Die beste Streetfotografie Kamera ist unauffällig und verfügt über einen präzisen Autofokus. Wir testen die besten Modelle und helfen Ihnen bei der richtigen Wahl.

Die 8 besten Streetfotografie Kameras 2025 im Test
Die beste Kamera für die Streetfotografie muss vor allem eines bieten: ein echtes fotografisches Erlebnis. Denn Streetfotografie bedeutet, ganz im Moment aufzugehen und flüchtige, einzigartige Szenen des Alltagslebens einzufangen. Entsprechend sollte eine gute Street-Kamera schnell, reaktionsfreudig und unauffällig sein.
In dieser Auswahl findest du deshalb vor allem kompakte und spiegellose Kameras, bei denen das Hauptaugenmerk auf Schnelligkeit liegt. Für die Streetfotografie ist ein großer Zoombereich meist nicht notwendig – viele der hier vorgestellten Kompaktkameras setzen deshalb auf lichtstarke Festbrennweiten statt Zoomobjektive.
Das sorgt für bessere Bildqualität und größere Blendenöffnung, auch wenn man auf Flexibilität beim Zoomen verzichtet. Wer sich mit Streetfotografie auskennt, wird sich kaum wundern, dass meine Top-Empfehlung die wunderschöne Fujifilm X100VI ist.
Aber es gibt viele großartige Alternativen – etwa die kürzlich erschienene Ricoh GR IV, die wir hoffentlich bald testen können.
Alle Kameras in dieser Liste wurden von unserem Team umfassend getestet – viele davon habe ich persönlich auf den Straßen von London und anderen Städten im Einsatz gehabt. Lies weiter und finde heraus, welche Modelle es in unsere Auswahl der besten Street-Kameras geschafft haben.
1. Fujifilm X100VI – beste Kamera für Streetfotografie insgesamt

Pro und Kontra
+ Scharfes Objektiv, exzellenter Sensor
+ Klappbarer Touchscreen
- Festbrennweite (kein Zoom)
- Wetterfestigkeit kostet extra
Viel Stil trifft auf erstklassige Technik – die Fujifilm X100VI lässt kaum Wünsche offen. Als fünfte Generation dieser beliebten Kompaktkamera-Serie mit Festbrennweite verzichtet sie bewusst auf Zoom-Flexibilität zugunsten eines vielseitigen 23-mm-Objektivs (äquivalent) und hervorragender Bildqualität.
In unserem Test hat uns die Kamera schlicht begeistert – ich würde sogar sagen, dass sie zu den am meisten „spaßmachenden“ Kameras gehört, die je gebaut wurden.
Die X100VI ist wie gemacht für die Streetfotografie: klassische Einstellräder erinnern an analoge Zeiten, der hybride optisch/elektronische Sucher gehört zu den besten seiner Art. Das hat natürlich seinen Preis – aber wer bereit ist, zu investieren, wird mit einer außergewöhnlichen Kamera belohnt.
2. Ricoh GR IIIx – Wie unauffällig darf es sein?

Pro und Kontra
+ Kompakt und leicht
+ Großer APS-C-Sensor
+ Kein Klappdisplay
+ Optischer Sucher nur gegen Aufpreis
Die Ricoh-GR-Serie genießt unter Street-Fotograf:innen längst Kultstatus. Fans schwärmen vom schlanken Design in Kombination mit einem großen APS-C-Sensor. Ein Erfolgsrezept, das auch die GR IIIx perfekt umsetzt. In der speziellen „Street Edition“ wird die Kamera sogar mit einem aufsteckbaren optischen Sucher und gelbem Akzent ausgeliefert – ein echter Hingucker.
Die Ausstattung kann sich sehen lassen: Drei-Achsen-Bildstabilisierung, ein beeindruckender ISO-Bereich bis 102.400 und eine Startzeit von unter einer Sekunde machen die GR IIIx zur idealen Begleiterin auf der Straße.
Alternativ gibt es auch die Ricoh GR III, technisch nahezu identisch – der entscheidende Unterschied liegt im Objektiv: Statt eines 40-mm-äquivalenten Objektivs setzt sie auf ein 28-mm-Äquivalent. Welche besser zur Streetfotografie passt, ist Geschmackssache: Wer gerne weitwinklig arbeitet, greift zur GR III, wer lieber etwas „näher dran“ ist, zur GR IIIx.
Spannend: Ricoh hat mit der GR IV kürzlich den Nachfolger angekündigt – mit neuem 25,7-MP-Sensor und verbessertem GR ENGINE 7-Prozessor.
3. Leica Q3 – die Edelkompaktkamera

Pro und Kontra
+ Hervorragende Bildqualität mit 60 MP
+ 8K-Video Motiverkennung und -verfolgung
+ Einfach zu bedienen
- Autofokus zur Tierverfolgung ist unzuverlässig
- Ohne optionalen Griff auf Dauer unbequem zu halten
- Teuer
Die 60-MP-Auflösung der Leica Q3 wissen durchweg zu beeindrucken – die Kamera liefert atemberaubende Bilder mit feinsten Details. Besonders gefallen hat uns die digitale Crop-Funktion, die dem fest verbauten 28-mm-f/1.7-Objektiv eine spielerische Komponente verleiht.
Jede Aufnahme zeigt die exzellente Bildverarbeitung von Leica: Farben wirken lebendig, der Dynamikumfang ist außergewöhnlich. Der Autofokus arbeitet schnell und präzise, vor allem bei der Personen- und Augenerkennung, die zuverlässig funktioniert.
Weniger überzeugend war dagegen die Tiererkennung. Oft werden unbelebte Objekte fälschlicherweise als Tiere erkannt – ein Problem, das sich mit einem Firmware-Update möglicherweise beheben lässt. Auch wenn die Q3 hochauflösendes 8K-Video in professionellen Codecs liefert, hat die Bildstabilisierung bei freihändigen Aufnahmen spürbar ihre Schwächen.
Trotz dieser Kritikpunkte bleibt die Leica Q3 eine außergewöhnliche Kamera für den Alltag und zählt für uns zu den besten Kompaktkameras für die Streetfotografie. Leider hat das Ganze einen Haken: Der hohe Preis macht sie für viele unerschwinglich, was wirklich schade ist.
4. Fujifilm X-M5 – auch für Videografen

Pro und Kontra
+ Extrem kompakt
+ 6.2K Open-Gate-Video
+ Neuer Prozessor für Motiverkennung und -verfolgung
+ Vlogging- und Hochkant-Video-Modi
- Kein Sucher
- Mittelmäßiges Kit-Objektiv
- Große Hände könnten Schwierigkeiten haben
Die Fujifilm X-M5 ist eine ideale Wahl für Streetfotografen, die eine kompakte, leistungsfähige und zugleich erschwingliche Kamera suchen. Mit ihrem stilvollen und ergonomischen Design passt sie bequem in die Jackentasche – perfekt für längere Einsätze in der Stadt.
Die Bildqualität überzeugt auf ganzer Linie und kann sogar mit deutlich teureren Modellen wie der Fujifilm X100VI mithalten, bei etwa der Hälfte des Preises.
Zwar fehlt ein Sucher, was vor allem Nutzer klassischer Kameras zunächst stören könnte. Wer jedoch das Fotografieren mit dem Smartphone gewohnt ist, wird sich schnell an die Bildkomposition über den hochwertigen Touchscreen gewöhnen.
Der Autofokus arbeitet zuverlässig und profitiert von Fujifilms intelligenter Motiverkennung, die Personen und Tiere präzise verfolgt.
Auch für Videografen ist die X-M5 interessant: Dank Open-Gate-Aufnahme lassen sich Inhalte flexibel in verschiedenen Seitenverhältnissen nutzen – ein Vorteil für die Produktion plattformübergreifender Videos.
Insgesamt bietet die Fujifilm X-M5 ein starkes Gesamtpaket aus Mobilität, Funktionalität und Bildqualität und ist damit eine der spannendsten Optionen für die Streetfotografie im kompakten Format.
5. Fujifilm GFX100RF – Mittelformat für unterwegs

Pro und Kontra
+ Wunderschönes Design und exzellente Verarbeitung
+ Erstaunlich kompakt und leicht für eine Mittelformatkamera
+ Überragende Bildqualität mit 102 MP
+ Digitale Crop-Modi machen die Festbrennweite vielseitiger
- Keine interne Bildstabilisierung, was Aufnahmen bei wenig Licht und Video einschränkt
- Max. Blende f/4 ist etwas limitiert
- Kein hybrider optischer Sucher wie bei anderen Fujifilm-Modellen
Fujifilm hat das digitale Mittelformat revolutioniert und damit Dinge ermöglicht, die früher undenkbar waren. Die GFX100RF ist in dieser Hinsicht eine echte Offenbarung: Im Grunde ist sie eine großformatige Version der X100VI, gedacht für alle, die bereit sind, etwas Tempo und Kompaktheit gegen eine atemberaubende Bildqualität einzutauschen.
Über 100 Megapixel auf einem großen Sensor? Beim Sichten der Testbilder konnte wir nur staunen.
Trotz ihrer Größe ist die GFX100RF kein reiner Studiobolide – mit Serienbildgeschwindigkeit von 6 Bildern pro Sekunde und einem schnellen Autofokus auf dem Niveau anderer Fujifilm-Modelle eignet sie sich durchaus auch für die Straße.
Die Kamera schafft es, spontane Momentaufnahmen mit der Tiefe und Tonalität eines hochwertigen Mittelformatporträts festzuhalten, das ist schon etwas Besonderes.
In schwachem Licht kommt sie an ihre Grenzen: Bei nächtlichen Streifzügen durch Prag mit nichts als Straßenlaternen und Schaufensterlicht gelingen zwar noch scharfe Aufnahmen bei etwa 1/25 Sekunde, aber die X100VI mit ihrer integrierten Bildstabilisierung schneidet hier klar besser ab.
Hinzu kommt, dass das Objektiv der GFX100RF mit einer maximalen Blende von f/4 eher lichtschwach ist.
Trotzdem: Dass Fujifilm eine Mittelformatkamera gebaut hat, die sich fast wie eine Kompaktkamera nutzen lässt und dabei 102-Megapixel-Bilder mit beeindruckender Tiefe liefert, ist eine echte technische Meisterleistung.
Und erstaunlicherweise ist die GFX100RF nicht einmal die teuerste Kamera in dieser Liste.
6. Fujifilm X-T5

Pro und Kontra
+ 40-MP-Fotos
+ Serienaufnahme mit 15/20 Bilder pro Sekunde
+ Leichter als die X-T4
- Manuelle Einstellräder sind nicht jedermanns Sache
- Die X-H2S ist die bessere Wahl für Geschwindigkeit
- Kein 8K-Video
Die Fujifilm X-T5 ist der neueste Vertreter der X-T-Serie und fühlt sich für uns eher wie eine konsequente Weiterentwicklung als ein kompletter Umbruch an. Für Streetfotografen – besonders für alle, die gerne Filmsimulationen nutzen – ist sie ein klassisch anmutender Begleiter im Stil einer analogen SLR, kombiniert mit moderner Technik.
Die traditionellen Einstellräder auf der Oberseite gefallen uns besonders gut. ISO und Belichtungszeit lassen sich damit schnell und intuitiv ändern, das sorgt für ein angenehmes, haptisches Fotografiererlebnis. Im Vergleich zur beliebten X-T4 bietet die X-T5 einen neuen 40,2-MP-Sensor sowie 10-Bit-Video in 6.2K bei 30p und das bei weiterhin geringem Gewicht.
Ein echtes Highlight ist das in drei Richtungen neigbare Touchdisplay, das beim Fotografieren maximale Flexibilität erlaubt. In Design, Bedienung und Handling hebt sich die X-T5 klar von anderen Modellen wie der Fujifilm X-H2 ab und bietet ein ganz eigenes, charakterstarkes Nutzererlebnis.
7. Sony RX100 VII

Pro und Kontra
+ Extrem schnelle Serienbildaufnahme
+ Sehr schneller Autofokus
- Klein, eng und fummelig in der Bedienung
- Teuer
Eins vorab: Eine Kamera bekommt nicht ohne Grund sieben Modellgenerationen, das Konzept muss stimmen. Die Sony RX100 VII ist der neueste Vertreter einer Reihe herausragender Kompaktkameras im Mini-Format.
Sie kombiniert ein Zeiss-Objektiv mit 24–200 mm Brennweite (äquivalent) mit einem extrem ausgeklügelten Autofokussystem und beeindruckender Serienbildgeschwindigkeit – ein perfektes Paket für alle Streetfotografen.
Diese Technik hat allerdings ihren Preis. Die gute Nachricht: Wer den Preis der RX100 VII zu hoch findet, kann sich auch bei den Vorgängermodellen umsehen. Viele davon sind weiterhin erhältlich.
8. Leica M11 Monochrom

Pro und Kontra
+ Makellose Schwarzweiß-Bildqualität
+ Überragend bei wenig Licht
- Extrem teuer
- Rückseitiges Display nicht beweglich
Die Leica M11 Monochrom richtet sich ganz klar an eine spezielle Zielgruppe. Als rein schwarzweiß aufnehmende Messsucherkamera mit manuellem Fokus hebt sie sich deutlich von gängigen Digitalkameras ab. Kein Video, ein stolzer Preis von rund 11.000 Euro – doch genau diese Eigenschaften machen sie so besonders.
Was für viele wie Einschränkungen wirkt, empfinden andere als Bereicherung. Die M11 Monochrom zwingt zu einem bewussteren Fotografieren, ganz im Stil der analogen Zeit.
Jeder Auslösemoment wird zur überlegten Entscheidung – ein entschleunigter, fast schon meditativer Prozess.
Natürlich ist die M11 Monochrom nicht für jeden gemacht und das weiß Leica auch. Doch für alle, die genau diese Kombination aus kompromissloser Schwarzweiß-Fotografie und puristischer Bedienung schätzen, ist diese Kamera wohl das bisher gelungenste Modell ihrer Art.
Wie wählen Sie die beste Kamera für Streetfotografie aus?
Die besten spiegellosen Kameras und Kompaktkameras mögen mit vielen Funktionen glänzen, aber nur bestimmte Eigenschaften machen eine Kamera wirklich ideal für diesen Einsatzzweck.
Für uns muss eine gute Street-Kamera vor allem klein und unauffällig sein. Es ist entscheidend, in der Umgebung aufzugehen und Szenen zu beobachten, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Große Gehäuse und wuchtige Objektive fallen einfach zu sehr auf – das ist für Streetfotografie nicht optimal.
Ebenso wichtig ist die Geschwindigkeit. Ein schneller Autofokus und ein verlässlicher Serienbildmodus sorgen dafür, dass ich den entscheidenden Moment nicht verpasse.
Auch die Bedienung spielt eine große Rolle. Wichtig sind logisch angeordnete, gut erreichbare Tasten und Einstellräder, mit denen ich schnell reagieren kann – ohne lange im Menü suchen zu müssen. Zeit ist auf der Straße schließlich immer knapp.
Und nicht zuletzt zählt das Gewicht. Wenn ich die Kamera den ganzen Tag um den Hals oder auf der Schulter trage, darf sie nicht zur Last werden. Die ideale Street-Kamera ist leicht, kompakt und jederzeit bereit, den perfekten Moment einzufangen.
DigitalPHOTO-Fazit
Streetfotografie lebt von Spontaneität, Beobachtungsgabe und dem richtigen Gespür für den Moment und genau das muss auch eine gute Kamera für diesen Einsatzzweck mitbringen.
Unser Vergleich zeigt: Es gibt nicht die eine perfekte Street-Kamera, sondern verschiedene Lösungen für unterschiedliche Ansprüche – vom kompakten Klassiker über kreative Speziallösungen bis hin zum technischen Powerhouse.
Ob Leica Q3 mit Stil und High-End-Bildqualität, die Fujifilm X100VI als vielseitiger Alleskönner, oder die Ricoh GR IIIx im ultrakompakten Format: Allen Modellen gemeinsam sind Schnelligkeit, intuitive Bedienung und das gewisse Etwas, das den besonderen Moment nicht nur einfängt, sondern erlebbar macht.
Entscheidend ist am Ende, welche Kamera sich für Sie am besten anfühlt. Wer Wert auf Mobilität, Diskretion und Bildqualität legt, findet in dieser Liste garantiert das passende Modell. Sei es für den nächsten Streifzug durch die Großstadt oder die ruhigen, unauffälligen Beobachtungen am Straßenrand.