Vor vier Jahren kam die Sony Alpha 7 IV auf den Markt. Das Modell gilt bis heute als eine der besten und beliebtesten Kameras für Foto-Enthusiasten. Jetzt endlich hat Sony eine Nachfolgerin vorgestellt. Und die Sony Alpha 7 V liefert richtig ab. So gut, dass sie sogar den Kameras der Profiklasse Paroli bieten kann.

Sony Alpha 7 V im Test: beste Kamera für Foto-Enthusiasten?
Pro & Kontra
+ erstklassige Bildqualität
+ KI-optimierter Autofokus
+ hoher Dynamikumfang
- hoher Preis
Bewertung
- Bildqualität (40 %): 95,4 %
- Ausstattung & Bedienung (35 %): 93,0 %
- Geschwindigkeit (15 %): 98,1 %
- Video (10 %): 96,4 %
- Gesamtbewertung: SUPER, 95,1 %
Sony hat sich bei der Entwicklung der Alpha 7 V nicht auf ein wenig Produktpflege im Vergleich zum Vorgängermodell beschränkt, sondern der Kamera einiges an spannenden Neuerungen spendiert.
Zwar bleibt die Auflösung bei effektiven 33 Megapixeln, doch die liefert jetzt ein neu entwickelter, partiell gestapelter Exmor RS CMOS-Bildsensor. Ebenfalls neu ist der Bildprozessor BIONZ XR21 mit integrierter KI-Einheit. In der Praxis macht dieses technische Update im Vergleich zum Vorgängermodell eine Menge aus.
So ist die Auslesegeschwindigkeit des Sensors 4,5-mal schneller als beim Vorgängermodell – und die Alpha 7 IV ist nach wie vor alles andere als eine langsame Kamera!
Logisch, dass auch der Autofokus von diesem Geschwindigkeits-Boost und der neuen KI-Technik massiv profitiert. Der Autofokus erkennt selbstständig Menschen, Tiere, Vögel, Insekten, Autos, Züge und Flugzeuge.
Sport- und Actionfotos stellen für die Alpha 7 V kein Problem dar, denn die Kamera schafft 60 AF/AE-Berechnungen pro Sekunde. Die maximale Serienbildgeschwindigkeit liegt bei 30 Bildern pro Sekunde. Auch einen Pre-Capture-Modus bringt die Alpha 7 V nun mit.
Das bedeutet: Schon wenn Sie den Auslöser halb durchdrücken, nimmt die Kamera bis zu eine Sekunde lang auf, damit Sie den entscheidenden Moment nicht verpassen. Doch Sony hat bei den Verbesserungen der Kamera nicht nur an Sport- und Actionfotografen gedacht.
Vor allem Landschaftsfotografen werden sich über den großen Dynamikumfang der Kamera freuen. So erreicht die Sony Alpha 7 V einen Umfang von bis zu 16 Blendenstufen! Bei so vielen Leistungs-Upgrades könnte man meinen, dass dies zulasten der Akkureichweite gehen könnte, doch auch hier punktet die Alpha 7 V durch Verbesserungen.
So schafften wir in unserem Test mit einer Akkuladung stolze 790 Aufnahmen. Ein Topwert! Möglich macht das die stromsparende Technik-Architektur im Kamerainneren.

Schon bei der Alpha IV war das Display ausklapp- und schwenkbar. Bei der Alpha V zeigt sich das Display jetzt sogar noch flexibler. Wie bei der Alpha 7R V setzt Sony beim Display auf eine Kombination aus zwei Bewegungsmechanismen:
Zum einen kann es seitlich um 180 Grad ausgeklappt und anschließend um die eigene Achse gedreht werden – ideal für Videoaufnahmen. Zum anderen lässt sich das Display herausziehen und nach oben kippen, sodass man bequem von oben darauf schauen kann.
Fokus auf Foto
Auch im Videobereich bringt die Alpha 7 V Verbesserungen im Detail mit. So werden Videos nun maximal mit 4K und 120p ohne Crop aufgezeichnet. Dennoch bleibt es anders als bei anderen Enthusiasten-Kameras „nur“ bei 4K. Hier zeigt sich, dass Sony sich mit der Alpha 7 V klar an Fotografinnen und Fotografen und weniger an Videografen richtet.
Im Testlabor
Im Labortest liefert die Alpha 7 V richtig ab und gönnt sich in keiner der Testkategorien Schwächen. Im Gegenteil. Sogar in der ewigen Bestenliste schafft es die Kamera auf den 6. Platz – gleichauf mit der Profikamera EOS R3.
Damit ist die Alpha 7 V nicht nur eindeutig die aktuell beste Enthusiasten-Kamera auf dem Markt, sondern spielt sogar leistungsmäßig in der Profiklasse mit.
DigitalPHOTO-Fazit
„Das Beste kommt zum Schluss“ versprach Sony bei der Einladung zur Premiere der Alpha 7 V im Dezember letzten Jahres. Und die Japaner haben nicht zuviel versprochen.
Die Alpha 7 V setzt ohne Frage neue Maßstäbe im Mittelklasse-Segment und dürfte sogar für Profis interessant sein. Einziger Wermutstropfen ist der happige Preis. Auch wenn die Kamera diesen zweifellos wert ist.

