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Beste Reisekamera 2020: 6 Kamera-Kits für unterwegs!

Die beste Reisekamera zeichnet sich durch tolle Bildqualität und wenig Gewicht aus. Das waren über viele Jahre kaum vereinbare Eigenschaften! Doch die Hersteller schlafen nicht, und so gibt es heute kompakte Kamerasysteme, die weder ein Vermögen kosten noch den Rücken unnötig belasten. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die besten Reisekameras 2020 vor.

Beste Reisekamera 2020

Anspruchsvolle Kamerasysteme haben wir über die Jahre eher als Schwergewichte kennengelernt. Und doch gibt es heute einen klaren Trend hin zu kompakten Systemkameras, die gleichzeitig eine kompromisslose Bildqualität versprechen.

Wir haben für Sie sechs leistungsstarke, aber dennoch kompakte Kits aus Body und Objektiv zusammengestellt, die nicht nur anspruchsvolle Fotografen zufriedenstellen dürften, sondern auch Ihren Rücken schonen. Und ganz nebenbei noch Ihren Geldbeutel!

Unabhängig davon, wohin die Reise führt, stellt gerade uns Fotografen das zu bewältigende Gepäck vor einige Hürden. Große, schwere Kameragehäuse und eine Sammlung lichtstarker Optiken, und schon schleppen Sie so einige Kilos durch die Gegend.

Deutlich mehr Spaß macht das Ganze, wenn Sie es sich leichter machen und auf eine Kamera plus Standardzoom setzen: günstiger, kompakter, ohne lästigen Objektivwechsel im Freien – das klingt verlockend. Doch genügen die Bildergebnisse hohen Ansprüchen? Und welche Kombination aus Kamera und Objektiv ist überhaupt empfehlenswert?

Wir empfehlen Ihnen in dieser Strecke sechs Kombi-Kits aus Kamera und Objektiv, die auch wir in der Redaktion gerne mit auf Reisen nehmen. Wir haben bei unserer Auswahl darauf geachtet, dass alle Modelle leicht und kompakt sind, hinsichtlich Bedienung und Bildqualität überzeugen können und vor allem das Budget nicht unnötig schmälern.

Alle vorgestellten Modelle punkten zudem mit einer tollen Alltagstauglichkeit sowie umfassenden Objektiv- und Zubehör-Angeboten, mit denen Sie die meisten fotografischen Herausforderungen problemlos meistern können.

Canon EOS M6 Mark II

(87%)

Eigenschaften
Megapixel
32.5000
Kategorie
Systemkamera
ISO
100-25.600 (51.200)
Bajonett
Canon EOS M
Auflösung
6960 x 4640
Bildstabilisator
Linsen
Video
3840 x 2160 / 30p
Display
3" / 1.040.000
Belichtung
P/A/S/M
Cropfaktor
1,6
minimale Verschlusszeit
1/4000

Bewertung
Handling
(94%)
Ausstattung
(81%)
Bildqualität
(84%)

Atemberaubende 32,5 Megapixel löst die zweite Generation der EOS M6 mit ihrem APS-C-Sensor auf. Sie punktet zudem mit besonders kompakten Abmessungen und einem recht günstigen Preis. Für 859 Euro bekommen Sie hier eine zuverlässige Begleiterin für unterwegs – viel Sensor für wenig Geld.

Auf einen Sucher müssen Sie zwar verzichten, dafür lässt sich das Display für Selfie-Aufnahmen umklappen. Zudem verfügt die M6 Mark II über die starke Dual-Pixel-CMOS-AF-Technologie. Videoaufnahmen sind bis zur 4K-Auflösung machbar. Die Akkulaufzeit ist nicht allzu berauschend, die Ausstattung in puncto Konnektivität wiederum erfreulich: Wi-Fi, Bluetooth und NFC sind mit an Bord.

Auch wenn Canon nicht viele EF-M-Objektive im Angebot hat, gibt es viele Drittherstellerobjektive. Das kompakte Standardzoom ist zwar nicht sonderlich lichtstark, kostet dafür aber auch gerade einmal 179 Euro (in der silbernen Version aktuell sogar nur 149 Euro).

Kauftipp: Achten Sie auf günstige Kit-Angebote für diese Kombination, denn hier ist in einigen Fällen der Aufstecksucher EVF-DC2 ohne Aufpreis mit drin!


Eigenschaften
Marke
Fujifilm
Megapixel
26.1000
Kategorie
Systemkamera
ISO
160-12.800 (80/51.200)
Bajonett
Fujifilm X
Auflösung
6240 x 4160
Bildstabilisator
Linsen
Video
3840 x 2160 / 60p
Display
3" / 1.040.000
Belichtung
P/A/S/M
Cropfaktor
1,5
minimale Verschlusszeit
1/8000

Bewertung
Handling
(96%)
Ausstattung
(88%)
Bildqualität
(95%)
Hier gehts zum ausführlichen Test

Fujifilm lässt die Herzen vieler Fotografen höherschlagen, weil es der Hersteller wie kaum ein anderer schafft, eine Bedienfreundlichkeit wie aus analogen Zeiten mit technisch ausgereiften Innovationen zu kombinieren. Da bildet auch die X-T3 keine Ausnahme, die unter ihrer Retrohülle mit dem X-Trans-CMOS-Sensor, der 26,1 Megapixel auflöst, für eine herausragende Bildqualität sorgt.

Mit 425 Autofokus-Messfeldern, die über den gesamten Sensor verteilt sind, entgeht der Fujifilm kein Motiv. Auch in puncto Ausstattung fehlt es ihr an fast nichts, und mit dem optionalen Batteriegriff wirkt sie gar wie ein Profibolide. Mittlerweile ist die Nachfolgerin X-T4 im Handel, doch mit Rücksicht auf knappe Reisebudgets legen wir Ihnen die Vorgängerin ans Herz, die mit einer Spitzen-Bildqualität punktet.

Das Standardzoom hat es auch in sich und ist mit unter 500 Euro erschwinglich: Die Lichtstärke ist zwar nicht konstant, bietet aber im Weitwinkel f/2,8 sowie einen optischen Stabilisator. Der Fokusmotor läuft leise und schnell, und abbildungstechnisch braucht sich das Zoom nicht vor so mancher Festbrennweite zu verstecken.


Eigenschaften
Megapixel
24.3000
Kategorie
Systemkamera
ISO
100-25.600 (50/204.800)
Bajonett
Nikon Z
Auflösung
6048 x 4024
Bildstabilisator
5-Achsen
Video
3840 x 2160 / 30p
Display
3,2" / 3.690.000
Belichtung
P/A/S/M
Cropfaktor
1
minimale Verschlusszeit
1/8000

Bewertung
Handling
(94%)
Ausstattung
(88%)
Bildqualität
(92%)

Mit der Z 6 schickt sich Nikon an, der Sony-A7-Reihe das Leben etwas schwerer zu machen. Mit ihrem 24,5-Megapixel- Vollformatsensor und Video-Funktionalitäten, die auch professionellen Ansprüchen genügen, hält die Z 6 einige Trümpfe in der Hand. Der große Sensor erlaubt detailreiche und rauscharme Aufnahmen auch bei wenig Licht. Erst bei ISO 3.200 fällt die Bildqualität sichtbar ab. 273 Phasendetektionspunkte, die 90 Prozent des Bildfeldes abdecken, machen den Autofokus zur Freude.

Das Ganze arbeitet rasant, denn in etwa 0,4 Sekunden stellt die Z 6 unter Laborbedingungen scharf. Dass so viel Technik so wenig wiegt, überrascht. Und dabei bleibt die Bedienung des Gehäuses angenehm, auch mit größeren Händen. Wer bereits eine Nikon-DSLR besitzt, wird den Umstieg auf die Z 6 problemlos meistern: Einen Adapter für vorhandene Objektive liefert Nikon sogar mit!

Damit ist die Z6 die erste Wahl für alle Nikon-Fotografen. Für das Standardzoom sind knapp unter 800 Euro fällig, was viel klingen mag. Doch es bietet eine gute Abbildungsqualität und wenig Gewicht trotz Witterungsabdichtungen.

Olympus OM-D E-M5 Mk III

(92%)

Eigenschaften
Megapixel
20.4000
Kategorie
Systemkamera
ISO
200-25.600 (Low)
Bajonett
Micro FourThirds
Auflösung
5184 x 3888
Bildstabilisator
Chip
Video
4096 x 2160 / 24p
Display
3" / 1.037.000
Belichtung
P/A/S/M
Cropfaktor
2
minimale Verschlusszeit
1/8000

Bewertung
Handling
(94%)
Ausstattung
(88%)
Bildqualität
(92%)

Die OM-D E-M5 III liegt gut in der Hand, trotz ihrer ultrakompakten Abmessungen. Ausgestattet mit einem 20,4-Megapixel-Sensor, der für verwacklungsarme Aufnahmen mit einem 5-Achsen-Stabilisator aufwartet, sind detailreiche Aufnahmen vor allem bei gutem Licht möglich.

Wer auch bei hohen ISO-Werten rauscharme Aufnahmen anstrebt, sollte einen Blick auf größere Sensoren werfen. Das heißt nicht, dass sich die kleine Olympus verstecken muss, denn sie ist eine flotte Begleiterin auf Fototouren: 121 Autofokus-Messpunkte im witterungsgeschützten Gehäuse erlauben eine zügige Scharfstellung auch unter schwierigen Bedingungen. Die OM-D E-M5 III überzeugt als hochwertiges Gesamtpaket.

Unterwegs können Sie die Kamera per USB aufladen (praktisch für alle, die eine Powerbank dabei haben), und dank Mikrofoneingang und C4K-Auflösung sind starke Videos machbar. Das abgedichtete Zoomobjektiv bietet für knapp über 600 Euro überzeugende Leistungen mit einem effektiven Zoombereich von 24-90mm (Vollformat-Äquivalent), auch wenn es mit f/4 kein Meister der Lichtstärke ist.

Panasonic Lumix GX9

(91%)

Eigenschaften
Megapixel
20.2000
Kategorie
Systemkamera
ISO
100-25.600
Bajonett
Micro FourThirds
Auflösung
5184 x 3888
Bildstabilisator
Dual
Video
3840 x 2160 / 30p
Display
3" / 1.240.000
Belichtung
P/A/S/M
Cropfaktor
2
minimale Verschlusszeit
1/16000

Bewertung
Handling
(95%)
Ausstattung
(83%)
Bildqualität
(92%)

Die kleine Schwester der G9 bietet zum günstigeren Preis den gleichen tiefpassfilterlosen Sensor im MicroFourThirds- Format mit einer Auflösung von 20,3 Megapixeln. Die Abbildungsqualität kann sich sehen lassen, wenngleich hinsichtlich der Ausstattung Kompromisse gefragt sind – was schlicht dem attraktiven Preis geschuldet sein dürfte.

Der Monitor ist zum Beispiel kipp-, aber nicht drehbar. Dafür bietet die GX9 einen klappbaren OLED-Sucher und Video in 4K-Auflösung. Insgesamt ist die GX9 unser Preis- Leistungs-Favorit im Vergleich. Die Handhabung der GX9 fällt angenehm aus. Zwar ist die Rückseite des Gehäuses förmlich mit Bedienelementen übersät, doch kommen auch größere Hände hier gut zurecht. Am Gesamtkonzept der kleinen Panasonic gibt es also kaum etwas auszusetzen.

Für nur wenig über 200 Euro ist das ultrakompakte Standardzoom erhältlich. Nicht allzu lichtstark, aber mit einem Zoombereich von 24-64mm (Vollformat-Äquivalent) flexibel und solide hinsichtlich der Abbildungsleistungen.

Tipp: Im Kit bekommen Sie die GX9 sowie das Standardzoom mit etwas Glück schon für knapp 650 Euro.

Sony Alpha 7 III

(92%)

Eigenschaften
Megapixel
24.0000
Kategorie
Systemkamera
ISO
100-51.200 (50/204.800)
Bajonett
Sony E
Auflösung
6000 x 4000
Bildstabilisator
Chip
Video
3840 x 2160 / 30p
Display
3" / 921.600
Belichtung
P/A/S/M
Cropfaktor
1
minimale Verschlusszeit
1/8000

Bewertung
Handling
(94%)
Ausstattung
(86%)
Bildqualität
(93%)

Mit der A7-Reihe ist Sony der Wegbereiter der kompakten, spiegellosen Systemkameras mit Vollformatsensoren. Die dritte Generation der A7 erfüllt die hohen Erwartungen und bietet einen Funktionsumfang und eine Bildqualität, die rundum überzeugen können. Die optimierten Bedienelemente machen die Handhabung angenehm. Und dank eines umfangreichen Objektivparks hat Sony in puncto Flexibilität die Nase vorn im Vergleich zur Nikon-Z-Serie oder dem Canon-R-System.

Ein Highlight der Sony: 693 Phasendetektions- und 425 Kontrastdetektions-AFMessfelder ermöglichen eine beeindruckende Autofokus- Performance, inklusive ausgereifter Augenerkennung. Der rückseitig belichtete 24,2-Megapixel- Sensor lässt keine Wünsche offen.

Die Kombination aus überragendem Autofokus und starker Bildqualität macht die Sony Alpha 7 III zum überzeugenden Vollformat-Allrounder. Das Standardzoom ist zwar nicht sehr lichtstark, aber für unter 300 Euro erschwinglich. Der Brennweitenbereich deckt die meisten Motive ab. Auch hier gilt: Achten Sie auf Kit-Angebote beim Händler Ihres Vertrauens.

Vollformat, APS-C oder MicroFourThirds

Wirklich kompakte Kameras gab es früher nur mit kleinen Sensoren. Nachdem die großen Hersteller allerdings auf neue Bajonette mit geringeren Auflagemaßen setzten, erlaubt heute die reine Größe eines Gehäuses keinerlei Rückschlüsse mehr auf die Bildqualität.

Das gilt übrigens für praktisch alle typischen Sensorformate von MicroFourThirds über APS-C bis hin zum Vollformat.

Für welches Sensorformat Sie sich entscheiden, bleibt natürlich Ihnen überlassen. Gewicht und Größe der Kameras spielen mittlerweile eine eher untergeordnete Rolle in Bezug auf die jeweilige Sensorgröße. Die MFT-Gehäuse und -Objektive von Panasonic und Olympus gehörten schon immer zu den kompaktesten Systemkameras.

Doch ein Blick auf das M-System von Canon oder auf die X-Serie von Fujifilm zeigt: Kompakt geht auch mit APSC- Sensor. Nikon und Sony beweisen zudem, dass selbst Vollformatsensoren mit den entsprechenden Optiken deutlich kleiner und leichter ausfallen können, als es bis vor einigen Jahren noch denkbar war. Doch wo liegen die Vor- und Nachteile der Formate?

Der zweifache Crop-Faktor von MicroFourThirds bietet einige Vorteile, wenn es um ausreichende Schärfentiefe bei Nahaufnahmen oder viel Reichweite bei Teleaufnahmen geht, weil Brennweite und Schärfentiefe effektiv um den entsprechenden Faktor erweitert werden. Die APS-C-Modelle von Canon (1,6-facher Crop- Faktor) und Fujifilm (1,5-facher Crop-Faktor) bieten ähnliche Vorteile, aber gleichzeitig bessere Freistellungsmöglichkeiten durch die größeren Sensoren.

Sony und Nikon hingegen bieten mit ihren Vollformatsensoren keinen Crop-Effekt, dafür aber das größte Freistellungspotenzial. Der Haken? Die Kameragehäuse sind im Vergleich minimal größer, und auch die Objektive haben mit zunehmender Sensorgröße einen größeren Durchmesser – physikalische Gesetzmäßigkeiten, die auch die besten Ingenieure der Welt nicht außer Kraft setzen können.

Mehr Flexibilität

Die hier vorgestellten Systemkameras bieten gegenüber Alternativen wie Kompaktkameras mit fest verbauten Objektiven einen deutlichen Vorteil: Durch ihre Wechselobjektive sind sie allesamt extrem flexibel. Mit einem Standardzoom sind sie optimale Begleiter auf Ihren Fototouren, ohne allzu stark ins Gewicht zu fallen. Sie sind bereit für den nächsten Schritt?

Mit lichtstarken Festbrennweiten sind Porträts mit weichen Hintergründen möglich, besonders bei größeren Sensoren – wie im Vergleich bei der Nikon oder Sony. Makroobjektive erlauben lebensgroße Einblicke in die Welt der kleinsten Dinge, hier punkten kleinere Sensoren wie bei Olympus und Panasonic.

Die APS-C-Alternativen von Fujifilm und Canon bilden einen sinnvollen Kompromiss: Günstiger als Vollformat, aber mit mehr Freistellungspotenzial und besserem Rauschverhalten als MicroFourThirds-Systeme. Umfangreiches Zubehör von Systemblitz bis Video-Equipment machen die CSCs zu Vollprofis für viele Anwendungen – das geht mit Kompakt- oder Bridgekameras kaum. Eine zeitgemäße Konnektivität ist bei fast allen vorgestellten Modellen gegeben.

Wer Videos oder extreme Perspektiven mag, dem sei zusätzlich eine Action-Cam ans Herz gelegt. Dafür findet sich sicher noch ein Platz in der Fototasche, und Sie erhalten abwechslungsreiche Aufnahmen Ihrer Fototour – als Bild oder als Video.

Fazit

Während Panasonic mit einem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis punktet, bekommen Sie bei Canon einen etwas größeren Sensor. Nikon und Sony landen bei den Kitpreisen knapp unter 2.000 Euro, haben dafür aber sogar Vollformatsensoren an Bord.

Die beste Bildqualität im Vergleich liefert Fujifilm, und Olympus überzeugt als hochwertiges Gesamtpaket. Mit den sechs hier vorgestellten Modellen liegen Sie also auf jeden Fall goldrichtig – und das nicht nur auf Reisen!

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