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Gut gepackt: 10 Fotorucksäcke für den perfekten Ausflug

Der Fotorucksack ist fast so wichtig wie die eigene Kamera. Gerade auf langen Touren zahlt sich ein durchdachter Rucksackkauf aus. Wir haben zehn Modelle getestet und deren Vor- und Nachteile notiert.

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Der Markt von Fotorucksäcken ist riesig und reicht von stylish-hipp bis nützlich unauffällig. Das zeigt auch unser Test. Während Hersteller wie Booq mit dem Slimpack einen Rucksack mittels recyceltem Material entwerfen, setzt Ortlieb mit dem Day-Shot auf eine wasserfeste Fotorucksacklösung und Vanguard mit dem Veo 42, wie viele andere Hersteller, auf eine Kombination aus Alltags- und Fotorucksack.

So haben wir getestet

Unser unabhängiges Testverfahren für die Fotorucksäcke ist in drei Schritte aufgeteilt: Zunächst werfen wir einen Blick auf die Aufteilung und Zugänglichkeit (30 Prozent) der Rucksäcke. Wo befinden sich die Fächer? Lassen sie sich schnell und intuitiv erreichen und öffnen? Außerdem kontrollieren wir, ob sich das Kamerafach einteilen lässt. Danach widmen wir uns dem Tragesystem (30 Prozent). Neben dem eigentlichen Tragekomfort prüfen wir auch, wie sicher und flexibel die Tragegriffe und Gurte angebracht sind. Im letzten Schritt des Tests nehmen wir das Material der Rucksäcke unter die Lupe und prüfen, ob die Verarbeitung hochwertig und ausreichend Schutz gegeben ist (40 Prozent). Hier vergleichen wir beispielsweise die Reißverschlüsse, Schnallen und Nähte der Rucksäcke. Ein klassisches Ausstattungsmerkmal eines guten Rucksacks ist eine im Lieferumfang enthaltene Allwetterschutzhülle, die den Kamerarucksack vor Staub, Schmutz und Regen schützt.

Eine grundlegende Frage vor dem Kauf eines Fotorucksacks richtet sich daher an das eigene Equipment und die Art der Fotografie: Wird ein großer Fotorucksack benötigt, der auch eine Halterung für ein Stativ besitzt? Oder reichen ein, zwei kleine Kamerafächer und dafür mehr Platz für andere Alltagsgegenstände? Wichtig ist auch die Umgebung, in der fotografiert wird: Während bei Fototouren in der Stadt die Reißverschlüsse des Rucksacks im optimalen Fall abschließbar sind, macht bei Fototrips in den Bergen ein Schutz gegen schlechte Witterung mehr Sinn. Bei längeren Fotowanderungen sollten Sie in jedem Fall auch auf einen Brust- und Beckengurt des Rucksacks achten. Diese beiden Hilfsmittel sind im optimalen Fall auch an die jeweilige Körpergröße individuell anpassbar und beugen so Schulter- und Nackenschmerzen vor.

Preislich ist die Spannweite der verfügbaren Rucksäcke ebenfalls groß. In diesem Test reicht sie von rund 72 bis 270 Euro. Wobei günstig nicht zwingend schlechte Qualität bedeutet. Es ist viel mehr die Ausstattung der Rucksäcke, die den preislichen Unterschied herbeiführt. Für rund 100 Euro ist aber auch schon ein toller Allrounder zu haben – das zeigt der Testsieger. Wer Ausstattungsmerkmale wie die wasserfesten Reißverschlüsse des Day-Shots von Ortlieb benötigt, muss tiefer in die Tasche greifen. Fotografen mit wenig Equipment sollten einen Blick auf den Veo 42 aus dem Hause Vanguard werfen.

Nur für Fotos oder auch für den Alltag?

Welche Art von Rucksack für jemanden infrage kommt, muss jeder für sich selbst herausfinden. Der Vorteil von Rucksäcken, die ausschließlich ein großes Kamerafach vorsehen, ist natürlich der entsprechend umfangreiche Stauraum. Fotografen mit viel Equipment sollten vorwiegend auf diese Art von Rucksäcken ein Auge werfen. In diesem Test entsprechen die Rucksäcke von Booq, Lowepro und Ortlieb diesem Schema. Doch auch die Rucksäcke mit einem Platzangebot für Alltägliches überzeugen mit Vielseitigkeit. Die „Half-Photo- Backpacks“ können sich nämlich in der Regel im Handumdrehen zu einem vollwertigen Rucksack für den Alltag umgestalten lassen. Wer also ohnehin wenig Kameraausrüstung auf Fototouren mitnimmt und ab und an einen normalen Rucksack gut gebrauchen kann, sollte sich diese Modelle ansehen.

Darauf sollten Sie beim Kauf eines Fotorucksacks achten

Tragegurte und Griffe: Ein guter Rucksack überzeugt neben bequemen Schultergurten auch mit einem gepolsterten, breiten Beckengurt. Ein Brustgurt hält die beiden Schultergurte an Ort und Stelle. Um den Rucksack per Hand zu transportieren, ist ein Haltegriff auf der Oberseite unabdingbar. Auf Reisen ist zudem eine Trolleybefestigung hilfreich.

Innenleben und Raumteiler: Das Kamerafach des Fotorucksacks lässt sich in der Regel individuell einteilen. Alle hier im Test vorgestellten Modelle verfügen über mehr oder weniger flexible Trennwände. Außerdem erleichtert ein heller Innenraum die Übersicht auf das oftmals schwarze Kamerazubehör. Fast alle Rucksäcke dieses Tests kommen mit einem Hauptfach in Grau bzw. Hellgrau daher.

Reißverschlüsse und Co.: Reißverschlüsse aus Metall haben sich für eine leichtgängige und langlebige Nutzung bewährt. Versuchen sie vor dem Kauf eines Rucksacks, die Reißverschlüsse mit nur einer Hand zu öffnen. Im Alltag liegt doch oftmals die Kamera in der anderen Hand. Ein Sonderfall in Bezug auf den Reißverschluss stellt in diesem Testfeld das Modell von Ortlieb dar. Der Day-Shot verfügt über einen groben Reißverschluss mit Gummiabdichtungen.

Wetterschutz und Material: Zum Lieferumfang des Rucksacks sollte in der Regel auch immer eine Schutzhülle gegen Regen, Staub und Schmutz gehören. Im Sommer macht sich eine silber- reflektierende Hülle bezahlt und schützt zudem schwarze Rucksäcke vor zu viel Hitze. Eine robuste Bauweise aus beispielsweise Nylon oder Canvas sichert die Kameraausrüstung, auch ohne optionale Schutzhülle. Rucksäcke ohne Schnörkeleien haben den großen Vorteil, leicht abwaschbar zu sein.

Fazit

Die Rucksäcke dieses Vergleichstests überzeugen mit tollen Ergebnissen. Die einzelnen Einsatzzwecke der Rucksäcke unterscheiden sich zum Teil voneinander. Der Testsieger, der Cullmann Ultralight Sports 300, ist ein Allrounder und richtet sich dank hochwertiger Verarbeitung sowohl an ambitionierte Hobbyfotografen als auch dank des Tragesystems an Fotografen, die viel unterwegs sind. Mit einem Preis von etwa 100 Euro ist er dazu noch vergleichbar preiswert. Gleiche Punktzahl, aber deutlich teurer ist das Modell von Evoc. Für wen 230 Euro kein Problem sind, bekommt mit dem CP 18l einen erstklassigen Outdoorrucksack mit hohem Komfort. Ist das Budget begrenzt, lohnt sich ein Blick auf den Veo 42 von Vanguard – allerdings nur, wenn Ihre Kameraausrüstung ebenfalls begrenzt ist. Bereits für 72 Euro ist hier ein Rucksack für kleinere Fototouren drin. Auch die verbleibenden Rucksäcke dieses Tests haben berechtigterweise ihre Platzierungen hier erhalten und können sich zudem meist in einer der drei Bewertungskategorien behaupten.

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