Aiarty Image Enhancer will typische Bildprobleme mithilfe künstlicher Intelligenz weitgehend automatisch beheben. Die Software entrauscht Fotos, verbessert Details, restauriert Gesichter und skaliert Aufnahmen für große Ausdrucke hoch. Wir haben getestet, wie gut das funktioniert.

Aiarty Image Enhancer im Test: Was kann die KI-Bildbearbeitung?

- Anbieter: Aiarty
- Webseite: www.aiarty.com
- Systemanforderungen: ab Win 10, MacOS
Pro und Kontra:
+ Sehr gute Ergebnisse per Mausklick
+ Deutliche Detailverbesserungen
+ Nutzbar auch fur Fotorestauration
+ Verschiedene KI-Modelle
+ Übersichtlicher Workflow
- Teilweise mehrere Versuche nötig
Preise und Lizenzen:
| Lizenz | Preis | Nutzung | Updates |
|---|---|---|---|
| Dauerlizenz | 69,00 € (52 % Rabatt) | 3 Computer | Unbegrenzt kostenlose Updates |
| 1-Jahres-Lizenz | 59,00 € (24 % Rabatt) | 1 Computer | 1 Jahr kostenlose Updates |
| Bei den genannten Preisen handelt es sich um aktuelle Angebotspreise des Herstellers. | |||
| Angebot jetzt sichern | |||
Bildrauschen bei hohen ISO-Werten, leichte Unschärfen, starke Ausschnittvergrößerungen oder Kompressionsartefakte sind auch mit modernen Kameras und Smartphones keine Seltenheit.
Genau solche Probleme will Aiarty Image Enhancer mit wenigen Mausklicks beheben. Aiarty setzt dafür auf mehrere spezialisierte KI-Modelle, die je nach Ausgangsmaterial unterschiedliche Aufgaben übernehmen.
„More-Detail GAN v3“ eignet sich vor allem für Landschaften, Tierfotografie, Architektur und andere strukturreiche Motive. Feine Details werden hervorgehoben und die Bildschärfe verbessert. „Real-Photo“ ist dagegen für reale Fotografien wie Porträts, Produkt- und Landschaftsaufnahmen ausgelegt.
Hier steht eine möglichst natürliche Wiedergabe im Mittelpunkt. „AIGCsmooth v3“ empfiehlt sich insbesondere für KI-generierte Bilder, Illustrationen und Motive mit glatten Texturen.
Mehr Kontrolle über die KI-Bearbeitung
Obwohl Aiarty Image Enhancer viele Optimierungen automatisch übernimmt, lässt sich die Wirkung der KI anpassen. Die Intensität der Verbesserung kann reguliert werden. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn eine starke Bearbeitung zwar mehr Schärfe erzeugt, feine Strukturen aber bereits zu künstlich wirken.

Gerade bei Porträts, Fell, Federn oder natürlichen Oberflächen lohnt es sich deshalb, verschiedene Einstellungen zu vergleichen. Denn wie bei anderen generativen KI-Werkzeugen gilt auch hier:
Mehr Detail bedeutet nicht zwangsläufig mehr Originaltreue. Die Software rekonstruiert Strukturen teilweise auf Grundlage dessen, was die KI im Motiv erkennt.
Für problematisches Ausgangsmaterial steht bei einigen Modellen außerdem eine zweistufige Verarbeitung zur Verfügung. Dabei wird das Foto zunächst in seiner ursprünglichen Größe optimiert, bevor im zweiten Schritt die eigentliche Hochskalierung erfolgt. Das kann insbesondere bei stark verrauschten oder komprimierten Bildern sinnvoll sein.

Fotos entrauschen, ohne Details glattzubügeln
Eines der interessantesten Einsatzgebiete für Fotografen ist die Rauschreduzierung. Besonders bei Aufnahmen mit hohen ISO-Werten versucht Aiarty, Helligkeits- und Farbrauschen zu entfernen, ohne feine Details vollständig zu glätten.
Das ist beispielsweise bei Low-Light-Aufnahmen und in der Tierfotografie relevant. Gerade Wildtiere werden häufig mit kurzen Verschlusszeiten, langen Brennweiten und entsprechend hohen ISO-Werten fotografiert.
Hinzu kommt, dass Motive nicht selten nur einen kleinen Teil des Bildfelds einnehmen und anschließend stark beschnitten werden.
Genau in solchen Fällen kann die Kombination aus Entrauschen, Detailverbesserung und anschließendem Upscaling interessant werden. Fell-, Feder- oder Augenstrukturen lassen sich stärker herausarbeiten, während störendes Sensorrauschen reduziert wird.


Aiarty positioniert den Image Enhancer auf seiner Produktseite ausdrücklich auch für solche Wildtier- und Low-Light-Aufnahmen.
Starke Ausschnitte mit KI hochskalieren
Neben der Bildverbesserung in Originalgröße kann Aiarty Fotos auch vergrößern. Je nach gewähltem KI-Modell stehen Skalierungen um den Faktor 2, 4 oder 8 sowie Zielauflösungen bis 8K zur Verfügung. Außerdem lassen sich eigene Ausgabegrößen festlegen.
Das ist besonders bei starken Ausschnittvergrößerungen praktisch. Wer beispielsweise bei einer Vogel- oder Sportaufnahme nur einen kleinen Teil des Originalbildes nutzen möchte, kann diesen Crop anschließend vergrößern und gleichzeitig schärfen sowie entrauschen.
Auch für großformatige Ausdrucke sieht Aiarty diese Funktion vor. Die Software kann kleine Ausgangsdateien auf größere Pixelmaße bringen und damit mehr Reserven für die Ausgabe mit hoher Druckauflösung schaffen.
Allerdings sollte man die Ergebnisse kritisch kontrollieren: Die zusätzlich erzeugten Pixel enthalten keine tatsächlich nachträglich aufgenommenen Bildinformationen. Feine Strukturen werden von der KI rekonstruiert beziehungsweise neu erzeugt.
Bildverbesserung auch ohne Vergrößerung
Nicht jedes Foto muss hochskaliert werden. Für bereits hochauflösende Kamerabilder ist deshalb die Bearbeitung bei unveränderter Auflösung interessant. Aiarty kann Aufnahmen auch bei 1x optimieren.
Das bietet sich beispielsweise an, wenn ein Foto ausreichend groß ist, aber sichtbares ISO-Rauschen, leichte Bewegungsunschärfe oder Kompressionsartefakte aufweist. Die Software versucht dann, Klarheit und Detailzeichnung zu verbessern, ohne die Pixelabmessungen des Ausgangsbildes zu verändern.

Porträts und alte Fotos restaurieren
Zusätzlich zu den allgemeinen KI-Modellen bietet Aiarty eine Funktion zur Gesichtswiederherstellung. Sie richtet sich an niedrig aufgelöste, verrauschte oder unscharfe Porträts und soll Details in Haut, Haaren und Augen rekonstruieren.

Das macht die Software auch für die Restaurierung alter Familienfotos interessant. Bei eingescannten Abzügen lassen sich beispielsweise Rauschen, geringe Auflösung und mangelnde Schärfe gleichzeitig bearbeiten.
Gerade bei Gesichtern sollte man allerdings genau prüfen, wie stark die KI eingreift. Je schlechter das Ausgangsmaterial, desto stärker muss das Programm fehlende Details interpretieren.
Farben, Licht und HDR anpassen
Aiarty Image Enhancer beschränkt sich inzwischen nicht mehr ausschließlich auf Entrauschen, Schärfen und Hochskalieren. Auch grundlegende Bildparameter können direkt innerhalb der Software angepasst werden.
Dazu zählen unter anderem Weißabgleich, Belichtung, Kontrast, Sättigung, Lichter, Schatten und Farbton. Dadurch lassen sich kleinere Farb- und Tonwertkorrekturen durchführen, ohne das Foto vorher in eine separate Bildbearbeitung exportieren zu müssen.
Zusätzlich bietet Aiarty eine HDR-Ausgabe. Damit sollen sich Tonwertumfang, Farbtiefe und Kontrast für kompatible Displays optimieren lassen.
Die Funktion macht aus dem Image Enhancer zwar noch keinen vollwertigen RAW-Konverter, erweitert den Einsatzbereich der Software aber deutlich.
Störende Objekte per KI entfernen
Mit dem integrierten KI-Entferner lassen sich außerdem störende Elemente aus Bildern beseitigen. Dafür werden unerwünschte Personen, Schilder, Texte oder kleinere Objekte mit einem Pinsel markiert.

Anschließend analysiert die KI die umgebenden Farben, Muster und Texturen und versucht, den freigewordenen Bereich möglichst nahtlos zu rekonstruieren. Damit deckt Aiarty inzwischen auch einen Aufgabenbereich ab, für den bislang häufig eine klassische Bildbearbeitung benötigt wurde.
Bei einfachen Hintergründen funktioniert eine solche KI-Retusche naturgemäß leichter als bei komplexen Strukturen. Wie überzeugend das Ergebnis ausfällt, hängt deshalb stark vom jeweiligen Motiv ab.
Aiarty Image Enhancer entdecken
Drei KI-Modelle für unterschiedliche Motive
Die Wahl des passenden Modells spielt bei Aiarty Image Enhancer eine wichtige Rolle. „More-Detail GAN v3“ basiert auf einer GAN-Architektur und ist auf feine Muster und Strukturen ausgelegt. Haut, Haare, Fell oder komplexe Oberflächen sollen davon besonders profitieren. Das Modell unterstützt je nach Einstellung auch starke Vergrößerungen bis 8x.
„AIGCsmooth v3“ setzt ebenfalls auf eine GAN-Architektur, wurde aber stärker auf KI-generierte Bilder, Anime, Zeichnungen und glatte Oberflächen abgestimmt. Für klassische Fotografien ist dagegen „Real-Photo“ besonders interessant.
Das Diffusionsmodell soll reale Aufnahmen möglichst fotorealistisch verbessern und steht für eine 1x- beziehungsweise 2x-Bearbeitung zur Verfügung.
Im Alltag bedeutet das allerdings auch, dass nicht immer auf Anhieb klar ist, welches Modell das beste Resultat liefert. Bei schwierigen Bildern lohnt sich deshalb der direkte Vergleich mehrerer Varianten.
Einfacher Workflow mit Vorschau
Der eigentliche Arbeitsablauf bleibt übersichtlich: Foto oder Ordner importieren, KI-Modell auswählen, Skalierung und Intensität festlegen, Vorschau kontrollieren und das Ergebnis exportieren.
Dadurch eignet sich Aiarty Image Enhancer auch für Anwenderinnen und Anwender, die keine umfangreiche Erfahrung mit klassischer Bildbearbeitung besitzen.
Gleichzeitig lassen sich mehrere Bilder bearbeiten. Das ist beispielsweise hilfreich, wenn eine ganze Serie unter ähnlichen Bedingungen entstanden ist oder zahlreiche ältere Fotos optimiert werden sollen.
Lokale KI statt Cloud-Verarbeitung
Ein Pluspunkt ist die lokale Verarbeitung. Aiarty Image Enhancer läuft als Desktop-Anwendung auf dem eigenen Rechner. Laut Hersteller müssen die Fotos für die KI-Bearbeitung nicht in eine Cloud oder auf externe Server hochgeladen werden.
Das ist insbesondere bei privaten Bildern, Kundenaufträgen oder bislang unveröffentlichtem Material interessant. Gleichzeitig hängt die Verarbeitungsgeschwindigkeit dadurch stärker von der eigenen Hardware ab. Die Software kann kompatible Grafikprozessoren von Nvidia, AMD und Intel zur Beschleunigung nutzen.
Aiarty Image Enhancer: Aktuelles Angebot

Wer Aiarty Image Enhancer selbst ausprobieren und dauerhaft nutzen möchte, kann sich die Software derzeit zum Aktionspreis sichern. Die Dauerlizenz für drei Computer kostet aktuell 69 Euro und beinhaltet unbegrenzt kostenlose Updates. Gegenüber dem regulären Preis entspricht das laut Hersteller einer Ersparnis von 52 Prozent. Alternativ ist die Jahreslizenz für einen Computer für 59 Euro erhältlich.
→ Zum aktuellen Angebot für Aiarty Image Enhancer
DigitalPHOTO-Fazit
Der Workflow von Aiarty Image Enhancer ist angenehm unkompliziert: Foto laden, KI-Modell auswählen, Einstellungen anpassen, Vorschau kontrollieren und Ergebnis exportieren. Im Test liefert die Software dabei mit wenig Aufwand deutlich sichtbare Verbesserungen.
Besonders gut gefallen die verschiedenen, auf unterschiedliche Motive abgestimmten KI-Modelle. Detailreiche Fotografien, Porträts und KI-generierte Bilder werden nicht einfach mit demselben Verfahren behandelt.
Hinzu kommen praktische Funktionen wie Rauschreduzierung, Gesichtswiederherstellung, Hochskalierung, Farbkorrekturen und das Entfernen störender Objekte.
Gerade bei verrauschten Low-Light-Aufnahmen und starken Ausschnitten kann der Image Enhancer seine Stärken ausspielen. Feine Details werden deutlicher und problematische Dateien lassen sich mit vergleichsweise wenig Aufwand sichtbar aufwerten.
Ganz ohne Kontrolle sollte man die künstliche Intelligenz allerdings nicht arbeiten lassen. Insbesondere bei einer starken Detailrekonstruktion können Strukturen entstehen, die im Ausgangsbild so nicht vorhanden waren.
Für dokumentarische Fotografie oder andere Anwendungen, bei denen höchste Originaltreue gefragt ist, empfiehlt sich daher immer ein genauer Vorher-Nachher-Vergleich.
Unterm Strich überzeugt Aiarty Image Enhancer mit sehr guten Ergebnissen per Mausklick, deutlichen Detailverbesserungen und einem übersichtlichen Workflow. Lediglich bei der Wahl des passenden KI-Modells sind teilweise mehrere Versuche nötig.
Dafür vergeben wir die Note „SEHR GUT“.
