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Die beste Handykamera im Test: 8 Smartphones im Vergleich (Topmodelle)

Wer im Urlaub, beim abendlichen Spaziergang oder in der Familie das Smartphone zum Fotografieren zückt, legt meist mehr Wert auf Praxistauglichkeit als auf rekordverdächtige Pixelwerte. Auch die Hersteller haben das erkannt und werben mit mehr Kameras und üppigen Funktionen. Mit Erfolg? Wir küren die aktuell beste Handykamera 2021.

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Was macht eine gute Handykamera aus?

Hersteller wie Apple, Samsung und Co. sowie PR-Agenturen überbieten sich gerne beim Präsentieren der neuesten Smartphone-Kameras mit Schlagwörtern, beeindruckenden Zahlen und technischen Highlights. Aber ist das für Sie als Nutzer*in wirklich so wichtig? Worauf achten Sie bei Ihren Smartphone-Fotos, worauf kommt es Ihnen bei der Handykamera an?

Gesucht: Praxistauglichkeit

Wer durch die Foto-Galerie scrollt, sich Bilder vom letzten Kindergeburtstag oder dem letzten Urlaub anschaut, wird sich vermutlich nur wenig dafür interessieren, ob das Bild nun 12 MP, 25 MP oder 108 MP bietet und ob ein Hybrid-Zoom oder Live-Fokus dahintersteckt.

Am Ende muss das Bild auf ansprechende Weise einen bestimmten Moment wiedergeben. Hinter diesem an sich einfachen Wunsch steckt allerdings all die Technik, die von Smartphone-Herstellern eingesetzt wird, um ein noch besseres Ergebnis zu erzielen.

Zeitlupen-Einstellungen und Serienbild- Funktion helfen, den Moment perfekt zu erwischen, Zoom und Fokus, den gewünschten Bildausschnitt scharf einzufangen. Und tatsächlich trägt vor allem bei Nacht- oder Abendaufnahmen ein entsprechender Nachtmodus entscheidend zu Bildstimmung und Bildqualität bei.

Kurzum: Natürlich lockt die Werbung mit ständig neuen Superlativen. Dahinter verbergen sich aber tatsächlich Kamerafunktionen, die bessere Bilder ermöglichen.

Aktueller Stand der Smartphone-Technik 

Was kann eine aktuelle Smartphone-Kamera nun? Vor allem auf Hardware-Seite unterscheidet sich die Herangehensweise nach wie vor drastisch. Am besten lässt sich das anhand der Sensor-Auflösung der Hauptkameras veranschaulichen: Samsung und Xiaomi setzen wie schon aus dem letzten Jahr bekannt auf medienwirksame 108 MP, die bei Samsung in der Standardeinstellung zu 12 MP (neun kombinierte Pixel), bei Xiamoi zu gut 25 MP (vier kombinierte Pixel) zusammengefasst werden.

Bei Asus liefert der Sensor der Hauptkamera 64 MP, bei Sony und Apple nur je 12 MP. Insbesondere das Samsung Galaxy S21 Ultra 5G und das Apple iPhone 12 Pro Max liefern dabei beiderseits hervorragende Ergebnisse – trotz der 9-fachen Auflösung des Samsung.

Es gibt folglich mehrere Wege, um gute Bildergebnisse zu erzielen. Ähnliches gilt übrigens auch für Video-Aufnahmen. 4K ist hier mittlerweile Standard, mit einem Trend hin zu 6K oder gar 8K Auflösung (4.320p). Ist das sinnvoll? Nicht wirklich! Die meisten Smartphone-Videos werden auch genau dort wiedergegeben – auf dem Smartphone – und selbst hochwertige Displays wie das des Sony Xperia 1 II kommen nicht über eine 4K-Auflösung hinaus.

Der theoretische Vorteil einer noch höheren Video-Auflösung liegt zum einen darin, bei der Bearbeitung in das Video hineinzoomen und das Ergebnis dennoch in 4K ausspielen zu können. Zum anderen bietet das 8K-Video eines Xiaomi Mi 10 Pro theoretisch die Möglichkeit, sehr hoch auflösende Einzelbilder aus dem Film extrahieren zu können.

Eine Vorgehensweise, die sich Modefotografen bereits in der Vergangenheit zunutze machten: Man filmt ein Model in der Bewegung und exportiert am Ende das Bild mit der elegantesten Pose, dem schönsten Gesichtsausdruck oder der besten Bewegung in den Haaren. In der Praxis ist für dieses Vorgehen die bei Videos übliche Verschlusszeit von 1/50 s aber häufig zu lang.

Letztlich bedeutet ein 8K-Video deshalb in den meisten Fällen in erster Linie, dass in kurzer Zeit extrem viele Daten anfallen. Samsung gibt beim Vorgängermodell des S21, dem S20, eine komprimierte Datenmenge von 600 MB pro Minute an. Für den Alltag ist das dann eher unpraktisch – und am Ende wohl doch nur unnützes Werbe-Lockmittel.

Optischer Zoom wäre schön

Auch der Begriff optischer Zoom ist letztlich irreführend. Denn: Wirklich optisch zoomen kann keines der Smartphones in diesem Test. Stattdessen passiert Folgendes: Im Smartphone sind je nach Modell drei oder vier Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten verbaut. Diese Brennweiten sind fix, ein Zoom ist nicht m glich, man spricht hier von Festbrennweiten.

Zoomt man nun auf dem Smartphone ins Bild hinein, überbrückt die Software den Bereich bis zur nächsten Festbrennweite (beispielsweise von 26mm Weitwinkel bis 70mm Tele im Fall des Samsung S21 Ultra 5G) mit digitalem Zoom.

Optisch zoomt hier also gar nichts. Die Kunst seitens der Entwickler besteht vor allem darin, den Übergang zwischen digitalem Zoom und nächster Festbrennweite (in unserem Beispiel der Sprung von 69mm Digitalzoom zu 70mm Tele-Festbrennweite) möglichst weich zu gestalten.

Das ist übrigens mit ein Grund, warum Samsung gleich zwei Tele-Optiken verbaut. Gäbe es das 70mm nicht, müsste der gesamte Bereich von 26mm bis 240mm per Digitalzoom abgedeckt werden. Ein weicher Übergang oder eine brauchbare Bildqualität bei Brennweiten knapp unter 240mm wären so nicht möglich.

Sind also vier Kameras in einem Smartphone wirklich sinnvoll? Im Fall des Samsung: ja! Denn eine 10x-Optik mit umgerechnet echten 240mm Brennweite ist ein riesiger Gewinn für jede Handykamera.

Das lässt sich durchaus mit einer „echten“ Kamera vergleichen. Auch hier sind es oft die Telebrennweiten, die in Alltagssituationen oder bei Städtetrips die besten Fotos ermöglichen. Am Smartphone lassen sich mit 240mm selbst weit entfernte Objekte sehr nah heranholen, ohne dass das Bild pixelig wirkt oder die Qualität massiv nachlässt. Dank des integrierten Bildstabilisators – im Telebereich bei allen Testkandidaten Standard, wenn auch nicht immer gleich gut – sind Verwacklungen selbst bei solch langen Brennweiten kein gro es Problem. Ein dicker Pluspunkt für das Samsung!

Bildqualität im Fokus

Macht also das Samsung unter dem Strich bessere Fotos als die Smartphones anderer Hersteller? Die Laborergebnisse von VCX sagen: ja. Dabei geht es allerdings bedingt um die maximale Telebrennweite, VCX bewertet die Leistung der Telekamera unabhängig von der Brennweite, sondern vielmehr um das Gesamtpaket.

In die Messergebnisse fließen etliche verschiedene Aspekte ein, wie Auflösung, Detailverlust, sichtbares Rauschen, Dynamikumfang, Weißabgleich oder Verzeichnung. Allesamt Eigenschaften, die sich an den Messverfahren „echter“ Kameras orientieren und einen Trend aufzeigen, der bei Smartphone-Kameras zunehmend deutlich wird: die Konzentration auf Kameramodule, die auch in harten Expertenbeurteilungen sehr gute Ergebnisse erzielen.

Das mag Tests wie diesem geschuldet sein, denn in der Praxis werden, auch dank vielfältiger Filter und Software-Funktionen, vielen Benutzern zwischen guten und sehr guten Smartphone-Kameras kaum Unterschiede auffallen.

Unabhängig vom Grund ist dies jedoch eine langfristig positive Entwicklung. Auch wenn die Zeit verlockender Werte wie einer Sensor-Auflösung von 108 MP noch nicht ganz vorbei zu sein scheint und Telezooms immer noch gerne marketingtauglich als „Hybrid-Zoom“, eine Mischung aus Digital- und optischem Zoom mit höherem Zoom-Faktor, angegeben werden, wird bei den Herstellern hart an einer sehr hohen Basis-Bildqualität gearbeitet.

Sensor- und Pixelgrößen

Nachtmodus, in dem mehrere Bilder zu einer fast rauschfreien Aufnahme kombiniert werden, werden die Pixel immer größer. Im Fall des iPhone wuchs die Pixel-Kantenlänge von 1,4 μm auf 1,7 μm. Auch Samsung setzt einen für Smartphones geradezu riesigen Sensor von 1/1,33 Zoll ein, um selbst bei 108 MP eine Pixelgröe von immerhin 0,8 μm zu ermöglichen.

Sinn macht das dann, wenn wie bei Xiaomi und Samsung in den meisten Fällen mehrere Pixel zu einem Riesen-Pixel kombiniert werden. Samsung packt neun Pixel zusammen (3 x 3), was entsprechend einer Pixelgröße von 2,4 μm Kantenlänge entspricht und sehr gute Fotos auch bei schlechten Lichtverhältnissen verspricht.

Was kommt als Nächstes? 

An welchen Technologien in den Laboren der Hersteller getüftelt wird, weiß natürlich niemand. Auf Software-Seite dürfte das Thema Augmented Reality weiter wachsen, schnellere Prozessoren werden höhere Bildraten und dadurch Zeitlupen-Optionen bei Videos ermöglichen.

Im Fotobereich wird, hoffentlich, weiter viel Wert auf hohe Bildqualität, große Sensoren und vermutlich hohe Auflösungen mit standardmäßig kombinierten Pixeln gelegt. Vielleicht wächst auch der Telebereich noch weiter. Samsung zeigt bei unserem Testsieger ja, welche Vorteile dies bringt.

DigitalPHOTO-Fazit

Samsung belegt im jüngsten VCX-Ranking die ersten fünf Plätze und hat damit in Sachen Smartphone-Kamera klar die Nase vorne. Auch wenn einige neue Modelle wie das Huawei P40 Pro+ mit optischem 10x-Zoom oder das OnePlus 9 Pro leider noch nicht getestet wurden, ist das Samsung Galaxy S21 Ultra 5G angesichts der Übermacht aktueller Samsung-Modelle der klare Smartphone-Kamera-Testsieger.

Handykameras im Test

Apple iPhone 12 Pro Max

Trotz der insgesamt guten Werte lässt das iPhone auch in Generation 12 eine echte Kamerarevolution vermissen. Wer auf ein optisches 5x-Zoom gehofft hatte, wird enttäuscht. Die Brennweite des Teleobjektivs wurde zwar verlängert, allerdings nur von 52mm auf 65mm.

Resultat: Statt 2x-Zoom gibt es nun eine 2,5x-Variante. Wer – wie Apple selbst – trotzdem von 5x-Zoom spricht, meint damit das Verhältnis von Superweitwinkel (13mm) zu Tele-Optik. Mehr Marketing als wirklicher Nutzen also. Nützlich ist dagegen der größere Sensor der Hauptkamera. Dieser ist – neben dem riesigen und hellen 6,7-Zoll Display – auch die wichtigste Besonderheit des Max-Modells.

Statt wie bisher 1,4 μm bietet jedes Einzelpixel nun 1,7 μm Kantenlänge, was einen Größenzuwachs von 47 Prozent bedeutet. In Kombination mit dem neuen optischen Bildstabilisator des Sensors sind so vor allem in Situationen mit wenig Licht noch bessere Ergebnisse möglich, unter anderem, da der Nachtmodus erst zu etwas späterer Stunde aktiviert werden muss und die Farben authentischer wirken.

Produkthinweis

Apple iPhone 12 Pro Max (256 GB) - Pazifikblau

HerstellerApple
Webseitewww.apple.com/de
Preis (Handel/UVP)*1.129 €/ 1.249 €
Sensorgröße (WW, Std., Tele)k. A.
Auflösung (WW, Std., Tele)12, 12, 12 MP
Pixelgröße (WW, Std., Tele)k. A., 1,7, k. A. μm
Brennweite im Vollformat (WW, Std., Tele)13, 26, 65mm
Max. Empfindlichkeitk. A.
Videoauflösung maximal 4K
Größe (B x H x T)78,1 x 160,8 x 7,4 mm
Gewicht226 g

Asus Zenfone 7 

Das Zenfone fällt aus gleich mehreren Gründen aus auf. Einer davon ist die Preisgestaltung. In der 640 Euro teuren Pro-Version fallen trotz fast gleichwertiger Kamera fast 500 Euro weniger an als beim Apple iPhone, wer auf den Bildstabilisator des Standard- und Tele-Objektivs (und dessen 12x-Digitalzoom) verzichten kann, kommt mit 490 Euro aus.

Die zweite Eigenart ist die Kamera selbst. Statt einer Frontkamera klappt einfach die gesamte Kameraeinheit nach oben aus dem Gehäuse, zeigt in die andere Richtung und lässt sich so für Video-Calls und Selfies nutzen - Ultraweitwinkel- und 3x optischen Telezoom inklusive. Die Auflösung der 26,6 mm-Hauptkamera liegt bei 64 Mp, diese wird aber in der Standardeinstellung in Vierer-Pixelgruppen (2x2) auf 16 Mp zusammengefasst, woraus sich eine kobinierte Pixelgröße von 1,6 μm ergibt.

Das Ultraweitwinkel nimmt mit 14,2 mm Brennweite und 12 Mp auf, beim Tele-Objektiv mit 3x-Zoom (80 mm) stehen 8 Mp an. Das 6,7-Zoll Display arbeitet, im Gegensatz zum iPhone, mit zeitgemäßer 90 Hz-Technologie.

Produkthinweis

Asus Zenfone 7 mit innovativer Triple-Flipkamera (6,67" Full-HD+ AMOLED 90 Hz Display, 64 MP + 12 MP Kamera, 128 GB Speicher (bis 2 TB via microSDXC), 8 GB DDR5 RAM, Snapdragon 865 CPU, 5000 mAh Akku)

HerstellerAsus
Webseitewww.asus.com
Preis (Handel/UVP)*430 € / 490 €
Sensorgröße (WW, Std., Tele)k. A., 1/1,7, k. A. Zoll
Auflösung (WW, Std., Tele)12, 64, 8 MP
Pixelgröße (WW, Std., Tele)1,4, 0,8, k. A. μm
Brennweite im Vollformat (WW, Std., Tele)14, 27, 80mm
Max. EmpfindlichkeitISO 9.000
Videoauflösung maximal 8K
Größe (B x H x T)77,3 x 165,1 x 9,6 mm
Gewicht230 g

Huawei P40 Pro

Das P30 Pro war mit seinem Periskop-Teleobjektiv und optischem 5x-Zoom eine kleine Revolution im Smartphone-Segment. Samsung legte nach und bietet im S21 Ultra 5G in diesem Test (s. unten) ein 3x-sowie ein 10x-Zoom. Und nicht nur in diesem Bereich hat Huawei mittlerweile das Nachsehen.

Allgemein bekannt dürfte der erzwungene Verzicht auf Google Playstore und -Apps sein, der den chinesischen Hersteller ein gutes Stück aufs Abstellgleis geschoben hat. Dennoch: Wer mit dieser Einschränkung leben kann, erhält auch im P40 Pro eine hervorragende Kamera.

Der Sensor der 23mm-Hauptkamera misst 1/1,28 Zoll und ist damit deutlich größer als die 1/4 Zoll des P30 Pro. Die Auflösung beträgt 50 MP, wird aber im Standard-Modus auf 12,5 MP zusammengefasst. Das optische 5x-Telezoom ist nach wie vor top und liegt vor einem 12-MP-Sensor, im auch für Videos zuständigen Ultraweitwinkel gibt es 40 MP.

Die drei Objektive bieten einen optischen Bildstabilisator, der bei Standardbrennweite überzeugende Nachtfotos ermöglicht.

Produkthinweis

HUAWEI P40 Pro 5G 8GB RAM 256GB Dual (Without GBogle Play Store) Silver Frost

HerstellerHuawei
Webseitewww.huawei.com/de
Preis (Handel/UVP)*590 € / 999 €
Sensorgröße (WW, Std., Tele)1/1,54, 1/1,28, 1/3,8 Zoll
Auflösung (WW, Std., Tele)40, 50, 12 MP
Pixelgröße (WW, Std., Tele)k. A., 1,12, k. A. μm
Brennweite im Vollformat (WW, Std., Tele)18, 23, 125mm
Max. EmpfindlichkeitISO 409.600
Videoauflösung maximal 4K
Größe (B x H x T)72,6 x 158,2 x 9 mm
Gewicht209 g

OnePlus 7 Pro

Das OnePlus-Modell 7 Pro war bereits im letztjährigen Test vertreten, mittlerweile ist das – noch nicht getestete – Nachfolgemodell 9 Pro auf dem Markt. Dass das 7 Pro auch 2021 dabei ist und Modellen wie dem Samsung S21 Ultra die Stirn bietet, zeigt die Qualität seiner Kamera.

Ein technischer Hingucker ist nach wie vor die Pop-up-Frontkamera, die bei Bedarf oben aus dem Gehäuse springt (und im Sturzfall blitzschnell wieder verschwindet). Auch sonst wirkt die Technik im schnelllebigen Smartphone-Segment noch zeitgemäß.

Die 48-MP-Hauptkamera mit Offenblende f/1,6 kombiniert je vier Pixel zu so 12 MP, im Superweitwinkel stehen 16 MP und ein Bildwinkel von 117 Grad (oder 13mm) zur Verfügung, das Teleobjektiv entspricht nominal einem optischen 3x-Zoom, was allerdings nicht der Realität entspricht: Eigentlich sind es 2,2x, erst durch Beschneiden des Bildausschnitts und so letztlich nur 8 MP wird der 3x-Zoom erreicht.

Videos und Tele-Aufnahmen bei Nacht sind keine gute Idee, die Hauptkamera dagegen kann bei allen Lichtbedingungen überzeugen.

Produkthinweis

OnePlus 7 Pro Smartphone Nebula Blue (16,9 cm) AMOLED Display 8 GB RAM + 256 GB Speicher, Triple Kamera (48 MP) Pop-up Kamera (16 MP) – Dual SIM Handy (Generalüberholt)

HerstellerOnePlus
Webseitewww.oneplus.com
Preis (Handel/UVP)*655 € / 709 €
Sensorgröße (WW, Std., Tele)1/3,09, 1/2,1, 1/3,4 Zoll
Auflösung (WW, Std., Tele)16, 48, 8 MP
Pixelgröße (WW, Std., Tele)1,0, 1,6, 1,0 μm
Brennweite im Vollformat (WW, Std., Tele)13, 27, 74mm
Max. Empfindlichkeitk. A.
Videoauflösung maximal Full HD
Größe (B x H x T)75,9 x 162,6 x 8,8 mm
Gewicht206 g 

Oppo Find X2 Pro

Oppo ist in Deutschland bislang noch recht unbekannt. Kein Problem, das war bei Xiaomi auch mal so. Allerdings rief Oppo für das Find X2 Pro bei Markteinführung im Mai 2020 satte 1.200 Euro auf, das noch nicht getestete Nachfolgemodell X3 Pro 5G liegt bei 1.149 Euro.

Mittlerweile ist der Preis des X2 Pro deutlich gefallen, das Potenzial überzeugt aber nach wie vor. Eine vorbildliche Verarbeitung trifft auf ein 6,7-Zoll-Display, und auch die Kameraeinheit kann sich sehen lassen. Das Telezoom ist als 10x-Hybridzoom deklariert, der tatsächliche optische Zoom entspricht mit umgerechnet 130mm Brennweite etwa 5x.

Zu den weiteren Features gehören eine Hauptkamera mit 1/1,4 Zoll großem Sony-Sensor und 48 respektive zusammengefasst 12 MP. Dank Dual Native ISO sind mehr Details in hellen und dunklen Bildbereichen möglich. In puncto Video verliert das Oppo trotz 4K etwas den Anschluss, die Ultraweitwinkel-Kamera dagegen glänzt mit geringem Rauschen und 1/2 Zoll großem Sensor. Der Tele-Sensor dagegen fällt mit 1/3,4 Zoll klein aus.

HerstellerOppo
Webseitewww.oppo.com
Preis (Handel/UVP)*700 € / 1.199 €
Sensorgröße (WW, Std., Tele)1/2, 1/1,4, 1/3,4 Zoll
Auflösung (WW, Std., Tele)48, 48, 13 MP
Pixelgröße (WW, Std., Tele)k. A., 2,2, k. A. μm
Brennweite im Vollformat (WW, Std., Tele)17, 25, 130mm
Max. EmpfindlichkeitISO 6.400
Videoauflösung maximal 4K
Größe (B x H x T)74,4 x 165,2 x 9,5 mm
Gewicht200 g 

Samsung Galaxy S21 Ultra 5G

Wie stark Samsung den Smartphonekamera-Markt beherrscht, zeigt sich beim Blick in die VCX-Tabelle (siehe Galerie oben). Die Plätze eins bis fünf gehen allesamt nach Südkorea. Das Flaggschiff ist dabei das S21 Ultra 5G mit Vierfach-Kamera.

Mit dabei sind die Hauptkamera mit 26mm Brennweite, ein Ultraweitwinkel mit 13mm und zwei Telekameras mit 70 und 240mm Brennweite, was einem optischen Zoom von knapp 10x entspricht und einzigartig im Testfeld ist. Trotzdem macht das zweite Tele mit knapp 3x-Zoom Sinn. Warum? Andernfalls müsste die 108-MP-Hauptkamera alle Brennweiten zwischen 26 und 240mm digital generieren, mit entsprechend großen Einbußen in der Bildqualität.

Diese ist, auch dank verbesserter Signalverarbeitung im Vergleich zu den Vorgängermodellen, bei Außen-, Innen- und Nachtaufnahmen gleichermaßen gut. Auch und gerade ohne das Zusammenfassen von je neun Pixeln zu insgesamt 12 MP, also mit vollen 108 MP Auflösung, hinterlässt die Kamera einen sehr guten Eindruck. Resultat: Platz eins, Testsieg.

Produkthinweis

Samsung Galaxy S21 Ultra 5G Dual-SIM Smartphone 256GB 6.8 Zoll (17.3 cm) Dual-SIM Android™ 11 Schw

HerstellerSamsung 
Webseitewww.samsung.com/de
Preis (Handel/UVP)*925 € / 1.249 €
Sensorgröße (WW, Std., Tele)k. A.
Auflösung (WW, Std., Tele)12, 108, 10, 10 MP
Pixelgröße (WW, Std., Tele)1,2, 0,8, 1,4, 1,2 μm
Brennweite im Vollformat (WW, Std., Tele)13, 26, 70, 240mm
Max. Empfindlichkeitk. A. 
Videoauflösung maximal 8K
Größe (B x H x T)75,6 x 165,1 x 8,9 mm
Gewicht227 g

Sony Xperia 1 II

Auf den ersten Blick wirkt die Kameraeinheit des Sony Xperia 1 II etwas aus der Zeit gefallen – wobei dieser Eindruck täuscht, denn genau genommen orientiert sich der Hersteller nur an Apple, was bedeutet: drei Kameras mit je 12 MP Auflösung.

Verglichen mit den mindestens 48 MP und maximal 108 MP der Android-Konkurrenz fehlt es dem Xperia 1 II aber etwas an Glanz und auch das 3x-Zoom hinkt den anderen Herstellern hinterher. Pluspunkte gibt es für den Hybrid-Autofokus inklusive Augenerkennung und die Photo-Pro-App, die sich am Design aktueller Sony-Kamera-Modelle orientiert.

Auch ein RAW-Modus ist mit an Bord. Im Labor punktet vor allem die 24mm-Hauptkamera mit 1/1,7-Zoll-Sensor bei Außenaufnahmen, das Teleobjektiv dagegen kann vor allem bei wenig Licht kaum überzeugen. Das 6,5-Zoll-Display löst echte 4K (3.840 x 1.644 Pixel) auf, arbeitet aber wie das iPhone nur mit 60 Hz. Unterm Strich ist das Xperia 1 II vor allem für Nutzer interessant, die auch eine Sony-Kamera nutzen und sich nicht wesentlich umgewöhnen möchten.

Produkthinweis

Sony Xperia 1 II 5G Smartphone (16,5 cm (6,5 Zoll) 4K HDR OLED Display, Triple-Kamera System, Android 12 SIM free, 8 GB RAM, 256 GB Speicher, IP65/68 Zertifizierung) violett

HerstellerSony 
Webseitewww.sony.de
Preis (Handel/UVP)*740 € / 1.199 €
Sensorgröße (WW, Std., Tele)1/2,55, 1/1,7, 1/3,4 Zoll
Auflösung (WW, Std., Tele)12, 12, 12 MP
Pixelgröße (WW, Std., Tele)k. A. 
Brennweite im Vollformat (WW, Std., Tele)16, 24, 70mm
Max. EmpfindlichkeitISO 3.200
Videoauflösung maximal 4K
Größe (B x H x T)72 x 166 x 7,9 mm
Gewicht181 g

Xiaomi MI Note 10 Pro

Auf dem Papier wirkt das Xiaomi Mi 10 Pro – trotz des Nachfolgemodells Mi 11 – wie ein Smartphone, das im Kamerabereich ganz vorne mitspielen dürfte: vier Kameras, darunter eine Hauptkamera mit 108-MP-Sensor im extrem großen 1/1,3-Zoll-Format sowie zwei Teleobjektive mit optischem 2x- und 5x-Zoom, beziehungsweise 10x-Hybrid-Zoom.

In Sachen Video punktet das Mi 10 Pro mit 8K-Auflösung. Alles in Butter also? Nicht ganz. Vor allem der unpräzise AF hinterließ beim VCX-Test einen sehr schlechten Eindruck. Vermutlich ein Ausrutscher, der in diesem Fall aber eine bessere Platzierung verhinderte. Die 108 Megapixel des Hauptsensors werden im Normalmodus in Vierergruppen zusammengefasst, woraus sich eine Auflösung von gut 25 MP ergibt.

Das 2x-Zoom kommt unter anderem bei Porträt-Aufnahmen zum Einsatz, der digitale Bokeh-Effekt lässt sich im Nachhinein in der Galerie noch anpassen. Wie gut die Bildqualität des Mi 10 Pro ist, zeigt sich daran, dass es im VCX-Ranking trotz AF-Ausrutscher vor dem Mi 11 liegt.

Produkthinweis

Xiaomi Mi Note 10 Smartphone (16,43cm (6,47") 3D Curved AMOLED FHD+ Display, 128GB interner Speicher + 6GB RAM, 108MP KI-Penta-Rückkamera, 32MP Selfie-Frontkamera, Dual-SIM, Android 9) Midnight Black

HerstellerXiaomi 
Webseitewww.mi.com
Preis (Handel/UVP)*870 € / 999 € 
Sensorgröße (WW, Std., Tele)k. A., 1/1,3, k. A., k. A. 
Auflösung (WW, Std., Tele)20, 108, 12, 8 MP
Pixelgröße (WW, Std., Tele)1,0, 0,8, 1,4, 1,0 μm
Brennweite im Vollformat (WW, Std., Tele)13, 27, 50, 125mm
Max. EmpfindlichkeitISO 6.400
Videoauflösung maximal 8K
Größe (B x H x T)74,8 x 162,6 x 8,96 mm
Gewicht208 g

* Preise wurden am 07.07.2021 auf idealo.de recherchiert.

Sensorvergleich: 12MP vs 108 MP

Nach wie vor gehen die Konzepte im Bereich Sensorauflösung bei den verschiedenen Herstellern weit auseinander. Doch welche Vorteile bieten die Kameras des Apple iPhone 12 Pro Max (12 MP) und des Samsung Galaxy S21 Ultra 5G (108 MP) tatsächlich?

Apple iPhone 12 Pro Max (12MP)

+ Große Pixel: Ob bei DSLR oder Smartphone, große Pixel erzeugen bei schlechtem Licht geringeres Rauschen und ermöglichen so eine höhere Bildqualität. Apple vergrößerte die Pixel in der Hauptkamera beim iPhone 12 auf 1,7 μm Kantenlänge.
+ Datenverarbeitung: Apple nutzt die geringere Datenmenge des 12-MP-Sensors, um 12-Bit-RAW-Dateien (ProRAW) mit einer erträglichen Größe von etwa 25 MB zu erstellen.
- Wenig Zoom-Spielraum: Wer in das Bild hineinzoomen möchte, stößt schnell an Grenzen, was auch die Brennweite der Telelinse beschränkt.

Samsung Galaxy S21 Ultra 5G (108 MP)

+ Flexibilität: Im Standardmodus fasst das Samsung je neun Pixel zu einem zusammen, kommt so auf 12 MP und nutzt die Pluspunkte des iPhone. Wer mehr Details will, kann bei guten Bedingungen aber auch die vollen 108 Megapixel nutzen.
+ Digitalzoom: Der Bereich zwischen zwei Objektiv-Brennweiten wird mit Digitalzoom überbrückt. 108 MP garantieren eine hohe Auflösung bei jedem gewählten Bildausschnitt.
- Platz und Daten: Der 108-MP-Sensor misst 1/1,33 Zoll und braucht viel Platz im Gehäuse. Zudem benötigt er einen schnellen Prozessor.

Handy oder Kamera? Was brauche ich nun wirklich?

Die für einen Hobbyfotografen entscheidende Frage angesichts all dieser Informationen ist stets die gleiche: Reicht mir ein Smartphone zum Fotografieren, oder sollte ich lieber zusätzlich eine Kompaktkamera verwenden?

Natürlich werden die meisten von Ihnen ohnehin mit einer DSLR oder CSC fotografieren, wer jedoch nur ab und an ein paar Bilder machen möchte oder sich für den Urlaub kompaktes Equipment wünscht, wird eher zur Kompakten greifen. Letztlich sind die Unterschiede zwischen Kamera und Smartphone größer als viele erwarten. Auf den Punkt gebracht liefern echte Kameras die höhere Bildqualität, dafür sind Smartphones wesentlich unkomplizierter in der Handhabung.

Die Hauptgründe für die höhere Bildqualität einer Kamera sind der deutlich größere Sensor sowie der tatsächlich optische Zoom. Außerdem haben Sie selbst bei einfachen Modellen mehr Möglichkeiten zur manuellen Feinjustierung und eine variable Blende.

Das Smartphone dagegen eignet sich als ideale Schnappschuss-Kamera: aus der Tasche ziehen, abdrücken, fertig! Die Automatiken und die Technologie dahinter liefern immer ein brauchbares Bild, das sich zudem per Handy-Netz oder Wi-Fi direkt versenden lässt. Bei Vollansicht fehlt es zwar selbst aktuellen Modellen oft an Details, für Web-Auflösung reicht es aber allemal.

Zwei tolle Foto-Apps

Lightroom

Auch bei Smartphones gehört Lightroom (erhältlich für Android & iOS) zu den besten Kamera-Apps überhaupt. Im Gegensatz zur Desktop-Version geht es bei der Mobile-Variante nicht darum, RAWs zu konvertieren. Dank vieler Licht- und Farbeinstellungen, diverser Gradationskurven und vor allem in der Premium-Version – die Sie automatisch nutzen können, wenn Sie ein Desktop-Lightroom-Abo besitzen – weiterer nützlicher Tools wie dem Reparaturpinsel und dem Geometrie-Werkzeug ist Lightroom allerdings auf dem Smartphone eine echte Instanz.

Tipp: Weitere tolle Bildbearbeitungsprogramme finden Sie in unserem Vergleichstest, hier haben wir 10 Bildbearbeitungsprogramme genauer betrachtet.

Sie können Bilder im Adobe DNG-Format machen, was die Möglichkeiten zur Bearbeitung im Vergleich zu JPEG deutlich erweitert, manuelle Kamera-Einstellungen vornehmen und die Bilder in diversen Formaten exportieren. Zudem werden die Smartphone-Aufnahmen mit der Desktop- oder Web-Variante synchronisiert. Photoshop ist übrigens ebenfalls als Smartphone- Version erhältlich.

Lesetipp

Sollte ich Lightroom 2023 besser kaufen oder mieten?

Fragen zum perfekten Raw-Konverter erreichen uns förmlich täglich. Die meisten dieser Anfragen drehen sich um den Marktführer Adobe, genauer... mehr

Camera MX

Ebenfalls eine empfehlenswerte Kamera-App ist Camera MX. Mit der Shoot-The-Past-Funktion können Sie nach einem Foto bis zu 10 Sekunden zurückspulen, um gegebenenfalls doch einen anderen Schnappschuss auszuwählen. Genial! Auch in der Bildbearbeitung bietet Camera MX einiges, und das alles zunächst einmal völlig kostenlos. Einige Filter sind als In-App-Käufe allerdings kostenpflichtig, zudem löst die Kamera im Standard-Modus etwas verzögert aus.

Sehr praktisch ist neben diversen anderen Schnellzugriffen das Ändern der Auflösung, Videoeinstellung und weiterer Basis-Kamera-Einstellungen. Die Effekte und Filter sind wie immer Geschmackssache, wer aber schnell seine Fotos verbessern möchte, auf eine sehr intuitive Bedienung Wert legt und im Gegenzug auf manuelle Einstellungen verzichten kann, liegt mit Camera MX genau richtig. Die App ist für Android-Gerät kostenfrei im Google-PlayStore erhältlich. In-App-Produkte kosten bis zu 1,99 Euro.