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Leserinterview: 10 Fragen an Nicolai Brügger

Nicht immer läuft alles nach Plan, manchmal ist Improvisation angesagt – so ging es auch Nicolai Brügger, der eigentlich Schloss Neuschwanstein von der bekannten Marienbrücke aus fotografieren wollte, eigentlich.

Wann ist das Foto entstanden?

Ich machte das Bild im Mai 2016 während eines Sonnenuntergangs.

War es eine geplante Aufnahme?

Ja, eigentlich wollte ich das Schloss von der Marienbrücke aus fotografieren, allerdings war diese an dem Tag gesperrt, was mich dazu brachte, nach einem alternativen Platz zu suchen – so entdeckte ich diese Perspektive, mit der ich aber auch sehr zufrieden bin.

Fotografieren Sie nur Landschaften?

Ich fotografiere hauptsächlich Landschaften, denn so habe ich meine Ruhe und niemand sagt mir, was ich zu tun oder zu lassen habe. Mich interessiert allerdings auch noch zu einem gewissen Teil die Porträtfotografie.

Sind Sie auf Ihren Reisen in der Regel allein unterwegs?

Ja, aber das liegt auch an meiner Arbeit, denn ich habe oft frei, wenn andere Menschen arbeiten müssen. Generell habe ich aber nichts gegen Gesellschaft, wenn ich fotografiere.

Erleben Sie viel durch Ihre Fotografie?

Ja, das tue ich tatsächlich! Ich suche mir häufig Orte heraus, die etwas weiter entfernt sind und an denen ich im besten Fall noch nicht war. So komme ich etwas herum und eigentlich jedes Foto wird auf diese Weise zu einem kleinen Erlebnis. Es lässt sich natürlich nicht alles planen, aber etwas Spontaneität kann nicht schaden.

Wie beschreiben Sie ihre Arbeitsweise?

Im Grunde ganz einfach: Ich fahre oder laufe meistens so früh los, dass ich noch eine Stunde vor Sonnenauf- oder -untergang Zeit habe, nach einem geeigneten Spot zu suchen und warte dann, bis der Himmel anfängt zu leuchten. Für mich ist das der perfekte Zeitpunkt, um meine Bilder zu machen.

Dann verbringen Sie auf diese Weise viel Zeit in der Natur?

Ja, ich verbringe sehr viel und sehr gerne Zeit in der Natur, auch wenn ich gerade nicht fotografiere, gehe ich gerne spazieren. Ich mag es einfach, draußen an der frischen Luft zu sein.

Wie oft benutzen Sie ein Stativ?

So gut wie immer, da ich oft etwas längere Belichtungszeiten in Kombination mit einem Filter verwende. Dazu kommt, dass die Blende relativ weit geschlossen ist. Das macht es für mich zur Pflicht, ein Stativ mitzunehmen.

Worauf sollte man Ihrer Meinung nach bei Landschaftsaufnahmen achten?

Definitiv auf die Planung. Ich sitze manchmal stundenlang am PC, um das Wetter, die Position der Sonne und andere Variablen so zuverlässig wie möglich vorhersagen zu können.

Was machen Sie mit Ihren Fotos?

Entweder teile ich meine Fotos in den sozialen Medien oder lasse sie mir auf Leinwand ausdrucken. Auch die Galerie auf www.digitalphoto.de nutze ich, um meine Fotos zu teilen und um an Wettbewerben teilzunehmen.

Leserinterview - Der Fotograf

Nicolai Brügger

Der 29-jährige Altenpfleger Nicolai Brügger entdeckte die Fotografie in jungen Jahren für sich. Damals fotografierte er noch mit einer Handykamera, das bereitete ihm schon so viel Spaß, dass er bald auf seine erste digitale Spiegelreflexkamera umstieg.

Equipment:

Nikon D600

Tamron SP 15-30mm

Sirui Stativ

Haida 0,9 GND-Filter

Die gesamte Ausgabe der DigitalPHOTO 7/2018 finden Sie hier.

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