Der Wildlife Photographer of the Year wurde 1965 vom BBC Wildlife Magazine ins Leben gerufen. Seit 1984 beteiligte sich das Natural History Museum an der Durchführung des Wettbewerbs, der heute ausschließlich von dem besagten Museum durchgeführt und geleitet wird.
Die Seeanemone schreckt viele Fische aufgrund Ihrer schmerzhaften Stiche ab, jedoch nicht den Clownfisch. Sein Körper ist mit einer Art Schleim-Membrand bedeckt, die es ihm ermöglicht ohne Schäden in der Pflanze zu verweilen. Beide Parteien profitieren von dieser Co-Existenz. So bietet die Seeanemone dem Clownfisch Schutz, er wiederrum schützt diese vor natürlichen Feinden. Falls Sie die Besonderheit des Fotos noch suchen: Schauen Sie in den Mund der Fische. Sind das Augen? Richtig gesehen, im Mund der Fische sitzt eine Zungenassel. Dieser Parasit gelangt durch die Kiemen der Fische in den Mundraum, mit den Beinen in der Zunge fixiert ernährt sich der Parasit zunächst vom Blut des Fisches, bis die Zunge letztlich abstirbt. Diesen Platz nimmt der Parasit ein und kann so mehrere Jahre im Mundraum des Tieres verbleiben.
Der Wettbewerb Wildlife Photographer of the Year zielt darauf ab, die besten Naturfotografien weltweit zu prämieren. Die gezeigten Fotos sollen Neugier wecken und außerdem der Wildlife-Fotografie als Kunstform gerecht werden. In diesem Jahr verbuchte der Wettbewerb laut eigenen Angaben fast 50.000 Einsendungen von Profis und Amateuren, aus insgesamt über 92 Ländern. Die Verkündung der Gewinner findet am 17. Oktober im Natural History Museum, Hintze Hall, statt. Die Bewerbungskriterien richten sich unter anderem nach der Kreativität, Originalität und technischer Umsetzung. Seit diesem Jahr bildet die Ausstellung eines gigantischen Blauwal-Skeletts das Herzstück des Museums, für staunende Blicke dürften demnach nicht nur die ausgezeichneten Fotografien sorgen.