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Test

Leica SL3-P im Test: neues Flaggschiff aus Wetzlar

In unserem Leica SL3-P Test prüfen wir, ob die nach eigenen Angaben kompletteste SL-Systemkamera, die je das Werk in Wetzlar verlassen hat, ihrem hohen Anspruch gerecht wird. Außerdem zeigen wir, welcher anderen Kamera sie technisch fast wie ein Zwilling gleicht.

Sony Alpha 7R VI im Test: High-Resolution-Kamera

Pro & Kontra 

verbesserter Autofokus
+ schneller Serienbildmodus
+ erstklassige Videofunktionen
- hoher Preis

Bewertung

  • Bildqualität (40 %): 94,4 %
  • Ausstattung & Bedienung (35 %): 88,5 %
  • Geschwindigkeit (15 %): 95,2 %
  • Video (10 %): 96,9 %
  • Gesamtbewertung: SUPER, 92,7 %

Ein Detail fällt beim Ansehen der neuen SL3-P sofort auf: Es fehlt der obligatorische rote Leica-Punkt auf der Gehäusevorderseite. Dahinter steckt eine bewusste Designentscheidung, denn die Kamera soll sich, wie es bei Reportagekameras üblich ist, möglichst im Hintergrund halten und nicht auffallen.

Ob da allerdings stattdessen der riesige weiße Leica-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund hilfreich ist, steht auf einem anderen Blatt. Sei es drum! Schaut man sich das Datenblatt der SL3-P an, fällt auf, dass die Kamera von den Leistungsdaten durchaus in einer Liga mit den Premiummodellen der anderen Hersteller mitspielen kann.

Die SL3-P bringt einen rückwärtig belichteten Sensor mit, der mit 44 Megapixeln auflöst und einen Dynamikumfang von bis zu 14 Blendenstufen abdeckt. Auch in punkto Geschwindigkeit präsentiert sich das neue Flaggschiff up to date.

Bis zu 40 Bilder pro Sekunde mit kontinuierlichem Autofokus schafft die Kamera. Damit ist sie auch auf actionreiche Szenen bestens vorbereitet. Auch beim Autofokus hat Leica geliefert.

Das hybride Autofokussystem kombiniert die Stärken der drei Fokus-Technologien Phasendetektion (PDAF), Tiefenkarte (Object Detention AF) und Kontrasterkennung (Kontrast Detention AF) und stellt präzise und zuverlässig scharf.

Für eine verbesserte Tracking-Leistung mit 819 AF-Punkten und intelligenter Motiverkennung mit KI-Deep-Learning kann die SL3-P auch Motive mit sich schnell bewegenden Objekten meistern.

Kamera-Zwilling

Daten möglicherweise schon bemerkt haben: Die Leica SL3-P teilt sich die technische Plattform weitgehend mit der Panasonic Lumix S1R II, auch wenn beide Hersteller nicht offen darüber sprechen.

Die Kooperation der beiden Hersteller läuft jedoch schon seit vielen Jahren und ist in der Branche kein Geheimnis. Dennoch gibt es zwischen beiden Kameras signifikante Unterschiede: Das offensichtlichste ist das Bedienkonzept.

Während die Lumix S1R II mit Knöpfen und Funktionen schier überfrachtet ist, hält es Leica bei der SL3-P bewusst schlicht und einfach. Selbst auf Beschriftungen auf den Drehrädern hat der deutsche Hersteller bewusst verzichtet.

Dennoch werden sich auch Leica-Neulinge schnell zurechtfinden, denn die Menüführung ist logisch aufgebaut und klar strukturiert.

DigitalPHOTO-Fazit 

Mit der SL3-P hat Leica seine bisher leistungsstärkste und vielseitigste Systemkamera vorgestellt. Durch ihre spürbar erhöhte Geschwindigkeit ist sie auch für anspruchsvolle Aufgaben wie Sport- und Actionfotos bestens vorbereitet. Ein stimmiges, aber auch teures Gesamtpaket!

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