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TV-Tipps für Fotografen im Monat Mai 2018

Hier finden Sie monatlich eine Auswahl an TV- und Radiosendungen, die das Thema „Fotografie“ behandeln: Von Dokumentationen, Spielfilmen, Rundfunkbeiträgen, Wissenssendungen und Reportagen. Wir haben für Sie die interessantesten Beiträge für den Monat Mai 2018 bereitgestellt, damit Sie keinen Beitrag verpassen. Wir wünschen viel Spaß und gute Unterhaltung!

Tracks. Thema unter anderem: Susan Meiselas

Freitag, 4. Mai - Magazin

arte, 23:50 - 0:35 Uhr

In den 70er Jahren gehörte die amerikanische Fotografin Susan Meiselas zu den Ersten, die ihren Bildern Stimmen verliehen, und zwar in ihrer Serie „Carnival Strippers“, in der sie Stripperinnen auf Jahrmärkten fotografierte. Meiselas sieht die Fotografie als multimediale Kunst. So sind ihre Reportagen, in denen sie unter anderem den Aufstand der Sandinisten in Nicaragua oder auch die Geschichte der Kurden dokumentierte, von Video- und Tonaufnahmen begleitet.

Metropolis: Thema unter anderem: Luciano Castelli

Sonntag, 6. Mai - Magazin

arte, 16:45 - 17:30 Uhr

Besuch beim schillernden Schweizer Künstler, der gerade wiederentdeckt wird. Er malt, filmt und performt, hat in einer Punkband gesungen und wurde bereits mit 21 zur Documenta 5 eingeladen: Luciano Castelli. Bekannt ist er vor allem durch seine Selbstinszenierungen, in denen er sich immer neu erfindet. Seine „Revolving Paintings“ entwickelte er ab Ende der 80er Jahre in Paris. „Metropolis“ besucht den inzwischen 66-jährigen Künstler, Fotografen und Filmemacher in seinem Atelier in Zürich.

Zeitgenossen: Lothar Schirmer, Verleger

Donnerstag, 10. Mai - Im Gespräch mit Reinhard Ermen

SWR2 (Hörfunk), 17:05 - 17:50 Uhr

Ein Leben ohne Kunst ist für Lothar Schirmer (*1945) nicht vorstellbar. Schon als Gymnasiast ist er ein gestandener Sammler, der nicht einfach etwas zusammenträgt, sondern zielsicher die Großen der Zeit, die als solche freilich erst später erkannt werden, in ihren Ateliers aufsucht, Joseph Beuys etwa oder Cy Twombly.

Diese Begeisterung hat auch 1974 die Gründung seines eigenen Verlages, zusammen mit Erik Mosel beflügelt. Schirmer/Mosel ist nicht nur eine erfolgreiche Firma in München, sondern eine Institution, die der allgemeinen Wahrnehmung von Kulturphänomenen auf die Sprünge geholfen hat.

Der Glaube, dass die Fotografie eine Kunstform ist, war von Anfang an da, die Grenzbereiche von Kultur und Kult hat man abgeschritten, den großen Diven wurden eindrucksvolle Buch-Denkmäler gesetzt. Ein Sammler ist Lothar Schirmer geblieben. “Einwandfreie Bilder” hieß eine Beuys-Ausstellung aus seinen Beständen im Lenbachhaus, die eben zu Ende gegangen ist.

Hebron - Die zerrissene Stadt

Dokumentation aus der Reihe "auslandsjournal"

ZDFinfo, 18:45 - 19:30 Uhr

Hebron, mit 200 000 Einwohnern die größte palästinensische Stadt im besetzten Westjordanland. Es ist die einzige palästinensische Stadt, in der es gleich vier jüdische Siedlungen mitten im Zentrum gibt. Etwa 850 Siedler leben hier, bewacht von rund 650 israelischen Soldaten.

Es ist der 24. März 2016, als der Palästinenser Imad Abu Shamsiya vor seiner Haustür in Hebron filmt, wie der israelische Soldat Elor Azaria seine Waffe entsichert und einen verletzt am Boden liegenden Palästinenser mit einem Kopfschuss tötet. Zuvor war der Palästinenser mit einem Messer auf einen Kameraden losgegangen. Imads Bilder gingen um die Welt. Dem Soldaten wurde der Prozess gemacht, die israelische Gesellschaft war in Aufruhr, und der Kampf der Bilder hatte begonnen.

Kameras sind die neue Waffe. Und in Hebron filmt nun fast jeder: Die Palästinenser filmen Übergriffe von Siedlern und Soldaten. Siedler filmen Attacken von Palästinensern, und die Überwachungskameras von Armee und Staat schweben über allem. Die Kamera soll schützen und Beweise liefern. Beweise für die eigene Wahrheit. Doch in Hebron gibt es viele Wahrheiten. Einzig einer würden wohl alle zustimmen: Eine Lösung ist nicht in Sicht, denn niemand hier will "sein Land" aufgeben.

70 Jahre Israel Auf der Suche nach Zion (Through Our Eyes)

Montag, 14. Mai - Dokumentarfilm von Tamara Erde

3sat, 22:25 - 23:55 Uhr

Großvater Ephraim Erde war ab den 1930er-Jahren der Starfotograf der israelischen Arbeiterpartei Ben Gurions. Nun wagt seine Enkelin einen Abgleich der Ideale von einst mit der Gegenwart. Die in Paris lebende Filmemacherin, Tänzerin und Videokünstlerin Tamara Erde kehrt in ihr Heimatland Israel zurück. Dort taucht sie sowohl in die disparate Geschichte ihrer Familie ein als auch in die konfliktreiche ihres Landes.

Ephraim Erde war 1933 aus Polen emigriert und als offizieller Fotograf der damals regierenden Arbeiterpartei mit der Dokumentation israelischer Errungenschaften im "gelobten Land" beauftragt. Er fotografierte sowohl das Leben im Kibbuz als quasi-sozialistischen Landkommunen wie auch die Entwicklung der Arbeiterbewegung. Die nichtjüdische Bevölkerung Palästinas nahm er dabei eher selten in den Fokus.

70 Jahre nach Staatsgründung konfrontiert nun die Enkelin die Hoffnungen von einst mit den Realitäten von heute. Über die Gegenüberstellung der Bildmotive von damals und jetzt stellt sie die Frage, ob und wie der zionistische Traum überlebt hat, welche Irrwege er beschritten hat und wie sich die neue Generation darin möglicherweise sogar wiederfinden kann.

Den Kopf in den Wolken - die Füße auf dem Boden

Mittwoch, 16. Mai - Film von Benoît Aymon

3sat, 5:45 - 6:15 Uhr

Mit über 75 Jahren führt Ruedi Homberger noch immer das Fotogeschäft in Arosa, das er 1966 von seinen Eltern übernommen hatte. Seit er aus Altersgründen keine Expeditionen nach Patagonien oder in den Himalaja mehr unternimmt, fliegt er als Gletscherpilot in den Alpen.

Ruedi Homberger wuchs in Arosa auf und absolvierte im Geschäft seiner Eltern eine Lehre als Fotograf. Später spezialisierte er sich im Bereich der Landschafts- und Berg-Fotografie. Neben Aufnahmen der einheimischen Flora und Fauna, von Gletschern und Bergen, fotografierte er immer auch während seiner Expeditionen in Südamerika, Alaska und dem Himalaja. Seit ihm das infolge seines Alters nicht mehr möglich ist, steigt er als Gletscherpilot in die Luft. Nun bannt er aus dieser Perspektive die Bergwelt in eindrückliche Bilder.

Firmen am Abgrund: Das Foto-Unternehmen Kodak

Mittwoch, 16. Mai - Dokumentation

ZDFinfo, 14:15 - 15:00 Uhr

Kodak galt als Inbegriff für Foto und Film. Doch die Kodak-Bosse ignorierten Digitaltechnik und Smartphone. Eine der spektakulärsten Fehlentscheidungen der Wirtschaftsgeschichte. Missmanagement, Fehlkalkulationen oder falsche Risikoeinschätzungen treiben immer wieder Firmen in den Ruin. Selbst Global Player bleiben nicht verschont: Kodak, Kingfisher, Lehman Brothers und die Barings Bank.

Jeder scheiterte aus einem anderen Grund: Kodak durch die Weigerung, am technischen Fortschritt teilzunehmen, Kingfisher am aufgeblasenen Ego seines Chefs, die Barings Bank an kriminellen Machenschaften und Lehman Brothers an riskanten Spekulationsgeschäften.

Essay und Diskurs: Europäisches Handgepäck (6/7): Zerbrechliche Bilder aus Paris. Oder eine Zukunft des europäischen Universalismus

Montag, 21. Mai - Sendung von Mathias Greffrath

DLF (Hörfunk), 9:30 - 10:00 Uhr

Anfang des 20. Jahrhunderts war der Bankier Albert Kahn einer der reichsten Männer Frankreichs – ein Kosmopolit und ein fanatischer Pionier der gerade entstehenden Farbfotografie. Er schickte Dutzende von Fotografen in alle Regionen der Welt, um die Vielfalt der menschlichen Kulturen zu dokumentieren. In seinem Archiv in Boulogne-Billancourt lagern 72.000 belichtete Fotoplatten, viele davon mit Aufnahmen aus europäischen Kolonien im globalen Süden.

Panzerkreuzer Potemkin (Bronenosez Potjomkin)

Stummfilm von Sergej Eisenstein, Russland/Deutschland 1925/1930

3sat, 10:40 - 11:30 Uhr

Matrosen des Panzerkreuzers "Potemkin" protestieren im Juni 1905 in Odessa gegen die miserable Verpflegung an Bord. Deshalb will der Kommandant ein Exempel statuieren. Als ein Matrose getötet wird, kommt es zur offenen Rebellion. - Sergej Eisensteins Stummfilm-Meisterwerk in der 2004 in Österreich wiederentdeckten originalen Tonfassung der Erstaufführung.

Sergej Eisenstein hatte 1925 vom Staat den Auftrag bekommen, einen Film zum Andenken an die erste, gescheiterte Revolution von 1905 zu machen und wählte eine kleine Episode aus diesem Geschehen - die Meuterei auf einem Panzerkreuzer der Schwarzmeerflotte. Mit Eisensteins "Panzerkreuzer Potemkin", der 1958 anlässlich der Brüsseler Weltausstellung von einer internationalen Jury an die Spitze der "12 besten Filme aller Zeiten" gesetzt wurde, begann die sowjetische Filmkunst.

Sein Film ist weit mehr als ein Opus über den Sieg des Sozialismus; er setzte mit seinen stilistischen Innovationen und seiner Montagetechnik neue Maßstäbe für das Weltkino. Zum weltweiten Erfolg des Films hat die Musik von Edmund Meisel beigetragen, die ursprünglich für die deutsche Erstaufführung des Films in Berlin geschrieben wurde und 1926 in direkter Zusammenarbeit mit Eisenstein entstanden ist.

Mit dieser Musikvertonung lernte die Welt den Film kennen, denn Meisel dirigierte sie persönlich in zahlreichen Städten. 1930, mit Beginn der Tonfilmzeit, ließ Meisel die Musik auf Schallplatte pressen, damit sie den Film auch ohne live spielendes Orchester begleiten konnte. Gleichzeitig nutzte er die Aufnahmen, um aus dem Stummfilm einen vollwertigen Tonfilm zu machen, und experimentierte mit Geräuschen und Sprechpassagen.

In diesem Sinne kann es als filmhistorische Sensation gelten, dass die komplette Tonspur des Films auf Nadeltonplatten im Technischen Museum Wien wiederentdeckt wurde. Damit ist es nach über 75 Jahren wieder möglich, die Komposition und Orchestrierung der Filmmusik so zu hören, wie sie ursprünglich gedacht war.

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Kurzfristige Programmänderungen sind nicht auszuschließen.

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