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Leistungsstarkes Schmuckstück: Die Olympus OM-D E-M10 Mark II

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Kompakt, leicht und ergonomisch präsentiert sich die Mark-II-Version der OM-D E-M10, die sich vor allem an Einsteiger in die spiegellose Kameraklasse richtet. Der neu hinzugekommene 5-Achsen-Bildstabilisator soll nun für noch ruhigere Bilder aus der Hand sorgen.

Betrachtet man die neue OM-D E-M10 Mark II, fällt zu Beginn vor allem ihre Wertigkeit ins Auge. Das sehr kompakt gehaltene Metallgehäuse sieht nicht nur zeitlos schick aus, sondern ist auch hervorragend verarbeitet. Dies zeigt sich unter anderem bei den drei praktischen Bedienrädern im Diamantschliff-Design, die sich zudem sehr gut bedienen lassen. So lässt sich beispielsweise die Belichtung flink im Bereich von +/- 5 EV korrigieren oder der Aufnahmemodus wechseln. Überhaupt gefällt uns die schlichte Eleganz, die die spiegellose Systemkamera ausstrahlt. Darüber hinaus ist sie so klein und leicht (342 g), dass man sie so gut wie immer dabei haben möchte. Hier werden gekonnt alle Stärken der kompakten Systemkameraklasse ausgespielt.

Live-Composite-Modus

Neben den klassischen Voll- und Halbautomatikmodi findet sich bei der Einsteiger-OM-D auch die Olympus-eigene Live-Composite-Funktion, bei der man auf dem 3-Zoll-Touchscreenmonitor verfolgen kann, wie sich eine Langzeitbelichtung in Echtzeit aufbaut. Ein ideales Werkzeug für „Light Painter“ – also Fotokünstler, die vor der Linse mit Taschenlampen oder brennender Stahlwolle kunstvolle Figuren aus Licht „malen“. Doch auch Sternenfotografen werden an dem Feature ihre Freude haben.

Erst recht beim Blick auf die Bildqualität. Denn diese hat sich im Vergleich zur ohnehin bereits sehr guten Vorgängerin noch einmal im Detail verbessert. So messen wir beispielsweise bei ISO 200 scharf aufgelöste 1680 Linienpaare pro Bildhöhe – rund 97 Prozent der theoretisch möglichen Leistung des 4/3-Zoll-Live-MOS-Sensors! Zugleich wurde das Rauschverhalten optimiert. Bis ISO 3200 fotografiert man praktisch ohne störende Bildkörnung. Erst ab ISO 6400 schmälert sich der visuelle Eindruck sukzessiv. Macht unter dem Strich fast 91 Prozent im Bereich Bildqualität. Eine Steigerung von 3,5 Prozent gegenüber der OM-D E-M10, die man messen und sehen kann.

Fazit

Mit der neuen E-M10 Mark II ist Olympus ein echtes Schmuckstück gelungen. Außen in elegante Retro-Optik gehüllt bietet sie im Inneren feinste elektronische Schmankerl. Wie etwa den leistungsstarken Bildstabilisator, den innovativen Live-Composite-Modus oder den schärferen und zugleich rauschärmeren Sensor. Kurzum: Einsteiger in die Systemkamerawelt werden an der schön kompakt gehaltenen Edel-Spiegellosen ihre Freude haben. Erst recht beim Blick auf den fairen Preis: Rund 800 Euro werden inklusive Kit-Optik verlangt.

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