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Die besten Nikon-Kameras: D750, D7200, D610, D5300 & D5600 im Test

Nikon blickt bereits auf 100 Jahre Unternehmensgeschichte zurück, entsprechend groß ist das Produktportfolio des japanischen Herstellers. Wir möchten Ihnen deshalb helfen, die richtige Kaufentscheidung zu treffen. Vor kurzem haben wir Ihnen Canon-Kameras vorgestellt, deren Anschaffungspreis 1.500 Euro nicht übersteigt. Heute stellen wir Ihnen unsere 5 Nikon-Favoriten unter 1.500 Euro vor. Darunter auch die Nikon D750 zu einem echten Kampfpreis! Selbstverständlich wurden alle vorgestellten Kameras in unserem unabhängigen Testlabor geprüft!

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Nikon D750, D7200, D610, D5300 und D5600 im Test

Nikon D750 - Vollformat-DSLR

Die Nikon D700 ist bei Profis, die leichtes Equipment schätzen, seit Jahren beliebt. Allerdings hat das 2008 erschienene Modell schon über ein Jahrzehnt auf dem Buckel und ist damit alles andere als taufrisch. Genau deshalb hat sich Nikon des Bestseller angenommen und ihm 2014 einen Nachfolger spendiert: die D750, die laut Hersteller in weiten Teilen komplett neu entwickelt wurde. Die Spiegelreflexkamera bringt, wie bereits der Vorgänger, einen Vollformat-Sensor mit, der gegenüber der D700 die doppelte Pixelmenge mitbringt: Statt 12,1 Megapixel können sich Fotografen über 24,3 Millionen Bildpunkte freuen. Damit besitzt sie die gleiche Pixeldichte wie die kleine Schwester D610 (s. Galerie oben) – an die enormen 45,7 Megapixel der D850 kommt sie allerdings nicht heran. Dafür verfügt die D750 über den schnellen Expeed-4-Bildverarbeitungsprozessor, sie D610 arbeitet dagegen mit der etwas langsameren Vorgängerversion Expeed 3.

Die neuere Generation von Bildsensor ermöglicht nicht nur eine höhere Bildqualität, sondern auch eine deutlich schnellere Bildverarbeitung bei niedrigerem Stromverbrauch. Auch professionelle Videofilmer sind als Käufer fest eingeplant. Das zeigen die umfangreichen Videoaufnahmefunktionen und Auflösungen der D750. So erlaubt die DSLR unter anderem High-Speed-Videoaufnahmen mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Maximal steht Full-HD für die Aufnahme bereit. Auf einen 4K-Videomodus, wie ihn etwa die Panasonic Lumix GH4 bietet, wird indes verzichtet. Zur Tonaufnahme besitzt die D750 ein eigenes Stereo-Mikrofon mit guter Qualität. Wer jedoch professionell produziert, sollte ein externes Mikro einsetzen, um Körpergeräusche der Nikon-DSLR während der Aufzeichnung zu vermeiden. Etwa das Summen des Fokus oder Berührungen durch den Kameramann.

WLAN und Klappdisplay

Ein Novum bei Nikons Topmodell ist die Integration eines klappbaren Displays für den Live-View-Modus bei der Foto- und Videoaufnahme. Dieses zeigt sich mit über 1,2 Mio. Bildpunkten nicht nur äußerst hochauflösend, sondern auch flexibel: 90 Grad nach oben und 75 Grad nach unten lässt sich der 3,2-Zoll-Monitor neigen. Insbesondere bei Filmaufnahmen erweitert dies die Möglichkeiten der Kamera deutlich – auch wenn es sich, anders als bei einigen Canon-Kameras üblich, nicht komplett drehen und neigen lässt. Alternativ steht dem D750-Käufer ein Pentaprismasucher mit 100 Prozent Bildabdeckung zur Verfügung. Ebenfalls neu bei Nikon in diesem Segment ist die integrierte WLAN-Funktionalität: Die Kamera schaltet sich als Hotspot ein, Smartphones oder PCs/Macs können sich mit der Kamera verbinden und dort die Bilder herunterladen. Leider hat Nikon auf eine sichere Verbindung verzichtet, was eine potenzielle Sicherheitslücke darstellen kann. Übrigens, mit der App lässt sich die Kamera auch fernsteuern, allerdings ist die Funktionalität noch ausbaubar – hier bieten andere Hersteller im Vergleich mehr Möglichkeiten. Verzichtet wird auf einen internen GPS-Empfänger, der die Aufzeichnung von Geo-Informationen erlaubt hätte. Jedoch können diese auf Wunsch über die Nikon Wireless Mobile Utility-App gesichert werden und am PC mit den Bildern zusammengefügt werden. Wie etwa die D7100 verfügt auch die D750 über ein doppeltes Speicherkartenfach. In diesem Fall finden zwei SD-Karten Platz, die zum Beispiel für Foto-Back-ups oder zur parallelen Aufnahme von RAW und JPEG verwendet werden können – in der Praxis hat der Dual-Slot zahlreiche Vorzüge.

Fotografische Höchstleistungen

Durch die effektive Messfeldgruppen-Steuerung können mit der D750 schnell bewegende Objekte zuverlässig eingefangen werden, was sich insbesondere bei der Serienbildaufnahme positiv bemerkbar macht. Hier verspricht Nikon 6,5 Bilder pro Sekunde in höchster Auflösung. In unserer Messung stellte sich jedoch heraus, dass sie sogar noch schneller ist: Ganze acht Bilder im JPEG-Fine-Format bei höchster Auflösung jagte die Kamera pro Sekunde auf die Speicherkarte. Top! Auffällig ist die unglaublich geringe Einschaltzeit der D750. Sie ist praktisch direkt betriebsbereit und so fl ott, dass wir die genaue Zeit nicht mehr stoppen konnten. Fotos sind bis ISO 3200 hervorragend, erst bei höheren Werten ab ISO 6400 ist ein leichter Abfall der Detailtreue messbar. Oberhalb von ISO 12.800 zeigt die Kamera deutlichen Detailverlust, der sich allerdings im Rahmen des bei Vollformat-Kameras üblichen Bereichs einordnet. Der maximal mögliche ISO-Bereich liegt bei ISO 50 am unteren Ende der Empfindlichkeitsskala bis hoch zu ISO 51.200 – das Fotografieren in diesem Hochempfindlichkeitsmodus ist allerdings wie bei allen Kameras nur in Extremsituationen zu empfehlen, denn auch die D750 quittiert den Einsatz höchster ISO-Werte mit Rauschen und unschönem Detailverlust. Überstrapaziert man den ISO-Wert jedoch nicht, ist auch bei schwachem Licht mit detailreichen und rauscharmen Bildern zu rechnen. Kurzum: Die Bildqualität der D750 ist hervorragend. Schärfe, Kontrast und Detailreichtum stimmen. Darüber hinaus gefällt uns der große Dynamikumfang von rund zehn Blendenstufen zwischen ISO 100 und ISO 400.

Funktional und robust

Die Nikon D750 kommt im robusten Magnesium-Gehäuse daher und ist gegen Staub und Spritzwasser geschützt, eignet sich somit in Verbindung mit entsprechend abgedichteten Objektiven hervorragend für den Außeneinsatz oder die Reportagefotografie. Im Normalbetrieb kann die Kamera zudem kostengünstiges DX-Equipment nutzen: Wie schon die D610 verfügt auch die D750 über einen speziellen DX-Modus, der die Verwendung der DX-Objektivklasse für den APS-C-Sensor erlaubt – und damit DSLR-Aufsteigern den Weg zum Vollformat ebnet, da zunächst keine neuen Objektive angeschafft werden müssen. Technisch bedingt reduziert sich bei der Nutzung des DX-Modus allerdings die Auflösung auf 3936 x 2224 Pixel, da nur ein Teil des Bildsensors verwendet wird. Im FX-Modus werden bis zu 6016 x 4016 Pixel aufgezeichnet. Im Studio erweist sich das integrierte i-TTLBlitzgerät der D750 als praktischer Helfer, da es im Rahmen des Nikon Creative Lighting-Systems auch als Mastergerät zur Steuerung weiterer Blitzgeräte eingesetzt werden kann. Langlebig präsentiert sich der Verschluss aus Kevlar-Kohlefaser-Verbundmaterial. Er wurde auf 150.000 Auslösungen getestet. Es darf also fleißig fotografiert werden. Hier zeigt sich jedoch auch ein (kleiner) Kritikpunkt der D750: Die Verschlusslebensdauer ist auf dem Niveau der kleineren Schwester D610. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der kürzest möglichen Verschlusszeit: Die D750 erlaubt minimal 1/4000 Sekunde. Im Langzeitbereich bietet sie 30 Sekunden plus Bulb.

> Zur Nikon D750

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