft am Freigehege der Mantelpaviane. Das Sozialverhalten dieser Affenart interessiert mich schon immer.

Kennen Sie sich gut in der Tierwelt aus?

Da ich sehr oft in Zoos und Tierparks fotografiere, lernte ich mit der Zeit das Sozialverhalten bestimmter Tierarten besser kennen und verstehen. Für einen guten Tierfotografen ist es unabdingbar, sich eingehend mit dem Verhalten und den Besonderheiten der Tiere zu befassen. Nur so ist es möglich, spezifische Muster vorauszusehen und tatsächlich im Bild festzuhalten. 

Sind Tiere Ihre Lieblingsmotive?

Nicht ausschließlich. Neben der Tierfotografie gehört die Streetfotografie zu meinen Lieblingsgenres. 

Wurden Sie von den Tieren bemerkt?

Die drei Mantelpaviane waren so mit ihrem Sonnenbad beschäftigt, dass sie mich nicht bemerkten. Außerdem stand ich 30 Meter von ihnen entfernt. Ein Fotograf ist für Affen im Zoo bestimmt nichts Außergewöhnliches.

Wie lange brauchten Sie für das Bild?

Nachdem ich zwei Stunden vor dem Paviangehege verbracht und unzählige, für mich unzufriedenstellende Fotos geschossen hatte, packte ich müde und etwas enttäuscht meine Ausrüstung zusammen. Da sah ich plötzlich die drei Affen im Gegenlicht auf einem Ast sitzen, packte die Kamera wieder aus und hatte mein Foto.

Detlef Hoffmann (54) arbeitet als Koch in Potsdam und ist Mitglied im dortigen Fotoclub. Mit seinen Bildern durfte er bereits einige Erfolge bei Fotowettbewerben feiern, darunter eine Goldmedaille beim Trierenberg Super Circuit. 

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