Excire Foto 2027 zeigt, wie Fotoverwaltung heute aussehen kann: Lokal statt Cloud, Kaufversion statt Abo, KI-Intelligenz statt nervigem, manuellen Tagging – und mit einer Suche, die große Bildarchive nicht nur durchforstet, sondern wirklich beherrschbar macht. Wir haben die neue Version getestet.

Excire Foto 2027 im Test: neue Suchlogik

- Hersteller: PRC GmbH
- Webseite: www.excire.com
- Betriebssystem: Windows, macOS
- Preis: 229 €
Pro und Kontra:
+ Geschwindigkeit bei Fotoanalyse
+ Suchwerkzeuge
+ Automatische Bildauswahl
+ Texterkennung in Bildern
+ Personen- und Gesichtersuche
- Einarbeitungszeit
Wer nur ein paar Smartphone-Schnappschüsse verwaltet, kommt mit gängigen Fotos-Apps auf Mac, Windows oder Smartphone meist gut zurecht. Denn auch dort werden Motive erkannt. Aber bei Zehntausenden Bildern auf lokalen Festplatten braucht es mehr als Smartphone-Logik. Genau hier setzt Excire Foto 2027 an.
Suchen durch Kombination
Excire steht seit Jahren für KI-gestützte Bildsuche. Neu ist bei Excire Foto 2027 weniger das Grundprinzip als die Art, wie komfortabel und gezielt man jetzt damit arbeitet. Zentraler Einstieg ist die neue Suchleiste, die viele Funktionen deutlich besser bündelt als bisher.
Statt sich mühsam durch einzelne Menüs zu klicken, lässt sich die Suche sehr intuitiv Schritt für Schritt eingrenzen. Das Spannende dabei: Die Filter arbeiten nicht isoliert nebeneinander, sondern reagieren aufeinander.
Wer etwa erst einen Zeitraum auswählt, sucht danach innerhalb genau dieser Auswahl weiter und kann mit Stichwörtern, Texterkennung oder Motivsuche verfeinern. Die neue Zeitleiste unterstützt ebenfalls dabei exzellent, Fotos chronologisch einzugrenzen, und die ebenfalls neue Kartenansicht zeigt Bilder mit GPS-Daten direkt am Aufnahmeort.
Praktisch: Hat man in seinen Bilddaten keine GPS-Daten gespeichert, kann der Aufnahmeort einfach per Klick zugewiesen werden. Ganz neu: Die Texterkennung im Bild, und die funktionierte im Test sehr präzise. Selbst Handschriften, winzige und halbverdeckte Texte werden identifiziert.
Excire Foto 2027 findet selbst verborgene Bilderschätze und bietet unzählige, durchdachte Suchfunktionen für den schnellen Durchblick.
Jörg Rieger, Test und Technik

1 | Zur Sucheingrenzung stehen Fiiter nach Farbe, Sternbewertung, Metadaten oder Typ bereit.
2 | Mit der neuen Zeitleiste navigiert man schnell zum gewünschten Aufnahmedatum.
3 | Die neue, zentrale Suchleiste ermöglicht die direkte Suche nach Freitext, Stichworten, Text in Bildern und Metadaten
4 | Die erweiterte Suche nach Gesichtern, Orten und Personen sitzt wie gewohnt auf der rechten Seite.
Fokus auf jedes Detail
Neben den großen Neuerungen gibt es viele kleinere Verbesserungen, die im Alltag ebenfalls helfen. Dazu zählen etwa der Peaking-Modus zur Schärfekontrolle, ein einblendbares 3x3-Raster zur Beurteilung der Bildkomposition und ein überarbeiteter Übersichtsmodus, mit dem sich ähnliche Aufnahmen besser vergleichen und aussortieren lassen.

Auch die Arbeit mit Stichwörtern wurde verfeinert: Automatisch erzeugte Begriffe lassen sich ausblenden oder gezielt bestätigen, bevor sie in die Metadaten übernommen werden.
Und wer bereits eine tolle Ordnerstruktur zur Fotoverwaltung hat, kann diese Namen direkt als Stichworte übernehmen.
Ohne Cloud und KI-Training
Auch beim Thema Datenschutz punktet Excire: Die Software arbeitet komplett ohne Cloud und die Fotos werden nicht zum Training der Excire-KI verwendet. Ganz ohne Einarbeitung geht es allerdings nicht.
Excire Foto 2027 bietet unzählige Einstellungsmöglichkeiten und zahllose Workflows.
Das ist für Profis perfekt, da sie ihren Such- und Auswahlprozess bis ins letzte Detail konfigurieren können. Für Einsteiger ist zu Beginn etwas überfordernd, ein reduzierter Einsteigermodus wäre dennoch wünschenswert.
Wer sich aber etwas Zeit nimmt, bekommt eine sehr leistungsfähige Bildverwaltung, die vor allem beim Suchen, Eingrenzen und Wiederfinden großer Fotobestände sowie der Fotoauswahl nach Shooting mittles Culling ihre Stärke ausspielt.
DigitalPHOTO-Fazit
Excire Foto 2027 zeigt, dass Fotoverwaltung Spaß machen kann. Die neuen Suchfunktionen greifen ineinander und helfen dabei, auch Zehntausende Bilder rasend schnell zu durchforsten. Ein wenig Einarbeitung braucht es zwar – danach wird aus Suchen, Sortieren und Auswählen aber ein überraschend flüssiger Workflow.
