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Objektiv-Spezial Teil 3

Fotografieren Sie nur mit Ihrem Kit-Objektiv oder einem Universalzoom? Wenn ja, dann verpassen Sie etwas! Erweitern Sie Ihre kreativen Möglichkeiten mit lichtstarken Weitwinkel-Zooms, Porträtobjektiven und Makros. Wir zeigen, was die Expertenlinsen leisten und welche Modelle empfehlenswert sind. Diese Woche gibt’s alle Infos rund um Makroobjektive.

Detailreiche Makros

Wer  seine  Möglichkeiten  in  der  Fotografie erweitern möchte, sollte hochwertige Makroobjektive auf seinen Equipment-Wunschzettel schreiben. Makroobjektive gibt es in unterschiedlichen Brennweiten. Eine ihrer Haupteigenschaften ist die im Vergleich zu Standardobjektiven verkürzte  Naheinstellgrenze. Sie können also mit solch einem Objektiv näher an das Motiv herangehen. In Kombination mit einer langen Brennweite sorgt dies dafür, dass Sie einen Abbildungsmaßstab von maximal 1:1 erreichen. Objektive mit Telebrennweiten setzen Makrofotografen vor allem dann gerne ein, wenn sie scheue Tiere und Insekten formatfüllend ablichten wollen. Eine geringe Naheinstellgrenze bringt einem schließlich nichts, wenn man den Schmetterling vertreibt, weil man ihm zu nah auf die Pelle rückt!

Makros als Generalisten

Dass Makroobjektive für Makrofotografen interessant sind, liegt auf der Hand. Doch die Spezialobjektive lassen sich nicht nur einsetzen, wenn Blumen oder Insekten fotografiert werden sollen. Sie lassen sich auch problemlos für alle anderen Motive nutzen, bei denen die Brennweite des Objektivs passt. Hochwertige Makroobjektive sind gegenüber  Standardobjektiven  nämlich  in  puncto Schärfe deutlich überlegen. Das müssen sie auch, denn schließlich würde bei einer Makroaufnahme einer Biene sofort auffallen, wenn das komplette Bild oder Teile nicht gestochen scharf wären. Bei Landschaftsaufnahmen mit einer Normal- oder einer leichten Telebrennweite hingegen wäre es zu verschmerzen, wenn Details im Hintergrund eine ungewollte, leichte Unschärfe aufweisen. Makroobjektive sind aufgrund ihrer hohen Qualität in Sachen Abbildungsleistung und Schärfe deshalb die perfekten Festbrennweiten für den universellen Einsatz. Und das, obwohl sie bei Weitem nicht so lichtstark sind wie Standardobjektive.  Lichtstärke spielt bei Makroobjektiven naturgemäß keine große Rolle, da die Fotografen hier mehr Wert auf eine hohe Schärfentiefe legen und dafür stärker abblenden. Zudem ist die Gefahr von Abbildungsfehlern bei Offenblende den meisten Makrofotografen ohnehin zu groß. 

Optimale Schärfe

Die Hersteller erreichen die hohe Schärfequalität durch die Kombination mehrerer Faktoren. Zum einen sind Festbrennweiten, und das sind (fast) alle Makroobjektive, Zoomobjektiven in puncto Schärfe überlegen. Die Linsen sind fest ausgerichtet und nicht beweglich. So kann eine optimale Schärfe über das gesamte Bild ab Werk gewährleistet werden. Zudem werden hochwertige, vergütete Glaselemente verwendet und in einem robusten Gehäuse untergebracht. Deshalb sind Makroobjektive in der Regel auch deutlich schwerer als Standardobjektive.

Gesamtfazit Objektiv-Spezial

Professionelle Porträtobjektive, lichtstarke Weitwinkelzooms und hochwertige Makroobjektive sind deutlich teurer als Einsteiger-Festbrennweiten oder relativ lichtschwache Universalobjektive. Doch je mehr Zeit und Leidenschaft Sie in die Fotogra­fie investieren, desto eher lohnt es sich, für ein hochwertiges Objektiv einmal richtig tief in die Tasche zu greifen. Zwischen zwei Porträts desselben Motivs, die bei gleicher Einstellung einmal mit einem Universalzoom und einmal mit einem Porträtobjektiv aufgenommen wurden, liegen Welten.

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