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TV-Tipps für Fotografen für November 2018

Auch im November gibt es wieder jede Menge interessanter TV- und Radiobeiträge rund um das Thema "Fotografie". Ob Dokumentation, Spielfilm, Wissenbeitrag oder Reportage - wir haben Ihnen eine Auswahl zusammengestellt, damit Sie keinen Beitrag verpassen. Wir wünschen viel Spaß und gute Unterhaltung beim Anschauen oder Zuhören.

Vom Modefotografen zum Biobauern?

Samstag, 3. November - Sendung aus der Reihe „Stadt, Land, Hof“

NDR Fernsehen, 8:30 - 9:00 Uhr

Hamburg, New York, Gerd Bayer ist ein hochbezahlter Modefotograf. Doch jetzt, mit Ende 30, soll er den Bauernhof seiner Eltern in einem kleinen Dorf in Baden-Württemberg übernehmen. Am Vortag hat Gerd Bayer noch in Hamburg Models in teuren Kleidern fotografiert, nun steht er in einem Kuhstall in Baden-Württemberg und flucht: Die alte Melkmaschine funktioniert nicht richtig, ein plötzlicher Kälteeinbruch bedroht die Ernte und seine teuerste Kuh ist wieder nicht trächtig. Ein Jahr lang lebt der erfolgreiche Hamburger Modefotograf den Spagat zwischen Metropole und Bauernhof. Dann muss er eine Entscheidung treffen: Übernimmt er den Milchviehbetrieb seiner Eltern in seinem Heimatdorf mit 120 Einwohnern oder kehrt er zurück in die Großstadt?

Die Rückkehr ins idyllische Rüsselhausen ist für den Wahlhamburger Bayer nicht die Suche nach dem einfachen Leben auf dem Lande, sondern die ultimative Herausforderung: In wenigen Monaten will der Modefotograf aus dem alten konventionellen Milchbetrieb einen profitablen, zeitgemäßen Biobauernhof machen. Doch Gerd Bayer muss das Handwerk des Landwirts erst erlernen. Und die Umstellung verlangt der ganzen Familie viel ab. Gummistiefel statt Blitzlichtgewitter. Kann das funktionieren?

Das Ruhrgebiet von oben

Sonntag, 4. November - Dokumentation

WDR Fernsehen, 11:00 - 11:45 Uhr

Das Ruhrgebiet, der größte Ballungsraum Deutschlands und eine einzigartige Kulturlandschaft: auf der einen Seite erschlossen und urban, auf der anderen Seite naturbelassenes Idyll. Die Vielfalt des Reviers erschließt sich am besten von oben. Der Film zeigt das Revier in atemberaubenden Bildern aus ungewohnten Perspektiven: mal aus großer Höhe für den Gesamtüberblick und dann wieder ganz nah dran an den Menschen. Der fliegende Wechsel zwischen Nahaufnahme und Gesamtschau gelingt dank des speziellen Hubschrauber-Kamerasystems Cineflex.

Fotograf Hans Blossey hat den Blick von oben zu seinem Beruf gemacht, er spezialisierte sich auf Luftbilder. Hunderte Stunden verbringt er jedes Jahr in seiner Cessna über dem Revier, immer auf der Jagd nach neuen Perspektiven. Er weiß: Die Region hat sich in den letzten Jahren immens verändert.

Kriegsgeschichten: Die Propagandaschlacht im Ersten Weltkrieg

Mittwoch, 7. November - Film von Anne Roerkohl

3sat, 23:55 - 0:45 Uhr

Ein Krieg um Identität, ein "Kreuzzug gegen das Böse" - der Erste Weltkrieg ist als erster Krieg ein globales Medienereignis, ein Kampf um Bilder und Begriffe. Die daheimgebliebenen Frauen, Kinder und Alten, auch die Soldaten selbst, erleben eine Propagandaschlacht, wie es sie in früheren Kriegen nicht gegeben hatte.

Der Film zeigt eine große Fülle der heute verfügbaren Propagandamaterialen wie Kriegswochenschauen, Propagandaspielfilme, Plakate, Flugblätter, Spielzeuge sowie Kinder- und Schulbücher aus allen beteiligten Ländern. Die fatalen Inhalte dokumentieren und veranschaulichen die Mechanismen der Verfälschung und Verteufelung des jeweiligen Kriegsgegners.

Vanuatu - Im Bauch des Vulkans

Mittwoch, 14. November - Film von Karin Feltes

3sat, 17:00 - 17:45 Uhr

Für Ulla Lohmann ist Vanuatu im Südpazifik ein zweites Zuhause. "Für mich einer der schönsten Flecken der Erde", sagt die Fotografin, die ursprünglich aus Kaiserslautern kommt. Vanuatu, ein kleiner Staat, östlich von Australien gelegen, besteht aus 83 Einzelinseln und vielen aktiven Vulkanen. Diese haben es Ulla Lohmann angetan. Besonders der Vulkan Yasur auf der Insel Tanna, der alle fünf Minuten glühende Lavabrocken in die Luft spuckt. Ein Spektakel, das Jahr für Jahr Touristen nach Vanuatu lockt. Ulla Lohmann ist mit einer Gruppe von "Vulkan-Fans" auf einer Foto-Safari unterwegs.

Die Fotografin ist immer wieder begeistert, wenn sie nach dem anstrengenden Aufstieg den Rand des Kraters erreicht hat und in den einzigartigen glühenden Lava-See eines Vulkans schaut. "Es ist, als würde man in das offene Herz der Erde schauen." Schön und zugleich gefährlich: Auf dem Gipfel der Vulkane wabern giftige Schwefeldämpfe, und Lavabrocken fliegen durch die Luft. Helm und Gasmasken gehören zur Grundausstattung einer Vulkan-Expedition.

DJ Punk - Der Fotograf Daniel Josefsohn

Mittwoch, 14. November - Dokumentation von Heiko Lager

arte, 21:45 - 22:40 Uhr

Keiner konnte den Zeitgeist so auf den Punkt bringen wie er: Daniel Josefsohn, Deutschlands wildester Fotokünstler mit israelisch-jüdischen Wurzeln, der in Berlin lebte und arbeitete. Vor allem den 90er Jahren hat er ein Gesicht gegeben. Mit seiner legendären „Miststück“-Plakatserie für den Musiksender MTV gelang ihm ein Generationenporträt, das sich tief ins öffentliche Gedächtnis einprägte. Ende 2012 katapultierte ein Schlaganfall den Überflieger aus seinem alten Leben. Aber er hat weiter fotografiert, vom Rollstuhl aus. Immer mit dem eigenwilligen, unbestechlichen Blick auf seine Zeitgenossen.

Seine Wegbegleiter – wie die Schauspielerin Julia Hummer, der Fotograf Wolfgang Tillmans und der Comedian Oliver Polak – erinnern an einen verrückten Kerl, schwierigen Typen und großherzigen Menschen. Der Film erzählt von Daniel Josefsohn, einem der besten Fotografen Deutschlands, und fragt, wie Leben und Werk heute weiter wirken. Daniel Josefsohn starb mit 54 Jahren an den Folgen seines Schlaganfalls.

Das Erbe der Römer (1/5): Fototermin in Südfrankreich

Montag, 19. November - Dokumentationsreihe von Wilm Huygen

arte, 17:00 - 17:30 Uhr

In seiner Blütezeit umfasste das Römische Reich den Großteil des Kontinents Europa. Im Europäischen Kulturerbejahr 2018 reist der Fotograf Alfred Seiland nach Südfrankreich in die ehemalige römische Provinz Gallia Narbonensis. Hier stehen noch unzählige steinerne Zeugen der römischen Vergangenheit – wie die weltbekannte Aquäduktbrücke Pont du Gard und die Arena in Arles.

Das Erbe der Römer (2/5): Fototermin am deutschen Limes

Dienstag, 20. November - Dokumentationsreihe von Wilm Huygen

arte, 17:00 - 17:30 Uhr

Vom Mittelrhein bis Regensburg erstreckte sich die Grenzanlage des Obergermanisch-Raetischen Limes. Im ersten und zweiten Jahrhundert war der Limes die römische Außengrenze zum Land der Germanen. Mit rund 550 Kilometer Länge ist es das größte Bodendenkmal in Deutschland. Seit 2005 gehört der deutsche Limes zum UNESCO-Weltkulturerbe. Entlang des Limes gibt es sehr viele ganz unterschiedliche Nachbauten und Rekonstruktionen der ursprünglich über 900 Wachtürme und 100 Kastelle aus der Römerzeit. Für Alfred Seiland, den der heutige Umgang mit den antiken Überresten interessiert, ein spannendes Thema.

Das Erbe der Römer (3/5): Fototermin am Donaulimes

Mittwoch, 21. November - Dokumentationsreihe von Wilm Huygen

arte, 17:00 - 17:30 Uhr

In dieser Folge reist der Fotograf an die Donau zwischen Passau und Budapest. Hier bildeten der norische und der pannonische Limes die "nasse Grenze" nach Norden. Obwohl diese Region nahe der steirischen Heimat von Alfred Seiland liegt, hat er hier noch kaum Motive gefunden – schon gar nicht in den Sommermonaten. Seiland und sein Assistent Sven Weber besuchen bei Höchsttemperaturen Ausgrabungen in der bekannten Römerstadt Carnuntum in Oberösterreich. Per Schlauchboot machen sie sich auf die Suche nach der Ruine des Brückenkopfs, die Kaiser Marc Aurel nutzte, um gegen die Markomannen in den Kampf zu ziehen. Und auch in Budapest gibt es Spuren der Römer zu entdecken.

Das Erbe der Römer (4/5): Fototermin auf dem Balkan

Donnerstag, 22. November - Dokumentationsreihe von Wilm Huygen

arte, 17:55 - 18:25 Uhr

In dieser Folge reist Alfred Seiland zusammen mit seinem Assistenten Sven Weber nach Serbien und Rumänien. Hier folgen sie den Spuren Kaiser Trajans und dessen Feldzügen in Dakien jenseits der Donau zu Beginn des 1. Jahrhunderts. Für die Römer damals eine wichtige Eroberung, denn hier gibt es bis heute die größten Goldvorkommen in Europa. Auf der Suche nach dem richtigen Motiv besuchen Seiland und Weber die größten römischen Ausgrabungen Serbiens in Viminacium, die weltberühmte Trajansbrücke und antike Goldminen. Sie laufen dabei stets Gefahr, verbotenes Gelände zu betreten.

Das Erbe der Römer (5/5): Fototermin am englischen Hadrianswall

Freitag, 23. November - Dokumentationsreihe von Wilm Huygen

arte, 17:00 - 17:30 Uhr

In England, am Hadrianswall, besuchen der Fotograf und sein Assistent Sven Weber die nördlichste Grenze des Römischen Reichs. Unter Kaiser Hadrian von 122 bis 128 nach Christus erbaut, hatte er über 300 Jahre Bestand. Die noch heute teilweise stehende Mauer zog sich über 117 Kilometer durch die welligen Hügel der nordenglischen Bilderbuchlandschaft. Zwischen spektakulären Funden und atemberaubender Natur gehen hier jedes Jahr Tausende Wanderer auf den Spuren der Römer entlang des UNESCO-Weltkulturerbes. Beginnend in der Hafenstadt Newcastle folgen sie der 2.000 Jahre alten Grenze. Am Ende findet Alfred Seiland heraus, dass es sogar noch eine weiter nördlich verlaufende römische Grenze gegeben hat, die er natürlich auch besuchen muss.

Expedition Sternenhimmel - Zur Sonnenfinsternis nach Indonesien

Montag, 26. November - Dokumentation von Sebastian Kentner und Johannes Backes

arte, 15:50 - 16:45 Uhr

Seit Anbeginn der Zeit blicken wir Menschen zum Sternenhimmel auf. Eine internationale Gruppe von Fotografen will uns den Nachthimmel nahebringen. Die Doku-Reihe begleitet fünf der besten Sternenfotografen der Welt auf abenteuerlichen Reisen zu den entlegensten Winkeln unseres Planeten. Durch Wüsten, Regenwälder und Eislandschaften geht es auf fünf Kontinenten zu magischen Bildern eines sternenübersäten Nachthimmels, wie wir ihn so nicht zu sehen bekommen. Spektakuläre Timelapse-Technik zeigt atemberaubende Einblicke in den Kosmos, wie wir ihn so nicht zu sehen bekommen.

Seit Jahrzehnten sind der Astronom Gernot Meiser und die Journalistin Pascale Demy auf der Jagd nach atemberaubenden Bildern von Himmelsphänomenen. Ihr Spezialgebiet: Die totale Sonnenfinsternis, bei sich der Mond komplett vor die Sonne schiebt.

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Kurzfristige Programmänderungen sind nicht auszuschließen.

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