Test

Mischpult Für Fotografen - Loupedeck+ im Kurztest

Virtuelle Einstellungen, die mit Tasten und Reglern angepasst werden – genau das ermöglicht das Loupedeck+. Doch der Preis ist mit 229 Euro sehr hoch. Ist die Tastatur das Geld trotzdem wert?

Wem die Steuerung von den Bearbeitungsprogrammen Lightroom oder Aurora über die Computer-Maus zu umständlich ist, der kann dank Loupedeck auf eine eigene Tastatur zurückgreifen: Virtuelle Einstellungen werden mit haptischen Tasten und Reglern intuitiv greifbar gemacht. Mit der Aktualisierung des im letzten Jahr vorgestellten Loupedeck hat das gleichnamige, finnische Unternehmen versucht, auf Kundenwünsche zu reagieren. Beispielsweise geriet das Loupedeck der ersten Generation durch eine sehr lockere Tastenanordnung in Kritik. Viele Nutzer vermissten ein hochwertiges Tastenfeedback, das sie sich für einen damaligen Preis von 329 Euro versprochen hatten. Unter anderem hat das der Hersteller mit dem Loupedeck+ nun verbessern wollen. Aktualisiert ist zudem die Konfigurationssoftware.

Einrichtung des Loupedeck+

Die Einrichtung ist sehr einfach: Zunächst muss die Loupedeck-Software heruntergeladen und installiert werden. Dann kann die Tastatur per USB-Kabel an den Computer (Mac oder Windows) angeschlossen werden. In der englischsprachigen Konfigurationssoftware können dann einzelne Tasten und Regler nach Belieben belegt werden. Wir haben das Bildmischpult mit Adobe Lightroom getestet. Die Handhabung hat sich deutlich verbessert. Unsere Erwartungen konnte das Loupedeck+ dennoch nicht vollends erfüllen. Immerhin ist der Preis mit 229 Euro noch sehr hoch. Dafür hätten wir eine noch bessere Verarbeitung erwartet und zudem moderne Features, wie ein integriertes Bluetooth-Modul für weniger Kabelsalat auf dem Schreibtisch.

Unserer Meinung lohnt sich die Tastatur demnach ausschließlich für Fotografen, die sehr viel Zeit mit Adobe Lightroom, Capture One (Beta-Integration) oder Aurora HDR 2018 verbringen und gerne in den Bearbeitungseinstellungen herumspielen und verschiedene Bildlooks kreieren möchten. Denn die Tastatur fördert mit all ihren Einstellelementen die Kreativität. Schnell dreht man hier noch an einem Regler oder probiert ein Preset über eine der acht belegbaren Presettasten aus. Fotografen, die hingegen genau wissen, wie sie ihren Bildlook umsetzen möchten, müssen nicht so viel Geld investieren. So ist die Zielgruppe des Loupedeck+ klar definiert.

  • Pro: Intuitive Bedienung, steigert die Kreativität
  • Contra: Sehr teuer, englischsprachig

Note: Gut, Preis: 229 €, www.loupedeck.com

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