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„Sand ist Gift für die Kamera, und der Wind wirbelte ihn bis auf Kopfhöhe hoch.“ – Martina Becker-Lenz im Kurzinterview

Martina Becker-Lenz aus Münster fotografiert als Hobbyfotografin und findet darin einen Ausgleich zur Arbeit. Sie schätzt vor allem die Kreativität, dabei. Das Fotografieren hat sie gelehrt, genauer hinzuschauen. Ihr Schwerpunkt liegt in der Streetfotografie, zuletzt hat sie sich nun aber auch vermehrt an Landschaften gewagt.

Nachgefragt: Martina Becker-Lenz im Kurzinterview

Woist diese Aufnahme entstanden und was hat Sie an diesem Ort gereizt?

Die Aufnahme ist auf Langeoog entstanden. Gereizt hat mich die unwirkliche Stimmung: Eine Sturmflut kam auf, es war entsprechend windig, und gleichzeitig lag noch etwas Frühnebel über dem Strand. Teilweise kämpfte sich schon die Sonne durch.

Die einsame Figur prägt das Bild. Wie kam es zu dieser Komposition?

Die Person in der Mitte ist für mich ein Anker, ohne sie wäre das Foto zu leer. Zugleich lässt sich die Weite besser einschätzen, und sie bildet einen Bezugspunkt zur kleinen Gruppe hinten rechts.

Was reizt Sie an der Schwarzweiß-Fotografie besonders?

Ich fotografiere fast nur in Schwarzweiß, weil es stärker reduziert und ich mich so besser auf das Motiv konzentrieren kann. Ich überlege bei jedem Foto, ob mir Farbe einen Mehrwert für das Endmotiv gibt oder nicht.

Wie herausfordernd waren die Bedingungen bei der Aufnahme?

Sehr. Sand ist Gift für die Kamera, und der Wind wirbelte ihn bis auf Kopfhöhe hoch. Ich hatte sie meist unter der Jacke versteckt und nur für einzelne Aufnahmen herausgeholt. Wegen der Verwacklungsgefahr erhöhte ich zudem die ISO.

Worauf achten Sie bei Ihren Fotos?

Dass man meine Bildsprache versteht und ein Bild etwas im Betrachter auslöst. Das kann eine schöne Stimmung sein. Fotos dürfen aber auch irritieren oder nachdenklich machen.

Haben Sie einen Tipp für atmosphärische Aufnahmen?

Das Licht ist bei Landschaftsaufnahmen entscheidend. Selbst die schönste Location lässt sich nicht in Szene setzen, wenn das Licht nicht mitspielt.

Mehr über den Fotografen

fotocommunity: marbele

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