Test

Test: Sony Alpha 3000

Halb NEX, halb SLT – die neue Alpha 3000 soll das Beste aus beiden Sony-Welten vereinen: die Kompaktheit der spiegellosen NEX und das DSLR-Handling der Single-Translucent-Modelle.
Die Frage: gelungener Mix oder überflüssiger Exot? Wir haben die Sony-CSC im Test unter die Lupe genommen:

Systemkamera oder DSLR?

Ein bisschen erinnert der Versuch Sonys an die Quadratur des Kreises: mit der Alpha 3000 will man die Vorteile der Systemkamera mit den Pluspunkten der DSLR vereinen. Statt kompakten Abmessungen wie bei der qualitativ überzeugenden NEX-Reihe setzt der Elektroriese bei seiner Hybrid-Lösung somit auf DSLR-typische Gehäuseabmessungen. Trotzdem fällt die Haptik weniger voluminös aus als etwa bei den hauseigenen SLT-Modellen (z. B. SLT A-57). Der Grund: der nicht vorhandene Spiegel. Denn im Inneren ist die Alpha eine waschechte spiegellose Systemkamera inklusive E-Bajonett-Anschluss.

Sensor überzeugt

Fotografiert wird mit dem bereits in der SLT-A58 zum Einsatz kommenden ExmorTM APS-C HD CMOS, der 20,1 Megapixel auflöst. Wie beim damaligen Test überzeugt der Sensor auch in der Alpha 3000 mit sehr guten Ergebnissen. Der Detailreichtum bleibt bis ISO 800 nahezu konstant gut erhalten, Rauschen tritt erst ab ISO 6400 störend auf. Macht unter dem Strich knapp 90 Prozent in der Bildqualität.

Magere Ausstattung

Ein deutlicher Abfall ist dagegen in Sachen Ausstattung zu verzeichnen. Hier zollt Sony seinem rund 400-Euro-Kampfpreis Tribut. So kommen Einsteiger etwa nicht in den Genuss eines flexiblen Displays und auch die Motivprogrammauswahl fällt mager aus. Lediglich neun bringt die A3000 mit. Während man hier „nur“ auf den Komfort verzichtet, muss man in Sachen Sucher- und Monitorauflösung spürbare Abstriche in Kauf nehmen. 230.400 Bildpunkte beim Monitor und 201.600 Bildpunkte beim E-Sucher sind schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Eine vernünftige Beurteilung der Schärfe wird so zur echten Herausforderung. Ordentlich fällt dagegen das Handling aus. Das DSLR-Ähnliche Gehäuse liegt gut in der Hand.

Fazit

Die Sony Alpha 3000 ist weder Fisch noch Fleisch. Überzeugend ist ihr Sensor und die gute Auflösungsleistung – allerdings überzeugte uns die Ausstattung nicht. Dafür fällt der Preis für die Alpha 3000 mit 380 Euro äußerst gering aus!   

Bewertung
Name
Sony Sony Alpha 3000
Pro
  • Die gute Auflösungsleistung bleibt bis ISO 1600 weitestgehend erhalten.
  • Bis in die hohen Empfindlichkeiten bleiben die Bilder schön rauscharm.
  • Kompaktes und griffiges Gehäuse
  • Niedriger Preis
Contra
  • Die Auflösung des recht kleinen Suchers fällt eher maus aus
Preis
(Handel/UVP): 380 €/399 € (Kit)
Bewertung
(85%)
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