Architekturfotografie ist mehr als das Abfotografieren von Gebäuden. Wie mit Linien, Bögen und Spiegelungen in diesem Genre gestaltet wird, zeigen die Bilder der DigitalPHOTO-Leser.
Platz 1: Gotik in Havanna (Bild: Stefan Gasser, CH - Riehen)
Idee: Direkt am Malecón in Havanna liegt die Bar La Abadía, deren Terrasse mit gotisch anmutenden Bögen überdacht ist. Aber erst zusammen mit dem Ensemble der neoklassischen Bauwerke entsteht ein fotografisches Kunstwerk.
Gestaltung: Das Parallelpanorama betont die Gebäudefronten. Zusammen mit der exakten Ausrichtung der Senkrechten entsteht ein fast surreal anmutendes Architekturfoto der Superlative.
Technik: Als HDR-Parallelpanorama freihand abgeschritten. Fünf Bilder neben-, drei übereinander. Jedes bestehend aus sieben Belichtungen - also insgesamt waren 105 Einzelbilder nötig.
Früher war die Architekturfotografie eine Domäne der verstellbaren Fachkamera – heute ist nicht mal ein Shift-Objektiv nötig, um gute Architekturfotos zu machen. Zwei der platzierten Fotografen haben die Bilder sogar mit einer Kompaktkamera (Platz 1 und Platz 10) gemacht. Wobei der Fotograf von Platz 1 durch sein überlegtes Vorgehen mehr Details des Motivs festgehalten hat, als (mit einem Schuss) mit einer hochwertigen Spiegelreflex möglich wäre.
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Bildfehler wie stürzende Linien (durch das Neigen der Kamera) und eventuell auftretende Verzeichnung lassen sich sehr gut in Lightroom & Co. korrigieren. Natürlich geht dabei Qualität verloren. Aber bei den heute üblichen Auflösungen moderner Systemkameras ist der Qualitätsverlust zu verschmerzen. Wichtiger sind sowieso eine gute Bildidee und die sorgfältige Bildgestaltung. Dann entstehen tolle Fotos – wie die in der DigitalPHOTO 05/2017 prämierten.
Wie niedlich! Diese winzige Maus fotografierte Hartmut Neidiger aus nächster Nähe mit einer kleinen Kompaktkamera, die er praktischerweise immer... mehr