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Beste Reisekamera 2022: 4 Kamera-Kits für unterwegs [+ 6 Objektivempfehlungen]

Welche Reisekamera ist die beste? Mit welchem Objektiv lässt sich ein Fotourlaub optimal bebildern? Was ist unverzichtliches Fotozubehör auf einer Reise? Diese und viele weitere Fragen klären wir in diesem Artikel rund um das Thema Top-Technik für unterwegs.

Beste Reisekamera 2022: So finden Sie Ihre Kamera

Egal ob Frühling, Frühsommer, Herbst oder Winter – die Möglichkeiten sind gigantisch: Vom Heimaturlaub um die Ecke über Städtereisen durch Europa bis hin zu ganz exotischen Reisezielen mit traumhaften Sandstränden ist alles möglich. Laut den Ergebnissen unserer Umfrage rund ums Thema Reise auf Instagram (@digitalphoto_magazin) sind bei Ihnen Familienurlaube mit dem gesamten Fotogepäck angesagt.

Beliebt ist außerdem ein Urlaub in der Natur und als Reisemittel möchten die meisten aufs Auto zurückgreifen. In diesem technikbezogenen Ratgeber steht die dafür notwendige Ausrüstung im Mittelpunkt – angefangen bei der Kamera über die Wahl des Objektivs bis hin zu Zubehör wie Filter, Stative und Rucksäcke. Wir beginnen die Kaufberatung mit der wichtigsten Ausrüstung: der Kamera.

Reisekameras im Vergleich

Gleich vorweg: Kein Testverfahren ist auf Reisetauglichkeit gemünzt. Eine Reisekamera-Bestenliste gibt es entsprechend nicht. Allerdings gibt es dennoch Merkmale, an denen Sie eine für Ihren Urlaub passende Kamera erkennen können. Richtig: Die Frage nach dem perfekten Modell ist eine sehr persönliche und abhängig davon, für welches Reiseziel Sie sich entscheiden.

Sind Sie an einer mehrtägigen Hüttenwanderung in den Alpen interessiert, ist eine kompakte und wetterfeste Kamera von Vorteil. Reisen Sie mit Ihrem Auto durch Städte, so darf die Ausrüstung auch größer und schwerer ausfallen.

Spiegellose Systemkameras im Vorteil

Der Weg zur passenden Kameraausrüstung für Ihren Urlaub ist schnell erledigt. Neben der Budgetfrage ist es sinnvoll, vorab zu klären, ob Sie eine Kamera suchen, mit der Sie verschiedene Objektive nutzen können oder bevorzugt mit einem fix integrierten Objektiv arbeiten. Die Welt der Wechselobjektivkameras wird von spiegellosen Modellen dominiert. Diese CSCs besitzen den großen Vorteil eines kompakten Designs, da im Vergleich zum klassischen DSLR-Format der Spiegel im Gehäuse entfällt.

Passende Modelle pro Hersteller schauen wir uns nachfolgend an, nachdem wir einen Blick auf die Kameras mit integriertem Objektiv geworfen haben: Klassische Kompaktkameras hatten in den Nullerjahren ihre Hochzeiten. Seit inzwischen einigen Jahren haben die günstigen Kompaktkameras mit den fototechnisch besser werdenden Smartphones zu kämpfen.

Sogar der optische Zoom ist als einer der letzten Hauptargumente für den Kauf einer Kompaktkamera angesichts der neuesten Smartphones in Gefahr. Dennoch gibt es Digitalkameras mit integriertem Objektiv, die sich nach wie vor von der Masse abheben können. Das betrifft zum einen Edelkompaktkameras, deren Sensoren mit mindestens MFT-Größe bedeutend größer sind als die von Smartphones.

Auf der anderen Seite locken Bridgekameras mit riesiger Brennweitenabdeckung, wenn auch mit kleinerer Sensorgröße. Die größte Flexibilität ermöglichen Ihnen Wechselobjektivkameras. Modelle, die sich für Urlaubsfotos eignen, gibt es wie Sand am Meer. Canon legt derzeit vollen Fokus auf das EOS-R-System.

Mit der EOS RP (979 Euro) finden Sie eine gute, kompakte und günstige Vollformatkamera. Ein Zweit- oder gar Drittakku ist aufgrund der geringen Akkulaufzeit aber definitiv empfehlenswert. Deutlich ambitionierter und besser, aber auch teurer ist die EOS R6 (2.349 Euro).

Das Schwestermodell der EOS R5 überzeugt bei uns im Test und ist definitiv auch urlaubstauglich. Im Portfolio von Nikon finden Sie auch eine Reihe von empfehlenswerten Modellen für Ihren Fotourlaub. So ist die Z 50 (935 Euro) eine gute Wahl für alle, denen ein APS-C-Sensor ausreicht. Kompaktes Vollformat erhalten Sie bei Nikon mit der Z 5 (1.219 Euro), die beispielsweise mit dem Nikkor Z 24–200mm 1:4–6,3 VR ein tolles All-in-one-Paket für den Urlaub abgibt.

Spricht Sie das Angebot von Sony bevorzugt an, dann sind Sie im Bereich um 899 Euro mit der Alpha 6400 sehr gut beraten. Die APS-C-Kamera ist ein echter Alleskönner fürs Fotohobby, derzeit aufgrund von Lieferengpässen aber schwer erhältlich. Mit der Alpha 7 IV (2.799 Euro) hat Sony kürzlich das Basismodell der Vollformatkameras neu aufgelegt. Unser Testfazit: „Super“ mit 93,1 Prozent. Größter Knackpunkt: der Preis.

Deshalb empfehlen wir das sehr gute Vorgängermodell, die Alpha 7 III (1.899 Euro). Die Vollformat-CSC hat zwar viele Funktionen des Nachfolgers nicht, ist aber dennoch eine gute Wahl. Weiter geht’s mit einem Blick auf das Portfolio von Panasonic. Aus dem Micro-Four-Thirds-Angebot des Elektronikriesen empfehlen wir Ihnen die Lumix G9 (949 Euro), die hat mittlerweile einige Jahre auf dem Buckel, ist aber nach wie vor eine sehr gute Kamera. Wer es kompakter mag, ist mit der GX9 (649 Euro) gut beraten.

Im Lumix-Vollformatsegment kommt für eine kompakte Urlaubsausrüstung nur ein Modell in Frage: die Lumix S5 (1.669 Euro). Die Profi-CSC nimmt nicht nur hervorragende Fotos auf, sondern liefert auch eine professionelle Videoqualität. Auch bei Leica gibt es reisetaugliche Kameras.

Das neueste Flaggschiff der M-Reihe, die Leica M11, haben wir Ihnen mit einem Reisebericht in der DigitalPHOTO 06/22 bereits vorgestellt. Die Messsucherkamera vermittelt Freude am Fotografieren in Perfektion, bleibt aber mit einem Neupreis von 8.350 Euro (ohne Objektiv) für die meisten nur ein Traum.

Deutlich günstiger, aber nach wie vor teuer, ist die Leica SL2-S (4.590 Euro), die eine sehr gute Hybridkamera ist, allerdings auch ein klobiges Design mitbringt. Letzteres löst die 4,5 Jahre alte APS-C-Systemkamera Leica CL (2.490 Euro) besser. Im Fujifilm-Segment gibt es einige empfehlenswerte X-Kameras, die sich für die Reise eignen.

Sind Sie auf der Suche nach einer möglichst kompakten und eher preiswerten Kamera, dann legen wir Ihnen die X-E4 (899 Euro) ans Herz. Ist ein elektronischer Sucher Pflicht, ist die X-S10 (949 Euro) eine sehr gute Wahl – auch, wenn die Kamera nicht wetterfest ist. Auch bei OM Digital Solutions gibt es einige empfehlenswerte Modelle.

Dazu zählt vor allem die OM-D E-M5 Mark III (999 Euro). Als einziger Hersteller auf dem Markt setzt OM Digital Solution ausschließlich auf MFT-Sensoren. Das hat den Vorteil, dass Kameras und Objektive entsprechend kompakt gebauen werden können. Ricoh Imaging bietet zwar keine spiegellosen Systemkameras, hat mit der Pentax K-3 Mark III (1.679 Euro) aber eine sehr gute APS-C-DSLR im Angebot.

Anders als alle anderen Hersteller auf dem Markt, baut Ricoh auch das Objektivangebot für klassische DSLRs weiter aus. Außerdem hat Ricoh mit den Theta-Modellen kleine Actioncams im Angebot, die Fotos und Videos im Panoramaformat aufzeichnen.

Was ist mit DSLRs zur Reisefotografie?

In diesem Artikel finden Sie viele Kameraempfehlungen – aber keine DSLRs. Woran liegt das? Der Trend spiegelloser Technik nimmt weiter zu. Nahezu alle Hersteller konzentrieren sich auf CSCs bzw. Objektive für spiegellose Kameras. Wer langfristig plant, in neue Fototechnik zu investieren, ist mit einer CSC besser beraten. Hervorragende DSLR-Technik gibt es aber trotzdem, allerdings ohne technologische Neuerungen.

Unsere Top 4 Reisekameras

Fujifilm X-E4 

Ultra-kompakte CSC: Im Bereich der Einstiegs-CSCs finden Sie einige Modelle, die aufgrund des Sucherverzichts sehr leicht und kompakt sind. Die X-E4 mit dem X-Trans-CMOS-Sensor im APS-C-Format ist eine sehr gute Wahl. Die Kamera schnitt im Testlabor mit Note „Gut“ und 83,4 Prozent ab.

Panasonic Lumix G9 

Wetterfeste CSC: Wer etwas mehr Geld in die Hand nimmt, wird mit einer für Reisefotos wichtigen Ausstattung belohnt: einem wetterfesten Gehäuse. Obwohl die Lumix G9 schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist sie dennoch eine klare Kaufempfehlung. Sie erzielte 91,2 Prozent im Testlabor.

Sony Alpha 7 IV 

Professionelle CSC: Willkommen im Lager der absoluten Profi-CSCs. Hier bekommen Sie maximale Ausstattung, inkl. hervorragender Videofunktion. Mit einem superben Testergebnis von 93,1 Prozent rast die Alpha 7 IV auf Platz 5 in unserer Bestenliste. Einziges Manko: Mit rund 2.800 Euro ist sie sehr teuer.

Fujifilm X100V  

Edelkompaktkamera: Kompaktkameras mit MFT-Sensor oder größer entsprechen dieser Kategorie. Mehr dazu auch weiter unten in diesem Artikel. Fujifilm hält mit der X100-Serie einen waschechten Edelkompaktkamera-Profi in den eigenen Reihen. Die X100V ist ein Topmodell für 1.499 Euro.

Das passende Reiseobjektiv 

Reisezooms: Die richtige Wahl?

Möglichst viel Brennweitenabdeckung in nur einem Objektiv: Reisezooms haben eine klar definierte Zielgruppe. Hier lesen Sie, ob die Alleskönner die richtige Wahl für Sie sind.

Reisezoomobjektive konnten lange ausschließlich bei Einsteigerinnen und Einsteigern punkten. Die Abbildungsleistung reichte bei weitem nicht an die von Standardzooms und Festbrennweiten heran. Doch in den letzten Jahren haben sich die Reisezooms weiterentwickelt – auch durch die Aufmerksamkeit von Herstellern wie Canon und Nikon, die bereits Modelle für ihre spiegellosen Systeme vorgestellt haben. Für Objektivwechsel-Muffel sind moderne Reisezooms durchaus eine lohnenswerte Investition.

Eine ähnlich individuell zu beantwortende Frage wie die nach der Reisekamera ist auch die nach einem passenden Objektiv. Sofern Sie sich für eine Wechselobjektivkamera entscheiden, haben Sie bei allen genannten Herstellern die Möglichkeit, aus unterschiedlichsten Objektivklassen zu wählen.

Das schließt sowohl Festbrennweiten als auch Weitwinkel-, Standard- und Telezooms ein, ebenso Alleskönner: die Reisezoomobjektive mit großer Brennweitenabdeckung. Objektivempfehlungen für Natur und Stadt finden Sie weiter unten.

Unabhängig von Ihrem Reiseziel empfehlen wir Ihnen, die Ausrüstung im Urlaub bewusst zu reduzieren und mal auf nur ein bis zwei Objektive zurückzugreifen. So reduzieren Sie das Reisegepäck und lernen Ihre Kamera noch besser kennen. Zudem schulen Sie so Ihr fotografisches Auge, um Motive, die Sie gewöhnlich mit einem Zoom einfangen würden, im Urlaub anders abzubilden.

3 Objektive für den Stadturlaub 

Fangen Sie den wuseligen Alltag in einer Großstadt ein. Diese drei Objektive helfen Ihnen dabei:

1. Weitwinkelzoom

Um auch in engen Gassen und Innenräumen den Urlaub ansprechend dokumentieren zu können, kommen Sie um ein Weitwinkelobjektiv nicht herum. Wir empfehlen Ihnen, zu einem Weitwinkelzoom zu greifen, um flexibel auf den jeweiligen Standort reagieren zu können.

Objektive mit integriertem Bildstabilisator sind von Vorteil, aufgrund des Brennweitenbereichs aber keine Pflicht, da ein stabilisierter Kamerasensor Weitwinkelaufnahmen besser stabilisieren kann als ein Stabilisator im Objektiv.

2. 35mm-Reportageoptik

Einen Stadturlaub mit nur einem Objektiv zu bebildern, ist eine lohnenswerte Erfahrung. Greifen Sie bei Interesse zu einem möglichst lichtstarken Modell (z. B. f/1,8), um Ihre Motive ansprechend freistellen zu können. Da Sie alle Motive mit demselben Bildwinkel dokumentieren, entsteht eine tolle Reportage.

3. Porträtobjektiv

Nutzen Sie in der Stadt die Möglichkeit, Menschen zu porträtieren. So kommen Sie schnell ins Gespräch und lernen die ein oder andere Sehenswürdigkeit kennen, die nicht im Reiseführer steht.

Greifen Sie für klassische Porträts am besten zu einer 85mm-Festbrennweite mit großer Offenblende. Modelle mit Offenblende um f/2 sind ausreichend lichtstark und dennoch kompakt genug, um problemlos in der Tasche zu verweilen.

3 Objektive für den Natururlaub

Geht es für Sie in Richtung Berge oder Strand, dann sind Sie mit folgenden drei Objektiven top beraten:

1. Lichtstarkes Weitwinkelobjektiv

Es ist ein Objektiv, das in der Naturfotografie nicht fehlen darf. Zum einen, um großflächige Panoramen (siehe rechts) aufnehmen zu können. Zum anderen eignet sich ein Urlaub in der Natur perfekt für Aufnahmen des Nachthimmels.

Nötig dafür ist ebenfalls ein weiter Bildwinkel sowie eine möglichst große Offenblende. Daher gilt unsere Empfehlung einem Weitwinkelobjektiv, das möglichst lichtstark ist.

2. Standardzoom

Mit einem Standardzoom sind sie bei Wanderungen gut ausgerüstet. Es bietet Ihnen die nötige Flexibilität, um unterwegs unterschiedlichste Motive einzufangen.

Greifen Sie wenn möglich zu einem Objektiv mit durchgehender Offenblende, um auch im Telebereich mit viel Bokeh fotografieren zu können. Tipp: Modelle mit Offenblende f/4 sind deutlich günstiger und kompakter als f/2,8-Objektive.

3. Viel Brennweite

Stehen Tiere wie Steinböcke, Murmeltiere oder Wasservögel auf Ihrer Motivliste, dann kommen Sie um ein Telezoom nicht herum. Schauen Sie sich je nach Hersteller und Sensorgröße Ihrer Kamera im Brennweitenbereich von 150 bis 600mm um.

Kameras mit einer hohen Sensorauflösung bieten Ihnen die Flexibilität, im Nachhinein den Bildausschnitt zuschneiden zu können und dennoch eine druckfähige Datei zu erhalten.

Transportlösungen für Reisekameras 

Die perfekten Taschen für den Fotourlaub

Abhängig von der Größe Ihrer Ausrüstung sowie den Bestimmungen der Reisegesellschaft bei Flug und Bahnfahrt legen Sie fest, welche Tasche sich für Ihren Urlaub eignet. Nachfolgend drei Empfehlungen der Redaktion.

  • Hüfttasche: Wenn Sie mit nur einer Kamera und einem Objektiv reisen, sind Sie mit einer kompakten Hüfttasche gut beraten. Hersteller Cosyspeed hat viele Modelle in unterschiedlichen Größen ab rund 50 Euro im Angebot.
  • Schultertasche/Slingrucksack: Möchten Sie mit einer Kamera und mehreren Objektiven reisen, eignet sich eine Schultertasche gut zum Verstauen. Auch diese Taschen sind in unterschiedlichen Größen erhältlich. Alternativ dazu sind Slingrucksäcke empfehlenswert.
  • Klassischer Fotorucksack: Möchten Sie zusätzliche Ausrüstung wie ein Stativ, Filter oder Reinigungszubehör transportieren, sind Sie mit einem Fotorucksack am besten beraten. Der Markt bietet für alle Ansprüche das passende Modell.

Angeschlossen an die Frage, welche Objektive Sie mitnehmen, entscheiden Sie sich anschließend für eine passende Tragelösung. Eine reduzierte Ausrüstung spielt Ihnen auch hier in die Karten: Statt wie ein Packesel im sonnigen Urlaubsziel auf Fotopirsch zu gehen, sind Sie mit spiegelloser Technik deutlich leichter unterwegs.

Empfehlenswerte Taschenlösungen für drei mögliche Szenarien finden Sie weiter unten auf dieser Seite. Beachten Sie bei der Taschenwahl auch den Urlaubsort und die Notwendigkeit eines Diebstahlschutzes. Eine sinnvolle Ergänzung zur Fototasche oder einem Kamerarucksack ist in jedem Fall ein Kameragurt. 

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Die im Lieferumfang enthaltenen Modelle sind in der Regel wenig ergonomisch. Im Gegensatz zum Gurt, der um den Hals getragen wird, empfehlen wir Ihnen einen diagonal zu tragenden Schultergurt, etwa von Sun-Sniper (ab ca. 50 Euro). Ausgewählte Modelle dieses Herstellers sind sogar dank eines integrierten Drahts diebstahlsicher.

Fotos auf Reisen sichern

Um während des Urlaubs keine Sorgen um die Datensicherung zu haben, ist eine gute Vorbereitung nötig. Die Möglichkeiten der Sicherung sind vielseitig. Welche die beste Lösung ist, hängt von Ihnen, Ihrer Ausstattung und Ihrem Reiseziel ab: 

  • SD-Karten: Mehrere SD-Karten zur Datensicherung auf Reisen zu nutzen, ist eine einfache und zugleich günstige Möglichkeit.
  • Externe Datenträger: Speichern Sie Ihre Fotos und Videos auf einem externen Datenträger ab, sofern Sie ein Notebook mitnehmen.
  • NAS-System: Nutzen Sie die Internetverbindung in Ihrer Unterkunft, um die Daten auf dem eigenen NAS-System zu speichern.
  • Cloud-Dienst: Alternativ zum eigenen Server können Sie natürlich auch einen Cloud-Dienst (wie z. B. Google Fotos) verwenden.

Stative für die Reise

Haben Sie sich in der Urlaubsvorbereitung dafür entschieden, Fotos in der Dämmerung oder gar nachts aufzunehmen, dann kommen Sie um ein kompaktes Reisestativ nicht herum. Entscheiden Sie sich für eine kompakte Kamera, kommt Ihnen auch ein Reisestativ entgegen, das im Vergleich zu gewöhnlichen Stativen zwar nicht so stabil ist, aufgrund des leichten Kameragewichts aber auch geringere Ansprüche erfüllen muss.

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Unsere Empfehlung: Greifen Sie zu einem kleinen Dreibeinstativ aus Carbon. Dieser Verbundwerkstoff ist leichter, aber dennoch stabiler als Aluminium – und seit nun einigen Jahren auch erschwinglich. Fünf solcher Carbon-Reisestative finden Sie ab Seite 38 im Vergleich.

Fotofilter und Zubehör für die Reisefotografie

Stichwort: Zubehör. Abhängig davon, welche Motive Sie zu welcher Tageszeit einfangen möchten, ist es ratsam, Filter einzupacken. Modelle wie UV-Filter sind bei modernen Objektiven aufgrund ausgezeichneter Vergütung in der Regel nicht nötig. Ausnahme: Sie wissen im Vorhinein, dass Sie unter widrigen Bedingungen fotografieren werden, wie bei starkem Wind am Strand.

Dann kann ein UV-Filter sinnvoll sein, um das Frontglas zu schützen. Fotografisch interessanter sind Pol-, ND- und Grauverlaufsfilter. Zwar nimmt eine Filterausrüstung zusätzlichen Platz im Fotorucksack ein, einige Bildeffekte lassen sich allerdings nur mithilfe eines Filters umsetzen. Im Vorteil sind ganz klar Rechteckfilter, die zwar nicht so kompakt wie Schraubfilter sind, aber deutlich mehr Bedienkomfort und Flexibilität beim Fotografieren ermöglichen.

Um Rechteckfilter vor dem Frontglas positionieren zu können, ist eine Halterung nötig. Diese können Sie im Set mit ein paar Filtern erwerben. Mit dem für Ihr Objektiv passenden Adapterring schrauben Sie dann den Halter in das Frontgewinde Ihres Objektivs. In den meisten Haltern ist eine Vorrichtung für einen Polarisationsfilter vorhanden.

Ebenso liegt einem Filter-Starter-Kit meist auch ein solcher Polfilter bei, mit dem Sie Spiegelungen entfernen können. Die große Stärke eines Rechteckfilters ist die Möglichkeit, den Filter angepasst an das Motiv und den Bildausschnitt im Halter positionieren zu können.

Im Gegensatz zu einem Grauverlaufsfilter mit Schraubgewinde und mittig platziertem Verlauf können Sie so deutlich flexibler und kreativer fotografieren.

Edelkompaktkameras

Während der Markt der günstigen Kompaktkameras von modernen Smartphones verschluckt wird, können sich Edelkompaktkameras weiterhin behaupten. Grund dafür ist vor allem ein großer Bildsensor.

Im Gegensatz zu gewöhnlichen Kompaktkameras mit einem Bildsensor in 1/2,3-Zoll-Größe gibt es auch Kompaktkameras mit einem weitaus größeren Sensor. Wir ordnen alle Modelle mit einem Sensor von mindestens Micro-Four-Thirds-Größe dem Bereich der Edelkompaktkameras zu.

Im Segment bis 1.500 Euro haben sich vor allem drei Hersteller gut positioniert:

1. Fujifilm mit der X100V (1.449 Euro),

2. Ricoh mit der GR III (885 Euro) und

3. Sony mit der RX100 VII (1.199 Euro).

Wer auf einen Bildsensor in Vollformatgröße besteht, muss deutlich mehr Geld in die Hand nehmen: Mit der Leica Q2 (5.290 Euro) oder der Sony RX1R II (5.333 Euro) sind diese Edelkompakten deutlich teurer als der Marktdurchschnitt.

Smartphone als Reisekamera, macht das Sinn? 

Filter sind übrigens nicht nur für klassische Objektive mit Filtergewinde verfügbar. Der Zubehörmarkt rund um Smartphones erlebt gerade einen extremen Trend. Das ist zum Beispiel daran sichtbar, dass Stativhersteller wie Manfrotto oder Benjamin Jaworskyj Kamerastative mit Smartphonehalterungen ausliefern.

Letzterer hat in seinem Shop auch eine Filterhalterung für Smartphones im Angebot, die mit 72mm-Filterdurchmesser kompatibel ist. Die Idee dahinter ist einleuchtend: tolle Fotos mit der Kamera, die wir ohnehin immer dabei haben.

Denn wir kennen es alle: Nach einer ausgiebigen Tagestour samt Kameraausrüstung machen wir uns abends bei bestem Licht auf in Richtung Restaurant – natürlich ohne Kamera, die in der Unterkunft liegt. Dann wird das Smartphone gezückt. Und die besser werdende Bildqualität berechtigt das auch.

Weiter unten finden Sie drei Smartphone- Empfehlungen von Samsung, Google und Apple. Die Bewertungen der drei Smartphones – unter Berücksichtigung der Bildqualität bei verschiedenen Lichtbedingungen, des Autofokus und des Bildstabilisators – entstammen der VCX-Testauswertung.

Der unabhängige Verein VCX-Forum (Valued Camera eXperience) mit Sitz in Kerpen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Smartphone-Kameras in standardisierten Tests vergleichbar zu machen und die Ergebnisse online zu veröffentlichen.

Ausführliche Informationen zum VCX-Forum, den Testbedingungen in den unabhängigen Partnerlaboren sowie Testchart-Aufnahmen aller getesteten Geräte unter verschiedenem Licht für einen direkten visuellen Vergleich finden Sie auf www.vcx-forum.org

Top-Modelle von Samsung, Google und Apple im Vergleich

Wenn die Fotokamera nicht griffbereit ist, muss das Smartphone für einen Schnappschuss herhalten. Dabei zeigen aktuelle Modelle, dass mit Smartphones wesentlich mehr als nur schnelle Fotos möglich sind. Die drei Topmodelle von Samsung, Google und Apple liefern sich ein enges Rennen.

  • Samsung S22 Ultra: Das S22 Ultra von Samsung bietet die aktuell beste Bildqualität – das gilt sowohl für die rückseitige Hauptkamera als auch für die frontseitige Selfie- Kamera. Preis: ab 1.028 Euro. Testurteil: 69/100
  • Google Pixel 6 Pro: Das Pixel 6 Pro punktet im Test mit hervorragender Bildqualität. In puncto Autofokus sind die beiden Konkurrenzmodelle besser. Für das Google spricht der Preis (ab 759 Euro). Testurteil: 63/100
  • Apple iPhone 13 Pro Max: Das Topmodell von Apple überzeugt mit exzellenter Videoqualität, egal, um welche Lichtverhältnisse es sich dabei handelt. Mit einem Preis ab 1.128 Euro ist das iPhone 13 Pro Max das Teuerste dieses Trios. Testurteil: 61/100

DigitalPHOTO-Fazit

Mit einer guten Vorbereitung steht einem fotografisch erfolgreichen Sommerurlaub nichts im Wege. Wichtig: Setzen Sie sich im Vorhinein Ziele, welche Motive Sie einfangen möchten und wann sich die passende Gelegenheit dazu bietet. An einer passenden Kamera scheitern tolle Urlaubsfotos nicht: Alle Hersteller haben empfehlenswerte Modelle im Angebot.

Wir empfehlen Ausgewähltes, aber nicht zu viel Zubehör, damit der Urlaub, der auch der Erholung dienen soll, nicht zur Tortur wird. Anstatt Kameraausrüstung extra für den Urlaub zu kaufen, bieten Ihnen Portale wie gearflix.de die Möglichkeit einer Leihgabe.

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