Im Canon EOS R6 V Test zeigt sich, was die neue Vollformatkamera für Content Creator und Videografen zu bieten hat. Ihre größten Stärken liegen klar im Videobereich, doch auch beim Fotografieren will sie höchsten Ansprüchen gerecht werden.

Canon EOS R6 V im Test: SEHR GUT
Pro & Kontra
+ hohe Auflösung bei Fotos
+ mit aktiver Kühlung
+ schneller Serienbildmodus
- kein elektronischer Sucher
Bewertung
- Bildqualität (40 %): 90,8 %
- Ausstattung & Bedienung (35 %): 85,4 %
- Geschwindigkeit (15 %): 98,3 %
- Video (10 %): 98,1 %
- Gesamtbewertung: SEHR GUT, 90,8 %
Ob sich Canon mit dieser Modellbezeichnung wirklich einen Gefallen getan hat? Nachdem der Hersteller Ende letzten Jahres die EOS R6 III vorgestellt hat, folgt jetzt schon die EOS R6 V.
Wie ist das denn zu erklären? Tatsächlich hat Canon nicht einfach eine Modellnummer übersprungen, denn bei der brandneuen Kamera steht das „V“ für Video und nicht für „römisch 5“.
Dennoch: Für ungewollte Irritationen hat Canon jetzt schon gesorgt. Und wir dürfen gespannt sein, wie der Hersteller das Problem, wenn die „normale“ EOS R6 tatsächlich bei der fünften Generation ankommt. Doch sei es drum: Schauen wir uns das neue Modell, das dediziert als „Videofirst“-Kamera ausgewiesen ist.

Dank aktiver Kühlung kann die Kamera im Standard-Modi unbegrenzt filmen, bis die Speicherkarte voll ist. Hierfür stehen im Übrigen ein CFexpress Typ B Slot und ein SD UHS-II Slot zur Verfügung. Bei voller 7K-Auflösung (6.960x4.640) kommt die EOS R6 V auf bis zu 30 fps. In der Auflösung 6.960 x3.672 sind sogar 60 fps möglich.
Dass die Kamera konsequent auf Content Creator ausgelegt ist, für die gewöhnliche Hybrid-Kameras in der Filmproduktion zu viele Kompromisse erfordern, merkt man in vielen Details. So helfen Dual-Aspect-Marker dabei, parallelen Produktion für unterschiedliche Plattformen und Formate zu ermöglichen.
Zudem unterstützt die Kamera Open-Gate-Aufzeichnungen im 3:2-Format. Das bedeutet in der Praxis, dass der gesamte Sensor vertikal und horizontal ausgelesen wird, so dass Sie problemlos Hochkant- und Querformatvideos parallel aufzeichnen können.
Ein weiteres praktisches Detail für Filmer: Die Kamera bringt nicht nur unten, sondern auch auf der linken Seite ein Stativgewinde mit, was Hochkantaufnahmen deutlich erleichtert.
Jede Menge Speed

Für verwacklungsfreie Fotos und Videos sorgt der integrierte Bildstabilisator, der bis zu sechs Blendenstufen ausgleicht. In Kombination mit kamerainterner Stabilisierung sind sogar acht Blendenstufen möglich.
Trotz ihres Fokus auf Video lässt sich die Kamera auch uneingeschränkt für Sport- und Actionfotos nutzen, denn im Serienbildmodus schafft die EOS R6 V stolze 40 Aufnahmen pro Sekunde.
Kein Wunder, dass die Kamera in unserem Testlabor deshalb nicht nur in der Kategorie „Video“, sondern auch im Bereich „Geschwindigkeit“ Bestnoten einfahren konnte.
DigitalPHOTO-Fazit
Die Canon EOS R6 V wird Content Creator begeistern. Gleichzeitig ist sie, bis auf den fehlenden elektronischen Sucher, auch eine erstklassige Fotokamera.
Im Vergleich zur Konkurrenz punktet sie mit ihrer hohen Fotoauflösung und ihrer aktiven Kühlung, die lange Aufnahmen ermöglicht.

