Mit OM SYSTEM auf Makro-Abenteuer im Regenwald: Fotograf Rafael Steinlesberger reist durch Costa Rica und Ecuador auf der Suche nach Glasfröschen, exotischen Insekten und faszinierenden Raupen. Dabei zeigt er, warum die OM-1 Mark II und das M.Zuiko 90mm F3.5 Macro IS PRO für ihn ideale Begleiter unter extremen Bedingungen sind.

Unterwegs mit der OM SYSTEM OM-1 Mark II in Costa Rica: Faszination Makrofotografie
Seit ich den Ghost Glass Frog (Sachatamia ilex) zum ersten Mal in einem Buch gesehen hatte, stand für mich fest: Diesen Frosch möchte ich eines Tages mit eigenen Augen sehen. Inzwischen war ich zum dritten Mal in Costa Rica und seit drei Jahren stand diese Art ganz oben auf meiner persönlichen Wunschliste.
Vor allem die ungewöhnliche Erscheinung und die für Sachatamia ilex charakteristischen, beinahe unwirklichen Augen haben mich seit jeher fasziniert. Wir suchten entlang eines Flusses, dem typischen Lebensraum des Glasfrosches.
Stundenlang ging es am Ufer durch den Regenwald. Immer wieder wanderte der Blick über die Vegetation, doch bei solchen Suchen sind die Ohren oft hilfreicher als die Augen.
Irgendwann blieb unser Guide stehen. Er hatte den Ruf gehört. Eine kurze Lautfolge aus der Vegetation, die verriet, wo wir suchen mussten. Wenige Minuten später saß er tatsächlich vor uns. Glassfrösche faszinieren mich dabei nicht nur als fotografisches Motiv.
Bei vielen Arten übernehmen die Männchen eine erstaunliche Form der Brutpflege. Sie bewachen das Gelege, das auf Blättern über fließenden Gewässern abgelegt wird, über Stunden und schützen die Eier unter anderem vor Fressfeinden wie Raubwespen und vor Pilzbefall.
Nach drei Jahren Suche konnte ich den Ghost Glass Frog endlich selbst fotografieren. Für mich sind es genau diese Begegnungen, die eine Reise ausmachen. Manchmal reist man um die halbe Welt für ein Tier, das kaum größer als ein Fingernagel ist.

Die Faszination für die Natur und ihre Artenvielfalt begleitet Rafael Steinlesberger schon seit seiner Kindheit. Heute widmet er sich intensiv der Makrofotografie und der faszinierenden Welt von Insekten, Spinnen, Amphibien und Reptilien.
Seine fotografischen Reisen führen ihn regelmäßig in die tropischen Regionen dieser Erde.
Wenn die Sonne untergeht
Mein Arbeitstag im Regenwald verändert sich, sobald die Sonne untergeht. Tagsüber bin ich vor allem auf der Suche nach Insekten und Spinnen auf der Jagd, gelegentlich auch nach tagaktiven Pfeilgiftfröschen. Mit Einbruch der Dunkelheit verändert sich der Wald jedoch grundlegend.
Dann beginnt für mich die spannendste Zeit. Viele Baumfrösche kommen nachts aus dem Blätterdach herunter und werden dadurch überhaupt erst für uns erreichbar. Gleichzeitig folgen ihnen ihre Prädatoren.
Wo sich plötzlich zahlreiche Frösche versammeln, lassen auch Schlangen nicht lange auf sich warten. Für mich ist das eine der faszinierendsten Dynamiken des nächtlichen Regenwaldes: Innerhalb weniger Stunden verändert sich nicht nur die Artenzusammensetzung, sondern auch das gesamte Beziehungsgefüge.
Sechzehn Stunden am Tag mit der Kamera unterwegs zu sein, ist auf solchen Reisen keine Seltenheit. Man weiß nie, was hinter dem nächsten Blatt wartet. Noch weniger weiß man, ob man genau dieses Tier in dieser Situation jemals wiederfinden wird.
Deshalb versuche ich, einen guten Moment nicht auf später zu verschieben.

Rafael Steinlesberger nutzt für seine Makroaufnahmen eine OM SYSTEM OM 1 Mark II und ein M.Zuiko 90mm F3.5 Macro IS PRO. Möchten Sie auch vom kompakten Equipment von OM bei Ihrem nächsten Outdoor- Shooting profitieren, ist jetzt der ideale Zeitpunkt für einen Wechsel.
OM bietet aktuell eine Makro-Aktion an, bei der Sie bis zu 500 Euro sparen können.
Vorteil: leichte Kamera
Ich fotografiere ausschließlich aus der Hand. Mein tägliches Setup besteht aus zwei OM SYSTEM OM 1 Mark II, einer mit dem M.Zuiko 90mm F3.5 Macro IS PRO, der anderen mit dem 12 bis 45mm F4 PRO.
Gerade nach vielen Stunden im Gelände wird das geringe Gewicht zu einem echten Vorteil. Zwei Kameras gleichzeitig zu tragen und trotzdem beweglich zu bleiben, ist für mich wesentlich angenehmer als mit einem deutlich schwereren Vollformatsystem.
Das 90mm ist für mich dabei absolut unverzichtbar. Es verbindet eine hervorragende Abbildungsleistung von 2:1 (4:1 Vollformat-Äquivalent) mit einem großen Arbeitsabstand und einer sehr kompakten Bauweise.

Das 12 bis 45mm ergänzt es dann, wenn das Motiv etwas größer wird, oder auch sein Lebensraum Teil des Bildes werden soll. Durch die kurze Naheinstellgrenze eignet es sich dafür erstaunlich gut.
Eine Reise durch tropischen Regenwald ist auch für die Ausrüstung ein Belastungstest. Hitze, extreme Luftfeuchtigkeit, Schlamm und stundenlanger Regen gehören zum Alltag. Besonders eindrücklich war das im ecuadorianischen Chocó, einer der regenreichsten Regionen der Welt. Selbst während der Trockenzeit regnete es dort täglich.
Nach einigen Stunden hatte man aufgehört, zwischen trocken und nass zu unterscheiden. Der Poncho hielt den Regen ab, darunter sorgte die tropische Luft dafür, dass man trotzdem komplett durchgeschwitzt war.
Bei Kameras und Objektiven ist mir unter solchen Bedingungen vor allem eines wichtig: Verlässlichkeit. Selbst bei starkem Regen konnte ich mich auf meine Ausrüstung verlassen. Bei den Blitzen ist etwas mehr Umsicht gefragt, denn direkte Feuchtigkeit sollte man ihnen möglichst ersparen.

Besonders das Focus Bracketing ist für meine Arbeitsweise inzwischen unverzichtbar. Ich fotografiere ausschließlich aus der Hand und kann damit Fokusreihen aufnehmen, ohne die Kamera zwischen den einzelnen Bildern verschieben zu müssen.
Aus bis zu 150 Einzelaufnahmen entstehen später Focus Stacks mit einer Schärfentiefe, die mit einer einzelnen Aufnahme nicht erreichbar wäre.
Gerade im Regenwald eröffnet mir das Möglichkeiten, die mit herkömmlichen Methoden wie einer Makroschiene oder der Push Methode nicht praktikabel wären.
Selbst Motive in zweieinhalb Metern Höhe kann ich auf diese Weise stacken, ohne zunächst ein Stativ aufbauen zu müssen.
Wenn das Licht knapp wird

Auch beim Licht gibt der Regenwald den Rhythmus vor. Unter dem dichten Blätterdach kann es selbst am Tag so dunkel sein, dass natürliches Licht für meine Makroaufnahmen kaum ausreicht.
Bei Insekten und kleinen Tieren arbeite ich deshalb fast immer mit einem externen Blitz. Dafür setze ich den Godox V860III mit einem Cygnustech Diffuser ein.
Der Diffuser macht das Licht weicher und verteilt es gleichmäßiger über das Motiv. Gleichzeitig lassen sich Farben und feinste Strukturen deutlich besser herausarbeiten, als es unter dem wechselhaften Licht des Waldes oft möglich wäre.
Bei größeren Motiven kommt zusätzlich ein dritter Godox V860III als Slave mit einer LumiQuest Softbox zum Einsatz. Damit kann ich die Lichtrichtung gezielt verändern, von der Seite aufhellen oder ein Motiv von beiden Seiten gleichmäßig ausleuchten.

Drei Blitze, mehrere Diffuser und verschiedene Objektive summieren sich natürlich trotzdem. Genau hier schätze ich die kompakte Bauweise von Kamera und Objektiven. In meinem Kamerarucksack kann ich eine erstaunlich vielseitige Ausrüstung unterbringen, ohne dass das Gewicht ausufert.
Je genauer man hinsieht
Nach Costa Rica und dem Chocó führte die Reise weiter an den Napo River im ecuadorianischen Amazonas, in die Nähe des berühmten Yasuní Nationalparks. Dort bekommt der Begriff Artenvielfalt eine ganz andere Dimension. Jede Nacht brachte neue Motive und oft mehrere Überraschungen hintereinander. Gleichzeitig ist der Amazonas nicht gerade zimperlich mit seinen Besuchern.
Moskitos, Sandflies und parasitäre Milben gehören ebenso zum Alltag wie die Tiere, wegen derer man überhaupt hierherkommt. Besonders beeindruckend finde ich immer wieder die Vielfalt der Raupen.
Was auf den ersten Blick wie ein unscheinbares Zwischenstadium in der Entwicklung eines Schmetterlings wirkt, kann bei genauerem Hinsehen eine unglaubliche Formen und Farbenvielfalt offenbaren.
Leuchtende Farben, bizarre Auswüchse, feine Strukturen und manchmal geradezu skurrile Körperformen machen viele dieser Tiere zu eigenständigen Makromotiven. Gerade solche Begegnungen zeigen, wie viel es noch zu entdecken gibt und warum der Schutz dieser Lebensräume so wichtig ist.
Im Regenwald existieren unzählige Arten, die wir kaum kennen und deren Bedeutung innerhalb des Ökosystems wir teilweise erst beginnen zu verstehen.
Für mich ist die Fotografie deshalb nicht nur eine Möglichkeit, diese Vielfalt festzuhalten, sondern auch, sie sichtbar und damit ein Stück weit schützenswert zu machen.
Was am Ende bleibt

Nach einem Monat Costa Rica und Ecuador bleiben vor allem die Begegnungen, die sich nicht planen lassen. Der Ghost Glass Frog, nach drei Jahren Suche plötzlich vor der Kamera. Unzählige Insekten und Spinnen, deren Existenz ich mir vorher nie bewusst war.
Und die vielen Stunden, in denen man eigentlich nur auf der Suche war und trotzdem ständig etwas Neues entdeckt hat. Genau das ist für mich der Kern der Makrofotografie: das Unbekannte. Man kann recherchieren, sich vorbereiten und mit einer langen Wunschliste in den Regenwald reisen.

1 | Frontal betrachtet wirkt die ungewöhnliche Schwärmer-Raupe (Sphingidae) wie eine fremde Kreatur aus einem Science- Fiction-Film.
2 | Bevor sie sich in die berühmten, schillernd blauen Himmelsfalter verwandeln, setzen die Raupen der Gattung Morpho auf reine Abschreckung.
3 | Die Raupe eines Schneckenspinners (Limacodidae) gleicht eher einem bunten Kunstwerk als einer klassischen Schmetterlingslarve. Sie gleitet schneckenartig auf einer glatten Sohle über Blätter.
Aber am Ende sind es oft die Momente, mit denen man nicht gerechnet hat, die bleiben. Meine Kameras und Objektive müssen mir dabei vor allem eines ermöglichen: Verlässlichkeit. Stundenlang, bei Hitze, Regen und Dunkelheit.
Durch die hervorragende Bildstabilisierung und das geringe Gewicht kann ich dabei ausschließlich aus der Hand arbeiten, ohne ständig über ein Stativ oder zusätzliches Gewicht nachdenken zu müssen. Ich möchte das Tier sehen, reagieren und fotografieren können.

