Platz 7: Kältestarre (Bild: Herbert Wagner, Pliening )
Idee:
Mit großem Abbildungsmaßstab, vielen Details und starker Schärfentiefe wird die in der Morgenstarre befindliche Fliege gezeigt.
Gestaltung:
Das Bild lebt von der extremen Größe und seiner Detailgenauigkeit. Die Perspektive ist gut. Etwas störend ist vielleicht der angeschnittene Flügel.
Technik:
Ein Focus-Stack aus insgesamt 25 Aufnahmen, angefertigt mit Hilfe eines Makroschlittens. Die Blüte mit der Fliege wurde mit einem Klemmhalter am Boden fixiert. Das Objektiv war in Retrostellung über einen einfachen Adapter angeschlossen.
Panasonic GX7 | Nikkor 2,8/20 mm | Zeit variabel | F/11 | ISO 200
Die größte Herausforderung in der Makrofotografie ist, nach der erfolgreichen Überwindung der technischen Hürden die Gestaltung des Fotos nicht zu vergessen. Denn tatsächlich werden die meisten Makrofotos nicht „mal eben so“ fotografiert, sondern die Fotografen haben viel Geld und Mühe in das technische Equipment und den Aufbau investiert – damit Fotos mit einem so großen Abbildungsmaßstab überhaupt gemacht werden können. Um als Wettbewerbsfoto bestehen zu können, muss eine Aufnahme als Ganzes überzeugen. Und hier beginnt die eigentliche Kunst: Bei aller Freude über die Sichtbarmachung der kleinsten Gegenstände, Pflanzen oder Tiere liegt es am Fotografen diese schließlich so darzustellen, dass die Betrachter in dem Bild mehr sehen als nur eine Vergrößerung des Kleinen.
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