Test

Neuheit DJI Ronin-S im Kurztest

Für die Stabilisierung dynamischer Videoaufnahmen gibt es viele Möglichkeiten. Schwebestative sind eine der weitverbreitetsten. Sie sind flexibel einsetzbar und einfach zu bedienen. Der Drohnenhersteller DJI hat mit dem Ronin-S eine neue kompakte Version eines elektronisch zu steuernden Schwebestativs, eines sogenannten Gimbals, vorgestellt. Wir haben die Neuheit einem Praxistest unterzogen.

Einfach stabile Videos

Das 1,85 kg leichte, einhändig bedienbare Gerät wird in einer stabilen Styroporbox geliefert. Das kennen wir beispielsweise von Kameradrohnen der DJI-Phantom-Reihe. Um den Gimbal starten zu können, muss dieser an einen Handgriff angeschlossen werden, der einen integrierten Akku enthält. So wird der Gimbal für bis zu 12 Stunden mit Energie versorgt. Der Aufbau des Ronin-S ist zudem clever konzipiert: Durch die schräge Anordnung bleibt die Sicht auf den Kameramonitor frei.

Dem Ronin-S legt DJI ein kleines Tischstativ bei, das über das 1/4-Zoll-Gewinde montiert werden kann. Die Kamera wird auf einer Schnellwechselplatte angebracht, die der Manfrotto 501PL-Schnellwechselplatte entspricht. Das bringt den Vorteil mit, schnell vom Ronin-S auf ein kompatibles Stativ wechseln zu können. Der Gimbal kann in drei Positionen gehalten werden: senkrecht nach oben, waagerecht nach vorne oder senkrecht nach unten. Außerdem sind in der Box drei Kabel enthalten, um verschiedenste Kameras mit dem Ronin-S verbinden zu können. Je nach Kameramodell kann der Nutzer über den Gimbal dann auch die Aufnahme starten oder über ein Fokusrad manuell fokussieren. DJI stellt für einen erweiterten Funktionsumfang des Ronin-S eine kostenfreie App für Android- und iOS-Geräte zur Verfügung.

DJI Ronin-S - Ohne Verwacklungen

Wir haben den Ronin-S gemeinsam mit dem Video-Topmodell von Panasonic, der Lumix GH5S, getestet und sind begeistert. Der Gimbal ist hochwertig verarbeitet und glänzt mit einem üppigen Funktionsumfang. Die stabilisierten Aufnahmen sind verwacklungsfrei und können sich so einwandfrei sehen lassen.

Auf dem diesjährigen Eat.Play.Love-Event haben wir einen kurzen Clip mit dem DJI Ronin-S erstellt:

Doch bei allem Lob gibt es auch Verbesserungspotenzial. Toll wäre ein Lock-Mechanismus, damit man den Gimbal auch ohne Styroporbox transportieren kann. Nach etwas Übung ist die Kamera nach einem Standortwechsel aber schnell austariert. Mit 749 Euro ist der Ronin-S zwar kein Schnäppchen, unserer Meinung sein Geld aber in jedem Fall wert. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt – auch im Vergleich zu handgeführten Gimbals der Konkurrenz.

  • Pro: Einfache Bedienung, hochwertige Verarbeitung
  • Contra: Stabiler Transport nur in Schutzverpackung möglich

Note: Sehr gut, Preis: 749 €, www.dji.com

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