Architekturfotografie ist mehr als das Abfotografieren von Gebäuden. Wie mit Linien, Bögen und Spiegelungen in diesem Genre gestaltet wird, zeigen die Bilder der DigitalPHOTO-Leser.
Platz 6: Prinzessinnen (Bild: Dennis Mohrmann, Bendorf)
Idee: Als der Fotograf das Hyatt-Hotel in Düsseldorf fotografierte, liefen die beiden Blumenmädchen einer Hochzeitsgesellschaft in das Bild. Die Kamera war bereits ausgerichtet, er musste nur auslösen.
Gestaltung: Das Setting ist für ein Architekturfoto solide, aber nicht spektakulär: Senkrechte, waagerechte und diagonale Linien wechseln sich ab. Erst die Blumenmädchen und die leuchtende Gegendiagonale zu ihrer Laufrichtung machen das Bild zu einem spannenden Foto.
Technik: Vom Stativ. Anpassung der Farbstimmung und Korrektur der perspektivischen Verzerrung in Lightroom.
Canon EOS 70D | Sigma 2,8-4/ 17-70 mm | 1/40 s | F/8 | ISO 100
Früher war die Architekturfotografie eine Domäne der verstellbaren Fachkamera – heute ist nicht mal ein Shift-Objektiv nötig, um gute Architekturfotos zu machen. Zwei der platzierten Fotografen haben die Bilder sogar mit einer Kompaktkamera (Platz 1 und Platz 10) gemacht. Wobei der Fotograf von Platz 1 durch sein überlegtes Vorgehen mehr Details des Motivs festgehalten hat, als (mit einem Schuss) mit einer hochwertigen Spiegelreflex möglich wäre.
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Bildfehler wie stürzende Linien (durch das Neigen der Kamera) und eventuell auftretende Verzeichnung lassen sich sehr gut in Lightroom & Co. korrigieren. Natürlich geht dabei Qualität verloren. Aber bei den heute üblichen Auflösungen moderner Systemkameras ist der Qualitätsverlust zu verschmerzen. Wichtiger sind sowieso eine gute Bildidee und die sorgfältige Bildgestaltung. Dann entstehen tolle Fotos – wie die in der DigitalPHOTO 05/2017 prämierten.
Wie niedlich! Diese winzige Maus fotografierte Hartmut Neidiger aus nächster Nähe mit einer kleinen Kompaktkamera, die er praktischerweise immer... mehr